FEBRUAR 2017

Leuchte Rathaus

14.02.2017


Neue Straßenlampen

sparen Strom und Geld

Gemeinde lässt mehr als 600 Leuchten gegen moderne LEDs austauschen


Die Gemeinde rüstet um: In Estenfeld und Mühlhausen werden insgesamt 607 Straßenlampen erneuert. Die alten Leuchten, die viel Strom verbrauchen, werden durch moderne, effizientere LEDs ersetzt. Das ist gut für die Umwelt — und für die Finanzen der Kommune. Denn durch die neue Beleuchtung werden jährlich 173 474 Kilowattstunden (kWh) an Energie eingespart - und damit viel Geld. Da überrascht es nicht, dass der Gemeinderat die Umstellung in seiner Sitzung einstimmig (16:0) beschlossen hat. Den Auftrag erhielt die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV). Die Ausgaben sind im Haushalt 2017 berücksichtigt. Nach achteinhalb Jahren hat sich die Investition amortisiert — ab dann macht sie sich für die Gemeinde so richtig bezahlt. Bei den 86 Laternenmasten, die aus Stahl oder Aluminium bestehen, hält es die WVV für geboten, die Standsicherheit zu überprüfen. Für 3098,86 Euro könnte das Unternehmen diese Kontrolle selbst durchführen. Der Gemeinderat war sich einig, dass dies sinnvoll sei und nahm das Angebot an (16:0).

14.02.2017


Kartause: Büro führt Machbarkeitsstudie durch


Manch großes Ziel ist am ehesten mit kleinen Schritten zu erreichen — so ist das auch bei der Estenfelder Kartause. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat einstimmig (16:0) eine Machbarkeitsstudie und die dazu nötigen Voruntersuchungen in Auftrag gegeben. Dafür hat er im Haushalt 2017 ein Budget in Höhe von 60 000 Euro brutto bereitgestellt. Mit der Aufgabe betraut wurde die Firma conceptM GmbH aus Hutthurm bei Passau — ein Beratungsbüro für Problemlösungen in der Baudenkmalpflege, das von dem aus Estenfeld stammenden Dr. Michael Hauck geleitet wird. Hauck hat sich als Dombaumeister von Köln bundesweit einen Namen gemacht.

Worum die Gemeinde nach den Worten Haucks nicht herumkommt, ist ein „verformungsgerechtes Bauaufmaß“. Dieses wird unter anderem durch einen 3D-Laser-Scan durchgeführt und zeigt dann in Grundriss und Schnitt alle Deformationen, die die Kartause in der Vergangenheit erfahren hat. Erst mit Hilfe eines solchen Plans lassen sich Veränderungen der Grundrisse nachvollziehen, Probleme erkennen und geeignete Instandsetzungsmaßnahmen entwickeln. Der Gemeinderat beauftragte Hauck damit, ein entsprechendes Leistungsverzeichnis zu erstellen (16:0).

14.02.2017


Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrhaus


Auf dem Dach des neuen Feuerwehrhauses soll eine Photovoltaikanlage errichtet werden. Dem Vertragsentwurf, den die Bürgerenergie Pleichach-Kürnach e.G. vorgelegt hat, hat der Estenfelder Gemeinderat in seiner Sitzung in allen Punkten zugestimmt (16:0). Der Inhalt des Kontrakts hat nahezu den gleichen Wortlaut wie der zur Kinderkrippe aus dem Jahr 2014 — nur die Fördersätze haben sich geändert. Statische Probleme wird es durch die Solarmodule nicht geben, da das Dach des Feuerwehrhauses von vornherein dafür ausgelegt war.

14.02.2017


Gemeinde schafft neuen Bürgerbus an


Die Tage des alten Bürgerbusses sind gezählt. Für 22 600 Euro brutto kauft die Gemeinde einen neuen Opel Vivaro Combi. Das Fahrzeug wird mit einer Einstiegshilfe nachgerüstet. Kosten: rund 2500 Euro. Bei der Anschaffung ist ein Rabatt für Kommunen in Höhe von 32 Prozent bereits berücksichtigt. Der Beschluss des Gemeinderats fiel in der Sitzung einstimmig (16:0). Der Bus ist ein kostenloses Angebot der Gemeinde und in erster Linie für Bürger gedacht, die nicht mobil oder nicht mehr so gut zu Fuß sind. Ihnen soll so der Gang zum Einkaufen, zu Ärzten, zur Apotheke oder zur Bushaltestelle erleichtert werden. Der Erfolg des Busses ist auch den zahlreichen ehrenamtlichen Fahrern zu verdanken, die die Haltestellen ansteuern.

Telefonzelle

14.02.2017


Letzte Telefonzelle wird abgebaut


Sie ist die letzte ihrer Art — doch nun muss auch die Telefonzelle in der Würzburger Straße weichen. Wie Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung informierte, hat die Telekom sich kürzlich per E-Mail an die Gemeinde gewandt. Darin schrieb das Unternehmen, dass es den „Abbau aller Standorte mit sehr, sehr niedrigem Umsatz“ plane. Davon betroffen sei auch die Telefonzelle in Estenfeld, „deren Umsatz seit Jahren immer weiter sinkt“. Gründe für den Bedeutungsverlust seien die erreichte Vollversorgung mit Telefonanschlüssen im Festnetz und der Siegeszug der Handys. Hinzu komme, dass es sich bei der Telefonzelle in der Würzburger Straße um ein „gelbes Häuschen“ handele, für das keine Ersatzteile mehr lieferbar seien. Von einem Basistelefon als Ersatz riet die Telekom ab: Ein solches Gerät erziele ebenfalls so gut wie keine Einnahmen mehr — und es werde „leider nur noch als Vandalismusobjekt und zum Absetzen von Spaßanrufen bei kostenlosen 0800er-Rufnummern genutzt“. Früher gab es in Estenfeld gleich drei öffentliche Telefonzellen: an der Schule, am Schulzebergle — und eben an der alten B 19.

Letzte Änderung: 23.03.2018 12:31 Uhr