MÄRZ 2017

Wirtschaftsjunioren

11.03.2017


Wirtschaftsjunioren 

streichen Kindergartenflure


An einem einzigen Vormittag war alles erledigt: Zehn Mitglieder der Würzburger Wirtschaftsjunioren haben die Flure des Estenfelder Kindergartens St. Elisabeth gestrichen. Pinsel, Malerrollen, Farbe und weitere Arbeitsutensilien hatten die sechs Männer und vier Frauen selbst besorgt und mitgebracht. Ihren Job erledigten sie dabei genauso gewissenhaft wie das, was sie sonst beruflich tun. Holger Hörmann, Verwaltungsleiter beim Verein für Kindergarten und Krankenpflege e.V., ist mit dem Ergebnis jedenfalls sehr zufrieden — genau wie die Erzieherinnen und natürlich die Kinder. Einige von ihnen waren bei der samstäglichen Aktion dabei und sie verfolgten mit großen Augen, wie die blassen Wände wieder einen satten weißen Anstrich bekamen. Als Dankeschön erhielten die großen „Malermeister“ vom Kindergarten-Team eine Brotzeit und Getränke. Von Bürgermeisterin Rosi Schraud gab es für jeden eine Gemeindechronik. „Großes für die Kleinen“ nennt sich das soziale Projekt, bei dem die Wirtschaftsjunioren Gutes für Kinder tun. Sie wollen dabei kein Geld spenden, sondern selbst anpacken. Dass diesmal der Estenfelder Kindergarten St. Elisabeth von ihrem selbstlosen Einsatz profitierte, ist Holger Metzger zu verdanken. Er ist als Unternehmer in Estenfeld ansässig — und Mitglied im Vorstand der Wirtschaftsjunioren. Die Wirtschaftsjunioren sind ein Zusammenschluss von über 200 jungen Führungskräften und Unternehmern aus allen Bereichen der Wirtschaft. Mehr Infos im Internet unter www.wj-wuerzburg.de.

14.03.2017


Der Bauhof als Sonnenkraftwerk

„Sonneninitiative“ stellt Projekt vor – Bürger könnten Anteile erwerben


Das Dach des Estenfelder Bauhofs könnte schon bald zum Sonnenkraftwerk werden. Der Verein Sonneninitiative e.V. mit Regionalsitz in Lohr, vertreten durch Geschäftsführer Volker Klös und den bayerischen Regionalvertreter Karl-Heinz Konrad, stellte in der Gemeinderatssitzung ein Projekt vor, von dem nicht nur die Umwelt, sondern auch die Bürger profitieren könnten.

Klös erklärte, das Dach des Bauhofs sei gut für die Nutzung von Sonnenenergie geeignet. Würde man darauf eine Solaranlage installieren, könnte diese eine Spitzenleistung von rund 51 Kilowatt erreichen. Damit könnten jährlich etwa 50 000 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt werden. Dieser würde einerseits dem Betrieb des Bauhofs dienen, der weit größere Teil des Stroms würde aber ins Netz eingespeist und verkauft. Insgesamt wäre mit der Anlage eine Einsparung von 35 Tonnen klimaschädlichem Kohlendioxid pro Jahr möglich. „Estenfeld wäre ein tolles Beispiel, wie eine Kommune mit Bürgern die regionale Klimawende betreiben und für den Klimaschutz arbeiten kann“, sagte Klös.

Die Sonneninitiative stellt sich den „Deal“ folgendermaßen vor: Die Gemeinde vermietet die Dachflächen des Bauhofs an den Verein. Dieser lässt die Solaranlage bauen und bietet dann den Bürgern die Möglichkeit, sich zu beteiligen, indem er Fotovoltaikflächen an sie untervermietet. Angeboten werden Anteile von jeweils einem Kilowatt-Peak (kWp), das entspricht vier Modulen. Natürlich ist es auch möglich, mehr Flächen zu erwerben. In jedem Fall lasse sich eine „attraktive Rendite“ erzielen, versprach Klös.

In Estenfeld investieren würde die Sonneninitiative aber nur, wenn sich genügend interessierte Umweltfreunde und Kapitalanleger finden, die an dem Projekt partizipieren wollen. Auf die Gemeinde kämen keinerlei Kosten zu, versicherte Klös. Der Verein würde die Anlage nicht nur errichten (Kosten: rund 65 000 Euro), sondern auch warten und betreuen. Mit einer Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren ist das Projekt auf lange Sicht angelegt. Einen Mietvertrag über die volle Zeit möchte die Sonneninitiative mit der Gemeinde allerdings nicht abschließen, geplant sind zunächst „nur“ 20 Jahre.

