MÄRZ 2016

Altersstruktur

01./02.03.2016


Eine Gemeinde

auf Wachstumskurs

Estenfeld hat inzwischen

mehr als 5000 Einwohner


Die Gemeinde Estenfeld hat seit dem vergangenen Jahr mehr als 5000 Einwohner. Zum 30. Juni 2015 lebten in Estenfeld und dem Ortsteil Mühlhausen insgesamt 5018 Menschen. Zählt man die Bürger hinzu, für die Estenfeld oder Mühlhausen der Zweitwohnsitz ist, kommt man sogar auf 5358 Menschen. 362 Zuzüge wurden im vergangenen Jahr in Estenfeld verzeichnet, dem stehen 268 Wegzüge gegenüber. In Mühlhausen waren es 16 Zuzüge und 20 Wegzüge. Unter den Neubürgern sind 46 Neugeborene (Estenfeld: 44; Mühlhausen: 2). 51 Menschen sind gestorben (Estenfeld: 47; Mühlhausen: 4). Zwölf Ehen wurden in der Gemeinde geschlossen.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Gemeinde (siehe Grafik) lohnt sich. Denn dabei fällt auf, dass 57 Prozent der Bürger älter als 41 Jahre sind. Bürgermeisterin Rosi Schraud zog daraus bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen folgenden Schluss: „Wir müssen als Ort für junge Familien noch attraktiver werden, eine entsprechende Infrastruktur vorhalten und weiterhin Möglichkeiten zum Bauen schaffen.“

Flüchtlingsunterkunft

01./02.03.2016


Noch keine Entscheidung

über Notunterkunft für Flüchtlinge

Landratsamt besichtigt Mehrzweckhalle

und Schulturnhalle am 10. März


75 Flüchtlinge leben derzeit in der dezentralen Unterkunft in der Otto-Hahn-Straße in Estenfeld (im Bild) — dort, wo sich früher die Firma Caravan Rudolph befand. Auf dem Grundstück schräg gegenüber möchte ein Privatmann weitere 34 Plätze schaffen. Diese Zahlen nannte Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen.

Zugleich dankte Schraud allen Ehrenamtlichen, die sich darum bemühen, den Flüchtlingen das Leben etwas leichter zu machen. Eine Vielzahl von Bürgern helfe ihnen zum Beispiel beim Erlernen der deutschen Sprache, bei Arztbesuchen oder beim Einkaufen. „Ihr Einsatz ist Gold wert“, sagte Schraud.

Mit einem Gerücht, das derzeit in Estenfeld die Runde macht, räumte die Bürgermeisterin auf. Es stimme nicht, dass die Mehrzweckhalle schon in Kürze als Notunterkunft für Flüchtlinge dienen müsse. Fakt ist: Das Landratsamt hat die Bürgermeister im Landkreis Würzburg gebeten, Örtlichkeiten zu benennen, in denen eine Unterbringung denkbar wäre. Im Falle von Estenfeld kommen die Mehrzweckhalle und die Schulturnhalle infrage. Am 10. März werden Mitarbeiter des Landratsamts eine Besichtigung vor Ort vornehmen. Sollte eine der Hallen tatsächlich für Flüchtlinge benötigt werden, werde das der Gemeinde acht Wochen vor dem „Einzug“ mitgeteilt. So bliebe ausreichend Zeit, um die notwendigen Vorbereitungen zu treffen, sagte Schraud.

Aber — das unterstrich die Bürgermeisterin noch einmal: „Momentan ist gar nichts spruchreif — weder, ob wir überhaupt eine Halle zur Verfügung stellen müssen, geschweige denn welche und zu welcher Zeit.“

01./02.03.2016


Betreuung für Jung und Alt


Die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen in der Gemeinde Estenfeld sind gut ausgelastet. Die Kinderkrippe „Farbenklecks“ besuchen aktuell 46 Kinder, 56 Plätze sind vorhanden. Der Kindergarten St. Michael zählt 86 Kinder. Im Kindergarten St. Elisabeth sind es „nur“ 50 Kinder, dafür werden dort aber zeitweise noch 65 Schulkinder mitbetreut. In der Grundschule kommen 158 Schüler zum Unterricht, die Mittagsbetreuung wird von 59 Kindern in Anspruch genommen. Die Mittelschule ist derzeit bei einer Zahl von 119 Schülern angelangt, hier nutzen lediglich neun das Angebot der Mittagsbetreuung. Auch für ältere Menschen wird in Estenfeld viel getan: 37 werden in der Tagespflege versorgt, 47 in der stationären Pflege. Das Estenfelder Pflegezentrum hat die besten Belegungszahlen des Landkreises. All diese Zahlen nannte Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen.

