JANUAR 2019

Neujahrsempfang

06.01.2019


Ein Segen für Estenfeld

Neujahrsempfang: Gemeinde ehrte Bürger für besondere Leistungen


Der Neujahrsempfang der Gemeinde fiel in diesem Jahr auf den 6. Januar — den Dreikönigstag. Aus diesem Anlass kamen gleich zu Beginn die Sternsinger vorbei und brachten den Segen zu den Gästen in die Weiße Mühle. Die Kinder und Jugendlichen sangen ein Lied und wiesen darauf hin, dass sie bei ihrer Aktion Spenden für Kinder in Peru sammeln. Ein Segen, das sind auch die vielen Estenfelder Bürgerinnen und Bürger, die Herausragendes leisten — sei es im Sport, im beruflichen oder im gesellschaftlichen Bereich. Ausgezeichnet wurden die bedeutendsten Persönlichkeiten des Jahres 2018 von Bürgermeisterin Rosi Schraud sowie ihren Stellvertretern Joachim Sadler und Gerhard Knorz. Für die musikalische Gestaltung sorgten die Mühlhäuser Musikanten.


Zu den Geehrten gehörten diesmal:


Bereich Beruf / Wettbewerb:

Prof. Dr. Andreas Warnke

Er war der Motor hinter vielen Würzburger Versorgungseinrichtungen. Dazu zählen die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, die Wichern-Schule für Kranke sowie die Klinik am Greinberg für behinderte Kinder und Jugendliche mit psychischer Störung. Internationale Beachtung fanden seine Forschungen zu Legasthenie, Aufmerksamkeitsdefizits-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Pubertätsmagersucht (Anorexia nervosa) sowie Zwangs- und Angststörungen. Mit großem Engagement trug er als Klinikdirektor die Probleme der psychisch kranken Kinder und Jugendlichen auch in die Gesellschaft und schuf neue Perspektiven, Lösungswege, Netzwerke und Partnerschaften. So wirkte sein Lehrstuhl beispielsweise entscheidend an der bayerischen Gesetzgebung zum „Legasthenieerlass“ mit. Dieser legte fest, dass Kindern mit Lese- und Rechtschreibstörung ein Nachteilsausgleich gewährt werden muss. Für seine Verdienste wurde Prof. Warnke im Oktober 2018 vom damaligen bayerischen Justizminister Winfried Bausback mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.


Prof. Dr. Samuel Kounev

Seit 1. April 2014 ist er Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Informatik II an der Universität Würzburg. 2018 erhielt er für sein gemeinsames Projekt mit Marwin Züfle den Universitätsförderpreis der mainfränkischen Wirtschaft in Höhe von 31 700 Euro vom Institut für Informatik. Thema des Vorhabens: „Neueste Methoden der Zeitreihenvorhersage für praktische Anwendungen“. Als Informatiker beschäftigt er sich dabei mit Vorhersagen, die durch das Lernen aus der Vergangenheit möglich werden. Solche Vorhersagen gelten als wesentlicher Bestandteil für Entscheidungsprozesse, wie zum Beispiel die Ressourcen-, Lager- oder Zukunftsplanung. Die Methode soll jetzt so erweitert werden, dass sie etwa auch bei der vorausschauenden Wartung Einsatz finden kann, so bei der Instandhaltung von Produktionsmaschinen oder Infrastrukturen. Man versucht hier mit Sensordaten vorherzusagen, wann Produktionsmaschinenteile ausfallen werden, um diese rechtzeitig warten, reparieren oder austauschen zu können.

Die Ehrung für Prof. Dr. Samuel Kounev wurde nachgereicht, da dieser am Neujahrsempfang nicht teilnehmen konnte.


Bereich Sport:

Tennisclub „Weiße Mühle“ Estenfeld

Die Damenmannschaft konnte sich ungeschlagen an die Spitze der 1. Bezirksklasse kämpfen und stieg somit in die Bezirksliga auf. Das Team: Luisa Bell (Mannschaftsführerin), Alexandra Rehm (2. Mannschaftsführerin), Tessa Kuschnerus, Rosa Albrecht, Ann-Sophie Wagner, Stephanie Neureither, Carolin Curtaz und Carina Blum.