Plan Westring

14.03.2017


„Baugebiet Westring“

nimmt weitere Hürden

Gemeinderat genehmigt

Planvorentwurf – Bodendenkmal

macht wohl Ausgrabungen nötig


Auf dem Weg zum neuen „Baugebiet Westring“ ist die Gemeinde Estenfeld einige Schritte vorangekommen. In seiner Sitzung billigte der Gemeinderat den Planvorentwurf von Architekt und Stadtplaner Bertram Wegner (Veitshöchheim). Außerdem wurde der Geltungsbereich des Bebauungsplans erweitert und der Flächennutzungsplan geändert. Sämtliche Beschlüsse wurden mit 8:7 Stimmen getroffen.

Das Baugebiet wird zwischen der Wilhelm-Hoegner-Straße und der westlichen Ortsrandstraße entstehen. Es setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen, die sich in der Art der Bebauung unterscheiden. Im oberen Abschnitt, der an die Würzburger Straße anschließt, ist ein Mischgebiet vorgesehen. Das heißt, hier sollen sowohl Wohngebäude als auch Gewerbeansiedlungen möglich sein. Der mittlere Bereich, auf Höhe des oberen Hoegner-Spielplatzes, der in jedem Fall erhalten bleibt, soll Raum für Reihen- und Doppelhäuser bieten. Für das untere Drittel plant der Architekt mit Einfamilienhäusern. Anstelle des unteren Hoegner-Spielplatzes könnten mehrgeschossige Häuser gebaut werden.

Jeder Teilbereich des Baugebiets soll vom Westring aus durch Stichstraßen erschlossen werden. Zusätzlich sollen die einzelnen Abschnitte direkt durch eine schmale Straße miteinander verbunden werden. Sie würde das gesamte Gebiet durchziehen und wäre vor allem dafür bestimmt, dass Feuerwehr, Notarzt und Müllabfuhr möglichst kurze Wege haben. Damit es keine Parkplatzprobleme gibt, sind zahlreiche Stellflächen vorgesehen.

Auf Anraten der Regierung, mit der die Gemeinde kürzlich ein Gespräch geführt hat, werden der geplante Kreisverkehr an der Kreuzung Westring/Würzburger Straße und ein Teilabschnitt der Würzburger Straße in den Bebauungsplan integriert. Dadurch vergrößert sich der Geltungsbereich auf eine Fläche von insgesamt 7,21 Hektar. Fast fünf Hektar davon sind allgemeines Wohngebiet oder Mischgebiet.

Architekt Wegner empfahl, bei den Häusern keine Flachdächer zuzulassen. Seine Begründung: Das Baugebiet stelle den „endgültigen Ortsrand“ von Estenfeld dar. Für die „Kulisse zur Landschaft“ sei es daher besser, dort ausschließlich Häuser mit Schrägdächern zu bauen. Als Firsthöhe sind maximal 8,50 Meter zulässig. Damit die Anwohner vom Verkehr auf dem Westring möglichst wenig mitbekommen, sollen abschnittsweise Lärmschutzwälle errichtet werden.

Eine Unwägbarkeit gibt es bei der Planung des Baugebiets noch: Ein Teil des unteren Bereichs gilt als Bodendenkmal. Bereits vor etwa 7000 Jahren sollen dort Menschen gelebt haben. Bevor nun eine „neuzeitliche Siedlung“ entstehen kann, werden vermutlich Ausgrabungen stattfinden. Mit dem Denkmalamt hat die Gemeinde abgestimmt, dass zunächst an geeigneten Stellen „geschürft“ wird. Die Überprüfung der Fläche ist nach den Worten von Architekt Wegner nur möglich, wenn sie – wie jetzt vom Gemeinderat beschlossen – Teil des Bebauungsplans ist. Die Arbeiten sollen Aufschluss darüber geben, wie groß das einstige Siedlungsgebiet einmal war. Erst dann wird man klarer sehen, wie es weitergeht.

