JANUAR 2017

Neujahrsempfang

08.01.2017


Engagiert, erfolgreich, Estenfelder

Neujahrsempfang: Gemeinde ehrte Bürger für besondere Leistungen


Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viele Menschen in Estenfeld leben, die im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Persönlichkeiten sind. Den Beweis dafür lieferte der Neujahrsempfang in der Mehrzweckhalle „Weiße Mühle“. Dabei zeichnete die Gemeinde Bürgerinnen und Bürger aus, die Bemerkenswertes geleistet haben — sei es in der Kommunalpolitik, im Sport oder im gesellschaftlichen Bereich. Die Ehrungen nahmen Bürgermeisterin Rosi Schraud sowie ihre Stellvertreter Joachim Sadler und Gerhard Knorz vor. Für die musikalische Gestaltung sorgten die Mühlhäuser Musikanten.


Zu den Geehrten gehörten diesmal:


Bereich Beruf / Wettbewerb:

Lothar Schmitt

Die bayerische Staatsregierung hat beschlossen, ihn mit Wirkung vom 16. Februar 2017 zum Generalstaatsanwalt in Nürnberg zu ernennen. Justizminister Winfried Bausback wird ihm am 27. Januar die Urkunde überreichen. Als gebürtiger Bamberger war Schmitt zunächst von Januar 1987 bis Juni 1992 als Richter und Staatsanwalt bei den Justizbehörden in Aschaffenburg tätig. Im Juli 1992 wurde er an das Landgericht Würzburg versetzt. Im August 1999 wechselte Schmitt als Gruppenleiter und stellvertretender Abteilungsleiter in die Wirtschaftsstrafabteilung der Staatsanwaltschaft Würzburg, wo er mehrere Großverfahren führte. Im Januar 2004 wurde Schmitt zum Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ernannt. Sein weiterer Berufsweg führte ihn im Juni 2008 als Vizepräsident des Landgerichts zurück nach Würzburg. Ab August 2012 stand er als Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vor, bis er mit Wirkung vom 1. Dezember 2014 zum Vizepräsidenten des Oberlandesgerichts Bamberg ernannt wurde.


Sandro Walz

Von September 2012 bis Februar 2016 hat er bei der Firma Brose in Würzburg seine Ausbildung zum Mechatroniker absolviert. Währenddessen tat er sich mit sehr guten Ergebnissen hervor, sodass er an einem sechswöchigen Auslandspraktikum in Tschechien teilnehmen durfte. Schließlich beendete er bei der IHK-Prüfung seine Ausbildung als Bester. Mit seiner Leistung ist Walz ein Vorbild für seine Generation.


Franz-Josef Page

Beim internationalen Friedensflug in Verdun/Frankreich waren drei Estenfelder Tauben dabei. Sie gehörten Franz-Josef Page, der als einziger deutscher Brieftaubenzüchter am Jubiläumsflug teilgenommen und damit alle deutschen Kollegen vertreten hat. Dieser Flug an jenem Ort, dem Sinnbild für die Sinnlosigkeit eines Krieges, war gleichzeitig auch ein Zeichen der Völkerverständigung.


Bereich Sport:

Tennisclub „Weiße Mühle“ Estenfeld, Damen 50

Zum Team gehörten Eva Otte (Mannschaftsführerin), Dr. Christine Krichenbauer, Heidi Schliemann, Nahid Carls, Sabine Ross, Ingrid Kümmert, Hildegart Hirt, Martina Saugel-Konrad und Inge Göb. Die Mannschaft sicherte sich die Meisterschaft in der Bezirksliga und den Aufstieg in die Landesliga — ein bislang einmaliges Ereignis seit Gründung des TC Estenfeld.


TSG-Handballabteilung, weibliche C-Jugend

Die Mannschaft besteht aus Silja Staudt, Marie Gehring, Josefine Lößl, Leonie Scheiner, Eva Michel, Eva Spall, Rebekka Müßig, Marielena Münch, Emilia Reinel, Agnes Volk, Jessica Weberbauer und Hannah Wirth. Trainerinnen sind Isa Frühauf und Lilith Reichert. Mit 21:3 Punkten und nur einer einzigen Niederlage in zwölf Spielen sicherten sich die Mädchen den ersten Platz und damit die Meisterschaft in der Bezirksliga Nord (Jugend).


