AUGUST 2018

Liegen

06.08.2018


Holzliegen laden

zum Entspannen ein


Der Weg zwischen der Weißen Mühle und dem Lengfelder See wird immer reizvoller: Erst hat die Gemeinde Estenfeld dort einen wunderschönen Blühstreifen anlegen lassen, jetzt hat der Bauhof zwei bequeme Holzliegen aufgestellt. Sie befinden sich direkt am Bachlauf der Kürnach — die eine auf Höhe der Tennisplätze, die andere etwa dort, wo der Blühstreifen beginnt. „Spaziergänger und Radfahrer sind eingeladen, eine Pause zu machen und sich an der Natur zu erfreuen“, sagt Bürgermeisterin Rosi Schraud. Es war ihre Idee, die Holzliegen anzuschaffen. Bei einer Fahrradtour entlang der Mosel waren ihr mehrfach solche Liegen zum Entspannen und Verweilen aufgefallen — und sie fand, dass so etwas auch eine Bereicherung für Estenfeld sein könnte. Insgesamt hat die Gemeinde fünf Stück aufgestellt: neben den beiden am Weg zum Lengfelder See auch noch zwei am beliebten Wasserspielplatz und eine am Bolzplatz am Triebweg. Die Untergestelle aus Metall, die auf einem Sockelfundament befestigt wurden, und das witterungsbeständige Holz versprechen eine Langlebigkeit. Die Estenfelder und auswärtige Gäste werden an den Liegen also noch viele Jahre eine Freude haben. Im Bild: (von links) Bürgermeisterin Rosi Schraud, Bauhofleiter Jürgen Fottner sowie die Bauhofmitarbeiter Johannes Fasel und Armin Schneider.

Grabungen

14.08.2018


Erst wird gegraben,

dann wird gebaut


Die archäologischen Grabungen im geplanten Baugebiet „Westring“ gehen gut voran. In der Gemeinderatssitzung sagte Lisa Krein, Geschäftsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld, die Arbeiten werden voraussichtlich noch bis Ende September dauern. Dies habe ihr der Grabungsleiter in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. Er habe auch schon erste Erfolge vermelden können: So seien einige Gegenstände gefunden worden, die aus der Jungsteinzeit stammen. Sollte etwas wirklich Bedeutendes entdeckt werden, werde die Gemeinde sofort informiert. Den Abtrag des Oberbodens hat der Gemeinderat nachträglich genehmigt (12:0). Das Angebot des Büros für Ausgrabungen und Dokumentationen Heyse (Schwarzach) über rund 7900 Euro brutto war am 16. Juli im Rathaus eingegangen. Wegen der Dringlichkeit hatte Bürgermeisterin Rosi Schraud die Firma zügig beauftragt. Sobald eine Zwischenrechnung vorliegt, wird die Gemeinde den Zuschussantrag stellen. Eine Förderzusage hat der Bezirk Unterfranken bereits erteilt.

14.08.2018


Neuer Großparkplatz im Gewerbegebiet


Im Estenfelder Gewerbegebiet an der A 7 wird ein großer Parkplatz für etwa 200 Autos errichtet. Das ist nötig, denn in der Sieboldstraße gibt es bei Weitem nicht genug Stellflächen, weshalb Mitarbeiter und Kunden nahezu aller dort angesiedelten Betriebe oft am Straßenrand parken. Schon jetzt ist die Situation kritisch — und sie würde sich weiter verschärfen, wenn die Firma ERT, wie vorgesehen, ihr Gebäude erweitert. Um das Parkproblem zu lösen, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung dem Bauantrag der KHF-Unternehmensgruppe für einen Großparkplatz zugestimmt (11:1). Die Genehmigung schließt mehrere Befreiungen vom Bebauungsplan ein. Erstens: Da der Boden laut einem Baugrundgutachten nicht versickerungsfähig ist, wird die gesamte Fläche „abgedichtet“. Wenn es regnet, wird das Oberflächenwasser über Pflasterrinnen und Einzeleinläufe in das gemeindliche Rückhaltebecken geleitet. Zweitens: Die so genannte Grundflächenzahl wird geringfügig überschritten — das heißt, auf dem Grundstück wird eine etwas größere Fläche bebaut als im Bebauungsplan vorgeschrieben. Und drittens: Dadurch reduziert sich automatisch der Grünflächenfaktor — auch so ein Begriff aus dem Baurecht.