Feuerwehrhaus-Grundstück

01./02.03.2016


Feuerwehrhaus:

Baubeginn noch in diesem Jahr


Mit dem Neubau des Feuerwehrhauses in Estenfeld wird noch in diesem Jahr begonnen. Das versprach Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen. „Wenn wir Glück haben, dann wird es noch vor der Sommerpause losgehen — wenn nicht, dann aber in jedem Fall danach“, sagte Schraud. Der Architekt erarbeitet zurzeit die Detailplanung. Wenn diese beendet ist, kann die Ausschreibung erfolgen und müssen die Arbeiten noch vom Gemeinderat vergeben werden. Die Gesamtkosten für das Gebäude, das auf dem Grundstück rechts neben dem Tegut-Markt (im Bild) entsteht, belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro.

Defizit Wasser und Kanal

01./02.03.2016


Preise für Wasser

und Abwasser werden steigen


Der Wasserpreis in Estenfeld ist in den vergangenen Jahren konstant geblieben. Aktuell liegt er bei 2,85 Euro pro Kubikmeter. Bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen bereitete Bürgermeisterin Rosi Schraud die Bürger jedoch darauf vor, dass die Gebühren wohl schon im nächsten Jahr erhöht werden müssten. Verantwortlich dafür sei das Defizit bei der Wasserversorgung (siehe Grafiken).

Zur Erklärung: Der Preis richtet sich auch danach, wie viele Reparaturen im Wassernetz vonnöten sind — und hier gibt es in Estenfeld momentan eine Menge zu tun. Alleine in der Riemenschneiderstraße müssten in der nächsten Zeit zehn schadhafte Schieber ausgetauscht werden, sagte Bauhofleiter Jürgen Fottner. Kosten pro Stück: zwischen 20000 und 30000 Euro. Die Aufwendungen müssten über den Wasserpreis auf die Bürger umgelegt werden.

Die Abwassergebühr, die in den zurückliegenden Jahren ebenfalls unverändert geblieben ist (Schmutzwasser: 1,28 Euro/Kubikmeter; Niederschlagswasser: 0,25 Euro/Kubikmeter), wird nach den Worten der Bürgermeisterin auch steigen. Ein solcher Schritt ist nötig, weil Kanalsanierungen anstünden. Die bevorstehende Erhöhung habe aber in erster Linie damit zu tun, dass der Entwässerungsbetrieb Würzburg (EBW) einen neuen Abrechnungsmodus eingeführt hat. Seit dem Jahr 2015 wird Estenfeld nicht mehr nach dem Frischwasserverbrauch abgerechnet, sondern nach der tatsächlich anfallenden Wassermenge. Also auch das Fremdwasser, das in undichte Kanäle eindringt — sowohl in die gemeindliche Kanalisation als auch in Hausanschlüsse — wird neuerdings einbezogen. Darüber hinaus spielt der Verschmutzungsgrad eine weitere Rolle bei der Abrechnung durch den EBW.

Rathaus-Raum

01./02.03.2016


Bauen, sparen, modernisieren

Was die Gemeinde im

Jahr 2016 noch so vorhat


Einen Überblick über die — neben dem neuen Feuerwehrhaus — wichtigsten Projekte des Jahres 2016 gab Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen.

- Baugebiet „Kies IV“: 16 Bauplätze gibt es dort. Drei sind bereits bebaut, für die anderen 13 liegen Reservierungen vor. Wer einen Bauplatz reserviert hat und auf der „Rangliste“ ganz oben steht, der muss sich bis Ende Mai entschieden haben, ob er diesen kaufen will. Ansonsten kommen die folgenden Bewerber an die Reihe. Der Quadratmeter kostet erschlossen 160 Euro.

