JULI 2019

Kindergarten

01.07.2019

Neuer Kindergarten:

​​​​​​​Aus fünf mach eins
Architekturbüros stellen dem Gemeinderat ihre Konzepte vor – Weiterer Schritt im VgV-Verfahren

Einen ganzen Tag wird sich der Gemeinderat in den Sommerferien Zeit nehmen, um mit den Planungen für den neuen Kindergarten in der Wilhelm-Hoegner-Straße voranzukommen. Am Samstag, 31. August, präsentieren im Rathaus fünf Architekturbüros ihre Ideen, wie das Gebäude gestaltet werden könnte. Vier Krippen- und zwei Kindergarten-Gruppen müssen darin Platz finden. Jedes Büro wird für seine Vorstellung eine Stunde Zeit haben.
Die Konzepte, die der Gemeinderat gezeigt bekommt, werden noch nicht bis ins letzte Detail ausgeklügelt sein. Es handelt sich zunächst um eine grobe Objektplanung (Skizzen und einfache Entwürfe im Maßstab 1:200). Erst wenn die Räte entschieden haben, welches Büro den Zuschlag erhält, geht es für den „Gewinner“ an die Feinarbeit. Sobald die konkrete Planung steht, wird sie eingereicht – mit dem Ziel, eine möglichst hohe Förderung zu erhalten. Für eine Krippen- oder Kindergarten-Gruppe wird üblicherweise mit Kosten von 600 000 Euro gerechnet – bei sechs Gruppen läge die Gemeinde also bei 3,6 Millionen Euro.
Der Bau des neuen Kindergartens ist für die Gemeinde ein Projekt größeren Ausmaßes, bei dem schon jetzt klar ist: Die Kosten für die gesamten Planungsleistungen des Architekten werden die 221 000 Euro-Marke überschreiten – und damit den Schwellenwert, der in der Vergabeverordnung (VgV) bei öffentlichen Aufträgen festgeschrieben ist. Somit ist ein so genanntes VgV-Verfahren nötig, in dem der Neubau europaweit ausgeschrieben wird. Unterstützt wird die Gemeinde dabei von einem Projektsteuerer: der Firma WSP (Würzburg).
Wenn die Gemeinde einen Architekten für den Kindergarten in der Wilhelm-Hoegner-Straße gefunden hat, folgt der nächste Schritt: Dann wird das Verfahren für das Areal angestoßen, auf dem sich die beiden Schulen befinden. Die Grund- und die Mittelschule sollen abgerissen werden, dafür wird eine neue Grundschule gebaut – und ein weiterer Kindergarten. Auch hier lässt sich die Gemeinde von einem Projektsteuerer, der Firma gk-Projektmanagement (Kitzingen), durch das ebenfalls notwendige VgV-Verfahren begleiten.

Projekt WLAN

16.07.2019


Ein „WLAN“-Netzwerk in der Natur
Gemeinde stellt für Konzept 10 000 Euro im Haushalt bereit


„WLAN“ – so nennt Gemeinderat und Jagdpächter Andreas Förster sein Konzept, mit dem er die Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen in und um Estenfeld verbessern möchte. Mit dem Internet haben die vier Buchstaben nichts zu tun, sie stehen für „Wasser – Lebensraum – Artenschutz – Naherholung“. In der Gemeinderatssitzung stellte Förster seine Ideen vor – und konnte das gesamte Gremium dafür gewinnen.

Vorzuweisen gibt es in Estenfeld bereits etwas: die Blühflächen zum Beispiel, die in Zusammenarbeit von Jägern, Landwirten und Gemeinde entstanden sind. Ihr ökologischer Nutzen ist unbestritten und für den Naherholungssuchenden bietet so ein farbenfroher Streifen etwas fürs Auge. Durch derartige Maßnahmen werde ganz erheblich zur Artenvielfalt und Biodiversität beigetragen, sagte Förster. Die Biotope, die nach und nach geschaffen werden, möchte er miteinander vernetzen. Das mache sich auch auf dem Ökokonto der Gemeinde positiv bemerkbar.

Wichtig ist Förster auch, dass nicht ständig gemäht oder gemulcht wird – denn wo Pflanzen höher wachsen, bieten sich Tieren Rückzugsräume. An vielen Böschungen oder Wegrändern reiche es völlig aus, einmal pro Jahr im Spätherbst oder zeitig im Frühjahr zu mähen, betonte Förster. Und wenn schon gemäht werde, dann nicht auf beiden Seiten eines Weges gleichzeitig, sondern im Abstand von drei bis vier Wochen.

