MAI 2018

Parkplätze Pfarrwiese - Bild 1 (Mai 2018) - Foto Jochen Jörg

08.05.2018


Pfarrwiese wird zum Parkplatz

Planer sehen 20 Stellflächen für Autos vor — Baubeginn frühestens im Frühjahr 2019


Wer mit dem Auto zum alten Friedhof in Estenfeld kommt, tut sich bei der Parkplatzsuche oft schwer. Vor allem für ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, ist das unschön. Die Gemeinde hat das Problem erkannt und will nun Abhilfe schaffen: mit einem großen Parkplatz, der auf der Pfarrwiese neben dem Pfarrhaus entstehen soll. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat die überarbeitete Entwurfsplanung des Architekturbüros Schlicht Lamprecht Schröder (Schweinfurt) einstimmig genehmigt (15:0).

Auf der rund 1300 Quadratmeter großen Fläche sind 20 Stellplätze für Autos sowie zwei für Motorräder und vier für Fahrräder vorgesehen. In der Planung, die Stefan Schlicht und Evi Mohr vorstellten, war jeder Pkw-Stellplatz 2,50 Meter breit. Den Gemeinderäten erschien dies wegen der immer größer werdenden Autos etwas zu schmal — das Büro wird deshalb versuchen, den verfügbaren Platz noch weiter „auszureizen“, wie es Schlicht ausdrückte.

Die knorrigen Obstbäume mit ihrem weit verzweigten Wurzelwerk, die auf der Pfarrwiese stehen, werden weichen müssen. Bestenfalls einer könne stehen bleiben, sagte Schlicht. Damit der Charakter der Fläche nicht verloren gehe, würden aber wieder neue Bäume gepflanzt. Sie dienen im Sommer auch als grüne Schattenspender. Der Kreuzträger-Bildstock, der an der Ecke zur Stichstraße in Richtung Kirche steht, wird ein Stückchen versetzt. Daneben werden zwei Ruhebänke errichtet, die sich gegenüberstehen.

Als Mohr die Kostenschätzung nannte, mussten viele Gemeinderäte erst mal schlucken: 380 000 Euro müssten investiert werden, wenn die Planung so wie präsentiert umgesetzt würde — 200 000 Euro waren ursprünglich angedacht. Die Beinahe-Verdopplung hat unter anderem damit zu tun, dass die Sanierung der Stichstraße zur Kirche in das Konzept aufgenommen wurde. Sie soll im Zuge der Arbeiten eine neue Deckschicht erhalten.

Der Parkplatz auf der Pfarrwiese gilt als „Impulsprojekt“. So werden die ersten Vorhaben genannt, die im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) umgesetzt werden. Dazu hatten Planer zusammen mit Estenfelder Bürgern Ideen für eine zukunftsfähige Ortsentwicklung erarbeitet. Das Wichtigste am ISEK: Die Regierung stellt bei den Maßnahmen Zuschüsse von bis zu 60 Prozent der Kosten in Aussicht. Wenn beim Parkplatz 40 Prozent bei der Gemeinde verblieben, wären das rund 150 000 Euro.

So weit ist die Sache aber noch nicht: Als nächsten Schritt wird die Gemeindeverwaltung den Zuwendungsantrag vorbereiten. Wenn danach alles ohne Verzögerungen läuft, könnten die Arbeiten im Herbst ausgeschrieben werden. Ein Baubeginn ist dann frühestens im Frühjahr 2019 realistisch.

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08.05.2018


Kinderkrippe wird

um Container „erweitert“


Erst am Morgen war das Architekten-Konzept im Estenfelder Rathaus eingegangen, schon am Abend war es beschlossene Sache: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung die Errichtung von Containern für zwei Kleinkindgruppen inklusive der dazugehörigen Nebenräume einstimmig genehmigt (15:0). Sie sollen zwischen der Mittelschule und der Kinderkrippe aufgestellt werden (siehe Grafik). Eine Dauerlösung wird dies nicht sein — wohl aber werden die Container so lange stehen, bis ein neuer Kindergarten fertig ist. Über die Kosten für die Container lässt sich derzeit noch nichts sagen. Die Gemeinde wird um dieses Provisorium jedoch keinesfalls herumkommen, da der Platz in der Kinderkrippe schon jetzt kaum reicht und in den kommenden Jahren noch mehr Kinder hinzukommen.