TSG-Fußballabteilung, A-Jugend

Eine tolle Saison legte die Mannschaft hin, die von Sven Burkard, Mathias Müller und Michael Straus trainiert wird. In der Gruppe Würzburg wurde sie Meister. Das Team: Adrian Manger, Jan Spiegel, Laurin Weberbauer, Joshua Weberbauer, Ferdinand Pietschmann, Marcel Glöggler, Fabian Hehn, Patrick Kuchenmeister, Niclas Walz, Nico Heiler, Robin Raab, Patrick Müller, Julian Wolz, Sebastian Reisinger, Lukas Streit, Marcel Straus, Timo Staudt und Jacob Pietschmann.


TSG-Fußballabteilung, D-Jugend

Dank Teamgeist und Spielfreude gewannen die Jungs den Meistertitel in der Gruppe Würzburg/Kitzingen. Gecoacht werden sie von Dirk Paul, Fred Kohlenberger und Günter Schraud. Die Mannschaft besteht aus: Diyar Dönmez, Nico Schleichert, Marcel Kleinhenz, Steffen Riegler, Florian Ziegler, Linus Reitzenstein, Robin Christ, Tom Weberbauer, Matilda Breunig, Mosen Nawozi, Jannes Weitzmann, Dominik Pfab, Noah Fleischhacker, Justus Schraud, Christoph Stahl, Simon Dettmar, Kai Kohlenberger, Tristan Petry, Felix Keller, Tobias Schmitt und Philipp Ade.


Nelly Oswald

Bei der Unterfränkischen Leichtathletik-Meisterschaft wurde sie im 800-m-Lauf Erste in der Jugend. Ihre tolle Zeit: 2:45,91 Minuten. Außerdem erreichte sie acht weitere erste Plätze und zwei zweite Plätze.


Viola und Philipp Schenk

Beide rudern seit 2012 leistungsorientiert im Akademischen Ruderclub Würzburg. Dazu sind sie bei fast täglichem Training, separaten Trainingslagern und diversen mehrtägigen Regatten über das Wochenende bundesweit unterwegs. Ihre bislang größten Erfolge: Viola Schenk — Bayerische Meisterin im Doppelvierer mit Steuerfrau der B-Junioren (Renngemeinschaft München/Würzburg); Philipp Schenk — 3. Platz bei „Jugend trainiert für Olympia“ (Wettkampfbereich der bayerischen Schulen), Schwerer Doppelvierer mit Steuermann, und 6. Platz bei der Deutschen Rudermeisterschaft, Leichter Doppelvierer mit Steuermann der B-Junioren (Renngemeinschaft Nürnberg/München/Würzburg).


Sascha Auer

Der Estenfelder belegte beim 24-Stunden-Schwimmen in Gerbrunn den ersten Platz mit der schier unglaublichen Leistung von 70 Kilometern.


Werner Deppner

Der Gewichtheber, der für den Athletik-Sportverein 1981 Würzburg an den Start geht, sicherte sich 25 Jahre nach seinem ersten Weltmeistertitel zum zweiten Mal den Sieg bei der Masters-WM. Bei den Titelkämpfen in Heinsheim siegte er in seiner Alters- und Gewichtsklasse. Im Reißen schaffte er 47 Kilogramm, im Stoßen bewältigte er die Last von 64 Kilogramm. Das brachte dem fünffachen Masters-Europameister und 17-fachen deutschen Meister den Sieg.


Ute Deckert

Die TSG-Trainerin wurde vom Bayerischen Handballverband mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet — nicht nur für ihren sportlichen Einsatz und die Erfolge, sondern auch für ihr großes und dauerhaftes Engagement über das Spielfeld hinaus. Dass der weibliche Handball in Estenfeld da steht, wo er ist, das ist auch Deckerts Verdienst.


Laurin Breunig

Er qualifizierte sich für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Skateboarden, die im Europapark Rust stattfanden. Dort kam er bis ins Finale der besten 20 — was umso bemerkenswerter ist, da er als 15-Jähriger bei den Erwachsenen startet.


