APRIL 2019

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09.04.2019


Gelenkbau oder Solitärbau?

Architekt stellt zwei denkbare Varianten für Grundschule und Kindergarten vor


Das Estenfelder Schulgelände wird komplett neu gestaltet: Die maroden Gebäude von Grund- und Mittelschule werden abgerissen, dafür entstehen eine neue Grundschule und ein Kindergarten. Mit der Frage, wie die Neubauten am sinnvollsten angeordnet werden könnten, hat sich das Architekturbüro Baur Consult (Haßfurt) beschäftigt. Von den anfangs fünf Varianten sind noch zwei übriggeblieben – und die hat Architekt John Bruhs dem Gemeinderat in dessen Sitzung etwas genauer vorgestellt.

Die erste Variante sieht vor, Grundschule und Kindergarten als „Gelenkbau“ zu errichten, wie es Bruhs nannte. Jedes Gebäude stünde dann für sich alleine – die Schule mit zwei Geschossen, der Kindergarten mit einem. Die „Schnittstelle“, so Bruhs, wäre eine Mensa. Für Pkw-Stellflächen ist aufgrund der Nähe des Kindergartens zur Straße kein Platz, hierfür müsste ein Teil des gegenüberliegenden Grundstücks gepachtet werden.

Den Ablauf plant Bruhs in zwei Bauabschnitten: Zunächst wird die Mittelschule abgerissen und dann die neue Grundschule gebaut. Danach kann die alte Grundschule abgebrochen werden. Um weiteren Platz für den Kindergarten zu schaffen, müssten die Container, in denen gegenwärtig zwei Krippengruppen untergebracht sind, rückgebaut und versetzt werden.

Als „Solitärbau“ bezeichnete Bruhs die zweite Variante. Hier wären Grundschule und Kindergarten unter einem Dach – für die Gruppenräume des Kindergartens wäre das Erdgeschoss vorgesehen, für die Schulklassen das obere Stockwerk. Durch die Bündelung in einem Gebäude wird auf dem Gelände Raum gewonnen, der für Parkplätze genutzt werden kann.

Um den „Solitärbau“ zu verwirklichen, muss – wie in Variante 1 – erst mal die Mittelschule weichen. Dann wird in einem einzigen Abschnitt der Schul- und Kindergartenkomplex errichtet. Wenn er steht, sind die Tage der alten Grundschule gezählt. Auch die Krippen-Container werden dann nicht mehr gebraucht. Ein Vorteil dieser Variante: Die Krippenkinder können in ihren gewohnten Räumen bleiben, bis die neuen fertig sind.

Was beide Varianten gemeinsam haben: Der Zugang zu Schule und Kindergarten wäre auf kurzem Wege über einen Vorplatz von der Riemenschneiderstraße aus möglich. Die Baustellenzufahrt würde zunächst von hinten geschaffen, also entweder von der St.-Mauritius-Straße (über den Stichweg vor den Hochhäusern) oder alternativ über das freie Grundstück am Wendehammer am Ende der Dürerstraße. Der Bau des Kindergartens in Variante 1 wäre von der Riemenschneiderstraße aus möglich.

Architekt Bruhs sagte am Ende seines Vortrags, sein Büro tendiere eher zur zweiten Variante. Der „Solitärbau“ sei schneller und organisatorisch besser umsetzbar und die Kosten seien vermutlich niedriger als bei einem „Gelenkbau“.

Für eine finale Entscheidung war es in der Gemeinderatssitzung noch zu früh. Denn auch wenn die Präsentation von Bruhs erste Eindrücke vermittelte, was auf dem Schulgelände theoretisch denkbar ist – sie war als räumliche Betrachtung gedacht und nicht als konkrete Planung. Der nächste Schritt, den die Gemeinde gehen wird, ist die Entwicklung eines Raumprogramms – und dann muss sie in ein so genanntes VgV-Verfahren, in dem das Bauprojekt europaweit ausgeschrieben wird. Das Verfahren ist notwendig, weil die Kosten für die gesamten Planungsleistungen des Architekten die 221 000 Euro-Marke überschreiten – und damit den Schwellenwert, der in der Vergabeverordnung (VgV) bei öffentlichen Aufträgen festgeschrieben ist.