- Beleuchtung Mehrzweckhalle: In den Pfingstferien wird die Halle „in ein anderes Licht gerückt“. Die 28 Jahre alte Beleuchtung kommt weg, eine neue wird installiert. Mit den modernen LED-Lampen spart die Gemeinde nicht nur Geld (rund 3000 Euro pro Jahr), sondern leistet auch einen Beitrag, um die Umwelt zu schonen.

- Rathaus-Umbau: Im Estenfelder Rathaus wird zusätzlicher Platz geschaffen. Unter dem Dach wird ein Zimmer ausgebaut, das später einmal als Sozialraum für die Mitarbeiter dienen soll und in dem Besprechungen möglich sein sollen. Der Raum (im Bild), der überhaupt nicht isoliert war, wurde bereits gedämmt. Außerdem werden neue Kabel im Gebäude verlegt, die es in den Bereichen Internet und Telefonie zukunftsfähig machen sollen.

Dies ist ein Beispielbild und kann ersetzt werden.

01./02.03.2016


Neuer Pächter für Mühlen-Restaurant gesucht


Nach etwas mehr als zwei Jahren werden Norbert und Anette Schweizer, die Pächter des Restaurants „Weiße Mühle“ (im Bild), Estenfeld schon wieder verlassen. Das Pachtverhältnis werde zum 30. September 2016 beendet, teilte Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen mit. Bis Ende September werde der Betrieb im Restaurant ganz normal weitergehen. Die Schweizers haben ein Hotel erworben, für das sie künftig ihre ganze Energie aufwenden wollen. Schraud sagte, sie bedauere den baldigen Weggang der Schweizers sehr. Nun müsse die Gemeinde wieder einen neuen Pächter suchen. An die Besucher der Bürgerversammlungen gewandt, sagte Schraud: „Wenn Sie jemanden wissen, der dafür geeignet wäre, dann sagen Sie uns bitte bescheid!“ Die Schweizers selbst wollen der Gemeinde bei der Suche nach einem Nachfolger behilflich sein.

Steuereinnahmen

01./02.03.2016


Freude über sprudelnde Steuereinnahmen

Investitionen für Gewerbe- und Baugrundstücke machen sich bezahlt


Manchmal dauert es ein Weilchen, ehe sich eine Investition bezahlt macht. Ein schönes Beispiel dafür liefert die Gemeinde Estenfeld. Im Jahr 2012 hat sie Kredite in Millionenhöhe aufgenommen, um damit den Erwerb von Grundstücken finanzieren zu können. Die Flächen benötigte sie zur Erschließung des Gewerbegebiets an der A 7 und des Baugebiets „Triebweg III“. Durch den Ankauf stieg der Schuldenstand der Gemeinde auf fast zwölf Millionen Euro an.

Inzwischen sind die Estenfelder Verbindlichkeiten aber wieder deutlich gesunken. Heute liegen sie bei nur noch 4,3 Millionen Euro. Möglich wurde dies dadurch, dass die Gemeinde ihre neu angekauften Grundstücke an bauwillige Firmen und Privatpersonen veräußert hat. Sowohl die Bauplätze in einer der schönsten Lagen des Ortes als auch die Gewerbeflächen in Autobahnnähe waren heiß begehrt.

Die Gemeinde profitiert jedoch auch langfristig: Die neuen Bürger zahlen Einkommensteuer, die neuen Firmen Gewerbesteuer. Letztere war im vergangenen Jahr so hoch wie noch nie in der Geschichte Estenfelds: Knapp drei Millionen Euro hat die Gemeinde eingenommen. Zwar muss sie in der Folge eine höhere Kreisumlage abführen und sie erhält weniger Schlüsselzuweisungen vom Staat — die Freude trübt das jedoch nicht im Geringsten.

