OKTOBER 2017

Feuerwehrfahrzeug

01.10.2017


Die Zukunft ist feuerrot
Neues Fahrzeug der Mühlhäuser Feuerwehr wurde offiziell übergeben


Die Mühlhäuser Feuerwehr ist für die Zukunft bestens gerüstet: Vor wenigen Wochen hat sie ihren Mannschaftswagen in Dienst gestellt, nun hat sie auch ein neues TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser). Das feuerrote Auto wurde offiziell übergeben und gesegnet. Rund 191 000 Euro hat es gekostet, 47 750 Euro werden an Fördergeldern fließen. Dank des Kaufs zweier baugleicher Fahrzeuge für die Feuerwehren von Mühlhausen und Rieden gibt es zehn Prozent mehr Zuschuss.
Die kleine Feuerwehr im Estenfelder Ortsteil steht nun vor einer herausfordernden Aufgabe: Sie muss sich mit dem modernen Neuzugang vertraut machen, damit im Ernstfall alles optimal funktioniert. "In den kommenden Wochen werden wir die Zahl der Übungen verdoppeln, um das neue Fahrzeug kennenzulernen und einsatzfähig zu machen", sagte Kommandant Michael Zürn beim Festakt. Schon in den vorangegangenen Monaten haben die Ehrenamtlichen viel geleistet: Zürn erinnerte an das große Fest zum 120-jährigen Bestehen der Mühlhäuser Feuerwehr, an die Einführung des Digitalfunks, an die Atemschutzausbildung, an die Leistungsprüfungen und an diverse Einsätze. Aber, lobte Zürn: "Ich weiß, dass ich mit euch eine unermüdliche, engagierte und lernbereite Mannschaft habe." Dies und die optimale Ausrüstung lassen ihn hoffen, dass die Feuerwehr in Mühlhausen für ihre Aufgaben nicht nur derzeit bestens aufgestellt sei, sondern auch für kommende Generationen.
Landrat Eberhard Nuß, der stellvertretend für die zahlreichen Ehrengäste aus Bundes-, Landes und Kommunalpolitik, Feuerwehr- und Polizeikreisen sprach, erinnerte daran, dass die Mühlhäuser Feuerwehr viel Verantwortung trage. Denn das Dorf liege an der Schnittstelle von

B 19 und A 7, zwei der meistbefahrenen Straßen im Land. Immer wieder sei da bei Unfällen auch die Hilfe aus Mühlhausen gefragt. Umso bedeutsamer sei es, dass die Feuerwehr nun technisch besser ausgestattet sei. Einen Dank sprach Nuß der Gemeinde Estenfeld aus: Mit dem Kauf beweise sie, dass sie nicht nur für die Belange der Feuerwehr im Hauptort ein offenes Ohr habe, sondern auch für die der Ortsteilwehr.
Die besten Fahrzeuge und das tollste Material nützten gar nichts ohne Menschen, die bereit seien, sich "Tag und Nacht rufen zu lassen für den ehrenamtlichen Dienst am Nächsten", betonte der evangelische Pfarrer Frank Hofmann-Kasang. Er und sein katholischer Amtskollege Joachim Bayer stellten die Einsatzkräfte sowie all diejenigen, denen sie in den neuen Fahrzeugen zu Hilfe eilen, unter den Segen Gottes. Die beiden Christophorus-Medaillen, die Pfarrer Bayer an Kommandant Zürn überreichte, sollen stets daran erinnern, im Einsatz Umsicht und Vorsicht walten zu lassen.

Bürgermeisterin Rosi Schraud bezeichnete das neue Fahrzeug als "Quantensprung für die Mühlhäuser Feuerwehr". Symbolisch überreichte sie den Schlüssel für das Auto an Kommandant Zürn. Danach unterhielten die Mühlhäuser Musikanten die Gäste bei schönstem Herbstwetter und es gab Kaffee und Kuchen.