Damit das Wild gerade in den heißen Sommermonaten genug zu trinken hat, wurden im Estenfelder Wald mehrere Wasserstellen geschaffen. Der Boden kann das Wasser bei enormer Trockenheit nämlich nicht richtig halten. Leider sei es schon mehrfach vorgekommen, dass die Wannen gestohlen wurden, berichtete Förster. Angesichts der Wasserknappheit forderte er, nicht jede Unebenheit auf Schotter- oder Waldwegen auszubessern. Denn in solchen Kuhlen könnten sich nach Regenfällen Pfützen bilden.

Umgestürzte Bäume wurden im Wald früher schnell beiseitegeschafft. Heute denke man da ganz anders, erklärte Förster: Das „Totholz“ bilde die Lebensgrundlage für eine Fülle von Tier- und Pflanzenarten.

Um den Menschen zu verdeutlichen, was die Gemeinde in Wald und Wiesen alles unternimmt, schlug Förster vor, an geeigneten Stellen Sitzbänke und Infotafeln aufzustellen. So könnte das Verständnis für Flora und Fauna weiterentwickelt werden. Försters Wunsch ist, dass jedem bewusst wird: „Hier ist meine Heimat – hier fühle ich mich wohl.“

Einen noch tieferen Einblick in die Thematik gab danach Werner Kuhn aus Güntersleben. Er ist Landwirt, Jäger und langjähriger Mitarbeiter der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim. Inzwischen ist er auch als Berater für das Netzwerk „Lebensraum Feldflur“ unterwegs und gibt Kommunen wertvolle Tipps. Den Estenfelder Gemeinderäten nannte er zahlreiche Beispiele aus der Praxis, wie sich Landwirtschaft und Artenschutz erfolgreich ergänzen.

Dem Wunsch von Andreas Förster, die beschriebenen Maßnahmen finanziell zu unterstützen, kamen die Gemeinderäte gerne nach. Einstimmig (13:0) beschlossen sie, für das Konzept

10 000 Euro im Haushalt bereitzustellen.


16.07.2019


Gestaltungssatzung schafft Klarheit

Förderprogramm: Gebiet für „Soziale Stadt“ beschlossen


Es ist ein wichtiger Schritt, um den typischen Charakter von Estenfeld, besonders im Altort, zu erhalten: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung einstimmig (13:0) eine Gestaltungssatzung beschlossen. Damit macht die Gemeinde allen, die Häuser umgestalten oder sanieren wollen, klare Vorgaben – um sicherzustellen, dass sich das Vorhaben harmonisch in den gewachsenen Bestand einfügt. Vorgestellt wurde die Satzung von Evi Mohr vom Architekturbüro Schlicht Lamprecht (Schweinfurt).

Um einen finanziellen Anreiz für Privateigentümer zu schaffen, hat der Gemeinderat ebenfalls einstimmig das kommunale Förderprogramm abgesegnet. Pro Anwesen, auf dem baulich etwas verändert werden soll, sind nun Zuschüsse von bis zu 15 000 Euro möglich.

Festgelegt hat der Gemeinderat auch das Gebiet, in dem das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ greifen soll. Darüber können Maßnahmen zur Aufwertung des Ortes staatlich bezuschusst werden. Der Bereich umfasst den gesamten Altort und die Würzburger Straße bis zum Westring. Aufgenommen wurden auch das Schulgelände und die Kartausenwiese, auf der einmal der Bürgerpark entstehen soll. Grundlage des Programms ist das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK).

Verkehrsschild

16.07.2019


Verblasste Verkehrsschilder

werden ausgewechselt


Ein Verkehrsschild erfüllt nur dann seinen Zweck, wenn es gut erkannt werden kann. Ist es verblasst und reflektiert es nicht mehr richtig, kann das vor allem nachts gefährlich werden. Hinzu kommt: Bei unleserlichen Schildern hat auch eine Verkehrsüberwachung wenig Sinn – denn wenn jemand falsch geparkt und einen Strafzettel bekommen hat, könnte er sich darauf berufen, dass er das geltende Parkverbot nicht richtig gesehen hat. Entsprechende Gerichtsurteile gibt es bereits. Damit es gar nicht erst so weit kommt, lässt die Gemeinde Estenfeld jetzt alle ausgeblichenen Verkehrsschilder austauschen – und das sind nicht wenige: 183 Stück, hat der Bauhof gezählt, müssten aus Sicherheitsgründen erneuert werden. Den Auftrag vergab der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig (13:0) an die Firma Bremicker Verkehrstechnik (Weilheim). Kosten: rund 7500 Euro.


