JUNI 2018

Hüttendorf-Spende

01.06.2018


Sparkasse spendet 2000 Euro

für Estenfelder Hüttendorf


Die Kinder des Estenfelder Hüttendorfes dürfen sich über eine großzügige Spende in Höhe von 2000 Euro von der Sparkasse Mainfranken freuen. Das Geld wird für den Kauf von Materialien und anderen notwendigen Dingen für die Ferienfreizeit verwendet. Bürgermeisterin Rosi Schraud (rechts) durfte bei Sonnenschein direkt am Veranstaltungsort des Hüttendorfes den symbolischen Scheck aus den Händen von Benedikt Schwab (links), Gebietsdirektion Würzburg-Land der Sparkasse Mainfranken, sowie Kathleen Mathes (Mitte), Leiterin der Estenfelder Sparkassen-Geschäftsstelle, entgegennehmen. Seit Jahrzehnten profitieren gemeinnützige Institutionen und Vereine vom „PS-Sparen und Gewinnen“ der Sparkasse Mainfranken. Hierbei ist das Sparen mit der Teilnahme an einer Lotterie verbunden. Jeder Losinhaber kann gewinnen. Ein bestimmter Anteil steht als sogenannter PS-Reinertrag der teilnehmenden Sparkasse für soziale Zwecke in ihrem Geschäftsgebiet zur Verfügung. Das von der Gemeinde Estenfeld organisierte Hüttendorf zieht Jahr für Jahr bis zu 200 Kinder an, die auf dem Platz neben dem Feuchtbiotop basteln, spielen — und natürlich die „berühmten“ Hütten bauen, in denen als Höhepunkt auch einmal übernachtet wird. Betreut werden die Kinder von jungen Leuten aus dem Dorf, fast alle von ihnen waren früher selbst auf dem Ferienspielplatz dabei. In diesem Jahr findet das Hüttendorf vom 30. Juli bis zum 10. August statt.

Container-Standort

12.06.2018


Zwei Krippengruppen übergangsweise in Containern

Kinder müssen aus Platzgründen ausweichen — Gemeinderäte warten ab: Anlage mieten oder kaufen?


In Estenfeld brauchen immer mehr Kleinkinder einen Krippenplatz. Es sind so viele, dass die Kinderkrippe fünf Jahre nach der Eröffnung bereits an ihrer absoluten Kapazitätsgrenze angelangt ist. Bis der neue Kindergarten fertig ist, wird es noch dauern — also muss möglichst schnell eine Übergangslösung her. In ihrer Mai-Sitzung hatten sich die Gemeinderäte darauf geeinigt, auf dem Pausenhof der Mittelschule eine Container-Anlage aufzustellen. Darin könnten ab September zwei weitere Kleinkindgruppen untergebracht werden. Über die Kosten war zu diesem Zeitpunkt noch nichts bekannt. Zur Juni-Sitzung lagen nun die Angebote zweier Firmen vor: das eine für rund 415 000 Euro, das andere für etwa 554 000 Euro brutto. Die Gemeinderäte favorisierten einstimmig (13:0) die günstigere Offerte, die von der Firma KB Container (Schlüsselfeld) stammt. Allerdings wollen sie vor ihrer endgültigen Entscheidung im Juli wissen, was der Kauf der Container kosten würde. Denn das aktuelle Leistungspaket sieht neben der Lieferung und Aufstellung die Miete der Container vor. Bislang wurde den Gemeinderäten hierzu nur so viel mitgeteilt: Eine Miete sei dann günstiger als der Kauf, wenn die Container nicht länger als vier Jahre stehen. Diese Angaben seien ihnen nicht konkret genug, monierten die Gemeinderäte und forderten weitere Zahlen. Fest steht: Zur bisherigen Kostenschätzung kommt noch das Planungshonorar für das Architekturbüro hinzu. Deshalb rechnet die Gemeinde mit einer Gesamtsumme von bis zu 500 000 Euro. Im Etat für das Jahr 2018 ist dieser Betrag nicht enthalten. Durch die außerplanmäßige Ausgabe wird es zu einer so genannten Haushaltsüberschreitung kommen, die die Gemeinderäte aber ebenfalls einstimmig genehmigten.

Pfarrwiese

12.06.2018


Bodengutachten für

Parkplatz auf der Pfarrwiese


Dass auf der Estenfelder Pfarrwiese ein Parkplatz entsteht, ist bereits beschlossene Sache. Doch bevor mit den eigentlichen Arbeiten begonnen werden kann, sind noch einige Maßnahmen nötig. Eine davon: die Erstellung eines Bodengutachtens. Das ist wichtig, um zu erfahren, wie die Beschaffenheit des Erdreichs ist und ob vor der Errichtung des Parkplatzes noch besondere Vorleistungen nötig sind. Mit dem Gutachten hat der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig (13:0) die Firma PeTerra — Gesellschaft für Altlastenmanagement, Umwelt- und Geotechnik mbH (Kitzingen) beauftragt. Sie verlangt mit rund 4000 Euro brutto weniger als die beiden anderen Unternehmen, die Angebote abgegeben haben. Bereits jetzt ist bekannt: Zauneidechsen, die schon so manches Bauvorhaben ausgebremst haben, gibt es auf der Pfarrwiese nicht.

