NOVEMBER 2016

Wasser

15.11.2016


Wasser und Abwasser

werden teurer


In Estenfeld müssen die Bürger ab

1. Januar 2017 mehr für die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung zahlen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung beschlossen, die Gebühren zu erhöhen. Künftig kostet das Wasser 2,97 Euro pro Kubikmeter (€ / m³), bisher waren es 2,85 € / m³. Der Anstieg bei der Abwassergebühr fällt deutlich stärker aus: Für Schmutzwasser werden bald 2,26 € / m³ verlangt (bisher: 1,28 € / m³), für Niederschlagswasser 0,31 Euro pro Quadratmeter (€ / m²) (bisher 0,25 € / m²). Als Kalkulationszeitraum wählten die Gemeinderäte jeweils drei Jahre – das heißt, bis Ende 2019 werden die Gebühren unverändert bleiben.

Seit der letzten Gebührenerhöhung, die ab 2013 galt, ist ein hohes Defizit entstanden, das nun wieder abgebaut werden muss. Denn die Abwasserbeseitigung muss kostendeckend sein. Falsch kalkuliert hat die Gemeinde vor vier Jahren nicht. Verantwortlich für das Minus sind Entscheidungen des Abwasserzweckverbandes, dem auch Estenfeld angehört. Der Verband hat in den vergangenen Jahren viel Geld in den Umbau der Würzburger Kläranlage investiert – die Kosten dafür wurden auf die Gemeinden umgelegt. Außerdem wurde die Abrechnung vom Verband im Jahr 2014 umgestellt: Maßgeblich sind seitdem die tatsächliche Abwassermenge und deren Verschmutzungsgrad – und nicht mehr die Frischwassermenge.

Die Gemeinderäte haben sich ihre Entscheidung, die Gebühren zu erhöhen, nicht leicht gemacht. Vor dem Beschluss erklärte ihnen Matthias Dotzler von der „kommunalen transparenz pro fide gmbh“, warum die Anhebung notwendig sei. Das Würzburger Unternehmen hatte die Abwassergebühren im Auftrag der Gemeinde neu kalkuliert.

Dotzler hatte als Alternative auch durchgerechnet, wie viel die Bürger aufwenden müssten, wenn die Gemeinde den Abbau des Defizits erst in vier statt in drei Jahren anstreben würde. Dann wären die Gebühren pro Jahr unwesentlich niedriger gewesen und die Bürger hätten ein Jahr länger mehr zahlen müssen. Was auch noch für die dreijährige Variante spricht, ist die höhere Kalkulationssicherheit. Das heißt: Sollte der Verband erneut die Kosten erhöhen, wäre das Defizit der Gemeinde nach drei Jahren nicht so groß und eine weitere Gebührenanhebung müsste nicht so hoch ausfallen.

15.11.2016


Moderne Duschen für Mehrzweckhalle


In der Mehrzweckhalle werden die Duschen saniert: Sie bekommen nicht nur neue Armaturen, wie bereits beschlossen worden war, sondern auch modernere Duschköpfe. In seiner Sitzung erweiterte der Estenfelder Gemeinderat den bereits bestehenden Auftrag einstimmig (15:0). Für die Duschköpfe fallen zusätzliche Kosten von rund 4000 Euro an. Die Arbeiten sollen in den Weihnachtsferien erledigt werden.

