OKTOBER 2019

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08.10.2019


Erst sanieren, dann verpachten

Gemeinde ertüchtigt Wasserleitungsnetz an der „Weißen Mühle“


Seit Anfang dieses Jahres ist das Restaurant „Weiße Mühle“ in Estenfeld geschlossen. Wann das gemeindeeigene Gebäude wieder verpachtet wird, ist noch unklar – sicher aber nicht so bald. Zunächst einmal wird es notwendig sein, die Wasserleitungen in der Mehrzweckhalle zu sanieren. Eine Fachfirma, die sich derzeit um den Austausch der Heizungen in der Halle kümmert, hat der Gemeinde zu diesem Schritt geraten. Wirklich überraschend kam die Empfehlung nicht: In jüngster Vergangenheit waren mehrere Rohrbrüche zu beklagen und es gab Schwierigkeiten bei der Warmwasseraufbereitung.

In einer außerordentlichen Sitzung hat sich der Gemeinderat mit der Situation in der „Weißen Mühle“ befasst und beschlossen, das Leitungsnetz auf Vordermann zu bringen. Es mache keinen Sinn, einen neuen Pächter zu suchen, solange die Probleme bei der Wasserversorgung nicht gelöst seien, war die einhellige Meinung. Nach Schätzungen der Fachfirma könnten für die Sanierung der Sanitärtechnik ungefähr 1,2 Millionen Euro an Kosten auf die Gemeinde zukommen – eine Summe, die angesichts der weiteren Großprojekte (Kindergärten, Schule, Kartause) natürlich wenig Begeisterung bei den Gemeinderäten auslöste. Letztlich waren sich aber alle darin einig, dass die „Weiße Mühle“ ein Prestigeobjekt sei, das man nicht vernachlässigen dürfe. Was die Ertüchtigung der Leitungen so aufwendig macht: Halle und Restaurant hängen an einer gemeinsamen Ringleitung, sind also nicht isoliert voneinander zu betrachten.

Um das Restaurant den Anforderungen an eine moderne Gastronomie anzupassen, wird der Gemeinderat über weitere Maßnahmen nachdenken müssen: den Einbau eines Speiseaufzugs, eine Toilette im oberen Stockwerk und einen Windfang im Eingangsbereich zum Innenhof. Darüber zu reden sei jedoch erst dann geboten, wenn ein neuer Pächter gefunden sei, lautete der Konsens.


08.10.2019


Schneller, heller, sicherer
Gemeinde investiert in die örtliche Infrastruktur


In seiner Sitzung hat der Estenfelder Gemeinderat eine Fülle an Aufträgen vergeben. Sämtliche Beschlüsse fielen einstimmig (16:0). Ein Überblick:

- Die Firma MHT (Grabfeld) übernimmt die Sanitärinstallation in der Schulturnhalle und im alten Feuerwehrhaus, das bald von den Maltesern genutzt wird. Kosten: rund 175 000 Euro brutto. Bei Zahlung innerhalb von zwölf Kalendertagen gewährt die Firma zwei Prozent Skonto.

- Für den Pausenhof der Grundschule wurde ein Seilkletterturm angeschafft. Damit sich kein Kind ernsthaft verletzt, wird der Bereich unterhalb des Turms mit Fallschutzplatten gedämpft – jede einzelne 65 Millimeter dick. Geliefert werden sie von der Firma SRP (Frechen) für etwa 1400 Euro brutto.

- Bei der Sanierung der Straße „Am Scheidmännlein“ wurde eine Menge Erde ausgegraben. Der meiste Aushub war nicht belastet und landete auf der gemeindlichen Deponie. Ein Teil muss jedoch gesondert entsorgt werden. Das übernimmt die Firma Beuerlein (Volkach) für rund 8400 Euro brutto.
- Um den Bereich Röntgenstraße/Ecke Sieboldstraße besser auszuleuchten, werden vier Laternen aufgestellt. Insgesamt zahlt die Gemeinde dafür etwa 13 700 Euro brutto. Weitere Kosten, nämlich gut 9000 Euro brutto, fallen für die Verlegung der Stromtrasse in den neuen Gehsteig an. Beide Maßnahmen werden von der Mainfranken Netze GmbH (Würzburg) erledigt.
- Die restliche Erschließung des Gewerbegebiets an der A 7 wird die Gemeinde teurer kommen als erwartet: Die Firma August Ullrich (Elfershausen) hat zwei Nachtragsangebote über insgesamt 32 700 Euro vorgelegt. Unvorhergesehene Kostenmehrungen gab es bei der Oberflächenentwässerung und bei den Anschlüssen.
- Der Internet-Ausbau schreitet weiter voran: Schon bald soll ein breitbandiges NGA-Netz (Next Generation Access) den Ort überspannen. Besonders profitiert davon die Schule, sie wird für rund 18 300 Euro brutto auf ein neues Geschwindigkeitsniveau gehoben. Da die Regierung die Maßnahme mit 90 Prozent fördert, fiel dem Gemeinderat dieser Beschluss nicht schwer.

Letzte Änderung: 18.10.2019 19:28 Uhr