Blutspenden:

Für 25-maliges Blutspenden wurden vom Bayerischen Roten Kreuz Monika Full, Florian Meister und Thomas Schmitt geehrt. 50-mal gespendet haben Iris Fischer, Beate Weberbauer, Manfred Krieger, Jochen Walker, Stefan Stahl und Bernd Förster.


Ehrenamtliche in Vereinen:

Willi Schuhmann

Bei der Ortsverschönerung hat er sich in Estenfeld eingebracht wie nur wenige andere. Seit 43 Jahren ist er Mitglied beim Obst- und Gartenbauverein. Mitgewirkt hat er unter anderem bei den Frühjahrs- und Herbst-Bepflanzungen vor dem Rathaus, am Kreuzschlepper und am Pflanzentrog vor dem Friedhof. Er kümmerte sich um die Osterkrone und die Hochbeete im Seniorenheim. Auch bei der Gestaltung der Grünfläche am Trafohäuschen am Kreisel an der Weißen Mühle sowie beim Anlegen des Bauerngartens in der Kartause half er mit.


Günter Bausewein

Bereits 1969 wurde er zum Kassier des Kindergarten- und Krankenpflegevereins gewählt. Dieses verantwortungsvolle Ehrenamt übte er seitdem in herausragender Weise aus. Besonders die finanzielle Abwicklung der Um- und Erweiterungsbauten der Kindergärten forderte seinen ganzen Einsatz. Als sich vor über zwei Jahren der Vereinsvorstand neu aufstellte, war Bausewein bereit, sein Amt eine weitere Wahlperiode auszuüben, um die jungen und neuen Vorstände zu unterstützen und einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.


Vereinsjubiläen:

125 Jahre KAB Estenfeld

Für eine Gesellschaft ist es wichtig, Institutionen zu haben, die sich für Benachteiligte einsetzen. Das tut die KAB Estenfeld seit nunmehr 125 Jahren. Nach wie vor ist es ein Anliegen der KAB, die Rechte der Arbeitnehmer zu stärken und sie bringt sich darüber hinaus in vielfältiger Weise in das Estenfelder Gemeindeleben ein. Die Auszeichnung nahmen die beiden Vorstände Gudrun Bayer und Herbert Röser entgegen.


70 Jahre CSU-Ortsverband Estenfeld

Der CSU-Ortsverband Estenfeld gehört zu einem der ältesten Ortsverbände in Bayern. In einer Zeit, als das Land in Schutt und Asche lag, fassten mutige Männer den Entschluss, den Ortsverband zu gründen, zur Stärkung von Frieden, Freiheit und Demokratie. Bei der Jubiläumsfeier kam als Festredner kein Geringerer als Innenminister Joachim Herrmann nach Estenfeld. Seit seiner Gründung hat sich der CSU-Ortsverband erfolgreich in die Gemeindepolitik eingebracht und sich große Verdienste um Estenfeld erworben. Zur Übergabe der Auszeichnung war Altbürgermeister und Ortsvorsitzender Michael Weber nach vorne gekommen.


33 Jahre Estenfelder Karnevalsgesellschaft (EKG)

Wie es bei Faschingsvereinen üblich ist, werden die Schnapszahlen gefeiert. So konnte die EKG 2016 ihr 33-jähriges Bestehen feiern. Mit ihren Veranstaltungen bringt sich die EKG seit ihrer Gründung vielseitig in das Gemeindeleben ein und bereichert es ungemein. Die Narren bringen den Menschen Freude und lassen sie den Alltag auch einmal vergessen. Sie verstehen es, den Menschen gekonnt den Spiegel vorzuhalten und auch einmal herzlich über sich selbst zu lachen. Die Auszeichnung der Gemeinde wurde an den Gesellschaftspräsidenten Udo Münch übergeben.