12.06.2018


hofer eds zieht ins Estenfelder Gewerbegebiet


Auf Estenfelder Gemarkung siedelt sich das nächste große Unternehmen an: die hofer electric drive systems, kurz hofer eds GmbH, die ihren Sitz derzeit noch in Würzburg hat. In der Sieboldstraße, schräg gegenüber der Firma Jordan, wird das Betriebsgebäude mit Büroflächen und Entwicklungswerkstatt sowie 80 Stellplätzen entstehen. Den entsprechenden Bauantrag hat der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig (13:0) genehmigt. Über drei Abweichungen vom Bebauungsplan sah das Gremium großzügig hinweg: Die maximale Firsthöhe wird um 45 Zentimeter überschritten, der Eingangsbereich des Gebäudes wird blau statt „erdfarben“ und für die Verlegung von Entsorgungsleitungen wird tiefer als 30 Zentimeter gegraben. Letzteres macht es nötig, dass untersucht wird, ob hier Bodendenkmäler vorhanden sind. Die Mitarbeiter von hofer eds sind hochqualifizierte Ingenieure und auf die Entwicklung von elektrischen Antriebssystemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge spezialisiert. Zu den Kunden gehören Automobilhersteller und Zulieferer aus ganz Europa, aber auch aus China und den USA. Geschäftsführer war mehrere Jahre der in Estenfeld lebende Dr. Heinz Schäfer, heute teilen sich Dr. Marco Falco und Volker Hartmann diese Aufgabe.

Hamster

12.06.2018


Kommunen wollen gemeinsam

den Feldhamster schützen


Kein anderes Tier hat den Estenfelder Gemeinderat in den vergangenen Jahren so sehr beschäftigt wie der Feldhamster. Auch in der Juni-Sitzung ging es wieder um den kleinen Nager. Konkret beschäftigten sich die Räte mit einem Konzept zum Schutz des Feldhamsters, das die zehn Gemeinden der Allianz „Würzburger Norden“, zu denen auch Estenfeld gehört, gemeinsam mit der Stadt Würzburg und der Gemeinde Rottendorf in Auftrag gegeben hatten. Darin geht es darum, potenzielle artenschutzrechtliche Ausgleichsflächen für den Feldhamster zu finden. Zum einen soll damit die Population dieser seltenen und streng geschützten Tierart gestärkt werden — bundesweit sind die Bestandszahlen nämlich deutlich rückläufig. Zum anderen soll so mehr Planungs- und Rechtssicherheit bei Bauvorhaben geschaffen werden. Darüber hinaus enthält das Konzept Vorschläge für ein interkommunal abgestimmtes Monitoring, also eine regelmäßige Bestandserfassung der Feldhamster. Der Estenfelder Gemeinderat hat das Konzept einstimmig (13:0) genehmigt. Verbindlich wird es allerdings erst, wenn alle beteiligten Kommunen und abschließend die Regierung von Unterfranken ihren Segen gegeben haben.

Internet

12.06.2018


Informationssicherheitskonzept über Gemeindegrenzen hinweg


Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung soll flächendeckend ausgebaut werden — so sieht es das Bayerische E-Government-Gesetz (BayEGovG) vor. Für jede Kommune bedeutet das, dass sie dafür sorgen muss, bei Verwaltungsvorgängen schneller, nutzerfreundlicher und effektiver zu werden. Doch nicht nur das: Auch was die Sicherheit in der Informationstechnik angeht, muss mehr getan werden. Dabei spielt, neben Themen wie Datenschutz oder Datenübermittlung, die Einführung eines Informationssicherheitskonzepts mit anschließendem Betrieb eine wesentliche Rolle. Die zehn Gemeinden der Allianz „Würzburger Norden“, zu denen auch Estenfeld gehört, wollen hier zusammen aktiv werden — einerseits um Synergieeffekte zu erzielen, andererseits um Kosten zu senken. Der Estenfelder Gemeinderat hat in seiner Sitzung Bürgermeisterin Rosi Schraud einstimmig (13:0) ermächtigt, bei der nächsten Allianz-Sitzung am 27. Juni für das Kooperationsprojekt zu votieren. Die Kosten errechnen sich nach dem voraussichtlichen Betreuungsaufwand, der nötig wird. Im Falle von Estenfeld geht es nicht um die Gemeinde allein, sondern um die gesamte Verwaltungsgemeinschaft (VG), zu der noch Eisenheim und Prosselsheim gehören. Für die VG wird ein finanzieller Aufwand von rund 1500 Euro brutto erwartet. Ein zertifizierter Berater soll die Verwaltung nun fit machen für die digitale Zukunft.

12.06.2018


Arbeiten am Rathaussockel und am Kartausentor


Der Sandsteinsockel des Estenfelder Rathauses soll saniert werden. Der Anfang wurde kürzlich bereits gemacht: An der Gebäudeecke, an der das Bauamt untergebracht ist, wurde auf einer Länge von etwa einem Meter eine so genannte Musterfläche von einer Spezialfirma gereinigt. Mit dem Ergebnis dieses Hochdruckverfahrens sei die Gemeinde zufrieden, sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung. Deshalb werde der Sockel jetzt ringsum bearbeitet und von dem Acrylanstrich befreit. Danach entscheidet der Gemeinderat, ob der Sockel eine Verblendung aus robusterem Natursteinmaterial erhält. Da das Rathaus nicht in der Denkmalschutzliste aufgeführt ist, ist mit keinerlei Zuschüssen vom Landesamt für Denkmalpflege zu rechnen. Auch an anderer Stelle im Dorf werden demnächst übrigens Spezialisten tätig: am Holztor und am Steinportal der Kartause.

Letzte Änderung: 29.11.2018 18:34 Uhr