08.05.2018


Neue Möbel für Krippen- und Kindergartenkinder


Für die zwei Krippengruppen, die in Containern zwischen der Mittelschule und der Kinderkrippe untergebracht werden, wird die Gemeinde eine entsprechende Einrichtung anschaffen. Voraussichtlich wird das Mobiliar rund 25 000 Euro pro Gruppe kosten — macht also zusammen etwa 50 000 Euro. Auch für die Kindergartengruppe, die in den Kindergarten St. Elisabeth zurückkehrt, wird eine neue Einrichtung gebraucht. Schätzungsweise entstehen hierfür Kosten von 18 000 Euro. Der Raum im Kindergarten wird wieder frei, weil die Grundschule eine interne Lösung für die „ausgelagerte“ Schulkindbetreuung gefunden hat. Die Investitionen von insgesamt 68 000 Euro hat der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig bewilligt (15:0). Die Entscheidung war dringend nötig, da die Lieferzeiten für die Möbel bei rund drei Monaten liegen.

08.05.2018


Kinderbetreuung: Bedarf ist so groß wie nie


Der Bedarf an Kinderbetreuung war in Estenfeld noch nie so groß wie heute. In einer außerordentlichen, nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 26. April hatten Ersoy Karakoc, 1. Vorsitzender des Kindergartenvereins, und Verwaltungsleiter Holger Hörmann Zahlen vorgelegt, wie viele Kinder in den Jahren 2019/20 Plätze in den örtlichen Einrichtungen brauchen: Es sind 225 Kinder, was zehn Gruppen entspricht. Dieser Bedarfsplanung hat der Gemeinderat in seiner Mai-Sitzung zugestimmt (15:0). Mit diesem Schritt ist die Basis zur Beantragung von Fördergeldern für den Neubau von Kinderbetreuungsstätten in Estenfeld gelegt.

Grillplatz (Mai 2018) - Foto Jochen Jörg

08.05.2018


Höhere Benutzungsgebühr

für Grillplatz


Wer auf dem gemeindeeigenen Grillplatz am Elsweg feiern möchte, muss dafür künftig mehr bezahlen. Die Benutzungsgebühr wurde von 40 auf 60 Euro pro Tag erhöht. Außerdem wird die Gemeinde den Veranstaltern künftig eine Rechnung für die Reinigung stellen, sollten sie den Platz und den dazugehörigen Sanitärcontainer nicht gründlich genug sauber machen. Diese geänderten Regeln wurden in die neue Grillplatz-Satzung aufgenommen, die der Estenfelder Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig beschlossen hat (15:0).

08.05.2018


Grabsteine sollen weiter standfest bleiben


Die Gemeinde Estenfeld wird die Grabsteine auf ihren beiden Friedhöfen auch in den nächsten drei Jahren von der Firma Becker überprüfen lassen. Dabei geht es um die Standsicherheit von insgesamt 1500 Grabsteinen. Die Konditionen bleiben die gleichen: Für die Kontrolle eines Grabsteins verlangt die Firma 70 Cent — insgesamt sind es also 1050 Euro. Der Beschluss, den Auftrag zu verlängern, fiel in der Gemeinderatssitzung einstimmig (15:0).

Vorbereitung Grabungen (Mai 2018) - Foto Jochen Jörg

08.05.2018


Archäologen graben

nach Bodendenkmälern


Bevor im Estenfelder Baugebiet „Westring“ die ersten Häuser entstehen können, müssen erst noch archäologische Grabungen stattfinden. Betroffen ist eine Fläche oberhalb des unteren Hoegner-Spielplatzes, auf der sich für Forscher bedeutsame Bodendenkmäler befinden sollen. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat das Büro für Ausgrabungen und Dokumentationen Heyse (Schwarzach) mit der Begutachtung des Erdreichs beauftragt (15:0). Außerdem sollen die Experten bei der Freilegung der Fundamente helfen. Für seine Leistungen verlangt das Büro rund 6200 Euro brutto — pro Woche. Wie viel Geld die Arbeiten die Gemeinde am Ende tatsächlich kosten, wird sich also erst noch weisen. Die Ausgaben für die Grabungen werden auf die Bauplatzpreise umgelegt.