Die abschließenden Abstimmungen des Gemeinderats gingen allesamt sehr knapp aus (8:7). Die jeweils sieben Gegenstimmen kamen von der SPD-Fraktion (sechs) und von UWG-Gemeinderat Josef Ziegler. Die SPD stört sich vor allem daran, „dass ein schöner Spielplatz inklusive Grünfläche wegen ein paar Häusern plattgemacht wird“, sagte ihr Fraktionsvorsitzender Günther Grimm. Unabhängig davon, was aus dem unteren Hoegner-Spielplatz einmal wird – auf dem großen Grundstück rechts vor dem Feuchtbiotop soll auf jeden Fall ein neuer, größerer Spielplatz entstehen.

Haushalt

14.03.2017


Neuer Rekord bei Gewerbesteuer

Haushalt 2017: Gemeinde reduziert Schulden weiter und rüstet sich für Großprojekte


Kartause, Schulsanierung, Ausbau der Würzburger Straße, Baugebiet Westring, Altortentwicklung – das sind nur die größten Projekte, die die Gemeinde Estenfeld in naher Zukunft angehen möchte. Zählt man die vielen kleineren Aufgaben hinzu, wird die Liste deutlich länger. Wie gut, dass sich die finanzielle Situation der Gemeinde in den vergangenen Jahren spürbar entspannt hat. Die Schulden, die 2013 bei fast zwölf Millionen Euro lagen, werden zum Jahresende nur noch 3,5 Millionen Euro betragen. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 702 Euro, womit Estenfeld unter dem bayerischen Landesdurchschnitt liegt.

Dass die Gemeinde wieder auf solidem Boden steht, ist ihrer Weitsicht zu verdanken, mit der sie vor einigen Jahren agiert hat. Sie hat damals Grundstücke gekauft, um neue Baugebiete und Gewerbeflächen auszuweisen, und sich dadurch hoch verschuldet. Doch nun tragen die Investitionen Früchte: Die Grundstücke in den Baugebieten „Triebweg III“ (Estenfeld) und „Kies IV“ (Mühlhausen) sowie im Gewerbegebiet an der A 7 sind erfolgreich verkauft. Die Neubürger und die Unternehmen zahlen brav ihre Steuern.

Daraus resultieren zwei beachtliche Zahlen, die Kämmerer Frank Fiebig in der Gemeinderatssitzung erwähnte, als er den Haushalt für 2017 vorstellte: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beträgt voraussichtlich fast drei Millionen Euro – neuer Rekord. Durch die Gewerbesteuer-Einnahmen hat die Gemeinde im vergangenen Jahr stolze 3,8 Millionen Euro verbucht – ebenfalls eine noch nie dagewesene Summe. Im Haushalt 2017 wird trotzdem vorsichtshalber „nur“ mit 2,5 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer kalkuliert.

Trotz der guten Kassenlage nimmt sich der Vermögenshaushalt für das Jahr 2017 eher bescheiden aus. Er hat einen Umfang von 2,9 Millionen Euro – so viel sieht die Gemeinde für Investitionen vor. Das meiste Geld wird für die Umrüstung der Straßenleuchten auf LED

(328 000 Euro) und für die Sanierung der Weißen Mühle (269 000 Euro) aufgewendet. Neue Kredite sind 2017 nicht vorgesehen.

In den kommenden Jahren wird der Vermögenshaushalt sicher ein größeres Volumen haben, denn dann werden teurere Vorhaben in Angriff genommen. Da wird es gewiss nicht zum Schaden der Gemeinde sein, dass sie noch Rücklagen von 3,2 Millionen Euro hat.

Insgesamt hat der Haushalt 2017 ein Volumen von 15,5 Millionen Euro – in den beiden Vorjahren waren es jeweils 17,1 Millionen Euro. Auf den Verwaltungshaushalt, in dem die laufenden Einnahmen und Ausgaben für ständige Aufgaben der Gemeinde veranschlagt werden, entfallen 12,6 Millionen Euro.

Die Finanzkraft Estenfelds hat aber auch ihre Kehrseiten. So erhält die Gemeinde 2017 vom Staat keine Schlüsselzuweisungen mehr. Die Kreisumlage, die an den Landkreis Würzburg abgeführt werden muss, steigt auf 2,2 Millionen Euro.

Nachdem die drei Fraktionssprecher Albin Wolz (CSU), Günther Grimm (SPD) und Jens Dietzsch (UWG) ihre Stellungnahmen abgegeben hatten, wurde abgestimmt. Das Ergebnis: Mit 16:0 Stimmen wurde der Haushalt 2017 in der vorgelegten Form genehmigt.