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09.04.2019


Ministranten verschönern Innenhof der Kartause

72-Stunden-Aktion“ läuft vom 23. bis 26. Mai


Eigentlich wollten die Estenfelder Ministranten bei der bundesweiten „72-Stunden-Aktion“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) einen kombinierten Rad- und Fußweg auf der Kartausenwiese anlegen. Der Gemeinderat, der sich über die Initiative der Jugendlichen sehr freute, trat jedoch auf die Bremse und lehnte es aus planerischen Gründen ab, dieses Projekt im „Hauruck-Verfahren“ umzusetzen.

Nun haben die „Minis“ für die Aktion, die vom Donnerstag, 23., bis Sonntag, 26. Mai, stattfindet, eine Alternative gefunden. Welche, das erklärte ihre „Sprecherin“ Theresa Störlein in der Gemeinderatssitzung. Unter Leitung des gemeindlichen Bauhofs soll das historische Pflaster im Innenhof der Kartause freigelegt werden. Die Fugen sollen mit Splitt zugeschüttet werden, damit kein Unkraut mehr sprießen kann. Außerdem soll der Boden begradigt werden, um Stolperfallen zu beseitigen. Geplant sei auch, Palettenmöbel zu bauen, die dann bei Festen genutzt werden könnten, sagte Störlein. Um die Einrichtung einer Spielekiste (mit Wikingerschach und Ähnlichem) sowie um die Bemalung des WC-Containers wollen sich die „Minis“ ebenfalls kümmern. Ihre Aktion werden sie nicht nur auf Fotos festhalten, sondern sie wollen auch ein „Zeitraffer-Video“ drehen, damit man im Nachhinein sehen kann, was sie im Kartausenhof geleistet haben. Im Idealfall nicht nur sie allein – denn jeder, der mithelfen möchte, kann vorbeikommen.

Die Aktion startet am Donnerstag, 23. Mai, um 17.07 Uhr mit dem Segen durch Pfarrer Joachim Bayer und läuft dann bis 19 Uhr. An den beiden folgenden Tagen, dem Freitag, 24., und Samstag, 25. Mai, ist dann jeweils von 9 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr richtiges Schaffen angesagt. Auch am Sonntag, 26. Mai, wird gewerkelt, bis zum offiziellen Ende um 17.07 Uhr. Mit einer kleinen Feier bis 19 Uhr findet die Aktion ihren Abschluss.

Störlein sagte, was den Ministranten noch fehle, seien Planen, um ihre Werke vor Nässe zu schützen. Zum Unterstellen bei Regen oder starkem Sonnenschein wären zudem Schirme oder Pavillons von Vorteil. Auch einige Bierbänke würden noch gebraucht. Bürgermeisterin Rosi Schraud bedankte sich schon vorab für die Initiative und sicherte Störlein zu, die Gemeinde werde für die gesamte Verpflegung aufkommen.

Übrigens: Der geplante Rad- und Fußweg auf der Kartausenwiese wird bei der Aktion auch ein Thema sein. So soll der mögliche Streckenverlauf gemäht und für jedermann zugänglich gemacht werden. Ebenso soll es eine Ideenwerkstatt für die Gestaltung des dort geplanten Bürgerparks geben.


09.04.2019


Internet-Ausbau: Bitratenanalyse liefert interessante Infos


Auch in Estenfeld gibt es sie noch, die „weißen Flecken“. Gemeint sind damit Haushalte, in denen man im Internet vor allem eines braucht: Geduld. Wer mit einer Internet-Geschwindigkeit von weniger als 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) surft, der gilt als unterversorgt. Ein Blick auf die Bitratenanalyse, die die Breitbandberatung Bayern GmbH im Auftrag der Gemeinde, finanziert aus Bundesmitteln, durchgeführt hat, zeigt aber: Der Ausbau ist schon gut vorangekommen – und er wird noch weitere Fortschritte machen. In der Gemeinderatssitzung war Fachberater Peter Meyer zu Gast und stellte die Ergebnisse der Untersuchung vor. Sein Unternehmen hatte jedes einzelne Haus angeschaut, alle Infos der Netzbetreiber gesichtet und den Ausbau messbar dargestellt. Bis ins Jahr 2010 lässt sich zurückverfolgen, wie langsam oder schnell das Internet einmal war. Auch den Ist-Zustand und was in Zukunft möglich sein wird, kann man abrufen. Meyer sagte, jeder interessierte Bürger könne auf der Bitratenkarte die für ihn wichtigen Daten finden. Ein Link zur Karte steht auf der Gemeinde-Homepage www.estenfeld.de unter dem Menüpunkt „Breitbandversorgung“.


