AUGUST 2017

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22.08.2017


Würzburger Straße soll ruhiger und grüner werden

Planer legt Entwurf für Verkehrsberuhigung vor — Baubeginn nicht vor 2019


Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis die Arbeiten zur Verkehrsberuhigung der Würzburger Straße in Estenfeld beginnen können. Das Konzept, wie die Ortsdurchfahrt gestaltet werden soll, steht aber schon. Seinen Entwurf hat der beauftragte Planer Thomas Wirth vom Ingenieurbüro arc.grün (Kitzingen) in der Gemeinderatssitzung vorgestellt.

Zentrales Ziel ist es, die Straße vom Durchgangsverkehr zu befreien. Gelingen soll das vor allem durch bauliche Veränderungen — und die kosten Geld. Daher war es für die Gemeinde ein ganz wichtiger Schritt, dass sie die Erweiterung des Sanierungsgebiets genehmigt bekommen hat. Der Bereich, für den sie Fördergelder erwarten kann, reicht nun durchgängig etwa vom Beginn der Wohnbebauung aus Richtung Würzburg bis hinunter zum Kreisel am Gewerbegebiet.

Auf diesem Abschnitt, der etwa einen Kilometer lang ist, wird sich eine Menge tun — optisch und verkehrstechnisch. Zwischen der Abzweigung zum Westring und der Einmündung „An den Linden“ wird ein neuer Radweg geschaffen, der in beiden Richtungen befahrbar ist. Er entsteht auf der Seite, auf der sich die Tankstelle befindet. Um den Radweg aufzuwerten, wird entlang der Lärmschutzwand eine ganze Reihe von Bäumen gepflanzt.

Doch nicht nur dort, in der gesamten Würzburger Straße wird es bald grüner werden. Das wird nicht nur schöner aussehen, sondern auch den Verkehr ein Stück weit ausbremsen. Denn die Bäume sollen so angeordnet werden, dass die Fahrbahn nicht mehr schnurgerade verläuft.

Ein anderer Eingriff, der die Durchfahrt für Auswärtige unattraktiver machen soll: Die Busse halten bald überall direkt auf der Straße, so auch am früheren Gasthaus „Zum goldenen Greifen“ in Richtung Kürnach. Die separate Bucht muss weichen, stattdessen wird am Straßenrand ein Wartehäuschen errichtet.

Für den Abschnitt zwischen dem Kreisel, der zum Lengfelder Gewerbegebiet oder zur B 19 führt, und dem Ortseingang kann die Gemeinde mit keinen Zuschüssen rechnen. Daher muss sie hier ganz besonders sparsam wirtschaften. Ein Vollausbau der Straße kommt also nicht in Frage, ein Bestandsausbau muss genügen. Das bedeutet: Der Untergrund bleibt der alte, nur die Deckschicht wird erneuert. Das Bild hier wird sich nicht allzu sehr wandeln, da die bestehenden Bäume erhalten werden sollen. Der Radweg bleibt zunächst auf der Seite, auf der er jetzt schon ist. Am „Westring-Kreisel“, der erst noch gebaut werden muss, werden die Radfahrer dann auf die andere Seite geleitet. Dort bleiben sie dann bis zur Einmündung „An den Linden“, danach führt beidseitig jeweils ein Radfahrstreifen weiter.

Voraussichtlich im Dezember wird der Gemeinderat über das Konzept entscheiden. Sollte er zustimmen, muss sich die Verwaltung um die nötigen Baugenehmigungen kümmern — und bis diese vorliegen, kann es nach Einschätzung von Architekt Wirth das ganze Jahr 2018 dauern. Erst dann könnten die Arbeiten ausgeschrieben werden. Ein Baubeginn sei also frühestens 2019 realistisch.

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22.08.2017


Fehlender Lärmschutz: A 7-Ausbau beunruhigt Estenfelder


Für die Anwohner von Kürnach war es eine gute Nachricht: Beim Neubau der Kürnachtalbrücke, die Teil der A 7 ist, wird nun doch eine Lärmschutzwand errichtet. Die ersten Wohnhäuser Kürnachs liegen nur wenige Hundert Meter von der Autobahn entfernt. Zuvor hatte die Autobahndirektion Nordbayern ihr Nein zur Lärmschutzwand mit dem Hinweis begründet, dass die neue Autobahnbrücke zwar sechs Fahrstreifen haben wird, zunächst aber nur vier für den Verkehr freigegeben werden — so lange, bis auch die restliche A 7 ausgebaut ist.

Was die Kürnacher freut, bereitet vielen Estenfeldern Sorgen: Sie fürchten, dass sie künftig den doppelten Lärm abbekommen. Denn die Lärmschutzwand soll nur einseitig in Richtung Kürnach „hochgezogen“ werden und könnte den Verkehrslärm in Richtung Estenfeld „zurückprallen“ lassen. Bürgermeisterin Rosi Schraud hat sich deshalb an Staatssekretär Gerhard Eck aus dem Bayerischen Innenministerium gewandt — mit der Bitte, den Lärmschutz an der A 7 nochmals auf den Prüfstand zu stellen. Betroffen seien nicht nur die Estenfelder durch die Kürnachtalbrücke, sondern auch die Mühlhäuser durch die Pleichachtalbrücke.