Den kompletten Erläuterungsbericht zum Haushaltsplan der Gemeinde lesen Sie hier.

Die Stellungnahmen der einzelnen Fraktionen finden Sie unter folgenden Links:

CSU

SPD

UWG

Jens Dietzsch

14.03.2017


Jens Dietzsch verlässt den Gemeinderat


Jens Dietzsch (UWG) wird den Estenfelder Gemeinderat verlassen. In einem Schreiben vom 10. März hat er darum gebeten, ihn zum 1. April vom Ehrenamt als Gemeinderat abzuberufen – aus beruflichen Gründen. Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres wurde Dietzsch von der Regierung von Unterfranken zum neuen Leiter der Mittelschule Estenfeld ernannt. Er ist Nachfolger von Matthias Schranner, der seit Oktober 2016 Rektor der Gustav-Walle-Mittelschule in Würzburg ist. Dietzsch ist an der Mittelschule Estenfeld kein Unbekannter, denn er arbeitet hier bereits seit September 1989. Bürgermeisterin Rosi Schraud sagte in der Gemeinderatssitzung, sie bedauere das Ausscheiden von Dietzsch sehr. Dietzsch habe im Gemeinderat und in den Ausschüssen immer „sehr sachlich argumentiert“. Zu seiner Ernennung zum Schulleiter beglückwünschte sie ihn herzlich. Der Gemeinderat entsprach dem Wunsch von Dietzsch einstimmig (15:0). Zu seinem Nachfolger soll in der Sitzung am 11. April Ralf Wünsch ernannt werden.

Post Würzburger Straße

14.03.2017


Neue Postfiliale ab

1. April in der Burggasse


Zum 31. März wird die Postfiliale in der Würzburger Straße in Estenfeld geschlossen. Obwohl kein neuer privater Betreiber gefunden wurde, müssen die Kunden dennoch nicht auf die Dienstleistungen der Deutschen Post verzichten. Das hat mit gesetzlichen Vorgaben zu tun, die der Post vorschreiben, dass es in einem Ort mit mehr als 2000 Einwohnern eine Filiale geben muss. Die Post hat sich deshalb zu einer Übergangslösung entschlossen: Ab dem 1. April bietet sie ihre Leistungen in der Burggasse 10 an. Dort mietet sie sich ein und stellt eigenes Personal zur Verfügung, das dann für die Kunden bereitsteht. Die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr und Samstag von 10 bis 13 Uhr. Die Post ist weiter auf der Suche nach einem anderen Standort – mit dem Ziel, den Service wieder auszuweiten.

14.03.2017


Trilux-Leuchte gefiel den Gemeinderäten am besten


Die Mehrheit hat entschieden: Als Ersatz für die alten Straßenlampen haben die Estenfelder Gemeinderäte Pilzleuchten der Marke Trilux, Typ 9821, ausgewählt. Zuvor hatten sie sich diese moderne LED-Leuchte sowie weitere Alternativen im Ort angesehen. Die Gemeinde hatte zu Demonstrationszwecken mehrere Musterlampen aufstellen lassen. In die engere Auswahl waren zwei „Kandidaten“ gekommen. Für die Trilux-Leuchte stimmten in der Sitzung elf Gemeinderäte, für die Pilzleuchte City-Light plus fünf. Insgesamt werden in Estenfeld und Mühlhausen 607 Straßenlampen erneuert. Die LEDs sparen Strom und Geld. Übrigens: Wer sich die neue Leuchte ansehen möchte — sie steht am Gehsteig hinter dem Rathaus, etwa auf Höhe des Dallerlagger-Brunnens.

Rathaussockel

14.03.2017


Rathaussockel wird saniert


Im Estenfelder Rathaus gehen die Menschen ein und aus – Bürger aus dem Ort und Besucher von weit her. Da ist der gegenwärtige Zustand des Gebäudesockels nicht gerade von Vorteil. Die CSU-Fraktion hat daher in der Gemeinderatssitzung den Antrag gestellt, den Sockel grundlegend zu sanieren. In den Haushalt für das Jahr 2017 sollten 60 000 Euro eingestellt werden. Der Vorschlag fand die Zustimmung aller Gemeinderäte (16:0).