Werbetafel

14.08.2018


Gemeinderäte einig: Werbetafel gehört nicht in den Altort


Eine klare Abfuhr hat der Estenfelder Gemeinderat dem Medienhaus Weber (Biberach an der Riß) erteilt. Es möchte an der Ecke Wilhelm-Barth-Straße/Untere Ritterstraße eine beleuchtete Werbetafel mit ständig wechselnden Ansichten errichten. Das Gebäude, das sich die Firma ausgeguckt hat, gehört zu dem Anwesen, auf dem sich früher das Gasthaus „Zum Hirschen“ befunden hat. Die Kreuzung ist eine vielbefahrene Stelle im Altort — aus werbestrategischer Sicht wäre das ein idealer Platz für eine derartige Anlage. Die Gemeinderäte sahen das in ihrer Sitzung ganz anders und lehnten den Antrag einstimmig ab (12:0). Dabei stützten sie sich auf die gemeindliche „Satzung über besondere Anforderungen an Werbeanlagen“. Darin heißt es, alle Anlagen müssten sich in das Straßenbild einfügen und dürften das Ensemble nicht beeinträchtigen. Eine Anlage dürfe auch nicht dort angebracht sein, wo das Wohnen überwiege. Erschwerend kommt hinzu: Die Werbetafel würde sechs Zentimeter auf öffentlichen Grund ragen — was laut der Satzung unzulässig ist. Außerdem befände sich die Anlage in einem festgesetzten Sanierungsgebiet, für das eine städtebauliche Gestaltungssatzung entwickelt werde. Einen letzten Contra-Punkt benannte Bauabteilungsleiter Georg Deppner: Durch das permanente Wechseln der Werbung könnten die Autofahrer an dieser schlecht einsehbaren Kreuzung abgelenkt werden — Unfälle wären die mögliche Folge.

14.08.2018


Kleiner Bebauungsplan für Fläche am Bauhof


Der Estenfelder Gemeinderat hat in seiner Sitzung den Bebauungsplan-Entwurf für eine Fläche „Am Bauhof“ gebilligt (10:2). Sie ist Teil des Grundstücks, auf dem sich der Bauhof befindet, gehört der Gemeinde und wird nun mittels des Plans zum Gewerbegrundstück. Auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen Feld möchte sich ein namhaftes Unternehmen ansiedeln. Wie üblich, wird der Bebauungsplan im Rathaus ausgelegt und es werden sämtliche Träger öffentlicher Belange beteiligt.

14.08.2018


Keine Mehrheit für Carport


Als das Einfamilienhaus am Grumbacher Weg 3 in Mühlhausen gebaut wurde, wurden zwei dazugehörende Parkplätze errichtet. Seinerzeit waren das genug — doch inzwischen leben in dem Haus vier Erwachsene und jeder fährt ein eigenes Auto. Zwei davon müssen also immer auf der Straße parken. Um die Situation im Grumbacher Weg etwas zu entspannen, möchte die Familie auf ihrem Grundstück gerne einen Carport errichten, in dem zwei Autos „Unterschlupf“ finden. Das ginge jedoch nur, wenn der Estenfelder Gemeinderat eine Befreiung vom Bebauungsplan erteilen würde. Darin heißt es, der Abstand von einer bebauten Fläche zur Straße müsse 1,5 Meter betragen und der zum Gehweg einen Meter. Nach den Plänen der Familie wäre der Abstand zur Straße aber nur 0,8 Meter und der zum Gehweg lediglich 0,5 Meter. Mehrere Gemeinderäte werteten diese Abweichungen als echtes Problem, da die Sichtachse für Autofahrer beeinträchtigt würde. Das Bauvorhaben fand in der Gemeinderatssitzung keine Mehrheit: Bei der Abstimmung kam es zu einem 6:6-Patt, womit der Antrag als abgelehnt gilt.

14.08.2018


Kindergarten-Standort: Aktueller Zeitpunkt für Informationsaustausch ungeeignet


Einen Informationsaustausch zwischen Kommune und Anliegern der St.-Mauritius-Straße über den künftigen Kindergarten-Standort hält der Estenfelder Gemeinderat zum gegenwärtigen Zeitpunkt für nicht sinnvoll. Noch sei die Meinungsbildung im Gremium nicht abgeschlossen, sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Sitzung. Geeinigt habe man sich lediglich darauf, ein Verkehrskonzept erarbeiten zu lassen. Auf ihre Eignung untersucht wurden bislang die potenziellen Kindergarten-Standorte an der Schule und am Bolzplatz des unteren Hoegner-Spielplatzes. Der Gemeinderat hat nach den Worten Schrauds neben diesen beiden Optionen aber inzwischen „auch noch andere Möglichkeiten in Betracht gezogen, die von einem Ingenieurbüro hinsichtlich ihrer Eignung untersucht werden“.

Krippen-Container

14.08.2018


Krippen-Container werden

am 28. September eröffnet


Die neuen Krippenräume in den Containern an der Estenfelder Schule sollen am Freitag, 28. September, offiziell eingeweiht werden. Diesen Termin hat Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung bekannt gegeben. Vor Kurzem wurden die beiden Container mit einem Lastkran angeliefert. Derzeit wird die Außenanlage gestaltet und an der Inneneinrichtung gearbeitet. Die Container sind nötig geworden, weil der Platz in der eigentlichen Krippe nebenan nicht mehr ausreicht. Sie sind als Interimslösung gedacht und werden so lange stehen bleiben, bis in einem neuen Gebäude zusätzliche Räume geschaffen werden können.

