OKTOBER 2016

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11.10.2016


Weitere Entlastung für Würzburger Straße

Stadtplaner Wirth stellt Konzept

zur Verkehrsberuhigung vor


Früher war die Verkehrssituation in der Würzburger Straße dramatisch: Laut einer Zählung, die Mitte der 1980er Jahre durchgeführt wurde, rollten damals etwa 22 000 Fahrzeuge durch Estenfeld – pro Tag. Seinerzeit war die Ortsdurchfahrt noch Teil der B 19. Ende 1986 wurde die Umgehung fertig und die Bundesstraße wurde verlegt. Für Estenfeld brachte das eine spürbare Entlastung: Lärm, Abgase und die Zahl der Unfälle nahmen ab.

Heute bahnen sich deutlich weniger Fahrzeuge den Weg durch den Ort als vor 30 Jahren – doch nach Ansicht der Gemeinderäte sind es immer noch zu viele. Deshalb planen sie eine weitere Verkehrsberuhigung der Würzburger Straße. Am 9. September, nach dem ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus, haben Mitglieder des Bauausschusses mit dem Stadtplaner Thomas Wirth vom Büro arc.grün (Kitzingen) vor Ort über mögliche Maßnahmen gesprochen. Aus allen Ideen, die dabei gesammelt wurden, hat Wirth eine erste Planung erstellt, die er nun in der Gemeinderatssitzung präsentierte.

Wirths Konzept umfasst den Bereich vom Kreisel, der in Richtung Hornbach führt, bis zum Kreisel am Estenfelder Gewerbegebiet. Im gesamten Verlauf wird die Straße baulich verändert – und zwar so, dass ein schnelles Fahren dort nicht mehr möglich ist. Zu diesem Zweck wird die Fahrbahn in weiten Teilen verengt. Das Ziel: Die Straße soll wirklich nur noch von den Autofahrern genutzt werden, die dies unbedingt müssen. Für alle anderen wird es dazu keinen Anreiz mehr geben.

Ein Radfahrstreifen ist bald auf beiden Seiten vorhanden. Bergab, in Richtung Kürnach, verläuft er durchgängig – bergauf, in Richtung Würzburg, wird von der Einfahrt zum Wohngebiet „An den Linden“ bis zur Tankstelle ein gemeinsamer Geh- und Radweg entstehen, der von der Straße durch Bäume separiert ist. Denn da sich beim Anstieg manche Radler schwer tun, ist es aus Sicht der Gemeinderäte klüger, sie hier besser zu schützen.

Ab der Tankstelle, wenn es wieder eben wird, führt auf dieser Seite dann der „normale“ Radfahrstreifen weiter. Kurz vor der Einmündung zur Konrad-Adenauer-Straße werden die Radfahrer dann von der Tankstellen-Seite hinüber auf den bereits bestehenden Radweg geleitet. Ab hier wird der Radweg ein Stück verbreitert, denn er muss Radfahrern in beiden Richtungen Platz bieten. Die Leitplanken sollen – wenn möglich – entfernt und durch Büsche oder eine andere Bepflanzung ersetzt werden. Die stattlichen Bäume, die den Charakter der Straße am Ortseingang prägen, bleiben weitgehend erhalten.

In seine Planung hat Architekt Wirth zwei weitere Kreisel integriert. Der eine befindet sich an der Einmündung zum Westring. Ob er wirklich die Ausmaße haben wird, die Wirth vorgesehen hat, müssen die Verkehrszahlen entscheiden. An der Einmündung zur Konrad-Adenauer-Straße soll ein „Mini-Kreisel“ entstehen, der die Verkehrsführung an dieser Stelle sehr erleichtert und zügig durchfahren werden kann.

Noch unklar ist, wie die Wilhelm-Hoegner-Straße angebunden wird, wenn diese einmal geöffnet wird. Wirth brachte in Richtung Würzburg eine Linksabbiegespur ins Gespräch. Gleichzeitig räumte er ein, dass es an dieser Stelle mit den Bushaltestellen auf beiden Seiten und mit der Querungshilfe schon jetzt sehr eng zugehe.

Stichwort Querungshilfe: Eine solche wird auf Höhe des Wohngebiets „An den Linden“ neu geschaffen. Sie soll besonders den Kindern Sicherheit bieten, wenn sie die Straßenseite wechseln wollen. Damit erfüllt die Gemeinde einen oft geäußerten Wunsch der Anwohner.

Wirths Präsentation diente erst einmal zur Information. Beschlossen hat der Gemeinderat noch nichts – und sicher gibt es bei dem einen oder anderen Punkt auch noch Diskussionsbedarf. In einem nächsten Schritt soll das Konzept Polizei und Verkehrsbehörde vorgelegt werden. Auch die Estenfelder Bürger werden noch die Möglichkeit bekommen, Vorschläge zu machen. Erst danach wird es an die Umsetzung gehen.