IMG_5315

07.10.2017


Gut, funktionell und zukunftsweisend“

Neues Feuerwehrhaus wurde offiziell eingeweiht — Umzug nach 43 Jahren


116 Einsätze hatte die Estenfelder Feuerwehr 2016, in diesem Jahr waren es bislang 91 — und es werden sicher noch einige hinzukommen. Die Zahlen zeigen: Die Feuerwehr wird dringender gebraucht denn je. Es war höchste Zeit, dass sie eine Unterkunft bekommt, die den gewachsenen technischen Anforderungen entspricht. Nun hat sie diese endlich: das neue Feuerwehrhaus an der Würzburger Straße.

Mit einem Festakt wurde das Gebäude gesegnet und seiner Bestimmung übergeben. Rund 400 Gäste waren gekommen, um dies mitzuerleben. Die meisten von ihnen waren zuvor vom alten zum neuen Feuerwehrhaus marschiert, musikalisch begleitet vom Spielmannszug. Mit dabei waren zahlreiche Ehrengäste sowie Mitglieder benachbarter und befreundeter Wehren.

Bürgermeisterin Rosi Schraud sprach in ihrer Rede von einem „großen und wichtigen Tag für die gesamte Gemeinde“. Von dem Neubau profitierten nicht nur die Mitglieder der Feuerwehr, sondern alle Bürger, für deren Sicherheit nun noch besser gesorgt sei. Schon viele Gemeinderäte hätten sich mit dem Projekt eines neuen Feuerwehrhauses befasst — früher habe jedoch entweder das Geld gefehlt oder eine klare Vorstellung, wie die bestmögliche Variante aussehen könnte, sagte Schraud. Heute könne sie zufrieden feststellen, „dass wir das Optimum für die Estenfelder Wehr erreicht haben“. Allen voran sei dies das Verdienst der Feuerwehr selbst, die alles für ihr neues Gebäude getan habe — von der Planung bis zum Umzug. Den Kameraden wünschte Schraud, dass sie sich schnell mit dem Haus vertraut machen und allzeit unfallfrei bleiben.

Rund 2,3 Millionen Euro hat der Neubau gekostet, etwa 330 000 Euro davon wurden staatlich bezuschusst. Schraud betonte, dass die ursprüngliche Kostenschätzung eingehalten werden konnte. „Das kommt bei öffentlichen Bauten recht selten vor“, sagte sie. 36 Projektbeteiligte haben an der Umsetzung mitgewirkt — ihnen allen dankte die Bürgermeisterin für ihre Mühen.

Die Erleichterung, dass das Gröbste nun geschafft ist, stand Kommandant Konrad Hasch ins Gesicht geschrieben. Hinter ihm und der ganzen Mannschaft liegen arbeitsreiche Wochen und Monate, in denen sich manch einer fast bis zur Selbstaufgabe eingebracht hat. Wie viel Eigenleistung der Feuerwehr in dem Gebäude steckt? Hasch konnte keine konkrete Zahl nennen. „Nach 2000 Stunden habe ich aufgehört zu zählen“, sagte er und dankte allen, die mitgeholfen haben. Ganz besonders stellte Hasch das Engagement des Zweiten Kommandanten Julian Koppenhöhl und des Ehrenkommandanten Alfred Herrmann heraus, die ihn im „Planungsteam“ unterstützt haben. Die Grundrisszeichnung, die sie ganz am Anfang vorgelegt hatten, sei am Ende „beinahe 1:1 umgesetzt“ worden. Hasch machte deutlich, dass eine Sanierung des alten Feuerwehrhauses — 43 Jahre nach dessen Errichtung — „technisch schier nicht machbar gewesen wäre“. Was die Bürger bräuchten, sei ein modernes Gebäude, in dem ihr Schutz „adäquat gewährleistet“ sei — und das haben sie jetzt.

Das sah Landrat Eberhard Nuß genauso: „Gut, funktionell und zukunftsweisend“ — diese Adjektive fielen ihm zum neuen Feuerwehrhaus ein. Für Nuß schloss sich mit der Übergabe des Gebäudes ein Kreis: Er war dabei, als 2014 der erste Baustein übergeben wurde, beim Spatenstich im September 2016 auch — und jetzt zur Fertigstellung ebenso. Nuß sagte, helfen wollen alleine genüge nicht — man müsse auch richtig helfen können. In Estenfeld sei dies nun besser möglich als je zuvor.

