JUNI 2017

Dies ist ein Beispielbild und kann ersetzt werden.

13.06.2017


Ein Fahrplan zur Ortsverschönerung

Architekturbüro präsentiert vorgesehene ISEK-Maßnahmen – Parkplatz am alten Friedhof als Startprojekt


Der Estenfelder Altort soll sich in den kommenden Jahren nach und nach baulich verändern – mit dem Ziel, dass er schöner und lebenswerter wird. Einen „Fahrplan“, welche Projekte wann umgesetzt werden könnten, stellten Architekt Dag Schröder (Schweinfurt) und seine Mitarbeiterin Evi Mohr in der Gemeinderatssitzung vor. Die Prioritätenliste ist das Ergebnis sämtlicher Treffen, die zur Erarbeitung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) stattgefunden haben.

Ganz oben steht das erste Vorhaben, das die Gemeinde verwirklichen möchte: die Errichtung eines Parkplatzes auf der „Pfarrwiese“ zwischen Pfarrhaus und altem Friedhof (im Bild). So könnte das Problem, dass Friedhofsbesucher oft keinen nahen Stellplatz für ihr Auto finden, endlich gelöst werden. Der Großteil der Obstbäume, die dort stehen, soll nach den Vorstellungen des Architekturbüros erhalten bleiben.

Als Nächstes wird ein erster sichtbarer Schritt zur Weiterentwicklung des Kartausen-Areals angepeilt. Auf den Wiesen hinter der Kartause soll in Richtung Weiße Mühle ein „Bürgerpark“ entstehen.

Ebenso könnte bald die Neugestaltung der Würzburger Straße in Angriff genommen werden. Sie soll verkehrsberuhigt werden und den Ort nicht länger in zwei Teile „zerschneiden“.

Auch die Untere Ritterstraße könnte optisch aufgewertet werden. Die Fläche, auf der das Haus Nummer 25 steht (Ecke Zinnergasse), wäre als größerer Parkplatz mit Parkscheune vorstellbar. Von dort wären sowohl Rathaus als auch Kartause schnell zu Fuß erreichbar. Das Grundstück gehört der Gemeinde allerdings noch nicht.

Einen gewissen Zündstoff bergen die Planungen am Rathaus: Dort soll in Richtung Riemenschneiderstraße ein Dorfplatz geschaffen werden. Der Kindergarten

St. Michael, der sanierungsbedürftig ist und in dem Raumnot herrscht, würde hierfür weichen. Er würde an der Stelle neu gebaut, an der sich derzeit die Mittelschule befindet. Das ohnehin marode Gebäude der Estenfelder Mittelschule wird bald nicht mehr gebraucht, da in Unterpleichfeld eine zentrale Mittelschule für den „Würzburger Norden“ entsteht.

SPD-Fraktionssprecher Günther Grimm ärgerte sich, dass hier ein Ziel in die Liste aufgenommen worden sei, das „einzig und allein die CSU“ verfolge. Vonseiten der SPD wolle „niemand den Kindergarten wegreißen“, sagte er. „Uns geht es darum, die Kartause vernünftig zu entwickeln. Dort soll der neue Ortsmittelpunkt entstehen – und nicht anderswo.“ Zugleich kritisierte Grimm, dass ihm bei den Planungen zur Kartause „zu viel Kommerz“ enthalten sei.

Bürgermeisterin Rosi Schraud erwiderte, dass das ISEK-Konzept nur ein Leitfaden sei. Über jedes Projekt werde im Gemeinderat noch ausführlich diskutiert – und erst danach werde über die Umsetzung entschieden. In den Workshops, die durchgeführt wurden, habe jeder Gemeinderat seine Ideen einbringen können, sagte Schraud. Daher seien „Verschwörungstheorien“ wie die von Grimm unangebracht. Schraud erklärte, dass sie eine Verlegung des Kindergartens an die Schule für sinnvoll halte. Wenn auf der freiwerdenden Fläche am Rathaus ein Dorfplatz entstünde, würde dies der Entwicklung der Kartause sicher nicht schaden. Schraud erinnerte daran, dass es noch lange dauern werde, ehe auf dem Kartausen-Areal Fakten geschaffen werden.

Das ISEK-Konzept, das bis ins Jahr 2031 „vorausdenkt“, soll in der Gemeinderatssitzung am 11. Juli beschlossen werden. Über das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ können die geplanten Maßnahmen zur Aufwertung des Ortes staatlich bezuschusst werden.