09.04.2019


Riedstraße gewidmet und Hausnummern vergeben


Dass die Straße im Baugebiet „Westring“ auf den Namen Riedstraße hören wird, hatte der Gemeinderat bereits in seiner März-Sitzung beschlossen. Nun nahm das Gremium die offizielle Widmung der Straße vor, die genau 1065 Meter lang ist. Gewidmet wurden auch die Verbindungswege zur Würzburger Straße und zur Wilhelm-Hoegner-Straße als gemeinsame Fuß- und Radwege. Ebenfalls entschieden hat der Gemeinderat, wie die Hausnummern vergeben werden. So wie in der Wilhelm-Hoegner-Straße bekommen die talseitig gelegenen Grundstücke ungerade Nummern, die bergseitig gelegenen erhalten gerade Nummern. Das Haus am Hoegner-Spielplatz beginnt mit der Nummer 1, das letzte Gebäude unmittelbar an der Würzburger Straße hat die Nummer 73. Die geraden Hausnummern wurden von 2 bis 56 zugeteilt. Sämtliche Beschlüsse zur Riedstraße fielen in der Gemeinderatssitzung einstimmig (17:0).


09.04.2019


Rauchschutztür für den Kindergarten


Sicher ist sicher: Im Kindergarten St. Michael wird eine Rauchschutztür installiert. Diese ist in der Lage, im Falle eines Brandes die Ausbreitung von Rauch im Gebäude so lange zu verzögern, dass Kinder und Erzieherinnen sicher ins Freie gelangen können. Den Auftrag für den Einbau der Tür vergab der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig (17:0) an die Firma Rütsche (Estenfeld). Kosten: rund 5800 Euro brutto.


09.04.2019


Holztor der Kartause wird für fast 17 500 Euro saniert


Die Sanierung des hölzernen Eingangstors der Kartause wird deutlich teurer als gedacht. Nach der neuesten Schätzung der beauftragten Fachfirma wird die gesamte Maßnahme fast 17 500 Euro kosten. Die Gemeinderäte waren in der Sitzung wenig angetan von dieser hohen Summe – trotzdem genehmigten sie den Auftrag mehrheitlich (16:1). Nach der Demontage war das Tor auseinandergebrochen – so weit war der Verwitterungsprozess bereits fortgeschritten. Vom eigentlichen Tor kann nicht mehr viel erhalten werden. Einzig die beiden Angelpfosten aus Eichenholz sind noch zu retten. Damit das Öffnen und Schließen des Tores wieder richtig funktioniert, muss auch noch ein Schlosser ran. Beim Landesamt für Denkmalpflege hat die Gemeinde bereits 5000 Euro als Zuschuss abgerufen.

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09.04.2019


WC-Container wird am alten Friedhof aufgestellt


Besucher des alten Friedhofs, die auf die Toilette gehen müssen, können bald einen WC-Container nutzen. Dieser wird am hinteren Eingang zur Sackgasse hin aufgestellt und komplett barrierefrei sein. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat einstimmig (17:0) die Anschaffung für rund 10 000 Euro beschlossen. Geliefert und installiert wird der Container von der sconox mobilbau GmbH (Limburg an der Lahn/Hessen). Die alte Friedhofstoilette befindet sich seitlich von der Leichenhalle, ist aber in keinem guten Zustand mehr.


09.04.2019


Unfallversicherung für alle Bürgermeister und Gemeinderäte


Wenn die Bürgermeisterin oder Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung bei einer Dienstfahrt einen Unfall haben sollten, sind sie über die Gemeinde versichert. Beim 2. und 3. Bürgermeister sowie bei allen Gemeinderäten war das bislang nicht der Fall. Das möchte der Gemeinderat ändern lassen: Auf Anregung der Bürgermeisterin hat er in seiner Sitzung einstimmig (17:0) beschlossen, einen „Sammelvertrag“ abzuschließen. In diesem werden alle drei Bürgermeister sowie sämtliche Ratsmitglieder berücksichtigt. Der gesamte Jahresbeitrag für eine Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung beträgt 774,86 Euro.

Letzte Änderung: 18.04.2019 10:42 Uhr