08.01.2017


Gute Zukunftschancen für Estenfeld

Bürgermeisterin Schraud blickt zuversichtlich nach vorn


Zu einer „optimistischen Haltung“ hat Bürgermeisterin Rosi Schraud die Estenfelder beim Neujahrsempfang aufgerufen. Die finanzielle Ausstattung der Gemeinden sei so gut wie lange nicht mehr. Das biete die Chance, die Zukunft in der Region noch lebenswerter zu gestalten.

In Estenfeld seien mehrere Projekte bereits in Angriff genommen worden. Das prominenteste Beispiel: das neue Feuerwehrgerätehaus. „Wir liegen mit dem Baufortschritt gut in der Zeit und für Sommer ist der Umzug geplant“, kündigte Schraud an. Auch von privater Seite wird in Estenfeld eifrig gebaut: Im Baugebiet „Triebweg III“ sind alle Bauplätze verkauft, in Mühlhausen sind am „Kies IV“ nur noch zwei verfügbar. Um weiteren Wohnraum zu schaffen, wird nach den Worten Schrauds bald ein weiteres Baugebiet am Westring in Estenfeld entstehen.

Voran geht es ebenfalls mit dem Breitbandausbau, der bis Ende April in den Fördergebieten fertiggestellt sein soll. Das Gesamtkonzept zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) steht — Schraud bezeichnete dies als eine „zukunftsweisende Basis für unsere Gemeinde“. Für einzelne Vorhaben seien bereits Förderanträge gestellt worden.

Die Bürgermeisterin nutzte den Neujahrsempfang aber auch, um Danke zu sagen. Gemeint waren damit zum Beispiel die Gemeinderäte. Deren Engagement, das sie neben Beruf und Familie für Estenfeld erbringen, könne gar nicht hoch genug gewürdigt werden. „Nur so können die kommunale Selbstverwaltung, die Weiterentwicklung unserer Gemeinde und die Demokratie in unserem Land gesichert werden“, sagte Schraud.

Nicht weniger dankbar war die Bürgermeisterin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus, die die Aufgaben von drei Gemeinden (Estenfeld, Eisenheim und Prosselsheim) zu erledigen haben. Sie hätten Außergewöhnliches geleistet in einer Zeit, in der der Verwaltung immer mehr zusätzliche Aufgaben aufgebürdet würden. Die Situation sei durch einen Personalengpass erschwert worden. Dies führte laut Schraud teilweise dazu, „dass manche Kollegen über Monate hinweg für zwei arbeiten mussten“. Dennoch sei es gelungen, die Aufgaben so gut wie möglich zu meistern. Schraud bat die Bürger um Verständnis, wenn manches nicht sofort erledigt werden könne.

Zu guter Letzt dankte die Bürgermeisterin den vielen Menschen in Estenfeld, die anderen geholfen und sich für ein friedliches Zusammenleben eingesetzt haben. Dazu gehörten auch die Spender und Ehrenamtlichen, die dazu beitragen, dass in Estenfeld und Mühlhausen manches getan werden könne, wozu die öffentliche Hand allein nicht in der Lage wäre.

Westumgehung

10.01.2017


Fahrzeuge auf der Würzburger Straße haben bald wieder Vorfahrt

Gemeinde kehrt nach dem Ablauf der Probephase zur alten Regelung zurück


An der Kreuzung Westumgehung/Würzburger Straße gilt bald wieder die „alte“ Vorfahrtsregelung. Das bedeutet: Bevorrechtigt sind dann – so wie früher – die Fahrzeuge auf der Würzburger Straße, die auf der Westumgehung müssen an der Einmündung warten. Nach Ablauf der Testphase hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung darüber zu entscheiden, ob sich die abknickende Vorfahrt am Ortseingang bewährt hat. Die Mehrheit der Räte war dagegen, die derzeit geltende Regelung beizubehalten. Der Beschluss fiel mit 12:5 Stimmen.

Damit folgte die überwiegende Zahl der Gemeinderäte einer Empfehlung der Polizei. Zweiter Bürgermeister Joachim Sadler, selbst Polizeibeamter, erklärte kurz, warum seine Kollegen der Gemeinde geraten haben, den „Ursprungszustand“ an der Kreuzung wiederherzustellen. Seit Einführung der abknickenden Vorfahrt habe es mehrere Unfälle gegeben, bei denen auch Menschen verletzt wurden. Nach Einschätzung der Polizei ist die Ursache dafür eindeutig auf die geänderte Verkehrsführung zurückzuführen. Noch sei die Kreuzung zwar kein polizeilich anerkannter Unfallschwerpunkt, aber sie sei „auf dem besten Weg dahin“.

