FEBRUAR 2019

Haushalt

12.02.2019


Haushaltsvolumen übersteigt

die 20-Millionen-Euro-Marke

Solide Finanzlage verschafft der Gemeinde größeren Handlungsspielraum


20,1 Millionen Euro – so hoch wie in diesem Jahr war das Volumen des Estenfelder Gemeinde-Haushalts noch nie. Dieser Rekord wird aber wohl nicht lange Bestand haben, denn in den Etats der kommenden Jahre werden noch größere Summen auftauchen als 2019. Eine neue Kinderkrippe, ein neuer Kindergarten, eine neue Grundschule, teure Straßensanierungen – die Liste mit den Großprojekten ist lang. Mit der Kartause wartet dann noch eine Jahrhundertaufgabe, deren Kosten derzeit nur schwer abzuschätzen sind.

Was mit Blick auf die zu bewältigenden Aufgaben eine gewisse Sicherheit gibt: Estenfeld steht finanziell sehr gut da. Als Kämmerer Frank Fiebig in der Gemeinderatssitzung den Haushaltsplan vorstellte, prognostizierte er, dass die Schulden der Gemeinde Ende dieses Jahres noch 2,5 Millionen Euro betragen werden. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 480 Euro, womit Estenfeld deutlich unter dem bayerischen Landesdurchschnitt liegt.

Zwei Zahlen auf der Einnahmenseite stehen stellvertretend für das solide Fundament, auf das sich bauen lässt: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beträgt in diesem Jahr voraussichtlich 3,5 Millionen Euro – ebenfalls ein neuer Höchstwert, der zeigt, dass die Bürger insgesamt recht gutes Geld verdienen. Und auch den ortsansässigen Firmen geht es prächtig: Durch die Gewerbesteuer hat die Gemeinde 2018 beachtliche 3,2 Millionen Euro verbucht. Im Haushalt 2019 kalkuliert Kämmerer Fiebig trotzdem vorsichtshalber „nur“ mit drei Millionen Euro aus der Gewerbesteuer.

Die Finanzkraft Estenfelds hat aber auch ihre Schattenseiten. Schlüsselzuweisungen vom Staat erhält die Gemeinde 2019 nicht. Die Kreisumlage, die an den Landkreis Würzburg abgeführt werden muss, steigt auf 2,4 Millionen Euro. Die Gewerbesteuerumlage liegt bei

582 000 Euro.

Wohl wissend, dass schon bald exorbitante Aufwendungen nötig sind, übt sich die Gemeinde im laufenden Haushaltsjahr in Zurückhaltung. Der Vermögenshaushalt hat einen Umfang von 5,7 Millionen Euro – so viel sieht die Gemeinde für Investitionen vor. Das meiste Geld wird für die Sanierung der Schulturnhalle (800 000 Euro), das Baugebiet Westring (750 000 Euro) und den Umbau des alten Feuerwehrhauses (620 000 Euro) aufgewendet. Neue Kredite sind nicht vorgesehen. Auf den Verwaltungshaushalt, in dem die laufenden Einnahmen und Ausgaben für ständige Aufgaben der Gemeinde veranschlagt werden, entfallen 14,4 Millionen Euro.

Nachdem die drei Fraktionssprecher Albin Wolz (CSU), Günther Grimm (SPD) und Rainer Galm (UWG) ihre Stellungnahmen abgegeben hatten, wurde abgestimmt. Das Ergebnis: Mit 15:0 Stimmen wurde der Haushalt 2019 in der vorgelegten Form genehmigt.


Einen Erläuterungsbericht zum Haushaltsplan der Gemeinde lesen Sie hier.

Die Stellungnahmen der einzelnen Fraktionen finden Sie unter folgenden Links:

- CSU

- SPD

- UWG


Einige Hinweise der Bürgermeisterin zu den Haushaltsreden der Fraktionen sind hier zu finden.

Gartenschlauch

12.02.2019


Keine Sonderwege

bei der Gartenbewässerung

Gemeinderat lehnt private Zähler

und Pauschalabrechnung ab


Normalerweise wird in jedem Estenfelder Haushalt ganz einfach gerechnet: Die Wasseruhr hängt an der Trinkwasserleitung. Was an sauberem Wasser reinkommt, geht als Schmutzwasser wieder raus – also 1:1. Es sei denn, Leitungswasser wird nachweislich im Garten verspritzt. Dafür muss zwar die Gebühr für das verbrauchte Trinkwasser (2,97 Euro pro Kubikmeter), nicht aber für das Schmutzwasser (2,26 Euro pro Kubikmeter) bezahlt werden. Denn das Wasser läuft dann ja nicht durch die öffentliche Abwasserkanalisation, sondern versickert im Erdreich.

Um genau nachweisen zu können, wie hoch der Wasserverbrauch im Garten ist, braucht man einen separaten Wasserzähler. In Estenfeld wird dieser vom gemeindlichen Bauhof montiert. Das kostet einmalig zwischen 400 und 500 Euro. Der Zähler selbst wird mit einer jährlichen Gebühr von 15,60 Euro berechnet. 46 Gartenbesitzer nutzen in Estenfeld einen solchen Zähler. Im Jahr 2018 haben sie zusammen 2619 Kubikmeter Wasser in ihren Gärten verbraucht, das entspricht 57 Kubikmetern pro Nutzer. Bis sich der Einbau eines Extra-Zählers amortisiert hat, müssen zwischen 177 und 221 Kubikmeter verbraucht werden.