11.10.2016


Kartause: Projektentwickler soll Gemeinde helfen


Die künftige Nutzung des Wirtschaftshofs der Kartause ist eine der größten Herausforderungen, denen sich die Gemeinde Estenfeld jemals stellen musste. Daher ist es ihr wichtig, mit Bedacht vorzugehen und – wo nötig – auch externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. In seiner Sitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig (16:0), einen Projektentwickler zu beauftragen. Dieser soll alle vorbereitenden Maßnahmen und nötigen Untersuchungen begleiten und sich darum kümmern, dass die Gemeinde eine möglichst hohe Förderung bekommt. Der erste Schritt – auch darin waren sich alle einig – muss eine genaue Bestandsaufnahme und -analyse sein. Erst danach könne man sich Gedanken darüber machen, welche Wünsche umsetzbar seien.

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11.10.2016


Holztor der Kartause wird saniert

Antrag des CSU-Ortsverbandes

findet Mehrheit im Gemeinderat


Sein Alter sieht man dem Holztor der Kartause an. Und wer es einmal geöffnet oder geschlossen hat, der weiß auch, dass das beschwerlich und nicht ganz ungefährlich ist. In einer Versammlung am 28. Juli hat der Estenfelder CSU-Ortsverband beschlossen, die Sanierung des Tores in die Wege zu leiten.

Wie das ablaufen soll, erklärte Silvia Fischer von der CSU-Fraktion in der Gemeinderatssitzung. Die Gemeinde sollte als Maßnahmenträger auftreten, um Fördermittel beantragen zu können. Dabei hoffe man natürlich auf einen möglichst hohen Zuschuss. Die restlichen Kosten würden dann von mehreren Spendern seitens des CSU-Ortsverbandes übernommen, sagte Fischer. Die Gemeinde müsste also für die Sanierung des Tores nicht einen einzigen Euro aufwenden.

Bürgermeisterin Rosi Schraud ergänzte, am 4. Oktober seien Denkmalpfleger wegen der Innensanierung der Kirche in Estenfeld gewesen. Mit ihnen habe sie danach das Kartausentor begutachtet. Ihr sei zugesichert worden, dass eine Mitarbeiterin des Amtes, die auf Holz spezialisiert ist, sich der Sache annehmen und ein Leistungsverzeichnis erstellen werde.

Außerdem hatte Schraud die frohe Kunde, dass es von der Raiffeisenbank Estenfeld-Bergtheim eine Spende über 5000 Euro gegeben habe. Anlass war unter anderem die Verabschiedung des langjährigen Vorstands Erwin Pfeuffer in den Ruhestand. Die Summe kam aus dem Raiffeisen-Gewinnsparen. Das Geld soll ebenfalls für das Kartausentor verwendet werden – allerdings nicht für das Holztor, sondern für den Torbogen. Denn der Sandstein wird immer poröser.

Der CSU-Antrag fand die Unterstützung der SPD-Fraktion. Allerdings machte deren Sprecher Günther Grimm klar, er erwarte eine „saubere Trennung“ der Spendengelder. Die Bürgermeisterin versicherte ihm, dass er nichts zu befürchten habe. Die CSU-Spender finanzierten das Holztor mit, das Geld der Raiffeisenbank sei eine „großzügige Anschubfinanzierung“ für die Sanierung des steinernen Torbogens.

Gegen den CSU-Antrag stimmte die gesamte UWG-Fraktion. Ihr Sprecher Jens Dietzsch erinnerte daran, was der Restaurationsexperte Dr. Michael Hauck in der September-Sitzung gesagt hatte: Die Gemeinde sollte keine Veränderungen im Bereich der Kartause vornehmen, solange nicht über ein Gesamtkonzept entschieden sei. An diesen Rat sollte man sich halten, sagte Dietzsch. Außerdem machte er deutlich, die UWG halte nichts von einem „Individualsponsoring“. Viel vernünftiger sei es, einen „Kartausen-Fonds“ einzurichten, in den jeder Bürger eine bestimmte Summe einzahlen könne.

Schraud entgegnete, Hauck habe seinen Appell, nichts zu verändern, auf die gesamte Anlage bezogen. Beim Tor handele es sich lediglich um eine Ausbesserung.

In der finalen Abstimmung wurde der Antrag des CSU-Ortsverbandes mit 13:3 Stimmen genehmigt.

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11.10.2016


Bezahlbare Wohnungen für junge Familien

Anstelle des Spielplatzes sollen mehrgeschossige Häuser entstehen – Neues Freizeitgelände in Planung


Es kommt in Estenfeld immer wieder vor: Junge Leute müssen raus aus ihrer Wohnung, weil der Vermieter Eigenbedarf anmeldet. Gerne würden sie im Ort bleiben, doch sie finden nichts Bezahlbares und müssen deshalb wegziehen. Solche Fälle soll es bald nicht mehr so häufig geben. Auf Antrag der CSU-Fraktion hat der Gemeinderat in seiner Sitzung beschlossen, im Bereich des unteren Spielplatzes in der Wilhelm-Hoegner-Straße sozialen Wohnraum zu schaffen.

