MÄRZ 2019

Ausstellung

05.03.2019


Bilder bringen Farbe und Lebensfreude ins Rathaus
Ausstellung mit Gemälden von Menschen mit Sehbehinderung eröffnet


Lebhaft fröhliche und ausdrucksstarke Gemälde sind zurzeit im Rathaus der Gemeinde Estenfeld zu sehen. Das Besondere daran: Gemalt haben sie junge Bewohnerinnen und Bewohner vom Blindeninstitut Würzburg, die blind oder sehbehindert sind und weitere Beeinträchtigungen haben. Mit einer Vernissage wurde die Ausstellung unter dem Titel „Kunst von Menschen, die anders sehen“ am vergangenen Mittwoch offiziell eröffnet. Noch bis 6. Juni können die Acryl-Strukturbilder auf Leinwand im Rathaus während der Geschäftszeiten besichtigt werden.
„Die Bilder bringen nicht nur Farbe, sondern auch viel Lebensfreude ins Rathaus“, sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud bei der Begrüßung zur Vernissage. Sie freue sich, dass die Ausstellung nicht nur ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sondern bestimmt auch viele Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste, die ins Rathaus kommen, begeistern werde.
Der frühere Direktor der Blindeninstitutsstiftung, Dr. Hans Neugebauer, dankte Rosi Schraud und dem Ausstellungsinitiator Jürgen Baur dafür, dass sie die Bilder aus der Förderstätte des Blindeninstituts in Estenfeld einem großen Publikum zugänglich machen. Er gab in seinem Grußwort einen Rückblick auf die Entwicklung der Stiftung von einer unterfränkischen Schule für zunächst sechs blinde Kinder im Jahr 1853 zur Trägerin von Angeboten für mittlerweile rund 4000 blinde, seh- und mehrfachbehinderte Menschen in Bayern und Thüringen.
Wie die großformatigen Gemälde innerhalb der letzten Wochen und Monate in der Förderstätte am Blindeninstitut Würzburg entstanden sind, erläuterte die kunstpädagogische Leiterin Andrea Seifert. Die jungen Bewohnerinnen und Bewohner mit Seh- und Mehrfachbeeinträchtigung gestalteten die Bilder entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten in vier Schritten. Unterstützt wurden sie dabei von Seifert und ihren Kolleginnen. „Den allergrößten Anteil haben unsere Förderstätten-Besucher – wir helfen nur dabei, den Bildern den letzten Schliff zu geben“, erklärte die kunstpädagogische Leiterin. Entstanden sind so 22 ausdrucksstarke und farbintensive Acryl-Strukturbilder.
Den Malerinnen und Malern aus der Förderstätte war bei der Vernissage anzusehen, dass sie stolz sind auf ihre Werke. Dass schon während der ersten Ausstellungstage einige Besucher großes Interesse bekundeten, sich eines der Bilder nach der Ausstellung für die eigenen vier Wände zu sichern, zeigt, dass sie allen Grund dazu haben.
Die Förderstätte im Blindeninstitut Würzburg bietet Lebensperspektiven für erwachsene blinde oder sehbehinderte Menschen mit weiteren schweren Behinderungen. Eingebettet in tagesstrukturierende Maßnahmen können die betreuten Menschen hier wohnen, arbeiten und ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen. Da sie aufgrund ihrer komplexen Behinderung nicht in der Bentheim-Werkstatt arbeiten können, besuchen die Erwachsenen täglich von Montag bis Freitag die Förderstätte. Dort gehen sie ihren Fähigkeiten entsprechend einer individuellen Tätigkeit nach, die sie fordert und fördert. So haben sie auf ihre Weise Teil am Arbeitsleben und bauen darüber Selbstvertrauen und Selbstwert auf. Im Rahmen der Förderstättenarbeit wird auch die Kreativgruppe Malen angeboten, in der die abstrakten Acryl-Kunstwerke entstehen.


Im Bild: (ganz hinten auf der Treppe, von links) Bürgermeisterin Rosi Schraud, Dr. Hans Neugebauer (Stiftungsdirektor a. D. der Blindeninstitutsstiftung), Dr. Marco Bambach (Vorstand der Blindeninstitutsstiftung), Jürgen Baur (Ausstellungsinitiator aus Estenfeld) und Andrea Seifert (Künstlerische Leiterin, Blindeninstitut Würzburg) mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern sowie Förderstättenleiterin Barbara Knötgen (Zweite von links) und Kolleginnen aus der Förderstätte.


Foto: Ulrike Roth

Westring

12.03.2019


Neue Straße wird

„Riedstraße“ heißen


Eigentlich hatte die Straße, die im Baugebiet „Am Westring“ entstehen wird, schon einen Namen: „Weststraße“ gefiel den meisten Gemeinderäten in der Februar-Sitzung am besten. Doch im Nachhinein kam die Gemeindeverwaltung ins Grübeln: Ist „Weststraße“ wirklich eine gute Wahl, wo doch die parallel verlaufende Ortsrandstraße „Westring“ heißt? In der März-Sitzung dachten die Gemeinderäte über diesen Einwand nach – und tatsächlich entschieden sie sich noch mal anders: Die Straße wird nun „Riedstraße“ heißen, nach der früheren Flurbezeichnung. Für den Vorschlag von Albin Wolz stimmten acht von 15 anwesenden Gemeinderäten – und damit war schnell eine Mehrheit gefunden. Einstimmig war kurz zuvor der Kaufpreis für die Grundstücke beschlossen worden: Er beträgt 325 Euro pro Quadratmeter (erschlossen). Allerdings kommen hier noch Kosten hinzu, beispielsweise für die Ver- und Entsorgungsleitungen, die in das Grundstück hineinragen, für Notargebühren und die Grunderwerbsteuer.


