JUNI 2020

09.06.2020


Neubau Kindertagesstätte Wilhelm-Hoegner-Straße



In der Gemeinde Estenfeld leben viele Familien mit Kindern. Die durchgeführte Bedarfsermittlung hat ergeben, dass weitere Betreuungsgruppen gebraucht werden. Hierzu hatte der damalige Gemeinderat die nötigen Verfahrensschritte bereits eingeleitet und umgesetzt. In der Sitzung am 9. Juni 2020 wurde nun erstmals dem jetzigen Gemeinderat der Planentwurf für den Neubau der Kindertagesstätte an der Wilhelm-Hoegner-Straße von Architekt Stefan Schrauth vom Architekturbüro Jäcklein aus Volkach vorgestellt. Zu Beginn erläuterte Herr Schrauth, wie man an die Planung herangegangen ist. Das Raumprogramm für altersgemischte Einrichtungen gibt die Größe der Räume und der Freiflächen vor.  Bei Kinderkrippen-Gruppen wird in der Regel mit einer Belegung von 12 und bei Kindergartengruppen mit einer Belegung von 25 Kinder ausgegangen.

Der Planer hatte sich mit den künftigen Nutzern, der Kinderkrippen- und Kindergartenleitung sowie dem Verwaltungsleiter und dem Hausmeister des Trägervereins, zusammengesetzt, um deren Wünsche und Bedürfnisse an ein neues Gebäude zu besprechen. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, war das Drehen des Gebäudes erforderlich. Den Planern war außerdem wichtig, den Baumbestand weitestgehend erhalten zu können. Eine optimale Nutzung der Freiflächen und die Unterbringung der von der gemeindlichen Stellplatzsatzung geforderten Stellplätze wurden berücksichtigt.

Im Erdgeschoss der Einrichtung sollen 4 Kinderkrippen-Gruppen mit den jeweiligen Schlaf- und Nebenräumen untergebracht werden. Außerdem sind hier das Leiterinnenzimmer, der Elternwarteraum und der Personalraum eingeplant. Das Gebäude ist barrierefrei erschlossen und man gelangt mittels eines Aufzugs oder durch das Treppenhaus in das Obergeschoss. Hier sind zwei Kindergartengruppen untergebracht. Ein großer Mehrzweckraum und eine Selbstkochküche mit den benötigten Nebenräumen (Schwarz/weiß-Räume für das Personal, Lagerflächen und Kühlmöglichkeiten sowie separate Sanitärräume für das Küchenpersonal) sind hier angedacht. Eine Teilunterkellerung für Technik und Hausmeisterräume sowie Räume für das Reinigungspersonal ist vorgesehen.

Die erste grobe Kostenschätzung, für die Errichtung des Gebäudes mit Außenbereich und Nebenkosten liegt bei der vorgelegten Planung bei ca. 6 Mio. Euro.


Im Gemeinderat wurde angeregt, für die Fahrzeuge mit denen die Kinder gebracht werden, mehr Stellplätze und eine „Anlieferzone“ anzudenken. Die erforderlichen Stellplätze wurden generell als zu wenig betrachtet, da die Anzahl der geplanten Stellplätze den realen Verhältnissen nicht entspricht. Bei der Selbstkochküche gab es unterschiedliche Diskussionen. Beim Schulhaus- und Kindergartenneubau an der Schule wird ohnehin eine Mensa eingeplant und das Essen könnte von dort an die Kita in der Wilhelm-Hoegner-Straße geliefert werden. Ebenso wurde die Möglichkeit für eine Nachnutzung des Gebäudes angesprochen, falls die Kinderzahlen wieder rückläufig werden.


Die Pläne wurden der Kindergartenaufsicht des Landratsamtes vorgestellt und an die Regierung von Unterfranken als Zuschussgeber weitergeleitet. Seitens der Regierung wurde darauf hingewiesen, dass die Planung 142 m² über dem Summenraumprogramm liegt. Diese Flächen können nicht gefördert werden. Ebenso wird für die Einrichtung der Küche keine Förderung in Aussicht gestellt. Die Regierung rechnet daher nur mir zuweisungsfähigen Kosten in Höhe von knapp 3 Mio. Euro, aus denen sich die Förderung errechnet. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kann ebenfalls keine Förderung für die Errichtung einer Selbstkochküche geben.