16.07.2019


Hallensanierung: Warten auf die Baufreigabe


Nur zu gerne würde die Gemeinde Estenfeld mit der Sanierung der Schulturnhalle und dem Umbau des alten Feuerwehrhauses für die Malteser beginnen. Doch noch hat ihr die Regierung von Unterfranken den so genannten vorzeitigen Maßnahmenbeginn nicht genehmigt. Ein Bewilligungsbescheid, in dem die Höhe der staatlichen Förderung benannt wird, ist im Rathaus ebenfalls noch nicht eingegangen. In der Hoffnung, dass beides möglichst bald vorliegt, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung gleich fünf Aufträge jeweils einstimmig (13:0) vergeben - vorbehaltlich der vorzeitigen Baufreigabe. Den Zuschlag bekamen die Firmen:
- Baucke (Werneck) für die Elektroinstallation (260 400 Euro brutto);
- RSL (Regensburg) für die Schadstoffsanierung (23 400 Euro brutto);
- Brückl (Würzburg) für die Gerüstbauarbeiten (36 000 Euro brutto);
- Höhn (Würzburg) für die Abbruch- und Rohbauarbeiten (122 000 Euro brutto) und
- Jäger (Dettelbach) für die Arbeiten an der Hallendecke (46 300 Euro brutto).
Loslegen können sie alle jedoch erst, wenn die Regierung „grünes Licht“ erteilt hat.


16.07.2019


Rathaussockel wird fachmännisch gereinigt


Die Schäden stechen sofort ins Auge: Der Sockel des Estenfelder Rathauses ist in einem schlechten Zustand. Einen großen Anteil daran hat das Streusalz, das im Winter von vorbeifahrenden Autos auf das Mauerwerk gespritzt wird. Schon lange hat die Gemeinde nach einer Spezialfirma gesucht, die die Natursteinflächen rings um das Gebäude gründlich reinigt. Doch weil fast alle Betriebe Aufträge en masse haben, hatte bislang keiner auf die Ausschreibung reagiert. Nun endlich ist es der Gemeinde gelungen, ein Angebot einzuholen: Es stammt von der Firma Hascher (Eisingen), die in der Gemeinderatssitzung auch prompt einstimmig (13:0) den Zuschlag erhielt. Für ihre Arbeit, die die Fachmänner mit dem so genannten Niederdruck-Rotationsstrahlverfahren ausführen werden, verlangen sie rund 5200 Euro. Die Reinigung ist der erste Schritt bei der Sanierung des Sockels, weitere Maßnahmen werden folgen. Um zu erklären, was noch nötig sein wird, kommen am 30. Juli Prof. Dr. Robert Sobott vom Labor für Baudenkmalpflege (Naumburg) und Wolfgang Schmidt von der Firma Bauer-Bornemann Steinrestaurierung (Bamberg) nach Estenfeld. Anhand eines von ihnen erstellten Gutachtens demonstrieren sie unter anderem, wie stark der Salzeintrag im Rathaussockel ist.

Todeskreuzung

16.07.2019


„Todeskreuzung“ wird

zum Kreisel umgebaut


Sie ist einer der Unfallschwerpunkte im Landkreis Würzburg: die Kreuzung der Staatsstraße (St) 2260 mit der Kreisstraße WÜ 26 nördlich von Kürnach. Schon sehr oft hat es hier gekracht, teils mit schlimmen Folgen, weshalb die Kreuzung auch als „Todeskreuzung“ bekannt ist. Nun soll sie durch einen Verkehrskreisel entschärft werden, informierte Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Sitzung des Estenfelder Gemeinderats. Bereits im September 2019 sollen die Arbeiten beginnen, die Bauzeit liegt bei sechs Monaten. In dieser Zeit sei eine Vollsperrung nötig, sagte Schraud. Für Mühlhausen habe das zur Folge, dass nur noch ein Drittel der gegenwärtigen Busverbindungen gehalten werden könne. Die Schülerfahrten seien aber in jedem Fall gesichert. Beim Verkehrsunternehmens-Verbund Mainfranken (VVM) weiß man sehr wohl, dass dies für Mühlhausen keine angenehme Situation ist. Deshalb soll es übergangsweise einen neuen Fahrplan geben.

Letzte Änderung: 11.08.2019 18:02 Uhr