Für die CSU erklärte Johannes Streit, der Bedarf an finanzierbaren Wohnungen sei hoch, gerade weil die Mietpreise in Estenfeld in den vergangenen Jahren deutlich angezogen haben. Gedacht sei an zwei- oder dreigeschossige Häuser, in denen es mehrere Wohnungen mit einer Größe von jeweils etwa 80 Quadratmetern gibt. Der vorhandene Baumbestand werde größtenteils erhalten.

Ein mehr als gleichwertiger Ersatz für den Spielplatz solle nur wenige Hundert Meter entfernt auf dem großen Grundstück rechts vor dem Feuchtbiotop geschaffen werden. Bis die Bäume groß genug sind, sollen dort Sonnensegel Schatten spenden, sagte Streit. Bürgermeisterin Rosi Schraud (CSU) ergänzte, sie stelle sich dort ein großes Spiel- und Freizeitgelände für die ganze Familie vor, das eben nicht nur aus Sandkasten, Rutsche und Schaukel besteht. Hier müsse die Gemeinde Geld in die Hand nehmen. Es solle eine Attraktion werden, die Leute aus dem Ort, aber auch von außerhalb anzieht.

Keine Zustimmung fand der CSU-Antrag bei der SPD. Deren Sprecher Günther Grimm betonte, seine Fraktion bestehe nach wie vor darauf, den unteren Hoegner-Spielplatz zu erhalten. Der Antrag ging dennoch knapp durch, die Abstimmung endete 9:7. Dagegen votierten die gesamte SPD-Fraktion und Josef Ziegler (UWG). Ziegler ist der Auffassung, dass im Bereich des Spielplatzes weiter nur Einfamilienhäuser gestattet werden sollten.

Beim Neubau von sozialem Wohnraum könnte es eine hohe Förderung geben. Die Möglichkeit dazu bietet das Kommunale Wohnraumförderungsprogramm des Freistaats Bayern. Die Gemeinde selbst wird nicht als Bauherr auftreten. Im Beschluss des Gemeinderats heißt es, der bessere Weg sei es, wenn ein privater Investor diese Aufgabe übernimmt. Sollten Fördergelder fließen, würde für die Wohnungen übrigens eine Sozialbindung gelten, die auf 20 Jahre befristet ist. Das heißt: In diesem Zeitraum müssen die Mieten zwingend deutlich unter dem ortsüblichen Niveau bleiben.

11.10.2016


Modernere Ausstattung für Feuerwehren


Die Gemeinde investiert weiter in die Zukunft ihrer Feuerwehren. Die Estenfelder Wehr erhält für rund 66 800 Euro brutto eine neue Kompaktschlauchanlage. Die Fördersumme beträgt etwa 20 800 Euro. Das heißt, für die Gemeinde fallen noch Kosten von ungefähr

46 000 Euro an. Der Auftrag ging an die Firma Handelsforum (Würzburg), die das günstigste Angebot abgegeben hatte. Auch die Mühlhäuser Feuerwehr hat Grund zur Freude: Sie erhält für fast 200 000 Euro brutto einen neuen Tragkraftspritzenwagen. Auch hierfür gibt es Fördergelder, sie belaufen sich auf etwa 48 000 Euro. Damit bleibt die Gemeinde unter dem Haushaltsansatz von 170 000 Euro, die im Etat für 2017 eingestellt sind. Der Auftrag wurde an die Firmen MAN und Rosenbauer vergeben – MAN liefert das eigentliche Fahrzeug, Rosenbauer Pumpe, Aufbau und Beladung. Beide Beschlüsse fielen in der Gemeinderatssitzung einstimmig (16:0).

11.10.2016


Neue Heizung für Mehrzweckhalle


Die Mehrzweckhalle an der Weißen Mühle erhält eine neue Heizung. Schätzungsweise fallen dafür Kosten von rund 285 000 Euro netto an. Erfreulich: Die Gemeinde Estenfeld hat eine Förderzusage in Höhe von 247 000 Euro erhalten. Das sei eine großartige Förderung, sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud und lobte ihre Mitarbeiterin Lisa Krein, die bei der Gemeinde für Bauprojekte zuständig ist und sich immer darum bemüht, eine möglichst hohe Förderung herauszuholen. Die Arbeiten sind für 2017 geplant. Voraussichtlich beginnen sie in den Pfingstferien, zum Ende der Sommerferien will die Gemeinde fertig sein. Während die Heizung ausgetauscht wird, steht in der Halle keine Wärmeerzeugung zur Verfügung. Dass nicht geheizt werden kann, macht im Sommer gar nichts. Einziges Manko: Die Duschen können vorübergehend nicht genutzt werden. Der Beschluss, die Heizung auf Basis der geschätzten Kosten erneuern zu lassen, fiel in der Gemeinderatssitzung einstimmig (16:0). Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten finden zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Letzte Änderung: 15.11.2016 18:58 Uhr