„Ohne die vorherigen Investitionen wäre das nicht möglich gewesen“, sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen mit Blick auf die sehr guten Steuereinnahmen zufrieden. „Es lohnt sich also, auch einmal investive Schulden zu machen, um später davon zu profitieren.“

Skizze Gewerbegebiet an der A 7

01./02.03.2016


Gewerbegebiet an der A 7

ist bald voll belegt


Im Estenfelder Gewerbegebiet an der A 7 sind alle Grundstücke vergeben (siehe Skizze). Bereits angesiedelt haben sich das Porsche-Zentrum, das Sanitätshaus Haas, das Baumaschinen-Unternehmen Schlüter, das Rechenzentrum von Edeka Nordbayern, der Jungunternehmer Holger Metzger (HC Management GmbH) und die Firma Yosh13 (Internethandel). Sie alle befinden sich auf der Seite, auf der auch Lichtbasis und ERT sind. Die Flächen zwischen „Porsche-Kreisel“ und Saunagarten werden schon bald bebaut. Fest steht, dass sich dort ein örtliches Unternehmen niederlassen wird: Das Autohaus Konrad expandiert, weil es dort einen DAF-Service-Stützpunkt errichtet und zusätzlich zum bereits bestehenden Firmengelände weiteren Platz braucht. Daneben wird das Fitnessstudio Injoy hinziehen, das sich derzeit noch in kleineren Räumen in der Röntgenstraße befindet. Unterhalb davon entsteht eine Niederlassung der Firma Jordan (Türen und Bodenbeläge). Außerdem werden die für die weitere Erschließung des Gewerbegebietes notwendigen Retentionsbecken geschaffen. Bürgermeisterin Rosi Schraud sagte bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen, es gebe Überlegungen, das Gewerbegebiet weiter zu vergrößern. Infrage kommt die Fläche zwischen dem Saunagarten und dem Bereich, der derzeit von der Gemeinde Kürnach erschlossen wird. Estenfeld hält mit dem Gewerbegebiet „Am Kalten Tal“ noch mehr Flächen bereit. Diese sind aber eher für kleinere Ansiedlungen geeignet.

Tachometer

01./02.03.2016


Raser ohne Rücksicht

Probemessung liefert erschreckende Zahlen — Gemeinderat entscheidet über Kontrollen


Rücksicht geht anders: In Estenfeld sind die Autofahrer teilweise so schnell unterwegs, dass es für andere Menschen gefährlich wird. Das belegen Testmessungen, die ein Unternehmen im Oktober und November 2015 im Auftrag der Gemeinde durchgeführt hat. Bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen präsentierte Bürgermeisterin Rosi Schraud Zahlen, die — man kann es nicht anders sagen — erschreckend sind und ein schnelles Handeln dringend erforderlich erscheinen lassen.

Die zwei alarmierendsten Beispiele: In der Lengfelder Straße wurde am 14. Oktober 2015 probehalber kontrolliert. Innerhalb von 24 Stunden gab es 1998 Geschwindigkeitsüberschreitungen. Der unrühmliche Spitzenreiter war jemand, der 87 km/h fuhr — bei erlaubten 30 km/h. Wenn es Strafen gegeben hätte, wären 942 Verwarnungen und 1056 Bußgelder (inklusive Punkten in Flensburg) die Folge gewesen. Lediglich 266 von 2453 Autofahrern verhielten sich korrekt.

„Dieses Ergebnis war für mich der absolute Super-Gau“, sagte Schraud. Man müsse bedenken, dass dort wegen des Seniorenzentrums viele alte Menschen laufen. Außerdem seien regelmäßig Kinder, aber auch Erwachsene auf dem Weg in Richtung Weiße Mühle, weil sie dort Sport haben oder spazieren gehen wollen.

Ebenfalls besorgniserregend: die Bilanz der Messung in der Riemenschneiderstraße, auf Höhe der Schule. Hier wurde am 16. November 2015 kontrolliert. In 24 Stunden wurden 568 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. Hätten die Erhebungen Konsequenzen gehabt, hätte es 463 Verwarnungen und 105 Bußgelder gegeben. Nur 330 von 1255 Autofahrern hielten sich an die erlaubten 30 km/h. Der Negativrekord lag bei 81 km/h — gefahren nicht etwa irgendwann nachts, sondern in den Morgenstunden, wenn Kinder zur Schule gehen.

Nicht viel besser waren die Resultate an den anderen Messpunkten: in der Riemenschneiderstraße (in Höhe Kindergarten St. Michael), in der Würzburger Straße (in Höhe Tegut-Markt und in Höhe Spielplatz an den Linden), in der Oberen Ritterstraße (in Höhe Elsweg), in der Unteren Ritterstraße (in Höhe Rathaus), in der Wilhelm-Hoegner-Straße, in der Konrad-Adenauer-Straße (etwas unterhalb der Einmündung zur St.-Mauritius-Straße und in Höhe Bushaltestelle „Köhlerring“), in der Maidbronner Straße (kurz vor dem Campingplatz), am Triebweg (in Höhe Spielplatz) und am Ostring. Auch in Mühlhausen (Ecke Höfergasse) machten sich die Kontrolleure ein Bild — das Ergebnis war keinen Deut besser als in Estenfeld.