TSG Estenfeld - Handballabteilung, weibliche C-Jugend 2017/18

Die weibliche C-Jugend der TSG Estenfeld holte sich in der Handball-Saison 2017/18 die Meisterschaft in der Landesliga Nord - und war damit die stärkste Mannschaft dieser Klasse in ganz Unterfranken. Im Final-Four-Turnier der besten vier Landesligisten aus dem Norden und dem Süden Bayerns wurde das Team von Janina Keupp und Simone Weippert sogar Bayerischer Landesligameister - und dies vor heimischem Publikum. Die TSG Estenfeld durfte das Turnier mit starken Gegnern aus München, Augsburg und Landshut ausrichten. Die Mannschaft: Luna Puchalla, Rosa-Maria Heller, Josefine Lößl, Marie Gehring, Eva Spall, Marielena Münch, Silja Staudt, Emilia Reinel, Eva Michel, Hannah Lichtlein, Melissa Hummel und Sophia Weippert.


TSG Estenfeld - Handballabteilung, Frauen I + II 2017/18

Doppelerfolg für die TSG-Handball-Frauen: Die erste Mannschaft schaffte als Neuling in der Bezirksliga auf Anhieb Platz drei. Weil der Zweitplatzierte auf den Aufstieg verzichtete, rückten die Estenfelder Frauen eine Klasse höher und feierten so den Durchmarsch in die Bezirksoberliga. Die zweite Mannschaft wurde in der Bezirksklasse Süd sogar Meister und stieg in die Bezirksliga auf. Das war die bisher erfolgreichste Saison unter den Trainern Klaus Beck, Christopher Erlanger und Jonathan Schrooten. Die Frauen I + II: Diana Bayer (Mannschaftsführerin), Meike Breunig, Vanessa Dürr, Bettina Kubitzek, Franziska Peter, Lorena Königer, Lisa Reisinger, Johanna Walter, Verena Frühauf, Leonie Meister, Ines Seubert, Julia Fischer, Anne Melching, Lea Schrooten, Laura Wolz, Evelyn Wolz, Fabiana Page, Meret Weber, Franziska Leis, Lea Schraud, Rebekka Geng, Jana Heiler, Julia Hauser, Franziska Sadler, Janina Schaub, Klaudia Burnecki, Christina Markard und Melanie Förster.


TSG Estenfeld - Fußball, Senioren A

Erst am letzten Spieltag der Kreisliga Nord (SW), als sie schon als Meister feststanden, mussten die „Alten Herren“ die einzige Niederlage einstecken. Alle anderen Spiele wurden gewonnen. Am Ende hatte die Mannschaft einen Vorsprung von neun Punkten auf den Zweiten, dazu die beste Abwehr und den besten Angriff der Liga. Damit stieg das Team in die Bezirksliga auf, die höchste Spielklasse in der Altersgruppe „Über 32“. In den Punktspielen wurden 25 Spieler im Alter zwischen 32 und 56 Jahren eingesetzt. Dazu gehörten: Christian Full, Christian Geier, Bernhard Göbel, Jens Gröger, Kevin Hatcher, Markus Hauptmann, Axel Henninger, Michael Hoffmann, Holger Konrad-Sauerbrei, Harald Kordowich, Frank Krieger, Carlos Patzi, Johannes Pietschmann, Klaus Popp (Spielertrainer), Frank Rückel, Steffen Rückel, Holger Schlereth, Christian Schmitt, Markus Seger, Christoph Sendelbach, Markus Sendelbach, Dominik Thein, Bastian Wander, Patrick Werner und Jochen Wiederer.


TSG Estenfeld - Fußball, Erste Mannschaft

Die Erste Mannschaft wurde in der Kreisklasse 1 (WÜ) schon vier Spieltage vor Ende der Saison Meister. Sie hatte am Schluss zehn Punkte Vorsprung in der Tabelle. Torschützenkönig wurde Sven Burkard mit 28 Treffern. Das Team: Peter Heil (Mannschaftsführer), Sven Burkard, Sebastian Niedermeyer, Stefan Pröstler, Christof Hornung, Stefan Spyra, Christopher Magosch, Christof Schraud, Fabian Hippacher, Philipp Roth, Joshua Weberbauer, Marco Burkert, Bastian Krieger, Marcel Straus, Patrick Kuchenmeister, Sebastian Reisinger, Thomas Scheller, Kevin Hatcher, Ferdinand Pietschmann, Adrian Manger, David Schulz und Filippo Galli.


