SEPTEMBER 2018

ERT

04.09.2018


ERT erweitert Bürogebäude

um dritten Flügel


Die Firma ERT wird ihr Bürogebäude im Estenfelder Gewerbegebiet erweitern. Zwischen dem linken und dem rechten Flügel soll noch ein dritter angebaut werden. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat den Antrag einstimmig genehmigt (16:0) — obwohl zwei Vorgaben des Bebauungsplans nicht eingehalten werden. Die Außenwände des mittleren Flügels sollen genau 12,64 Meter hoch werden — und damit 64 Zentimeter höher als eigentlich zulässig. Außerdem entspricht die Oberflächenentwässerung auf den umliegenden Stellplätzen und Zufahrten nur teilweise den Planvorgaben: Direkt versickern wird nur ein Teil des Regenwassers, der Rest wird auf Retentionsflächen geleitet. Die Gemeindeverwaltung hält beide Abweichungen für vertretbar, dem schloss sich der Gemeinderat an. Schon im Februar 2012 hatte das Gremium einen dritten Gebäudeflügel gestattet — doch dieser war von ERT dann zunächst doch nicht verwirklicht worden. Laut dem Gesetz ist die Baugenehmigung nach vier Jahren ungültig geworden, sodass nun eine erneute Erlaubnis nötig war. Der Anbau hat zur Folge, dass die Firma ERT die Zahl ihrer Parkplätze auf 278 erhöht.

04.09.2018


Unterstand für Wohnmobile genehmigt


Kurt Witkovsky, Inhaber der „Freizeitwelt Estenfeld“, möchte auf seinem Firmengrundstück in der Otto-Hahn-Straße 6a einen Unterstand für Wohnmobile errichten. Nach seinen Plänen soll die Überdachung 21,20 x 8 Meter groß und 5,65 Meter hoch sein. Um frühzeitig zu klären, ob sein Vorhaben zulässig ist, hatte Witkovsky einen Vorbescheidsantrag gestellt, mit dem sich der Gemeinderat in seiner Sitzung beschäftigte. Kritisch sah das Gremium, dass der Unterstand höher werden soll als das der Bebauungsplan zulässt. Außerdem liegen die Abstandsflächen zur Würzburger Straße hin auf einem Grünstreifen, der der Gemeinde gehört — eigentlich müssten sie auf Witkovskys Grundstück sein. Mit knapper Mehrheit (9:7) ging der Antrag im Gemeinderat durch. Im Beschluss wurde aber darauf hingewiesen, dass der Unterstand zur Würzburger Straße hin keinesfalls eine Rückwand bekommen dürfe.

04.09.2018


Zweite Zufahrt zu Grundstück geplant


In der Gartensiedlung, Haus Nummer 2, in Estenfeld wollen Christiane und Wolfgang Bongwald eine zweite Zufahrt zu ihrem Grundstück errichten. Von der Jahnstraße aus gibt es bereits eine, nun soll noch eine von der Gartensiedlung aus geschaffen werden. Zur Bauvoranfrage der Bongwalds, mit der sich der Gemeinderat in seiner Sitzung befasste, gehörte noch ein weiterer Punkt: Das erste Obergeschoss des Garagengebäudes soll umgenutzt werden — vom Lager- zum Hobby- und Aufenthaltsraum. Für beide Vorhaben stellte der Gemeinderat einstimmig (16:0) seine Genehmigung in Aussicht. Das letzte Wort wird aber ohnehin das Landratsamt sprechen.

Wohnhaus

04.09.2018


Umbau einer

Doppelhaushälfte abgelehnt


Heike Wenz muss ihre Pläne für den Umbau einer Doppelhaushälfte in der Friedrich-Ebert-Straße 27 in Estenfeld nachbessern. Der Gemeinderat lehnte ihren Antrag in seiner Sitzung aus zwei Gründen mehrheitlich (15:1) ab: Erstens werde durch die geplante Gaube die „geordnete Dachlandschaft“ in diesem Bereich gestört, zweitens fehle der erforderliche zweite Pkw-Stellplatz.

04.09.2018


Absolutes Halteverbot an der Ausfahrt des Feuerwehrhauses


Wenn die Mühlhäuser Feuerwehr zu einem Einsatz ausrückt, muss es schnell gehen. Stehen da im Bereich der Ausfahrt des Feuerwehrhauses Autos im Weg, kostet das Rangieren wertvolle Zeit. Damit die Feuerwehr stets freie Fahrt hat, hat der Estenfelder Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig (16:0) eine klare Regelung getroffen: An der Ausfahrt des Feuerwehrhauses gilt ein absolutes Halteverbot. Mit Schildern wird darauf künftig deutlich hingewiesen. Besonders bei Veranstaltungen im benachbarten Dorfgemeinschaftshaus oder bei Fußballspielen auf dem FV-Sportplatz müssen Autofahrer darauf achten.

04.09.2018


In Mühlhausen wird eine „Kinderfeuerwehr“ eingerichtet


Bei der Mühlhäuser Feuerwehr können fortan bereits Kinder ab acht Jahren mitmachen. Der Estenfelder Gemeinderat hat in seiner Sitzung einstimmig (16:0) beschlossen, eine „Kinderfeuerwehr“ einzuführen. Das schließt eine vollumfängliche Absicherung der Kinder in der gemeindlichen Unfallversicherung mit ein. Bislang hat die Feuerwehr ihre Allerjüngsten — sie werden „Löschzwerge“ genannt — über den Verein versichert.