Kreisbrandrat Michael Reitzenstein beglückwünschte die Feuerwehr zu ihrem neuen Domizil. Er sagte, er hoffe, dass sich die Aktiven dort schnell zu Hause fühlen. Angesichts des immensen Aufwands, den sie bereits betrieben haben, dauere der Prozess des Einlebens aber gewiss nicht lange, war Reitzenstein sicher.

Gottes Segen für das neue Feuerwehrhaus erbaten der katholische Pfarrer Joachim Bayer und sein evangelischer Amtsbruder Frank Hofmann-Kasang. Sie beteten dafür, dass alle Estenfelder Feuerwehrleute „gesund an Leib und Seele“ von ihren Einsätzen zurückkehren. „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ — diesen Spruch riefen die beiden allen Aktiven in Erinnerung. „Wer der Feuerwehr dient, der dient auch Gott.“ Zum Schluss überreichte Hofmann-Kasang ein kleines Kreuz aus Messing an Kommandant Hasch.

Dies war bei weitem nicht das einzige Geschenk, das die Estenfelder Feuerwehr an diesem Tag bekam. Auch die Patenwehren aus Lengfeld und Hetzwege (Niedersachsen) sowie die Ortsteilfeuerwehr aus Mühlhausen hatten sich Originelles einfallen lassen. Die Schlüsselübergabe war ebenfalls mit einer amüsanten Idee verbunden: Architekt Martin Dold, der das Feuerwehrhaus mit seinem Büro geplant hat, hatte den Schlüssel in einem Kuchen versteckt, der aussah wie ein Miniatur-Feuerwehrauto.

Als das symbolische Band zur Eröffnung durchschnitten war, war der offizielle Teil des Nachmittags vorüber. Nun konnten die Gäste einen Rundgang durch das Gebäude machen. Danach gab es noch die Gelegenheit, sich Kaffee und Kuchen oder Bratwürste schmecken zu lassen und dazu nette Gespräche zu führen. Noch war in der Fahrzeughalle Platz.


 

10.10.2017


ISEK: Förderantrag für Projekte bis 2021


Das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“, kurz ISEK genannt, ist ein sperriger Begriff. Für die Gemeinde ist es aber die entscheidende Grundlage, um den Ort in den nächsten Jahren weiterentwickeln zu können. Eine Prioritätenliste, welche Projekte wann verwirklicht werden sollen, wurde bereits erstellt. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat nun einstimmig (15:0) die Bedarfsermittlung genehmigt, die zur Bewilligung von Fördergeldern nötig ist. Der Antrag schließt für das Jahr 2018 mit förderfähigen Gesamtkosten von 210 000 Euro. Diese Summe verteilt sich auf zwei Vorhaben: die Errichtung eines Parkplatzes auf der Pfarrwiese gegenüber vom alten Friedhof (190 000 Euro) und die Weiterentwicklung des Kartausen-Areals (20 000 Euro). Für 2019 sind im Antrag 42 000 Euro vorgesehen, für 2020 sind es 230 000 Euro und für 2021 schließlich 250 000 Euro.

Hoegner-Straße

10.10.2017


Anwohner klagen gegen Öffnung der Wilhelm-Hoegner-Straße


Die geplante Öffnung der Wilhelm-Hoegner-Straße zur alten B 19 hin verzögert sich. Der Grund: Anwohner haben per Eilantrag Klage gegen die geplante Maßnahme eingereicht. Daraufhin hat das Verwaltungsgericht Würzburg die Gemeinde Estenfeld gebeten, den „Durchstich“ vorerst nicht in Angriff zu nehmen. Über die Klage wird im Sofortverfahren entschieden. Das bedeutet, dass voraussichtlich noch in diesem Oktober Klarheit herrschen wird, wie es weitergeht.

In der Gemeinderatssitzung sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud, sie bedauere das Verhalten der Kläger und empfinde dieses als „unsolidarisch“. Denn die Kläger seien nicht einmal bereit, lediglich den Verkehr aus der eigenen Straße aufzunehmen. Stattdessen wollen sie ihn weiterhin den Anwohnern einer bereits stark befahrenen Straße zumuten. Die Klage beruhe auf Fakten, die Bestand hatten, als es die westliche Ortsrandstraße zur Entlastung noch nicht gab. Gutachter hätten bestätigt, dass durch die Öffnung der Wilhelm-Hoegner-Straße keine merkliche Beeinträchtigung für die dortigen Anwohner entstehe.