08.05.2018


Anwohner fühlt sich durch Mini-Spielfeld gestört


Wegen des Mini-Fußballspielfeldes am Triebweg hat die Gemeinde Estenfeld Ärger mit einem Anwohner. Dieser fühlt sich durch die spielenden Kinder gestört und hat sich deshalb schon mehrfach an das Landratsamt gewandt und mit rechtlichen Schritten gedroht, berichtete Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung. Um den Streit zu entschärfen, hat die Gemeinde bereits erste Maßnahmen ergriffen: Sie hat die Öffnungszeiten geändert und vorgeschrieben, dass auf dem Mini-Spielfeld nur noch weiche Softbälle verwendet werden dürfen. Die Softbälle, die sie dafür angeschafft hat, werden aber kaum genutzt — einige sind sogar geklaut worden. Trotz des Verbots spielen viele Kinder weiterhin lieber mit dem Lederball auf dem Feld, was bei einem Tor oder beim Kontakt mit der Bande natürlich wesentlich lauter ist. Extra für sie hat der Bauhof nun zwei neue Fußballtore angeschafft, die auf der Rasenfläche neben dem Mini-Spielfeld aufgestellt wurden. Damit die Öffnungszeiten auch wirklich eingehalten werden, sucht die Gemeinde jemanden, der den „Schließdienst“ übernimmt und das Feld morgens auf- und abends wieder zusperrt. Außerdem wird darüber nachgedacht, spezielle Netze in die Tore des Mini-Spielfeldes zu hängen. Diese könnten die Bälle vor dem Auftreffen auf die Querstangen der Tore abfangen. Sollte der Anwohner dann immer noch Anlass zu Beschwerden haben, wäre sogar eine Lärmschutzwand zu den Häusern hin eine denkbare Option. Die Gemeinde hofft aber, dass dies nicht nötig ist, und appelliert an alle Nutzer des Mini-Spielfeldes, Rücksicht zu nehmen und sich an die geltenden Vorschriften zu halten.

Litauen

08.05.2018


Litauen-Besuch: Große

Freude über Feuerwehrfahrzeug


Seit mehr als 20 Jahren leisten die Estenfelder Malteser in Litauen humanitäre Hilfe. Ende April, Anfang Mai war wieder eine Delegation aus dem Ort im Kreis Rokiškis zu Besuch. Erstmals mit dabei war auch Zweiter Bürgermeister Joachim Sadler, der in der Gemeinderatssitzung von seinen Erlebnissen berichtete. Er sagte, der Besuch in Litauen habe ihm auf eindrucksvolle Weise aufgezeigt, „wie gut es uns hier geht“. Man werde „geerdet“, wenn man sehe, mit wie viel weniger die Menschen dort auskommen müssen. Die Herzlichkeit und die Gastfreundschaft, die ihm und den anderen Estenfeldern zuteil wurden, seien bemerkenswert gewesen. Als besonderes Geschenk hatten die Estenfelder ein Fahrzeug der Feuerwehr aus Mühlhausen dabei — hier wurde das „LF 8“ aus Altersgründen ausgesondert, bei den Feuerwehrleuten in Litauen ist es das modernste im Fuhrpark. Auch das zweite Feuerwehrauto, das die Malteser vor einigen Jahren in den Kreis Rokiškis „überführt“ haben, ist noch immer funktionsfähig oder — besser gesagt — wird es bald wieder sein. Sadler erzählte, beim Besuch der Estenfelder habe das Fahrzeug einen Motorschaden gehabt. Leo Wolz habe das Problem vor Ort zwar nicht lösen können, aber zugesichert, er werde in Deutschland die nötigen Ersatzteile besorgen und diese nach Litauen schicken. Noch ein drittes Fahrzeug, das lange in Estenfeld unterwegs war, läuft und läuft und läuft: der VW Bus, den die Malteser vor etwa 15 Jahren nach Litauen mitgebracht haben. „Man sieht: Die Geschenke aus Estenfeld kommen gut an und werden gehegt und gepflegt“, sagte Sadler. Der Gegenbesuch aus Litauen steht übrigens schon bald bevor: Wenn die Malteser am 2. und 3. Juni ihr Sommerfest in der Kartause feiern, werden auch Gäste aus dem Kreis Rokiškis erwartet.

Letzte Änderung: 11.05.2018 12:43 Uhr