14.03.2017


Zusätzliches Geld für Kinderbetreuung


Ab dem Schuljahr 2017/18 wird es mehr Geld für die Mittags- und Ferienbetreuung der Schulkinder in Estenfeld geben. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat auf Antrag von Bürgermeisterin Rosi Schraud einstimmig (16:0) beschlossen, den Haushaltsansatz hierfür von 35 000 auf 60 000 Euro zu erhöhen. Die Betreuung der Schulkinder wird vom Kindergarten-Personal übernommen. In den Ferienzeiten werden – je nach Anzahl der Kinder – bis zu vier Mitarbeiter für die Betreuung benötigt. Voraussichtlich werden nun ein bis zwei Teilzeitkräfte zusätzlich eingestellt. Diese sollen in den Ferien voll eingesetzt werden und in den Schulzeiten als Springer zur Verfügung stehen.

Kleinspielfeld

16.03.2017


Fußball-Kleinspielfeld:

Bauhof hat ganze Arbeit geleistet


Die Gemeinde hat für das neue Fußball-Kleinspielfeld den Boden bereitet. Das „Soccerfield“ entsteht auf dem Sportgelände am Triebweg, neben den beiden Beachvolleyball-Feldern.
In interkommunaler Zusammenarbeit der Gemeinden Rottendorf, Kürnach und Estenfeld waren die Planungen an das Büro arc.grün (Kitzingen) vergeben worden. Die beiden Nachbarkommunen lassen ebenfalls ein solches Spielfeld errichten. Für die Anlage in Estenfeld wurde ein Sponsor gefunden: Stefan Groß hat den wirklich stattlichen Geldbetrag von 12 000 Euro zweckgebunden gespendet.
Trotzdem war das Ergebnis der Ausschreibung der Bauleistungen aus Sicht der Gemeinde ernüchternd. Es lag um fast 20 000 Euro brutto über den Schätzkosten von 71 400 Euro brutto — und dabei waren die Planungskosten noch gar nicht berücksichtigt. Das vom Gemeinderat freigegebene Budget in Höhe von etwa 84 300 Euro brutto für die komplette Bau- und Planungsleistung sollte aber auf jeden Fall eingehalten werden.
Also machten sich Bauhofleiter Jürgen Fottner und Lisa Krein vom Bauamt der Gemeinde daran, Lösungen zu finden — es kam jetzt auf möglichst viel Eigenleistung an. Fottner und sein Bauhof-Team übernahmen Bauleistungen in Höhe von über 20 000 Euro und dazu die Baustellenkoordination. Krein verhandelte mit dem Planungsbüro und erreichte eine entsprechende Honoraranpassung.
Da die Mannschaft des Bauhofs das gute Wetter Mitte März nutzte, war rasch ein entscheidender Schritt getan: Das „Fundament“ war gelegt, jetzt muss noch der Endbelag aufgebracht werden. Das kann allerdings erst erledigt werden, wenn auch die Gemeinden Rottendorf und Kürnach so weit sind wie Estenfeld.

Über die getane Arbeit freuten sich bei einem Besuch auf der Baustelle: (von links) Johannes Fasel, Armin Schneider (beide Bauhof), Bürgermeisterin Rosi Schraud, Jürgen Fottner, Lisa Krein und Stefan Groß.

Schulleiter Dietzsch

22.03.2017


Das Kind als Mensch im Mittelpunkt
Jens Dietzsch übernimmt die Leitung der Mittelschule Estenfeld


Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres hat Studienrat Jens Dietzsch die Leitung der Mittelschule Estenfeld übernommen.In einer Feierstunde, die die Schulband musikalisch umrahmte und in der Schülergruppen ihre Beiträge darboten, wurde er in sein neues Amt eingeführt.
Die für Estenfeld zuständige Schulrätin Dr. Ruth Klawitter skizzierte das bisherige berufliche Leben des neuen Schulleiters:Nach seinem ersten Jahr im Referendariat in der Stadt Schweinfurt wechselte Dietzsch als Lehrer an die Hauptschule Bergrheinfeld, wo er nach Abschluss der Ausbildung ein Jahr als Klassenleiter unterrichtete. Schon 1989 wurde er auf eigenen Wunsch in den Landkreis Würzburg versetzt. Dass es gleich sein neuer Wohnort Estenfeld wurde, ist eine glückliche Wendung des Schicksals, denn seitdem sind die Estenfelder Schule und Dietzsch eng verknüpft.
Seit fast 28 Jahren ist er nun hier tätig, in den letzten Jahren vorwiegend in den oberen Klassenstufen. Maßgeblich beteiligt war er am Aufbau des M-Zuges, der erstmals im Jahr 2000 mit ihm als Klassenleiter einer 7M im neu gegründeten Schulverbund Markward von Grumbach startete. In seiner Dienstzeit war Jens Dietzsch unter anderem noch Praktikums- und Betreuungslehrer. Besondere Liebe genießt bei ihm das Fach Englisch. So war er in diesem Bereich viele Jahre lang Zweitprüfer an der Uni Würzburg, Fachberater im Landkreis Würzburg und Mitarbeiter am Kultusministerium (ISB) beim Schulversuch Modularisierung.
Bereits zum vierten Mal leitet Dietzsch nun mehrjährige Comenius- bzw. Erasmusprojekte. Seit 2004 hat sich durch seine Initiative die Estenfelder Mittelschule wesentlich geöffnet und sehr von der Zusammenarbeit mit anderen europäischen Schulen profitiert. Dank der finanziellen Förderung durch die EU wurden viele internationale Begegnungen von Lehrern und Schülern möglich. Auch die technische Ausstattung ist vorbildlich: So hat man beispielsweise in Estenfeld schon über zehn Jahre elektronische Whiteboards, was heute noch an vielen Schulen keine Selbstverständlichkeit ist.
Die beiden Schülersprecher Elina Wild und Maximilian Fenn teilten ihrem Klassenleiter und nun Schulleiter mit, wie sehr sich die Schülerschaft über die Berufung Dietzschs zum Schulleiter gefreut hat.
In seiner emotionalen Antrittsrede legte Dietzsch an diesem für ihn besonderen Tag seine Gründe für die Bewerbung auf dieses Amt dar. Eigentlich habe er nie nach so einer Position gestrebt, da er seine Berufung in der direkten Bildungs- und Erziehungsarbeit als Klassenleiter sehe. Doch die anstehenden schwerwiegenden Veränderungen im Schulverbund hier im Würzburger Norden seien für ihn Verpflichtung genug, etwas für seine Schule zu tun, die ihm nach dieser langen Zeit zur zweiten Heimat wurde. Seine Schule bräuchte gerade jetzt eine Leitung, die mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut ist. Dietzsch betonte, dass für ihn als Schulleiter weiterhin das Kind als Mensch im Mittelpunkt stehe. Er wisse, dass ihn ein hervorragendes Lehrerteam unterstütze, auf das immer zu 100 Prozent Verlass sei. In Hans-Peter Fischer-Wiesinger, mit dem er seit über 30 Jahren freundschaftlich verbunden sei, habe er immer noch den besten und loyalsten Stellvertreter, den man sich nur denken könne. So sei es nur konsequent gewesen, sich der Herausforderung der neuen Aufgabe zu stellen. Unterstützt wisse er sich auch vom Schulamt. In einem sehr offenen Gespräch mit dem leitenden Schulamtsdirektor Erwin Pfeuffer habe er die hohe Wertschätzung erkannt, die dieser der Estenfelder Schule gegenüber zeige. Er sei vom Mittelschulstandort Estenfeld und der Arbeit dort absolut überzeugt.
Abschließend bedankte sich Dietzsch bei Bürgermeisterin Rosi Schraud, dem Schulamt, dem Rektor der Grundschule, Rupert Schneider, und seiner Sekretärin Anette Kowalyk für die große Unterstützung bei seinem neuen Amt.


Im Bild: (von links) Rupert Schneider (Rektor Grundschule), Hans-Peter Fischer-Wiesinger (stellvertretender Schulleiter Mittelschule), Dr. Ruth Klawitter (Staatliches Schulamt Würzburg), Jens Dietzsch (neuer Schulleiter Mittelschule), Rosi Schraud (Bürgermeisterin), Joachim Sadler (2. Bürgermeister)

Schnelles Internet

27.03.2017


Hochgeschwindigkeits-Internet kommt bis Jahresende


Schnelles Internet für alle: Der Glasfaser-Ausbau in Estenfeld und Mühlhausen soll zügig vorangehen. Bei der Bürgerversammlung in Estenfeld sagte Andreas Schardt, Vertriebsbeauftragter der Telekom, jeder Haushalt solle die Möglichkeit bekommen, einen Anschluss mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zu buchen. In den nächsten Monaten will das Unternehmen die nötigen Arbeiten erledigen. Bis Ende 2017 werde ein flächendeckendes Netz stehen, versprach Schardt. Estenfeld erhält für den Ausbau einen staatlichen Zuschuss von 377 000 Euro, das entspricht einer 80-prozentigen Förderung. Fast 100 000 Euro investiert die Gemeinde selbst. In Eigenleistung hat sie im Gewerbegebiet und im Neubaugebiet am Triebweg bereits Leerrohre (Speedpipes) verlegen lassen. In diese müssen die Glasfasern nur noch eingeblasen werden, aufgegraben wird hier nicht mehr. Weitere Infos zum Ausbau in Estenfeld gibt es im Internet unter www.telekom.de/schneller.