22.08.2017


Gemeinderäte halten Mehrfamilienhaus für zu groß


Am Scheidmännlein 2 in Estenfeld soll ein Mehrfamilienhaus gebaut werden, in dem Platz für neun Wohnungen ist. Daran ändert wohl auch der Beschluss des Estenfelder Gemeinderats nichts, der den nachgebesserten Bauantrag der Familie Keller (Seinsheim) in seiner Sitzung mehrheitlich abgelehnt hat (6:8 Stimmen). Das Landratsamt muss das Vorhaben nun erneut prüfen. Doch es hat bereits signalisiert, dass es das Gebäude in seiner „neuen“ Form für genehmigungsfähig hält — und als übergeordnete Behörde hat das Wort des Landratsamts mehr Gewicht.

Der nun vorgelegte Bauantrag war von der Familie Keller überarbeitet worden. In seiner ursprünglichen Version hatte ihn der Estenfelder Bauausschuss vor einigen Monaten abgelehnt. Auch das Landratsamt war damals der Ansicht, dass das Vorhaben nicht genehmigungsfähig sei. Bei ihrer Prüfung hatte die Behörde so viele Dinge zu beanstanden, dass annähernd zwei Seiten zusammenkamen. In Abstimmung mit dem Landratsamt hat die Familie Keller deshalb umgeplant, sodass nun alle Festsetzungen des Bebauungsplans „Am Eichelein“ eingehalten werden. Nach wie vor ist jedoch eine massive Bebauung des Grundstücks geplant — in einem Bereich, in dem bislang nur Zweifamilienhäuser stehen. Das ist der Grund, warum die Mehrheit der Gemeinderäte auch dem geänderten Plan nicht zugestimmt hat. Eine, die ihn abermals abgelehnt hat, war Bürgermeisterin Rosi Schraud. Sie erklärte in der Sitzung auch gleich, warum: „Grundsätzlich ist es wünschens- und begrüßenswert, wenn jemand in einer Gemeinde investiert und zusätzlichen Wohnraum schafft. Im konkreten Fall fehlt es nur ein wenig am Augenmaß — hier wäre auch der Architekt gefragt.“

22.08.2017


Bebauungsplan für das letzte freie Grundstück geändert


Auf dem letzten noch freien und zugleich größten Grundstück „In der Pfanne“ in Estenfeld entsteht ein Wohn- und Geschäftsgebäude. Seine Pläne kann der Bauherr Denis Warstat aber nur verwirklichen, weil der Gemeinderat in seiner Sitzung den Bebauungsplan geändert hat (13:1 Stimmen). Nötig geworden war dieser Schritt, weil das Landratsamt dem Vorhaben bis zuletzt die Genehmigung verweigert hat. Auch ein Befreiungsbeschluss der Gemeinde änderte nichts an der Haltung der Würzburger Behörde, die auf einer Änderung des Bebauungsplans bestand. Obwohl das Hickhack ihn viel Zeit und Geld gekostet hat, wird Warstat das Projekt verwirklichen. Unten sind Geschäftsräume vorgesehen, unter anderem für eine Arztpraxis und ein Café, oben entstehen seniorengerechte Wohnungen. Vor allem wegen diesen drängt Warstat die Zeit: Denn die Wohnungen sind schon verkauft — und die Senioren wollen so bald als möglich einziehen.

22.08.2017


Auch mitten im Ort wird gebaut


Wenn in Estenfeld oder Mühlhausen gebaut wird, dann meistens in den Neubaugebieten. Umso erfreulicher ist es aus Gemeindesicht, wenn zur Abwechslung auch etwas mitten im Ort geschieht — „Nachverdichtung“ heißt das im Fachjargon. Gleich zwei solcher Projekte hat der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig genehmigt. Dominik und Lena Diefenbach dürfen das Einfamilienhaus in der Friedrich-Ebert-Straße 30 in Estenfeld modernisieren (14:0). Thomas Fischer darf auf dem Grundstück in der Wilhelm-Barth-Straße 9 eine landwirtschaftliche Halle abreißen und an ihrer Stelle ein Wohnhaus errichten (13:0).

22.08.2017


Gebrauchter VW Caddy für den Bauhof


Der Estenfelder Bauhof bekommt Zuwachs in seinem Fuhrpark: einen gebrauchten VW Caddy, Erstzulassung Oktober 2013. Für den Wagen zahlt die Gemeinde noch 8900 Euro brutto — für Bauhofleiter Jürgen Fottner ist das „ein echtes Schnäppchen“. Die Anschaffung genehmigte der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig (14:0). Der VW wird den Fiat ersetzen, der viele Jahre gute Dienste für den Bauhof getan hat. Was die Gemeinderäte amüsierte: Es ist schon das zweite Mal, dass der Fiat „am Ende“ ist. Vor drei Jahren hatte Fottner schon einmal ein Ersatzfahrzeug für eben jenen Fiat bekommen. Überraschenderweise hielt die „alte Kiste“ dann aber doch noch länger durch als erwartet. Jetzt sei aber wirklich nichts mehr zu machen, versicherte Fottner den Gemeinderäten lachend. Der Fiat sei bereits stillgelegt.

Letzte Änderung: 12.09.2017 18:30 Uhr