10.10.2017


Sanierungsgebiet umfasst 35 Hektar


Durch die Anmeldung für das Städtebauförderprogramm (ISEK) hofft die Gemeinde Estenfeld, im Laufe der Jahre Zuschüsse in Millionenhöhe zu erhalten. Eine wichtige Formalie dabei ist, ein Sanierungsgebiet festzulegen. Dies hat der Gemeinderat in seiner Sitzung getan (15:0). Das Gebiet trägt die Bezeichnung „Altort Estenfeld“, hat eine Gesamtfläche von 35,10 Hektar und umfasst den gesamten Altort sowie die Würzburger Straße.

Die Gemeinde hat die Möglichkeit, im Sanierungsgebiet ein Vorkaufsrecht auszuüben, wodurch eine städtebauliche Strukturierung erfolgen kann. Für die Eigentümer innerhalb des Sanierungsgebiets ergeben sich ebenfalls einige Vorteile: So können beispielsweise private Modernisierungen an Gebäuden direkt bezuschusst und diese steuerlich geltend gemacht werden. Des Weiteren werden Bauberatungen kostenlos für private Bauherren angeboten.

Die dazugehörige Satzung, die ebenfalls einstimmig beschlossen wurde, legt einen zeitlichen Rahmen fest, in dem die Sanierung durchgeführt werden soll: Er sollte 15 Jahre nicht überschreiten. Wenn nötig, kann die Frist jedoch vom Gemeinderat verlängert werden.

10.10.2017


Willkommensbroschüre“ mit ungewöhnlichen Ortsansichten


Die Gemeinde möchte eine „Willkommensbroschüre“ auflegen, die Neubürgern oder Gästen die schönen Seiten von Estenfeld näherbringen soll. Bebildert und gestaltet wird das 32-seitige Heftchen von Michael Ehlers von ehlers media (Reichenberg). Er hat vom Gemeinderat in dessen Sitzung ein Budget von 5000 Euro einstimmig genehmigt bekommen (15:0). Für das Geld überlässt Ehlers der Gemeinde die Nutzungsrechte an allen Fotos, die in der Broschüre erscheinen. Außerdem liefert er eine hochauflösende Druckvorlage — der Druck selbst kostet extra. Bürgermeisterin Rosi Schraud sagte, der Sport- und Kulturausschuss habe Ehlers' Fotografien, die er ursprünglich für das Seniorenzentrum gemacht hatte, bereits gesehen. Ehlers zeige Estenfeld aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel und habe ein Auge für die Dinge, an denen die meisten Menschen eher achtlos vorbeigehen.

10.10.2017


Verkehrsüberwachung wird etwas teurer


Wegen gestiegener Personalausgaben wird die Verkehrsüberwachung für die Gemeinde Estenfeld etwas teurer. Die Verwaltungsgemeinschaft Bergtheim, die den bürokratischen Aufwand für mehrere Kommunen erledigt, wird der Gemeinde Estenfeld rückwirkend zum 1. Januar 2017 pro Verfahren 4,62 Euro in Rechnung stellen. Bislang lag die Kostenpauschale bei 4,51 Euro. Der Estenfelder Gemeinderat stimmte der Erhöhung in seiner Sitzung zu (15:0). Zugleich genehmigte er vorausschauend eine weitere jährliche Kostensteigerung, die nötig wird, weil die Personalkosten laut Prognosen des Kommunalen Prüfungsverbandes weiter nach oben gehen. Aktuell liegt die Gemeinde bei der Verkehrsüberwachung im Plus: Einnahmen von rund 27 600 Euro (Bußgelder) stehen Ausgaben von etwa 19 300 Euro (Verwaltungsaufwand) gegenüber. Bürgermeisterin Rosi Schraud betonte, dass es der Gemeinde bei der Verkehrsüberwachung nicht darum gehe, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Sie hoffe vielmehr, dass die Kontrollen einen „erzieherischen Effekt“ haben.

Letzte Änderung: 29.11.2018 17:50 Uhr