Schon am 8. März wird der Gemeinderat entscheiden, ob der fließende Verkehr künftig überwacht wird. Dazu wird Martin Bischof, Geschäftsführer der Gesellschaft für kommunale Verkehrssicherheit mbH (GKVS, Zirndorf), in die Sitzung kommen. Sollte das Gremium Kontrollen beschließen, drohen allen Temposündern bald schon saftige Strafen — es sei denn, sie ändern ihr Fahrverhalten.

Biber-Bau

01./02.03.2016


Hände weg vom Biber-Bau!


An der Pleichach, an der Gemarkungsgrenze Mühlhausen/Maidbronn, haben sich Biber breit gemacht. Das ist zwar ein Beweis dafür, dass der Bach in einem sehr guten Zustand ist — doch der Bau birgt auch gewisse Risiken. Im vergangenen Sommer hat ein Staudamm, der von den Tieren errichtet worden war, das Bachwasser auf eine landwirtschaftliche Nutzfläche „umgeleitet“. Die Folge: Der Boden wurde stark durchnässt und massiv aufgeweicht. In Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt, das für die Pleichach zuständig ist, wurde der Biber-Bau um 20 bis 30 Zentimeter abgesenkt. Zugleich wurde ein so genanntes Umgehungsgerinne mit Höhenbeschränkung hergestellt. Dieser Vorgehensweise hatte die Untere Naturschutzbehörde zugestimmt. Es scheint, als würde dieser einmalige professionelle Eingriff durch den Menschen die Biber nicht stören. Bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen warnte Bürgermeisterin Rosi Schraud eindringlich davor, dass nun weiter Hand an der „Baustelle“ angelegt werde. Der Biber und sein Lebensraum seien streng geschützt. Sollten seine Aktivitäten ein erneutes Handeln erfordern, werde das wieder durch Experten geschehen.

Kürnach Uferbereich

01./02.03.2016


Alles zum Schutz der Kürnach


Die Gemeinde Estenfeld tut alles, was in ihrer Macht steht, um die Kürnach zu schützen. Das unterstrich Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen. „Film, Funk und Fernsehen“ hätten in den vergangenen Jahren immer wieder über den Bach berichtet — leider seien dabei viele Halbwahrheiten oder komplett falsche Tatsachen veröffentlicht worden. Dies habe die Gemeinde zuweilen in ein sehr schlechtes Licht gerückt. Wahr ist: Estenfeld hat zusammen mit der Nachbargemeinde Kürnach ein Gewässerschutzkonzept erstellt. So soll die Kürnach als natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere erhalten werden. Schraud betonte, dem Bach gelte seitens der Gemeinde ein besonderes Augenmerk. Sollten irgendwelche Probleme im Bereich der Überlaufbecken auftreten, reagiere der Bauhof dank neuester Sensortechnik prompt. Auch am Gewässer selbst wird bei Bedarf umgehend gehandelt. Da die Kürnach ein Gewässer dritter Ordnung ist, ist die Gemeinde für deren Unterhalt zuständig. Ein Beispiel: Im vergangenen Jahr rutschte ungefähr auf Höhe der Tennisplätze ein Teil des Uferbereichs ab. Mitarbeiter des Bauhofs befestigten den Hang nach Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt in diesem Abschnitt daraufhin neu (im Bild).

Tempo 30

08.03.2016


Gemeinde sagt

Rasern den Kampf an

Rollender Verkehr wird

künftig überwacht


Wer in Estenfeld und Mühlhausen zu schnell fährt, den kann das künftig teuer zu stehen kommen. In seiner Sitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig (16:0), den rollenden Verkehr überwachen zu lassen. Den Auftrag erhielt die Gesellschaft für kommunale Verkehrssicherheit mbH (GKVS, Zirndorf). Vereinbart wurde, dass vorerst neun Stunden pro Monat kontrolliert werden soll, verteilt auf unterschiedliche Tage und Straßen.