12.03.2019


Kita-Pläne: Gemeinde will Architekten-Wettbewerb


Auf dem Bolzplatz des unteren Hoegner-Spielplatzes soll eine neue Kindertagesstätte entstehen, die Platz für vier Kleinkind- und zwei Kindergartengruppen bietet. Ein Projekt größeren Ausmaßes, bei dem schon jetzt klar ist: Die Kosten für die gesamten Planungsleistungen des Architekten werden die 221 000 Euro-Marke überschreiten – und damit den Schwellenwert, der in der Vergabeverordnung (VgV) bei öffentlichen Aufträgen festgeschrieben ist. Somit wird ein so genanntes VgV-Verfahren nötig, in dem der Neubau europaweit ausgeschrieben wird. Unterstützt wird die Gemeinde dabei von einem Projektsteuerer: der Firma WSP (Würzburg). Im Zuge des VgV-Verfahrens können bis zu fünf Architekturbüros den Auftrag für eine erste, ganz grobe Objektplanung (Skizzen und einfache Entwürfe im Maßstab 1:200) erhalten. Der Gemeinderat, der sich in seiner Sitzung einstimmig (15:0) für diesen Wettbewerb entschied, gab hierfür ein Pauschalhonorar von 3500 Euro netto pro Büro frei.


12.03.2019


Plakat-Flut soll eingedämmt werden


Ein Auswärtiger, der in Estenfeld plakatieren will, muss sich an klare Regeln halten. Seine „Werbeträger“ dürfen maximal DIN A4-Größe haben, den Straßenverkehr in keiner Weise behindern und müssen ordentlich an Laternen, Bäumen oder Verkehrsschildern befestigt sein. So weit, so gut. Doch weil die Zahl der Plakate gerade in der Würzburger Straße in letzter Zeit überhandgenommen hat, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung die Vorgaben noch weiter verschärft: Jeder Auswärtige darf künftig höchstens fünf Plakate im Ort aufhängen. Insgesamt dürfen maximal drei Veranstalter gleichzeitig mit ihren „Aushängen“ vertreten sein. Der Beschluss, hier noch strenger zu sein, fiel einstimmig (15:0).

Deponie 1971

12.03.2019


Extra-Förderung

für Grundwasser-Untersuchung


Drei Jahre hat die Gemeinde das Grundwasser im Erdreich der ehemaligen Mülldeponie hinter der Weißen Mühle untersuchen lassen. Ergebnis: Bei keiner der halbjährlich durchgeführten Kontrollen gab es irgendwelche Beanstandungen. Allerdings waren die Arbeiten letztlich doch teurer als gedacht – und zwar um fast 10 000 Euro. Um diesen Betrag zu decken, hat die Gemeindeverwaltung einen Zuschussantrag bei der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH (GAB) gestellt. Mit Erfolg: Die GAB hat die Extra-Förderung bewilligt und einen entsprechenden Vertrag zugeschickt. Diesen hat der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig (15:0) genehmigt.


Im Bild: die frühere Mülldeponie im Jahr 1971, rechts oben die Weiße Mühle.


12.03.2019


Neue Straßenlampen, neue Pflanzen


In seiner Sitzung hat der Gemeinderat einstimmig (15:0) zwei Aufträge vergeben:

- Die Straße „Am Scheidmännlein“, die derzeit saniert wird, bekommt auch eine neue Beleuchtung. Installiert werden die Lampen von den Stadtwerken Würzburg. Kosten:

etwa 16 000 Euro brutto.

- Für etwas mehr als 10 000 Euro brutto wird die Firma Bruns aus Bad Zwischenahn (Niedersachsen) der Gemeinde Pflanzen liefern. Diese sollen im Gewerbegebiet an der A 7, im Baugebiet „Kies IV“ im Ortsteil Mühlhausen und auf mehreren Spielplätzen gesetzt werden – so wie das der Grünordnungsplan vorsieht.


12.03.2019


Erschließung am Bauhof kann beginnen


Es ist fast eine Punktlandung: Auf 125 000 Euro brutto hatte der planende Architekt die Kosten für die Tiefbaumaßnahmen im Baugebiet „Am Bauhof“ geschätzt. Mehrheitlich vergeben (14:1) wurde der Auftrag in der Gemeinderatssitzung für rund 124 800 Euro. Das Angebot stammte von der Firma Ullrich Bau aus Elfershausen (Lkr. Bad Kissingen). Sie war das einzige von sieben Unternehmen, das auf die Anfrage der Gemeinde über das Online-Portal Deutsche eVergabe reagiert hat.

Letzte Änderung: 20.03.2019 11:19 Uhr