27./28.03.2017


Schon über 5200 Einwohner in Estenfeld


Estenfeld wächst unaufhaltsam: Zum 31. Dezember 2016 lebten in der Gemeinde 5201 Menschen – 4857 in Estenfeld und 344 in Mühlhausen. Diese Zahlen nannte Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen. Wenn man die Statistiken der vergangenen Jahre vergleicht, fällt eine interessante Entwicklung auf: 2012 hielten sich Zuzüge und Wegzüge noch ungefähr die Waage. Seit 2013 gibt es Jahr für Jahr deutlich mehr Neubürger als „Abtrünnige“. Bemerkenswert ist auch, dass im vergangenen Jahr fleißig geheiratet wurde: 28 Paare wurden getraut, das sind mehr als doppelt so viele wie 2015.

27./28.03.2017


Britta Schneider koordiniert Hilfe für Flüchtlinge


In Estenfeld sind aktuell 82 Flüchtlinge untergebracht. Die Nächstenliebe, die sie im Ort erfahren, ist groß. Bürger helfen ihnen bei Behördengängen, bei Arztbesuchen oder beim Einkaufen, geben ihnen Sprachunterricht und machen mit ihnen Ausflüge. So viel Unterstützung in den Helferkreisen will aber koordiniert sein. Für die Gemeinde kümmert sich Britta Schneider um diese Aufgabe. Bürgermeisterin Rosi Schraud dankte ihr bei den Bürgerversammlungen für den Einsatz. Kontakt: Britta Schneider, Tel.: (09305) 99 33 34,

E-Mail: br-schneider@gmx.de.

27./28.03.2017


Umstrukturierungen schaffen Entlastung in der VG


In allen Bereichen der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Estenfeld hat der Arbeitsaufwand in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Immer neue und immer mehr Aufgaben kamen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu – zusätzliches Personal, um das zu kompensieren, gab es nicht. Zeitweise war auch der Krankenstand extrem hoch. Für das Engagement, das ihre Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung gezeigt haben, bedankte sich Bürgermeisterin und VG-Vorsitzende Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen ausdrücklich. Doch die Situation hat sich gebessert: 2016 wurden in der VG Umstrukturierungen vorgenommen, die für eine gewisse Entlastung gesorgt haben. Dazu waren Beschlüsse der Gemeinschaftsversammlung nötig, zu der neben Estenfeld auch Eisenheim und Prosselsheim gehören.

Straßenschäden

27./28.03.2017


Fast 1,2 Millionen Euro für Straßen


Die Gemeinde steckt in diesem Jahr viel Geld in die örtliche Infrastruktur. Allein für den Unterhalt der Straßen seien im Haushalt fast 1,2 Millionen Euro eingeplant, informierte Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen. Sie nannte noch weitere Beispiele, die zeigen, dass die Gemeinde viel Gutes für ihre Bürger tut – ohne viel Aufhebens darum zu machen. Für die Pflege der Grünanlagen sind im Jahr 2017 über 250 000 Euro vorgesehen, für Kinderspielplätze fast 125 000 Euro. Hinzu kommen geplante Kosten für die Straßenbeleuchtung (100 000 Euro) und die Bücherei (41 000 Euro).

27./28.03.2017


Malteser werden einen Teil des alten Feuerwehrhauses nutzen


Im Juli/August soll die Estenfelder Feuerwehr in ihr neues Domizil neben dem tegut-Markt umziehen, für September ist die offizielle Einweihung des Gebäudes geplant. Diese angepeilten Termine hat Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen nochmals bestätigt. Zwar hätten die Dacharbeiten länger gedauert als geplant, am Zeitplan habe das jedoch nichts Entscheidendes geändert. Im laufenden Haushalt stehen für das neue Feuerwehrhaus noch 1,2 Millionen Euro.