Martin Bischof, Geschäftsführer der GKVS, erklärte in der Sitzung, es gebe mehrere Arten, die Geschwindigkeit zu messen. Eine Möglichkeit ist die, ein Auto mit einem „Blitzer“ darin am Fahrbahnrand zu postieren. „Wir haben insgesamt 24 Fahrzeuge unterschiedlicher Typen und Größen, die wir wechselweise in ganz Bayern einsetzen“, sagte Bischof. Der „Wiedererkennungswert“ für potenzielle Raser sei also gering.

Eine andere Option sind Messungen ohne Pkw – mit Geräten, die für Autofahrer kaum erkennbar platziert werden und die dann aus ihrem „Versteck“ heraus ihre Fotos machen. Die Lichtschranken-Technik könnte auf langgezogenen, relativ breiten Straßen eingesetzt werden, zum Beispiel in der Würzburger Straße. Diese ist übrigens die einzige Straße in Estenfeld, auf der man 50 km/h fahren darf. In allen anderen Straßen gilt Tempo 30.

Von digitalen Messanzeigen, die die Autofahrer mit leuchtenden und blinkenden Zahlen darauf aufmerksam machen, wie schnell sie gerade sind, hält Bischof wenig. Der „Gewöhnungseffekt“ bei solchen Geräten stelle sich sehr rasch ein. Die Fahrer wüssten, dass ihnen nichts passiert, selbst wenn sie sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. Bischof glaubt, dass es ohne drohende Strafen nicht funktioniert. Er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Nachhaltig ändert sich nur dann etwas, wenn es wehtut.“

Fest machte er dies an einem konkreten Beispiel: In der niederbayerischen Stadt Abensberg wurde vor 13 Jahren die kommunale Verkehrsüberwachung eingeführt. Seither sei die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße deutlich zurückgegangen. Gleiche oder ähnliche Erfahrungen hätten auch die anderen über 600 Städte und Gemeinden in Bayern gemacht, die im Kampf gegen die Raser selbst die Initiative ergriffen haben.

Die Rechtsfolgen bei der kommunalen Verkehrsüberwachung seien die gleichen wie bei Kontrollen durch die Polizei, erklärte Bischof. Wer deutlich zu schnell fährt, der muss mit Verwarnungen oder Bußgeldern samt Punkten in Flensburg rechnen. Ausgestellt werden die Bescheide nicht von der GKVS, sondern von der auftraggebenden Kommune.

Im Falle von Estenfeld werden die Verwaltungsaufgaben bei der Verkehrsüberwachung von Bergtheim aus übernommen. Die Verwaltungsgemeinschaft Bergtheim hat dort die Dienststelle „Verkehrsüberwachung Pleichach“ eingerichtet, der die Gemeinden Bergtheim und Unterpleichfeld angegliedert sind. In einer Zweckvereinbarung soll der Anschluss Estenfelds geregelt werden.

09.03.2016


Keine Flüchtlinge in Mehrzweckhalle und Schulturnhalle

Geplanter Besichtigungstermin am 10. März wurde kurzfristig abgesagt


Eine Unterbringung von Flüchtlingen in der Estenfelder Mehrzweckhalle oder in der Schulturnhalle ist vom Tisch. Das hat eine Nachfrage von Bürgermeisterin Rosi Schraud beim Landratsamt Würzburg ergeben. Schraud reagierte auf einen Zeitungsbericht in der Main-Post. Darin wurde Johannes Hardenacke, Pressesprecher der Regierung von Unterfranken, mit folgenden Worten zitiert: „Für den Freistaat Bayern hat der Schulsport Vorrang und deswegen dürfen Turnhallen nicht mehr mit Flüchtlingen belegt werden.“ Diese Aussage stand im Widerspruch zu den Plänen, über die Mitarbeiter des Landratsamtes am 10. März mit der Gemeinde Estenfeld reden wollten. Für diesen Tag war eine Besichtigung der Mehrzweckhalle und der Schulturnhalle geplant, um dann über eine mögliche Belegung mit Flüchtlingen zu entscheiden. Katja Jung, die beim Landratsamt für die Asylbewerberaufnahme und die Notunterkünfte zuständig ist, bestätigte Bürgermeisterin Schraud, dass die Estenfelder Hallen in der Tat nicht mehr als Notunterkünfte infrage kämen. Der Termin am 10. März wurde daraufhin abgesagt.