Das könnte schneller gehen, dachte sich ein Bürger. Er fragte deshalb bei der Gemeinde an, ob es möglich wäre, statt eines gemeindlichen einen privaten Gartenzähler für weniger Geld einzubauen. Als Alternative brachte er die Einführung einer Gartenwasserpauschale ins Gespräch. Die Gemeinde könnte allen Gartenbesitzern, die größere Flächen bewässern und damit einen höheren Wasserverbrauch haben, einen pauschalen Abzug bei der Abwasserrechnung gewähren.

Von beiden Optionen hielt der Gemeinderat in seiner Sitzung wenig. Auf Empfehlung der Verwaltung beschloss er einstimmig (15:0), die geltende Regelung beizubehalten, da sich diese in der Praxis bewährt habe. Mindestens genauso wichtig war aber ein anderes Argument: Durch die hohen Kosten verzichten viele Bürger auf den Einbau eines Gartenzählers und greifen stattdessen beim Gießen vorwiegend auf Regenwasser zurück. Das spare Trinkwasser, eine der kostbarsten Ressourcen überhaupt.


12.02.2019


Investitionszuschuss für die TSG


Eine neue Heizungsanlage, eine moderne Hallenbeleuchtung, ein frischer Kunstrasen und ein Teppich für die Modellsportabteilung – die TSG Estenfeld hat in jüngster Zeit eine Stange Geld investiert, um die „Infrastruktur“ des Vereins zu verbessern. Genau genommen waren es

20 500 Euro. Mit der Bitte um finanzielle Unterstützung hatte sich die TSG an die Gemeinde gewandt – und sie wurde gehört. So wie das bisher üblich war gibt die Gemeinde auch diesmal einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent, macht 4100 Euro. Die Entscheidung des Gemeinderats fiel in der Sitzung einstimmig (15:0).


12.02.2019


Höfersgasse in Mühlhausen wird ausgebaut


Die Höfersgasse im Ortsteil Mühlhausen ist in einem schlechten Zustand. Das wird sich allerdings bald ändern, denn der Estenfelder Gemeinderat hat in seiner Sitzung einstimmig (15:0) den Ausbau beschlossen. Etwa 34 000 Euro werden die Arbeiten kosten, für die die Firma Hoch- und Tiefbau Müller (Gerolzhofen) den Auftrag erhalten hat. Die Gemeinde hat mit der Firma gute Erfahrungen gemacht, denn diese ist auch für die Sanierung des „Scheidmännleins“ in Estenfeld zuständig. Für den Einbau einer Straßendecke im Estenfelder Baugebiet „Triebweg III“ hat die Firma ebenfalls den Zuschlag erhalten.


12.02.2019


Einige Kiefern an der Kapelle am Tabor müssen raus


Die Kapelle am Tabor ist ein idyllisches Plätzchen – auch weil ringsherum Kiefern stehen, die Wanderern oder Radfahrern, die dort eine Pause machen, Schatten spenden. Nun hat Revierförster Michael Hahn festgestellt, dass einige dieser Kiefern abgestorben sind. Um einen Käferbefall des Restbestandes zu verhindern und um für Menschen keine Gefahr darzustellen, müssten sie gefällt werden, teilte er der Gemeinde mit. Bürgermeisterin Rosi Schraud gab in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass Gemeindeförster Klaus Wolz die betroffenen Bäume entfernen werde. Die Untere Naturschutzbehörde und der Bund Naturschutz wurden von der Gemeinde informiert.


12.02.2019


Baugebiet Westring: Erschließung ab 11. März


Mit einem so schnellen Beginn hatten die Wenigsten gerechnet: Am Montag, 11. März, soll die Erschließung des Baugebiets Westring in Estenfeld losgehen. Der offizielle Spatenstich erfolgt am Donnerstag, 14. März. Diese Termine hat Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung bekannt gegeben. Um den gemeindlichen Haushalt nicht übermäßig zu belasten, erfolgt die Erschließung über ein kreditähnliches Rechtsgeschäft mit der Firma BayernGrund. Hierzu hat die Gemeinde mit BayernGrund einen städtebaulichen Vertrag abgeschlossen. Dieser sieht vor, dass die Erschließungskosten in Höhe von rund 5,9 Millionen Euro von BayernGrund über einen Kredit vorfinanziert werden. Die Gemeinde zahlt den Gesamtbetrag dann ratenweise im Laufe von mehreren Jahren zurück – ein Modell, das die Haushaltsplanung um Einiges leichter macht.

Weiße Mühle

12.02.2019


„Weiße Mühle“:

Gaststätte ist geschlossen


In ihren Informationen zum Ende der Gemeinderatssitzung verkündete Bürgermeisterin Rosi Schraud eine bedauerliche Nachricht: Die Gaststätte „Weiße Mühle“ ist ab sofort geschlossen. Wann sie wieder geöffnet wird, das ist derzeit noch nicht absehbar. Der bisherige Pächter hatte die „Weiße Mühle“ seit November 2016 geführt.

Letzte Änderung: 20.03.2019 11:13 Uhr