13.06.2017


Ein Anbau für die Mittagsbetreuung

Grundschule bekommt „Zuwachs“ – Konzept für Hallensanierung steht


Die Schulturnhalle und die darunter liegenden Räume, die derzeit noch von der Feuerwehr genutzt werden, müssen dringend saniert werden. In seiner Sitzung beauftragte der Estenfelder Gemeinderat das Büro „Bluebox Architekten“ (Würzburg) einstimmig (15:0) damit, die Kosten für das Projekt zu ermitteln. Zuvor hatte Architekt Andreas Hanisch den Planungsentwurf vorgestellt.

An der Größe der Turnhalle, der Bühne und des Geräteraums wird sich nichts Gravierendes verändern – wohl aber an ihrem Zustand, denn die über 40-jährige Nutzung hat überall ihre Spuren hinterlassen. Der Umkleidebereich wird neu gegliedert: Künftig werden Mädchen- und Jungen-Umkleide jeweils einen eigenen Waschraum haben. Auch ein Behinderten-WC ist vorgesehen.

Zwischen der Turnhalle und dem rechten Flügel der Grundschule wird zum Pausenhof hin ein neuer Anbau entstehen. Er ist für die Mittagsbetreuung vorgesehen, die von immer mehr Schülern in Anspruch genommen wird. In dem etwa 100 Quadratmeter großen Anbau können die Kinder ihre Hausaufgaben machen, aber auch essen. Die Gerichte werden von einem Caterer angeliefert, genau wie das Geschirr – deshalb fällt die angegliederte Küche eher kleiner aus.

Der Flur, der die Turnhalle und das Grundschulgebäude miteinander verbindet, wird verbreitert. Ein Eckraum der Grundschule, in dem Besprechungen stattfinden, muss weichen. Dies fällt allerdings nicht weiter ins Gewicht, da durch den Umbau für Ersatz gesorgt wird. Sowohl vor dem Halleneingang als auch an der vorgelagerten Terrasse des Anbaus wird eine Rampe gebaut. Damit ist Barrierefreiheit garantiert.

Im bald ehemaligen Feuerwehrhaus wird ebenfalls einiges erneuert. Das Raumprogramm wurde von den Maltesern erarbeitet, die nach der Sanierung dort „residieren“ werden. Um die Nachnutzung hatten sich mehrere Vereine beworben, der Gemeinderat hat letztlich den Maltesern den Zuschlag erteilt.

Die Kegelbahn, die sich im hinteren Teil des Erdgeschosses befindet, wird im Zuge der Umbauarbeiten aufgelöst. Wer also noch einmal in Estenfeld „alle Neune“ schieben möchte, der hat dazu nicht mehr allzu lange Gelegenheit.

13.06.2017


Hochbetten für die Krippenkinder

Fünfte Krippengruppe wird im Kindergarten St. Elisabeth eingerichtet


Es ist eine erfreuliche Entwicklung: In Estenfeld gibt es immer mehr kleine Kinder. Bemerkbar macht sich dies natürlich auch in der Kinderkrippe und in den beiden Kindergärten. In der Kinderkrippe „Farbenklecks“ gibt es derzeit vier Gruppen – doch wegen des steten Zuwachses kommt bald eine fünfte hinzu. Sie soll im gegenüberliegenden Kindergarten St. Elisabeth eingerichtet werden.

Die aktuelle Betriebserlaubnis für die Kinderkrippe gilt für 48 Krippenplätze (plus zwölf Überbelegungsplätze). Doch schon für das nächste Krippenjahr 2017/18 sind bereits durchschnittlich 56 Kinder angemeldet, in Spitzenzeiten sind es sogar 59. Weitere Anfragen liegen vor. Deshalb wird der Kindergartenverein beim Landratsamt eine Betriebserlaubnis für 60 Kinder (plus Überbelegungsplätze) beantragen.

In die neue, fünfte Krippengruppe im Kindergarten St. Elisabeth sollen nur solche Kinder kommen, die vor der mittäglichen Schlafenszeit abgeholt werden. Das bedeutet, dass in den vier Gruppen in der Kinderkrippe praktisch nur noch Kinder sind, die einen Schlafplatz brauchen. Bei Gruppenstärken von zwölf bis 14 Kindern sind die Schlafräume definitiv zu klein. Außerdem verlangen die Brandschutzvorschriften, dass zwischen den ganzen Bettchen auch noch genug Platz für Fluchtwege ist. Abhilfe schaffen können nur Hochbetten.

Die Möblierung der fünften Gruppe und die Hochbetten kosten insgesamt rund 23 500 Euro. Weil das für den Kindergartenverein viel Geld ist, hat er die Gemeinde um einen Zuschuss gebeten. In seiner Sitzung beschloss der Gemeinderat mit 14:1 Stimmen, die Investition mit 15 000 Euro zu unterstützen.