Dies ist ein Beispielbild und kann ersetzt werden.

17.03.2016


Vorfahrt am Ortseingang geändert

Regelung gilt vorerst nur auf Probe


An der Kreuzung Westumgehung/Würzburger Straße am Ortseingang von Estenfeld wurde die Verkehrsführung geändert. Probehalber wurde eine abknickende Vorfahrt eingeführt, die Fahrzeuge auf der Westumgehung sind nun bevorrechtigt. Damit diese Neuregelung auch wirklich jedem auffällt, wurde die Fahrbahn entsprechend markiert. Außerdem wurden im gesamten Kreuzungsbereich Hinweisschilder angebracht. Um besonders bei Dunkelheit auf die kritische Stelle aufmerksam zu machen, wurden zusätzlich blinkende Warnleuchten aufgestellt. Die neue Vorfahrtsregelung gilt vorerst nur zeitlich begrenzt. Ob sie sich bewährt hat, will der Gemeinderat nach einer längeren „Testphase“ entscheiden. Das Gremium hatte die abknickende Vorfahrt bereits im vergangenen Herbst mehrheitlich beschlossen. Die Befürworter erhoffen sich davon eine Entlastung der Würzburger Straße, die Gegner befürchten eine zusätzliche Verkehrsbelastung für den Altort. Dass es so lange bis zur Einführung gedauert hat, hängt in erster Linie mit der Witterung zusammen. Bei der Markierung einer Straße sollte es trocken und nicht zu kalt sein.

Schlüter-Schlüsselübergabe

19./20.03.2016


Das Gelb leuchtet

schon von Weitem
Baumaschinen-Firma Schlüter

feierte Eröffnung


Schon seit Anfang Januar läuft der Betrieb bei der Schlüter Baumaschinen GmbH in der Porschestraße im Estenfelder Gewerbegebiet. Ein Vierteljahr später feierte das Unternehmen zusammen mit Mitarbeitern, Kunden, Familien und Firmennachbarn den „Schlüter-Tag“. Für kleine und große Besucher gab es allerlei Aktionen zum Staunen und Mitmachen – zum Beispiel konnten sie einen Bagger und dessen Schaufel steuern, natürlich nur unter Aufsicht eines Mitarbeiters.
Einer, der sich auch ins Führerhaus einer solchen Maschine wagte, war Zweiter Bürgermeister Joachim Sadler. Interessiert ließ er sich zeigen, welche Hebel er bewegen muss, damit das schwere Gerät auch tatsächlich das tut, was er will. Zuvor hatte Sadler in einer kurzen Ansprache dem Geschäftsführer Thomas Schlüter und der gesamten Firmenleitung gedankt, dass sie sich für Estenfeld als neuen Standort entschieden haben. Die Lage des Gewerbegebiets in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A 7 sei ideal, sagte er.
Das bestätigte auch Firmenchef Schlüter: „Man sieht auch ohne Navi schon von Weitem die gelben Baumaschinen leuchten.“ Schlüter übergab seinem Kundendienstleiter Gerold Hamm, der zugleich Leiter des Standorts Estenfeld ist, den symbolischen Schlüssel für die neue und deutschlandweit 23. Niederlassung. Das Grundstück, auf dem sich die Firma angesiedelt hat, ist 9030 Quadratmeter groß, das Gebäude mit Werkstatt, Büro- und Sozialräumen umfasst 1090 Quadratmeter.
Derzeit sind in Estenfeld 15 Mitarbeiter tätig, 30 sollen es werden. Hierzu sucht das Unternehmen noch Baumaschinenmonteure und -verkäufer.

Schlüter bietet Premium-Produkte von Komatsu und Sennebogen, Zubehörteile und Steuerungselemente sowie den entsprechenden Service an. Alle Maschinen können nicht nur gekauft, sondern auch gemietet werden. Kunden sind vor allem Garten- und Landschaftsbauer, aber auch Abbruchunternehmen und Entsorgungsbetriebe.

Letzte Änderung: 28.03.2016 22:35 Uhr