TSG Estenfeld - Tischtennis, 1. Herrenmannschaft

In der 3. Kreisliga Kitzingen-West blieb die Mannschaft der TSG Estenfeld in der gesamten Saison ungeschlagen. Bis auf ein Unentschieden wurden alle Spiele gewonnen. Am Ende stand natürlich die Meisterschaft. Das Team: Thomas Streit, Daniel Müller, Matthias Förster, Waldo Gomez, Adalbert Klafke, Jakob Reitzenstein, Peter Walter, Julian Kütt und Stefan Steinmetz.


TSG Estenfeld - Rhönrad

Die fünf TSG-Turnerinnen erreichten bei der Bayerischen Vereinsmeisterschaft in Estenfeld einen hervorragenden dritten Platz. Es mussten die Disziplinen Gerade, Sprung, Spirale und eine Musikkür geturnt werden. Die Turnerinnen: Dominique Walz, Laura Marx, Kim Wößner, Sarah Wößner und Antonia Henninger. Celina Bartholme belegte den dritten Platz beim Bayernpokal (Landesklasse). Bayernweit war sie die drittbeste Turnerin. Antonia Henninger schaffte den dritten Platz bei der Bayerischen Meisterschaft (Bundesklasse 17/18). Kim Wößner wurde Bayerische Meisterin und Dritte bei der Deutschen Meisterschaft (Bundesklasse 15/16). Beim Qualifikationswettkampf in der Schweiz verpasste sie die WM-Teilnahme nur knapp.


Schützengesellschaft Estenfeld 1967 e.V.

Lisa Zinsmeister kam in der Disziplin „15 Meter Fallscheibe/Flinte“ bei der Deutschen Meisterschaft auf den elften Platz. Mit der Speed-Flinte (offene Visierung) landete sie bei der Bayerischen Landesmeisterschaft (Senioren) auf Platz zwei. Alexander Buksbaum schaffte es bei der Deutschen Meisterschaft im Wettbewerb „Fallscheibe Büchse“ auf den 21. Platz. Bei der Bezirksmeisterschaft wurde er Zweiter. Benedikt Nöth erreichte zwei zweite Plätze: bei der Bayerischen Landesmeisterschaft (Senioren) und beim Bezirkspokal.


Reit- und Fahrverein Kürnachtal-Estenfeld

Manuela Mitnacht holte bei der Bayerischen Meisterschaft der Senioren als erste Frau den Titel im Pony-Vierspanner (Fahrsport Kutsche). Es war ein Start-Ziel-Sieg, sie lag in allen drei Teilprüfungen vorne.


Werner Deppner

In Barcelona wurde der Gewichtheber aus Estenfeld zum dritten Mal Weltmeister in der Seniorenklasse. Er schaffte 44 Kilo im Reißen und 56 Kilo im Stoßen. Seit 65 Jahren ist Deppner in dieser Sportart aktiv.


Blutspender:

Für 25-maliges Blutspenden wurden vom Bayerischen Roten Kreuz Robert Köhler, Martina Friedrich und Manfred Krebs geehrt. 50-mal gespendet haben Michael Preissler und Norbert Riedner. Auch die Gemeinde dankte den Geehrten für ihren Einsatz, mit dem sie dazu beitragen, Leben zu retten.


Einzelehrungen:

Rosemarie Lehsau und Emilie Schumacher

Ehrenamtlich helfen die beiden vielen Kranken und anderen Menschen, die Unterstützung brauchen. Ihr Engagement ist unendlich wichtig und zeigt: Es sind oft die Kleinigkeiten und unscheinbaren Begegnungen, die besonders wertvoll für das Gegenüber sind.


Gabi Schneider und Jutta Göbel

Seit über 25 Jahren helfen sie beim Neujahrsempfang der Gemeinde bei der Bewirtung.


Vereinsjubiläen:

Im vergangenen Jahr konnten zahlreiche Vereine runde Jubiläen feiern. Seitens der Gemeinde wurde beim Neujahrsempfang gratuliert:

- der Ortsgruppe Kürnach-Estenfeld-Prosselsheim im Bund Naturschutz zum 30-jährigen Jubiläum (kein Vertreter anwesend, Ehrung wurde nachgereicht),

- der Estenfelder Kreuzbergmusik zum 50-jährigen Jubiläum und

- den Mühlhäuser Musikanten zum 95-jährigen Jubiläum.


Foto: Guido Chuleck

Schraud-Rede

06.01.2019


„Bewährtes erhalten,

die Zukunft gestalten“

Neujahrsansprache: Bürgermeisterin wünscht sich konstruktives Miteinander


Einen optimistischen Blick nach vorne warf Bürgermeisterin Rosi Schraud in ihrer Rede beim Neujahrsempfang der Gemeinde in der Weißen Mühle. Was ihr Mut macht: das sachorientierte Miteinander, mit dem der Gemeinderat zuletzt zu Werke ging, und das große bürgerschaftliche Engagement. Beides habe sich vor allem bei den Planungen für die Kartause gezeigt.