13.06.2017


Eschentriebsterben: Bäumen droht die Fällung


Das Eschentriebsterben hat Estenfeld erreicht. Forstwirt Klaus Wolz, seit über 30 Jahren in Diensten der Gemeinde tätig, berichtete in der Gemeinderatssitzung, wie sich die Lage aktuell darstellt. Betroffen sind nach seiner Einschätzung rund 50 Bäume – doch diese Zahl könnte schnell zunehmen. Im Vergleich zum Vorjahr seien es jedenfalls deutlich mehr geworden, sagte Wolz. Bei Eschen, die nicht so stark geschädigt sind, genügt es nach Wolz' Angaben, einzelne dürre Äste herauszuschneiden. Ist der Befall dagegen massiv, müsse ein Baum gefällt werden. In so einem Fall werde die Untere Naturschutzbehörde informiert. Handeln müsse die Gemeinde insbesondere dann, wenn sich die Eschen direkt an Wegen oder auf Spielplätzen befinden, sagte Wolz. Denn: „Wenn ein Ast herunterfällt und jemanden verletzt, muss die Gemeinde haften.“

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13.06.2017


Holztor der Kartause sieht bald wieder besser aus


Hinter der Gemeinde liegt eine wahre Flut an Terminen, damit bei der bevorstehenden Sanierung des Holztors der Kartause sowie der Pforte alles korrekt abläuft. Vor allem die Denkmalschützer hatten ein waches Auge auf die Pläne. Als das Sanierungskonzept endlich stand, wurden sechs Firmen angeschrieben und um ein Angebot gebeten. Vier reagierten auf die Anfrage, die günstigte hat jetzt den Zuschlag erhalten: Es ist die Schreinerei Peter Fürst (Ochsenfurt), die der Gemeinde vom Bischöflichen Ordinariat empfohlen worden war. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat einstimmig (15:0) beschlossen, das Angebot in Höhe von rund 11 300 Euro anzunehmen. Erfreulich ist, dass der Bezirk Unterfranken einen 20-prozentigen Zuschuss beisteuert. Die verbleibenden Kosten werden von der örtlichen CSU übernommen, die auch den Antrag zur Sanierung gestellt hatte.

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13.06.2017


Feuerwehrhaus wird am 7. Oktober eingeweiht


Gleich drei Aufträge zur weiteren Ausstattung des neuen Feuerwehrhauses hat der Estenfelder Gemeinderat in seiner Sitzung vergeben. Die Firma Riedel (Willanzheim) wird für rund 9800 Euro insgesamt 60 Spinde und zehn Umkleidebänke liefern. Von der Firma Dräger (Lübeck) kommt für etwa 15 500 Euro das Equipment für die Atemschutzwerkstatt. Die Schlosserarbeiten – dazu zählt vor allem die Errichtung von Geländern – erledigt für gut 23 000 Euro die Metallbaufirma Metz (Würzburg). Alle Beschlüsse fielen einstimmig (15:0). Bei dieser Gelegenheit gab Bürgermeisterin Rosi Schraud auch den Termin für die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses bekannt: Es ist der 7. Oktober, ein Samstag.

13.06.2017


LED-Beleuchtung für Hallenbühne


Die Bühne in der Mehrzweckhalle an der „Weißen Mühle“ bekommt eine neue Beleuchtung. In seiner Sitzung hat der Estenfelder Gemeinderat das Angebot der Firma Paul Müller (Eisingen) in Höhe von rund 57 000 Euro einstimmig (15:0) angenommen. Der Austausch ist nötig, weil die bestehenden Leuchtkörper für die moderne, energiesparende LED-Technik nicht ausgelegt sind. Für die Maßnahme waren zwei Ausschreibungen nötig: Beim ersten Mal hatte sich keine einzige Firma gemeldet, erst im zweiten Anlauf gingen bei der Gemeinde zwei Angebote ein.

13.06.2017


Kein Sonnenkraftwerk auf dem Bauhof-Dach


Aus dem Projekt, das Dach des Estenfelder Bauhofs als Sonnenkraftwerk zu nutzen, wird nun doch nichts. In der Gemeinderatssitzung gab Bürgermeisterin Rosi Schraud bekannt, dass die Statik des Gebäudes für den Aufbau der Anlage leider nicht geeignet sei. Dies habe eine Prüfung durch die Bürgerenergie ergeben. Der Verein Sonneninitiative e.V. hatte seine Idee im März in Estenfeld vorgestellt. Hätte es mit dem Vorhaben geklappt, dann hätte der erzeugte Strom dem Betrieb des Bauhofs dienen können, vor allem aber wäre er ins Netz eingespeist und verkauft worden. Bürger hätten Anteile an der Anlage erwerben können.

Letzte Änderung: 07.07.2017 17:17 Uhr