Die Rückkehr zur früheren Vorfahrtsregelung ist für die Polizei nicht die einzige Möglichkeit, wie an der Kreuzung wieder mehr Sicherheit hergestellt werden könnte. Ein Kreisel würde die Gefahrenstelle ebenfalls entschärfen. Im Gesamtkonzept zur Verkehrsberuhigung der Würzburger Straße, das vom Stadtplaner Thomas Wirth vom Büro arc.grün (Kitzingen) erarbeitet wird, ist ein solcher Kreisel als Option bereits enthalten. Ob er aber tatsächlich gebaut wird und wie groß er dann ausfällt, darüber ist noch keine Entscheidung gefallen (siehe separaten Bericht).

Die Gemeinderäte, die gegen die neuerliche Änderung der Vorfahrt gestimmt haben, umtreibt nun vor allem eine Sorge: Sie fürchten, dass es an der Kreuzung jetzt noch häufiger kracht. Denn inzwischen hätten sich die Autofahrer daran gewöhnt, dass die Fahrzeuge auf der Westumgehung Vorrang haben. Wenn man das nun wieder umkehre, stifte man erst richtig Verwirrung.

Die Kritiker müssen sich jedoch fügen: Nach dem Mehrheitsbeschluss wird der Bauhof die abknickende Vorfahrt „rückbauen“, wie es im offiziellen Beschluss heißt. Die Fahrbahn wird im Kreuzungsbereich neu markiert. Die Hinweisschilder und Blinklichter werden vorläufig entfernt. Erst wenn die „alte“ Regelung wieder gilt, kommen sie erneut zum Einsatz. Dann wird die Änderung besser wahrgenommen.

10.01.2017


Ein Kreisel zur Westumgehung?

Würzburger Straße: Planer soll Fördermöglichkeiten und Genehmigungsverfahren

für Verkehrsberuhigung ausloten


Eines ist klar: Zur Entlastung der Würzburger Straße wird es an der Kreuzung zur Westumgehung bauliche Veränderungen geben. Ob das in Form eines Kreisels geschieht, wie ihn die CSU-Fraktion im Gemeinderat seit Längerem fordert, ist noch nicht entschieden. Wenn Stadtplaner Thomas Wirth gemeinsam mit Bürgermeisterin Rosi Schraud Ende Januar ein Gespräch mit der Regierung führt, um Fördermöglichkeiten und die Art des Genehmigungsverfahrens für das Gesamtkonzept auszuloten, wird er den Kreisel aber als eine Option auf den Tisch legen.

Mit ihrem Beschluss, der in der Sitzung mit 16:1 Stimmen fiel, haben sich die Gemeinderäte alle Gestaltungsmöglichkeiten für die kritische Stelle am Ortseingang offengehalten. Das ist auch wichtig, denn noch sind viele Fragen unbeantwortet. Eine der entscheidenden ist die, was ein Kreisel überhaupt kosten würde. Stadtplaner Wirth nannte zwar eine Summe von 250 000 bis 300 000 Euro – doch die bezieht sich auf einen Kreisel in den Dimensionen, wie sie von den Genehmigungsbehörden üblicherweise gefordert werden. Die Gemeinde will jedoch, dass ein möglicher Kreisel nicht größer gebaut wird als unbedingt nötig.