Konrad-Adenauer-Straße

04.09.2018


Punktuelle Ausbesserungen

in der Konrad-Adenauer-Straße


Wer in den vergangenen Tagen aufmerksam durch die Konrad-Adenauer-Straße in Estenfeld gefahren ist, wird es schon bemerkt haben: An einigen Stellen wurde der Asphalt mit blauer Farbe markiert. Was es damit auf sich hat, wollte Gemeinderat Johannes Pietschmann in der Sitzung wissen. Bürgermeisterin Rosi Schraud erklärte, dass die Gemeinde bald die „gröbsten Schäden“ in der Straße korrigieren werde. Das sei zwingend notwendig, denn an manchen Stellen mache sich beim Darüberfahren bereits „die Bandscheibe bemerkbar“. Eine Lösung auf Dauer würden die Ausbesserungen aber nicht sein, stellte Schraud klar. In den nächsten Jahren werde eine Komplettsanierung der Straße unumgänglich sein — auch wenn das viel Geld kosten werde.

Krippe

28.09.2018


In Rekordzeit zur Interimskrippe

Container wurden nach fünfmonatiger Planungs- und Bauzeit eingeweiht


„Weißt du, was jedes Kind braucht? Schutz und Liebe, Zeit zum Spielen. Ja, das braucht jedes Kind!“– So sangen die Kinder in ihrem Begrüßungslied zur Einweihung der Estenfelder Interimskrippe. In der rekordverdächtigen Zeit von nur fünf Monaten sind die beiden Container auf dem Pausenhof der Mittelschule entstanden. Darin haben zwei neue Krippengruppen Platz gefunden: die orangenen Kleckse und die Tintenkleckse.

Als vor fünf Jahren die „alte“ Kinderkrippe eröffnet wurde, ist Estenfeld von vielen umliegenden Gemeinden für größenwahnsinnig erklärt worden. Völlig überdimensioniert sei die Einrichtung, nie und nimmer werde der gesamte Platz so schnell benötigt. Von wegen! Die Kinderzahlen in Estenfeld stiegen in den Folgejahren sprunghaft an – und dazu erhöhte sich der Betreuungsbedarf um ein Vielfaches. Beim Start der Krippe wünschten sich 35 Prozent der Eltern eine Betreuung – heute sind es 85 Prozent, rechnete Bürgermeisterin Rosi Schraud in ihrer Rede vor.

Schraud sagte, sie sei froh, dass es gelungen sei, dem Rechtsanspruch der Eltern auf einen Krippenplatz ab September gerecht zu werden. Möglich geworden sei dies dank der gelungenen Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Architekturbüro, Fachplanern, Containerfirma und dem gemeindlichen Bauhof. Der Zeitplan sei wahrhaft „sportlich“ gewesen, bekannte Schraud. Im Nachhinein habe ihr gar manch ein Beteiligter gestanden, er habe es anfangs nicht für möglich gehalten, bis zum gesetzten Termin fertig zu werden. Ein paar Männer, die Außergewöhnliches geleistet haben, stellte Schraud heraus: Bernhard Schubert vom Architekturbüro Bluebox (Würzburg) sowie Bauhofleiter Jürgen Fottner und sein Team. „Ohne sie alle stünden wir heute nicht hier“, betonte Schraud. Außerdem dankte sie auch den Schulen für deren Verständnis angesichts der Beeinträchtigungen während der Bauzeit und für das „notwendige Zusammenrücken“.

Die Krippencontainer sind nur als Übergangslösung gedacht. Langfristig sollen die Kinder in einem neuen, dauerhaften Gebäude untergebracht werden, über dessen Standort der Gemeinderat aber noch nicht entschieden hat. Mit Blick darauf sagte Schraud: „Ich hoffe, dass wir uns demnächst zu einer Lösung durchringen können.“

Architekt Schubert stellte die Interimskrippe kurz vor. Er erklärte, die äußere Holzverkleidung diene dazu, die Räume vor zu viel Sonne zu schützen. Schatten spende auch der Baum im Eingangsbereich, der erfreulicherweise habe erhalten werden können. Auch wenn die Kinder bereits eingezogen seien – ganz abgeschlossen seien die Arbeiten noch nicht, gestand Schubert. Als Beispiel nannte er ein Gerätehaus, das an einem der Container seitlich angebaut werde. Auch Schubert lobte den Estenfelder Bauhof: „Ich habe selten so eine gute und zuverlässige Truppe gehabt.“ Der Bürgermeisterin überreichte er einen symbolischen Schlüssel und dazu einen Spendenscheck für den Kindergartenverein. Beides gab Rosi Schraud direkt an Ersoy Karakoc, den Vorsitzenden des Vereins, weiter.

Karakoc dankte ebenfalls allen, die für die Planung und Errichtung der Krippencontainer verantwortlich waren. Er gab zu, dagegen gewettet zu haben, dass die Arbeiten pünktlich fertig werden. Umso beeindruckter sei er, was hier in einer gemeinschaftlichen Leistung geschafft worden sei: „Chapeau!“

Den kirchlichen Segen spendeten anschließend Gemeindereferentin Susanne Fleck für die katholische Kirche und der evangelische Pfarrer Frank Hofmann-Kasang. Begleitet von den Gästen zogen sie durch die neuen Räume und besprengten diese mit Weihwasser.

Nach dem offiziellen Teil gab es noch Getränke und Grillbratwürste. Um die Bewirtung kümmerte sich der Elternbeirat. Er hatte eine Spendenbox aufgestellt, der komplette Erlös kommt der Kinderkrippe zugute.


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Letzte Änderung: 29.11.2018 19:29 Uhr