Architekt Schrauth wurde beauftragt, die Anregungen des Gemeinderats in die Planentwürfe einzuarbeiten. Der Gemeinderat wird aufgrund der Förderbedingungen abwägen müssen, wie die weitere Planung durchgeführt werden soll.


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Rechnungsprüfungsbericht 2017, Feststellung der Jahresrechnung 2017 und Entlastung der Jahresrechnung 2017

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Johannes Streit, stellte den Prüfbericht für das HH-Jahr 2017 vor. Die Fragen, die sich bei der Prüfung ergaben, konnten seitens der Verwaltung für den Rechnungsprüfungsausschuss nachvollziehbar beantwortet werden. Daher empfiehlt der Rechnungsprüfungsausschuss die Zustimmung und Entlastung zur Jahresrechnung 2017. Der Gemeinderat stimmte dem zu. Frau Anja Friedrich, die seit 1. April 2020 in der VG als Kämmerin eingestellt ist, stellte sich kurz dem Gemeinderat zu und erläuterte für die neuen Gemeinderäte Haushaltsbegriffe und was man darunter versteht. Sie informierte das Gremium, dass die Aufstellung des Gemeindehaushalts für Juli 2020 vorgesehen ist.


Satzung über die Erhebung von Erschließungsbeiträgen (Erschließungsbeitragssatzung – EBS)

Die Erschließungsbeitragssatzung aus dem Jahr 1977 wurde überarbeitet und den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen angepasst. In Zusammenarbeit mit dem Satzungsbüro kdp, Augsburg, Frau Peter wurden die entsprechenden Passagen geändert. Die neue Satzung tritt mit der Veröffentlichung in Kraft.

Antrag auf Kostenübernahme für die Ausstattung weiterer Betreuungsplätze in den Einrichtungen des Vereins für Kindergarten und Krankenpflege e.V.

Aufgrund der gestiegenen Kinderzahlen müssen in den örtlichen Einrichtungen die Kapazitäten bis zur Fertigstellung des Neubaus in der Wilhelm-Hoegner-Straße erhöht werden. Ab dem neuen Kindergartenjahr 2020/2021 sollen die Plätze in der Schulkindbetreuung von 108 auf 125 erhöht werden. Außerdem soll eine weitere Kindergartengruppe mit 25 Plätzen eröffnet und im Kleinkindbereich die Belegung der vorhandenen Gruppen auf 14 Kinder aufgestockt werden. Die Anschaffungskosten schätzt der Kindergartenverein auf ca. 38.500 €. Hiervon werden für zusätzliche Etagenbetten ca. 8.500 €, für die Einrichtung der neuen Gruppe ca. 8.000 € und für das Mobiliar für die Schulkindbetreuung ca. 22.000 € angesetzt. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig die Kostenübernahme für die Ausstattung

Haushaltsbudget für den Seniorenbeirat



Der Verwaltung lag ein Antrag des Seniorenbeirats vor, der für seine Tätigkeit ein Budget in Höhe von 3.000 € beantragte. Der Gemeinderat stimmte diesem Antrag zu. Damit muss die Abwicklung für die eingereichten Rechnungen nur einmal im Jahr von der Verwaltung und dem Seniorenbeirat durchführt werden.

Bekanntgabe nachdem die Geheimhaltung weggefallen ist



Bürgermeisterin Schraud teilte mit, dass der Breitbandanschluss für das Rathaus an die Fa. T-Systems in Höhe von 26.410,94 € brutto vergeben wurde. Durch das Förderverfahren verbleibt ein Eigenanteil für die Gemeinde von 2.641,09 €.

Information der Bürgermeisterin



Die Deutsche Telekom teilt mit, dass das Netz in der Gemeinde Estenfeld weiter modernisiert und auf Super-Vectoring-Technologie hochgerüstet wurde. Somit stehen den angeschlossenen Haushalten Bandbreiten mit bis zu 250 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload zur Verfügung. Nähere Informationen zu den neu verfügbaren Bandbreiten können unter www.telekom.de/netzbau oder www.telekom.de/schneller abgefragt werden.


Letzte Änderung: 14.01.2021 08:58 Uhr