14.08.2018


„Leserbriefe“ werden im Mitteilungsblatt nicht abgedruckt


Im Estenfelder Mitteilungsblatt werden auch künftig keine „Leserbriefe“ veröffentlicht. Das hat Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung klargestellt. Der konkrete Anlass: Ein Bürger hatte darum gebeten, im Mitteilungsblatt einen „Leserbrief“ von sich abzudrucken — die Bürgermeisterin hatte dies abgelehnt. Ihre Begründung: Dies sei bislang nicht übliche Praxis gewesen und die Aufgabe eines Mitteilungsblatts bestehe in der Weitergabe von kommunalen Informationen an die Bürger. Lisa Krein, Geschäftsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld, erklärte dazu, anders als eine Tageszeitung sei ein Mitteilungsblatt „kein meinungsbildendes, sondern ein informatives Medium“. Darin sei Platz für amtliche Bekanntmachungen und Informationen von Vereinen — nicht aber für Stellungnahmen von Bürgern oder von Parteien beziehungsweise politischen Verbänden. Der Gemeinderat unterstützt diese Vorgehensweise und hat schon vor Jahren beschlossen, dass Parteien im Mitteilungsblatt nichts zur Kommunalpolitik veröffentlichen dürfen. Krein will nun genauere Richtlinien erarbeiten und diese dann im Gemeinderat vorstellen.

Bürgerbegehung

30.08.2018


Mehr Platz für

Kleinkinder und Autos
Bürgerbegehung führte zu Krippen-Containern und zur Pfarrwiese


Es war eine erfolgreiche Premiere: Zahlreiche Estenfelder kamen zur ersten Bürgerbegehung, zu der der Gemeinderat und Bürgermeisterin Rosi Schraud eingeladen hatten. Die Bürger konnten sich bei dieser Gelegenheit über die neuesten Projekte der Gemeinde informieren und direkt vor Ort Fragen stellen.

Treffpunkt war an den neuen Kinderkrippen-Containern, die wenige Tage zuvor per Lastkran angeliefert und aufgestellt worden waren. Die Bürgermeisterin erklärte, warum die Anschaffung notwendig gewesen sei. Erfreulicherweise habe Estenfeld eine hohe Geburtenrate. Um dem gestiegenen Betreuungsbedarf nachkommen zu können, musste eine Übergangslösung her, denn in der bestehenden Kinderkrippe reichte der verfügbare Platz nicht mehr aus.
Bernhard Schubert vom Architekturbüro bluebox (Würzburg) erklärte die Planung und die Ausführung der Interims-Kinderkrippe. Im Innenbereich konnten die noch leeren Räume besichtigt werden. Der Standort erfordere ein Zusammenrücken aller Nutzer des Schulgeländes, sagte Schraud. Ausdrücklich bedankte sie sich bei den beiden Schulleitern für die konstruktive Zusammenarbeit. Auch lobte sie den großartigen Einsatz der Bauhofmitarbeiter, die es überhaupt erst möglich gemacht haben, dass man so gut im Zeitplan liege. Bis zum Einzug der Kleinen ist nach den Worten Schrauds noch einiges zu tun. Die Möblierung der Räume und der Außenbereich sind noch nicht fertig. Aber bis zur Einweihungsfeier am 28. September werde das gelingen, sagte Schraud voller Zuversicht.
Die Pfarrwiese am alten Friedhof war die zweite Station der Bürgerbegehung. Hier war bereits bei der Durchführung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) Handlungsbedarf erkannt worden. Marie-Line Le Léannec vom Planungsbüro Schlicht, Lamprecht und Schröder (Schweinfurt) stellte die Planung vor, die eine Aufwertung des gesamten Grundstücks vorsehe. 20 Parkplätze (mit Behindertenstellplatz) sollen entstehen, dazu Raum für Motor- und Fahrräder. Der bestehende Bildstock solle in den Platz integriert werden, zusätzlich würden Sitzmöglichkeiten geschaffen. Eine fußläufige Verbindung zum Friedhof solle kurze Wege garantieren.
Bürgermeisterin Schraud versicherte, dass darauf geachtet werde, möglichst viel Grün zu erhalten oder alternativ neue Bäume zu pflanzen. Zahlreiche Anwohner, die zur Pfarrwiese gekommen waren, bestätigten die in diesem Bereich herrschenden Parkprobleme. Sie begrüßten die Initiative der Gemeinde und wünschten sich zusätzlich eine schärfere Überwachung des ruhenden Verkehrs.

Aus Sicht von Bürgermeisterin und Gemeinderäten war die Bürgerbegehung eine gelungene Veranstaltung. Schraud versprach, es werde in unregelmäßigen Abständen weitere derartige Termine geben. Als nächstes größeres Projekt stehe zum Beispiel die Sanierung des „Scheidmännleins“ an.

Letzte Änderung: 29.11.2018 20:42 Uhr