Zu diesem zweifellos wichtigsten Projekt der Gemeinde brachte Schraud die Bürger auf den aktuellen Stand: Nach der Bürgerwerkstatt wurden die dort erarbeiteten Entwicklungsziele bei einer Gemeinderatsklausur mit einem Planer weiter diskutiert. Wofür der Ostflügel der Kartause genutzt werden soll, darüber gehen die Meinungen nach wie vor auseinander. Deshalb wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese soll die Kosten der beiden denkbaren Varianten gegenüberstellen und die Grundlage für eine abschließende Entscheidung sein. „Das kostet zwar Zeit und Geld, ist aber letztlich zur Findung der besten Lösung nötig“, sagte die Bürgermeisterin.

Dass es vielen Bürgern — nicht nur bei der Kartause, sondern auch bei anderen Bauvorhaben — oft nicht schnell genug geht, ist Schraud bekannt. Deshalb erklärte sie, warum öffentliche Maßnahmen manchmal so lange dauern: Bevor eine Gemeinde Aufträge vergeben und Fördermittel dafür bekommen kann, müssen vorher die Planungen bei den Genehmigungsbehörden eingereicht werden. Bei Projekten, die über einer gewissen Vergabesumme liegen — und bei öffentlichen Bauten ist man hier sehr schnell über dem so genannten Schwellenwert — setzt der Gesetzgeber nochmals ein weiteres Vergabeverfahren voraus. Das bedeutet: Mit einem Projektentwickler muss für das geplante Vorhaben erst das geeignete Architekturbüro gefunden werden — und das zieht sich. „Seien Sie versichert: Uns allen wäre es auch lieber, wenn manches einfacher und effizienter abzuhandeln wäre“, sagte Schraud.

Ein schönes Beispiel, dass auch zügige Lösungen möglich sind, nannte die Bürgermeisterin in ihrem Rückblick auf das Jahr 2018: In der rekordverdächtigen Zeit von nur fünf Monaten ist die Interimslösung für die Kinderkrippe fertig geworden. Auf den Weg gebracht wurde das neue Baugebiet „Westring“. In diesem Jahr werden die Grundstücke vergeben und die Erschließung wird in Angriff genommen. Doch auch im Ortskern wird gebaut — eine Entwicklung, die die Bürgermeisterin sehr freut und die künftig noch weiter vorangehen soll. Schrauds Ziel ist es, „im Altort eine Nachverdichtung zu erreichen, um in der Zukunft die Flächenressourcen unserer Gemeinde zu schonen“.

Das Wohnen im Dorf ist nach fester Überzeugung der Bürgermeisterin aber nur attraktiv, wenn auch die Infrastruktur passt. Dazu gehört, dass das Kanal- und Wasserleitungsnetz unter der Erde intakt ist. Die Zahl der Wasserrohrbrüche sei in den letzten Jahren hoch gewesen — alleine der Vorfall in der Wilhelm-Barth-Straße habe über 100 000 Euro gekostet. Schraud versprach, die Gemeinde werde 2019 die Sanierungsarbeiten fortsetzen. Denn: „Bei den Kanal- und Wasserleitungen handelt es sich um ein Riesenvermögen der Bürger. Unter der Erde liegen Millionen vergraben. Diese Anlagen gilt es zu ertüchtigen und deren Wert zu erhalten.“

Insgesamt werde das neue Jahr aber vor allem „im Zeichen von Planung und Entwicklung stehen“, kündigte Schraud an. Den größten Stellenwert hätten dabei der Neubau von Kindergarten und -krippe, die Zukunft von Schule und Turnhalle und natürlich die Kartause.

Schraud bat darum, positiv an alle Herausforderungen heranzugehen — damit sprach sie Gemeinderäte, Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und alle anderen Bürger gleichermaßen an. „Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, Bewährtes zu erhalten und im konstruktiven Miteinander die Zukunft unserer Gemeinde weiter zu gestalten.“

Radweg Kartause

08.01.2019


Radweg hinter der Kartause

kommt — aber erst später

Ministranten wollen bei „72-Stunden-Aktion“ jetzt den Innenhof verschönern


Die Estenfelder Ministranten setzen sich in vorbildlicher Weise für die Zukunft der Kartause ein. Mit einem echten Gemeinschaftsprojekt würden sie die Umgestaltung des Areals gerne vorantreiben: Sie wollen einen kombinierten Rad- und Wanderweg errichten, der die Lücke zwischen Sängerheim und Triebweg am südlichen Ende der Kartausenwiese schließen soll. Ihr Vorhaben hat im Ort bereits einige Fürsprecher gefunden.