Was mit dem frei werdenden Gebäude in der St.-Mauritius-Straße geschieht, ist nur teilweise geklärt. Schraud sagte, die Gemeinde habe intensive Gespräche mit AWO und Maltesern geführt – beide hätten sich einen Komplettumzug von der Friedrich-Ebert-Straße ins alte Feuerwehrhaus nicht vorstellen können. So werde es nur einen „Umzug light“ geben. Ein Teil der Halle wird den Maltesern als Unterstellmöglichkeit für ihre Fahrzeuge und Hilfsgüter dienen. Wie der restliche Raum genutzt wird, ist noch offen.

In nächster Zeit steht die Sanierung der Schulturnhalle an, die sich über dem alten Feuerwehrhaus befindet. Hierfür ist im laufenden Haushalt eine erste „Rate“ von 124 000 Euro vorgesehen. Die Umbauarbeiten werden sich nicht nur auf die Turnhalle beschränken, sondern sich auch auf das untere Stockwerk ausdehnen. Dort, wo jetzt noch die Feuerwehr untergebracht ist, wird die Technik für das gesamte Gebäude installiert. Außerdem werden sämtliche Leitungen erneuert.

27./28.03.2017


Ein Spielplatz für alle Generationen


Was auch immer aus dem unteren Hoegner-Spielplatz wird – auf dem Grundstück neben dem Wasserspielplatz am Feuchtbiotop wird in jedem Fall ein großer neuer Spielplatz entstehen. Das hat Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen klargestellt. Der nötige Flächentausch ist bereits beschlossen. Auf dem Areal, das etwa einen Hektar groß ist, sollen alle Generationen zusammenkommen. Menschen jeden Alters würden dort etwas finden, was ihnen Spaß mache, versprach Schraud. Bis die Arbeiten in Angriff genommen werden, soll es nicht mehr allzu lange dauern. In den Haushalt 2017 sind rund 80 000 Euro eingestellt, die in erster Linie für planerische Leistungen gedacht sind. Der Spielplatz soll Teil eines weiträumigen Naherholungsgebietes werden, das zwischen Kartause und Weißer Mühle geplant ist. Zwischen den beiden Sehenswürdigkeiten wird auch ein Fuß- und Radweg entlang der Kürnach geschaffen.

Konzert Hiller

31.03.2017


„Der Kuss im

Wandel unseres Lebens“
Konzertabend mit Angelika Hiller

und Elisa Krüger


Dank Angelika Hiller konnten die Besucher der Weißen Mühle in Estenfeld wieder einen besonderen Konzertabend im voll besetzten Foyer erleben. Eine anregende Einstimmung auf den Abend gab Hiller mit einem Prolog über die Mutterliebe und Franz Schuberts „Heidenröslein“.
Die stimmungsvollen, selbst gestalteten Bühnenbilder der Künstlerin versetzten das Publikum sofort in Frühlingsstimmung und es folgte gerne der Einladung auf einen Frühlingsstreifzug in die Gefilde von Zuneigung und tiefer Liebe. Es ist erneut gelungen, eine Lied- und Textauswahl anzubieten, die für jeden etwas im Repertoire hatte.
Dem Publikum präsentierten Angelika Hiller und Elisa Krüger, die einfühlsam am Klavier diesen Abend begleitete, ausdrucksstark und mit tiefer Innerlichkeit Liebeslieder von Franz Schubert, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn-Bartholdy, W. A. Mozart oder Frédéric Chopin.
Stimmungsvoll dazwischen verzauberten Texte von F.G. Klopstock, Th. Storm oder F. Schiller die Zuhörer. Mit dem Text aus dem Rosenkavalier von Hugo von Hofmannsthal veranschaulichte Hiller eindrucksvoll, wie „die Zeit, [doch] ein sonderbar Ding“ sei.
Neben den ernsten Tönen kam auch die Fröhlichkeit nicht zu kurz, indem beispielsweise eine Kuss-Gebrauchsanweisung von Krüger charmant und unterhaltsam vorgetragen wurde.
Mit einer Interpretation des Liedes „Guten Abend, Gut‘ Nacht“, von Hiller auf den Heimatort Estenfeld umgedichtet, endete der Konzertabend.
Nach dem reichlichen Applaus folgte der Dank von Bürgermeisterin Rosi Schraud an die Künstlerinnen für das kurzweilige Konzert. Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde der Erlös von 700 Euro komplett dem Verein KIWI, der Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation, gestiftet.

Letzte Änderung: 23.03.2018 12:39 Uhr