Wie weit Wunsch und Wirklichkeit im Falle Estenfelds voneinander entfernt liegen, vermag Stadtplaner Wirth derzeit nicht zu sagen. Seine Erfahrung ist, dass es nicht leicht ist, mit den Fördergebern zu verhandeln. Denn sie verlangen, dass nach bestimmten Vorgaben gebaut wird. Wirth versprach der Gemeinde aber, sein Möglichstes zu tun, um den Kreisel kleiner zu bekommen: „Ich werde für Ihr Anliegen kämpfen.“

Die gesamten Planungen Wirths zur Beruhigung der Würzburger Straße reichen von der Kreuzung an der Westumgehung bis zum Kreisel in Richtung Kürnach. Sie umfassen drei Abschnitte – der erste, über den in der Gemeinderatssitzung vorrangig diskutiert wurde, geht bis zur Einmündung an der Konrad-Adenauer-Straße. Derzeit sind an der Kreuzung Westumgehung/Würzburger Straße zwei Gestaltungsvarianten denkbar: ein Kreisel und als Alternative eine abknickende Vorfahrt, bei der die Fahrzeuge auf der Westumgehung Vorrang hätten. Diese Regelung kennen die Autofahrer bereits von der etwa einjährigen Testphase – für eine genehmigungsfähige Planung sind aber deutlich größere Umbauten vorgesehen und nicht nur eine geänderte Fahrbahnmarkierung. Ein Stück der erst neu gebauten Ortsrandstraße müsste hierbei wieder entfernt werden. Eine Umgestaltung der Kreuzung würde nach Schätzungen von Wirth in etwa so viel kosten wie ein Kreisel. Wenn die Wilhelm-Hoegner-Straße zur Würzburger Straße hin geöffnet wird, soll es dort eine „normale“ Anbindung geben. An der Konrad-Adenauer-Straße ist dann ein „Mini-Kreisel“ angedacht, der die Verkehrsführung an dieser Stelle sehr erleichtert und zügig durchfahren werden kann.

In das Gesamtkonzept wird auch ein gemeinsamer Rad- und Fußgängerweg aufgenommen. Die Mehrheit der Gemeinderäte favorisiert zwischen Westumgehung und Konrad-Adenauer-Straße die „südliche Variante“ – der Weg würde dann auf der Seite bleiben, auf der er sich heute schon befindet.

Bevor abgestimmt wurde, war SPD-Fraktionssprecher Günther Grimm noch ein Hinweis wichtig: „Wir stimmen jetzt mit. Aber wir behalten uns vor, später wieder auszusteigen. Denn wir bauen keinen Kreisel um jeden Preis.“

10.01.2017


Neue Attraktion für Freizeit-Kicker

Fußball-Kleinspielfeld am Sportgelände am Triebweg geplant


Auf dem Sportgelände am Triebweg soll ein Fußball-Kleinspielfeld errichtet werden. Den Beschluss hatte der Gemeinderat bereits im nichtöffentlichen Teil der Sitzung im Dezember gefasst. Nun stimmte das Gremium auch dem vorliegenden Leistungsverzeichnis und der Kostenschätzung von rund 84 000 Euro brutto zu (15:2). Bleibt es bei dieser Summe, kann der Auftrag ohne einen weiteren Ratsbeschluss vergeben werden. Wird das Feld teurer, wird der Gemeinderat noch einmal diskutieren, ob er die Anschaffung wirklich genehmigt.

Derzeit spricht jedoch vieles dafür, dass das Feld kommen wird. Es soll neben den beiden Beachvolleyball-Feldern entstehen. Der Gemeinde wurde von privater Seite eine großzügige Spende in Höhe von 12 000 Euro überwiesen – das hat dem Gemeinderat seine Entscheidung zum Kauf natürlich erleichtert. Das Feld wird zusammen mit den Gemeinden Rottendorf und Kürnach geordert, die ihren Kindern und Jugendlichen ebenfalls eine neue Attraktion bieten wollen. Durch die „Sammelbestellung“ wird es etwas günstiger.

Von der Bande, die das gesamte Feld umgibt, ist laut Hersteller kein übermäßiger Krach zu erwarten. Sie bestehe „aus lärmabsorbierendem Material“. Johannes Pietschmann machte sich dafür stark, dass das Feld zusätzlich mit einem Netz überspannt wird. So könne verhindert werden, dass der Ball ständig hinausfliegt und geholt werden muss. Das sei nicht nur lästig, sondern auch schlecht für das Feld. Denn wenn der Erdboden matschig ist, tragen die Spieler den Dreck beim Ballholen von draußen hinein auf den Kunstrasen – „dann ist das Feld in ein paar Jahren kaputt“, sagte Pietschmann.