Der Plan der Ministranten war, die Gestaltung des Weges im Rahmen der „72-Stunden-Aktion“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) abzuschließen. Die Aktion findet vom Donnerstag, 23., bis Sonntag, 26. Mai, statt und soll laut dem BDKJ dazu dienen, „regionale Anstöße für gesellschaftliche und soziale Entwicklung“ zu geben. Ihr angedachtes Projekt an der Kartause sei dafür wie geschaffen, fanden die Ministranten.

Da die Wegstrecke relativ lang ist, haben sie in einem ersten schriftlichen Antrag den Bauhof darum gebeten, die Vorarbeiten zu übernehmen. Darin heißt es, zum Ausgraben der Wegfläche sei der Einsatz von schweren Maschinen unabdingbar. Auch bei der Befüllung der unteren Schichten würden Erwachsene gebraucht. Bei der eigentlichen Aktion wollten die Ministranten dann an den genannten Tagen, jeweils in den Abendstunden, die letzte feine Deckschicht selbst auftragen. Der Agenda-21-Arbeitskreis, der Freundeskreis der Kartause und der Pfarrgemeinderat hatten zugesichert, fleißig mit anzupacken.

So toll die Gemeinderäte die Initiative finden — es wird leider nicht möglich sein, die nötigen Planungen bis Mai abzuschließen. Das haben Vertreter aller Fraktionen den Ministranten bei mehreren Treffen ausführlich erklärt. Gleichwohl haben sie den engagierten Jungbürgern zugesichert, dass das Radweg-Projekt damit keineswegs erledigt sei. Die Ministranten halten somit an ihrer Idee fest und sind bereit, sich auch zu einem späteren Zeitpunkt an der Umsetzung des Weges zu beteiligen.

In der Gemeinderatssitzung wurde über den Antrag der „Minis“ abgestimmt — ebenso wie über einen Antrag des Agenda-21-Arbeitskreises und einen des Freundeskreises der Kartause, die beide für eine schnelle Verwirklichung des Weges warben. Aufgrund der Vorgespräche kam es nicht überraschend, dass alle drei Anträge einstimmig (16:0) abgelehnt wurden. Bei jedem Beschluss wurde aber noch der Satz aufgenommen, dass der Weg „im Rahmen der Gesamtplanung für das Kartausenareal umgesetzt wird“.

Bei der Sitzung saßen in der ersten Zuhörerreihe einige Ministranten, angeführt von ihrer „Sprecherin“ Theresa Störlein. Für die „72-Stunden-Aktion“ haben sie schon eine Alternative gefunden: Sie wollen den Innenhof der Kartause neu befestigen. Auch hierbei wären sie auf die Arbeitskraft des Bauhofs angewiesen. Die Kinder und Jugendlichen könnten die letzte Schotterschicht auf den Platz auftragen. Der Agenda-21-Arbeitskreis und der Freundeskreis der Kartause wären wieder zur Mithilfe bereit. Außerdem wollen die „Minis“ den WC-Container farblich gestalten, Palettenmöbel für eine Lounge bauen und eine Spielekiste einrichten.

08.01.2019


Kindergarten St. Michael wird teilsaniert


Wegen der geburtenstarken Jahrgänge und der vielen Neubürger werden in Estenfeld immer mehr Kita-Plätze benötigt. Der Gemeinderat plant deshalb einen größeren, moderneren Kindergarten. Doch bis der fertig ist, muss der Kindergarten St. Michael, der schon über 50 Jahre alt ist, noch genutzt werden. Das geht aber nur, wenn die eklatantesten Schwachstellen dort beseitigt werden. Drei Beispiele: Das Dach ist teilweise undicht, der Kanalablauf funktioniert nicht mehr überall so, wie er soll — und es fehlt eine zusätzliche Fluchttüre. Die Gemeinde hat mit der Katholischen Kirchenstiftung Estenfeld, die Eigentümerin des Kindergartens ist, einen Treuhandvertrag geschlossen. Genehmigt wurde dieser einstimmig (16:0) in der Gemeinderatssitzung. Durch den Kontrakt wird die Gemeinde ermächtigt, Aufträge für die dringlichsten Maßnahmen zu erteilen. Wie teuer die Teilsanierung des Kindergartens wird, lässt sich derzeit noch nicht genau beziffern. Fest steht: Die Kosten teilen sich Kommune, Kirchenstiftung und Diözese Würzburg untereinander auf — so wie das bei allen vorangegangenen Investitionen auch Usus war.