15.11.2016


Feuerwehrfahrzeug soll pünktlich fertig werden


Ende Juni 2017 feiert die Freiwillige Feuerwehr Mühlhausen ihr 120-jähriges Bestehen – und es ist das Ziel der Gemeinde Estenfeld, die Kameraden zu diesem Anlass mit einem neuen Tragkraftspritzenwagen zu „beschenken“. Die Förderzusage ist da, der Auftrag ist vergeben – doch es gibt ein Problem: Die Auftragsbücher der Firma Rosenbauer, die feuerwehrtechnische Einrichtung, Beladung und Pumpe liefern soll, sind so voll, dass es fraglich ist, ob das Fahrzeug bis zum Jubiläum fertig wird. Die Gemeinde möchte den Wunschtermin dennoch einhalten. Um dies zu schaffen, möchte sie ein baugleiches Fahrzeug, das früher fertig wird und ursprünglich als Vorführwagen dienen sollte, so ausstatten lassen, wie es für die Mühlhäuser Feuerwehr erforderlich ist. Dafür hat die Gemeinde die Firma Handelsforum (Würzburg) gewinnen können, die nun für Beladung und Pumpe zuständig ist. Preislich gibt es zur Firma Rosenbauer keinen Unterschied. Bei Rosenbauer verbleibt der Auftrag für die feuerwehrtechnische Einrichtung. Das eigentliche Fahrzeug wird – wie geplant – von MAN geliefert. Auf den Zuschuss, den die Regierung der Gemeinde bewilligt hat, hat die Auftragsänderung keinen Einfluss. Der Gemeinderat befürwortete die neue Konstellation in seiner Sitzung einstimmig (15:0).

Feuerwehrhaus

15.11.2016


Feuerwehrhaus: Gemeinde schnürt nächstes Ausschreibungspaket


Der Bau des neuen Estenfelder Feuerwehrhauses liegt im Zeitplan – und damit das so bleibt, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung das nächste Ausschreibungspaket beschlossen (15:0). Die Außenputzarbeiten gehen für 22 363 Euro an die Günther Ruck GmbH (Uettingen), die gleiche Firma kümmert sich für 22 962 Euro auch um den Innenputz. Mit den Trockenbauarbeiten wurde für 32 494 Euro die Demling GmbH & Co. KG (Bad Neustadt) beauftragt. Die Estricharbeiten erledigt für 16 048 Euro die Firma Altuntas (Mannheim). Insgesamt kosten die genannten Arbeiten 24 658 Euro weniger als geplant – eine erfreuliche Entwicklung. Lisa Krein, die bei der Gemeinde für Bauprojekte zuständig ist, sagte, auf die Ausschreibungen habe es eine gute Resonanz gegeben. Pro Auftrag habe die Gemeinde jeweils 10 bis 15 Angebote erhalten.

15.11.2016


Zwei neue Notfallrucksäcke für die Malteser


Der Dienst der Helfer vor Ort (HvO) ist eine Aufgabe, die in vielen Gemeinden von der Feuerwehr übernommen wird. In Estenfeld sind die Malteser dafür verantwortlich. Sie kümmern sich bei einem medizinischen Notfall um die Erstversorgung des Patienten und verkürzen somit das „therapiefreie Intervall“, also die Zeit bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt. Für die Arbeit der Malteser unerlässlich sind ihre Notfallkoffer. Weil diese Koffer nicht mehr die neuesten sind, haben die Malteser die Gemeinde darum gebeten, die Kosten für zwei moderne Notfallrucksäcke zu übernehmen. Zur Zahlung der geforderten 3040 Euro netto war der Gemeinderat in seiner Sitzung gerne bereit (15:0).

15.11.2016


Spielmannszug und Malteser dürfen in der Kartause feiern


Gleich zwei Jubiläumsfeiern dürfen im kommenden Jahr in der Kartause stattfinden. Der Gemeinderat genehmigte in seiner Sitzung jeweils einstimmig entsprechende Anträge des Spielmannszugs und der Malteser. Der Spielmannszug wird nächstes Jahr 60 und möchte am 20. und 21. Mai 2017 alle Bürger zu seinem „Geburtstag“ einladen. Die Malteser wollen das 20-jährige Bestehen ihrer Litauen-Hilfe am 17. und 18. Juni 2017 feiern. Die Gemeinde, der das gesamte Kartausen-Areal gehört, wies darauf hin, dass die Veranstalter selbst für die Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen verantwortlich seien. Eine Nutzung der Scheune sei erlaubt – allerdings nur, wenn nicht mehr als 200 Personen darin untergebracht werden. Anderenfalls müsste ein Bestuhlungs- und Fluchtwegekonzept erstellt werden – und das wäre gewiss teuer.

Letzte Änderung: 22.12.2016 22:24 Uhr