10.01.2017


Verkehrsüberwachung: Höhere Pauschale bei Verfahren


Wenn die Verwaltungsgemeinschaft Bergtheim ein Verfahren gegen einen Verkehrssünder eröffnet, wird das in Zukunft teurer. Die einmalige Pauschale beträgt nun 4,51 Euro – das sind 0,73 Euro mehr als in der Zweckvereinbarung ursprünglich festgelegt wurde. Gründe für die Erhöhung der Pauschale sind die gestiegenen Personalkosten (+ 14 Prozent) und das höhere Porto beim Briefversand. Die Gemeinde Estenfeld hatte ein Mitspracherecht bei der Entscheidung. Denn sie lässt die Verwaltungsaufgaben bei ihrer Verkehrsüberwachung von Bergtheim aus erledigen. Die Verwaltungsgemeinschaft Bergtheim hat dort die Dienststelle „Verkehrsüberwachung Pleichach“ eingerichtet, der die Gemeinden Bergtheim, Unterpleichfeld und Estenfeld angegliedert sind. Der Estenfelder Gemeinderat genehmigte die höhere Pauschale in seiner Sitzung mit 15:2 Stimmen.

10.01.2017


Wegweiser für Kunden von Porsche und Haas


Die Firmen Porsche und Haas, die im Estenfelder Gewerbegebiet angesiedelt sind, haben ein Problem: Immer wieder kommt es vor, dass Kunden die Einfahrten zu den Grundstücken nicht finden. Daher hatten die Firmen die Gemeinde gebeten, direkt an der Kreuzung ein gemeinsames Hinweisschild aufstellen zu dürfen, das von beiden Seiten lesbar ist. Der Gemeinderat genehmigte dies in seiner Sitzung mehrheitlich (16:1). Das Schild müsse jedoch ausgetauscht werden, wenn es im Gewerbegebiet eine einheitliche Beschilderung gibt.

Sinnespfad

11.01.2017


Grundschule fertigt Sinnespfad

Senioren freuen sich über Geschenk vom Freundeskreis


Große Kisten, gefüllt mit Tennisbällen, Sand, Kastanien oder anderen handgemachten Dingen, sind im Veranstaltungssaal des Seniorenzentrums Estenfeld zu finden. Die Senioren schauen interessiert, was es dort zu entdecken, zu tasten und zu fühlen gibt. Margot Krieger, Vorsitzende des Freundeskreises, löst das Geheimnis auf: „Das ist der neue Sinnespfad, der gemeinsam mit der Grundschule Estenfeld für Sie gefertigt wurde.“

Die Idee ist so simpel wie kreativ: Die frühere Sekretärin der Grundschule ging auf die stellvertretende Schulleiterin Jutta Spatz zu. Im Fach „Werken und Textiles Gestalten“ brannten die Kinder dann gemeinsam Ton oder bastelten kleine Bälle aus Fäden. Die Boxen dazu zahlte der Freundeskreis.

Geschäftsführer Matthias Rüth und Pflegedienstleiterin Andrea Wolf sind begeistert von der Idee. Beide freuen sich, dass sich die Schüler nun die Zeit nehmen, den Sinnespfad persönlich zu übergeben.

Aber nicht nur das - auch Lieder haben sie mitgebracht, die sie mit Elan den Bewohnern des Seniorenzentrums vortragen. Die kennen einige davon und klatschen den Takt mit.

Als kleines Dankeschön spielt Grazyna Burnecki einige Stücke auf der neuen Veeh-Harfe vor. Diese wurde auch vom Freundeskreis finanziert. Die Kinder und Senioren lauschen gespannt, welche zarten Töne dieses besondere Musikinstrument von sich gibt.

Sogar Bürgermeisterin Rosi Schraud hat es sich nicht nehmen lassen, an dem Vormittag vorbeizusehen. Denn selten bringt ein Projekt so schön Jung und Alt zusammen.


Foto: Katharina Mann

Letzte Änderung: 02.03.2017 17:35 Uhr