Peter Walter

08.01.2019


Neues Ratsmitglied:

Peter Walter leistet Amtseid


Sie ist nach Verena Füller schon die zweite Frau, die in der laufenden Amtsperiode den Gemeinderat verlässt: Britta Schneider (SPD) ist in der Sitzung offiziell aus ihrem Ehrenamt verabschiedet worden. Bürgermeisterin Rosi Schraud sagte, sie bedauere den Schritt Schneiders sehr — auch „weil Frauen immer einen anderen Blickwinkel reinbringen“. Schneider habe ihre Aufgabe immer mit hohem Engagement wahrgenommen und sich „argumentationsstark“ bei den Sitzungen eingebracht. Außerdem habe sie viele Vor-Ort-Termine wahrgenommen, besonders wenn es um die Flüchtlingshilfe gegangen sei. Dennoch verdiene Schneiders Entscheidung allen Respekt, betonte Schraud. Schneider gehörte dem Gemeinderat seit dem Jahr 2014 an. Als Dank für ihren Einsatz bekam sie von der Bürgermeisterin einen Gemeindeteller und einen Blumenstrauß überreicht. Für Schneider rückt Peter Walter in den Gemeinderat nach. Er wurde von Schraud vereidigt und erhielt einen Bocksbeutel als Einstandsgeschenk. Walter vertritt die SPD im Bauausschuss, im Ausschuss für Dorfentwicklung und im Ausschuss für Sport und Kultur.

08.01.2019


Neue Technik für die Mehrzweckhalle


Die Sanierung der Estenfelder Mehrzweckhalle geht voran. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat einstimmig (16:0) zwei weitere Aufträge vergeben. Um die Elektroinstallation wird sich die Firma Schneider (Wipfeld) kümmern, die für die Arbeiten rund 46 500 Euro brutto verlangt. Die Firma kennt die Halle gut, sie war schon beim Neubau Mitte der 1980er Jahre daran beteiligt. Für den Einbau neuer Anlagen zur Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR) wird die Firma Kieback & Peter (Nürnberg) zuständig sein. Sie verlangt für ihre Leistungen etwa 69 300 Euro brutto.

08.01.2019


Baugebiet „Westring“: BayernGrund finanziert Erschließung vor


Die Erschließung des Baugebiets „Westring“ kostet viel Geld. Um zu vermeiden, dass der gemeindliche Haushalt dadurch belastet wird, hat sich der Estenfelder Gemeinderat zu einem cleveren Schritt entschlossen: Er überlasst die Erschließung der Firma BayernGrund. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat einstimmig (16:0) den Abschluss eines sogenannten städtebaulichen Vertrags mit BayernGrund genehmigt. Zur Finanzierung der Maßnahme wird BayernGrund bei der Sparkasse Mainfranken einen Kredit aufnehmen. Damit dafür die Konditionen eines Kommunaldarlehens gewährt werden können, hat die Gemeinde zugesichert, gegenüber der Sparkasse eine Gewährleistungserklärung abzugeben. Für ihre Dienstleistungen erhält BayernGrund ein aufwandbezogenes Honorar.

Datenschutz

08.01.2019


Externer Experte

für den Datenschutz


Die Datenschutz-Grundverordnung ist eines der aufwändigsten und komplexesten Projekte, das die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Estenfeld je zu bewältigen hatte. Ohne einen externen Berater ist es für sie nicht möglich, alle Vorgaben umzusetzen. Die VG habe daher mit dem Kommunalunternehmen (KU) des Landkreises Würzburg einen Vertrag geschlossen, informierte Geschäftsleiterin Lisa Krein in der Gemeinderatssitzung. Darin sei vereinbart worden, dass ein KU-Mitarbeiter mit Beginn des Jahres 2019 für die VG als Datenschutz-Beauftragter tätig ist. Seine Aufgabe ist es, die Gemeinde bei der Umsetzung sämtlicher Standards zu unterstützen.

Letzte Änderung: 19.01.2019 15:21 Uhr