JULI 2016

Schlüssel Kartause

01.07.2016


Gesamte Kartause

in Gemeindebesitz
Bürgermeisterin Schraud strebt Bestandsaufnahme und -analyse an


Es waren nur zwei kleine Schlüssel, doch für die Gemeinde Estenfeld symbolisierten sie einen geschichtsträchtigen Augenblick: Am

1. Juli ging auch der hintere Teil des Kartausen-Areals offiziell in Gemeindebesitz über. Somit gehört nun das gesamte Gelände der Gemeinde, denn den vorderen Teil hatte sie schon im Jahr 2001 erworben. Bürgermeisterin Rosi Schraud nahm die Schlüssel freudig aus den Händen der bisherigen Grundstückseigentümer Michael und Susanne Keller entgegen.
Nach Ansicht Schrauds ist der „erste und elementare Schritt“ nach der Übergabe des Wirtschaftshofes der Kartause, eine Bestandsaufnahme samt anschließender Bestandsanalyse durch ein Fachbüro vornehmen zu lassen. „Eine solche Analyse ist die grundlegende Voraussetzung für das Gelingen einer nachhaltigen und wirksamen Sanierung von historischer Bausubstanz. Darüber hinaus schafft sie Planungssicherheit und dient der Dokumentation und zweifelsfreien Nachvollziehbarkeit“, sagte Schraud. Hinzu komme, dass durch diese Datenerhebungen bei der späteren Umsetzung Geld gespart werden könnte.
Darüber hinaus wäre nach Auffassung der Bürgermeisterin eine verformungsgerechte Vermessung vorteilhaft, um für eine spätere Sanierung exakte Vermessungsdaten über den gesamten Gebäudekomplex zu haben. „Der behutsame Umgang mit historischer und erhaltenswerter Bausubstanz ist besonders wichtig“, sagte Schraud. Hierzu brauche man genügend zeitlichen Vorlauf, um die Maßnahmen professionell vorbereiten zu können.

Auf Grundlage der beiden Auswertungen sollte in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, dem Freundeskreis der Kartause und den Bürgern ein Nutzungs- und daraus wiederum ein Maßnahmenkonzept entwickelt werden, erklärte Schraud. Klar sei, dass die zuvor stattfindenden Untersuchungen Kosten verursachen. Aber: „Es wäre fatal, in diesem für die weitere Entwicklung der Gemeinde so wertvollen Areal schlecht vorbereitet zu sein und unter Zeitdruck blindlings zu agieren.“

Dies ist ein Beispielbild und kann ersetzt werden.

12.07.2016


Kicken auf einem Kleinfeld?

Gemeinde will Angebot einholen


Das Sportgelände am Triebweg könnte schon bald um eine Attraktion reicher sein. Die Gemeinde denkt darüber nach, neben den beiden Beachvolleyball-Feldern ein Fußball-Kleinspielfeld zu errichten. Über die Anschaffung entschied der Gemeinderat in seiner Sitzung noch nicht – wohl aber darüber, ein konkretes Angebot einzuholen (14:2 Stimmen).

Der Normalpreis für ein solches Feld liegt bei rund 70 000 Euro. In Estenfeld erhofft man sich aber einen „Rabatt“, wenn es zusammen mit den Gemeinden Kürnach, Rottendorf und Veitshöchheim bestellt wird, die alle ebenfalls einen Kauf planen. Hinzu kämen die Kosten für die vorbereitenden Arbeiten, die der Bauhof zu erledigen hätte. Der Platz müsste eingeebnet und der nötige „Unterbau“ inklusive der Drainageleitungen zur Entwässerung geschaffen werden.

Das Kleinfeld mit zwei Fußballtoren, das die Gemeinde im Blick hat, ist 20 mal 13 Meter groß. Gespielt wird auf Kunstrasen, ringsum befinden sich eine Bande und ein Ballfangzaun. Ein vergleichbares Feld gibt es seit dem Jahr 2008 in Unterpleichfeld. Obwohl sie ein Stück zu fahren haben, nehmen manche Estenfelder den Weg auf sich, um dort zu kicken.

Dort wo das Estenfelder Kleinfeld entstehen könnte, ist derzeit ein Bolzplatz. Zwar spielen darauf immer wieder Kinder – aber so richtig glücklich scheinen nicht alle zu sein. Bei der Gemeinde haben sich schon mehrere Eltern gemeldet und moniert, dass der Platz nach unten abfalle. Außerdem seien die beiden Tore zu weit voneinander entfernt und es fehle ein Fangnetz, das verhindert, dass die Kinder beim Ballholen weit laufen müssen.

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12.07.2016


Für Halter von Kampfhunden wird es teurer


Wer in Estenfeld einen Kampfhund hält, muss künftig mehr zahlen. In seiner Sitzung beschloss der Gemeinderat mit knapper Mehrheit (9:7 Stimmen), die Hundesteuersatzung zu ändern und den Jahresbetrag pro Kampfhund von 50 auf 200 Euro zu erhöhen. Zu einer Anhebung auf 500 Euro, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, konnte sich das Gremium nicht durchringen. Zwar wollten die Räte eine abschreckende Wirkung erzielen – doch diese Summe erschien den meisten dann doch zu hoch. Mit 200 Euro verlangt Estenfeld genau so viel wie Eisenheim. Weitere Vergleichszahlen: In Oberpleichfeld liegt die Kampfhunde-Steuer bei 250 Euro, in Kürnach und Dettelbach bei 300 Euro. Satte 500 Euro werden in Wipfeld und Schwanfeld fällig.

12.07.2016


Ein Hotel für Estenfeld


Im Estenfelder Gewerbegebiet wird es bald Übernachtungsmöglichkeiten geben. Wie Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung informierte, möchte der Unternehmer Holger Metzger im Bereich der Sieboldstraße ein Hotel inklusive Gastronomie errichten lassen. Dazu wird er Flächen kaufen, auf denen das Gebäude entstehen soll. Als Übernachtungsgäste hat Metzger vor allem Vertriebler im Blick, die mit den im Gewerbegebiet ansässigen Firmen Geschäftskontakte pflegen. Weitere Kundschaft erhofft er sich aufgrund der Autobahnnähe und der zentralen Lage Estenfelds in Deutschland.

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12.07.2016


Verena Füller zieht es nach Schweden


Das „Nesthäkchen“ verlässt den Gemeinderat: Die Juli-Sitzung war die vorläufig letzte, an der Verena Füller (UWG) als aktives Ratsmitglied teilgenommen hat. Ende des Monats wird sie nach etwas mehr als zwei Jahren offiziell aus dem Gremium ausscheiden. Bürgermeisterin Rosi Schraud dankte Füller für ihren Einsatz zum Wohle der Gemeinde Estenfeld und ihres Ortsteils Mühlhausen, in dem die 23-Jährige aufgewachsen ist. Ab August wird Füller nicht mehr so oft zu Hause sein, denn sie geht im Rahmen ihres Studiums (Master of European Affairs) für zwei Jahre nach Schweden. Passend dazu hatte sie zum Abschied schwedische Zimtschnecken für ihre Ratskollegen und die Zuhörer gebacken – eine nette und äußerst schmackhafte Geste. Von Seiten der Gemeinde gab es für Füller gleich mehrere Geschenke: einen Estenfeld-Teller, eine Dankurkunde und einen Blumenstrauß. Für die UWG in den Gemeinderat nachrücken wird Josef Ziegler.

12.07.2016


Haushaltsjahr 2013 ist abgehakt


Die Jahresrechnung 2013 wurde in der Gemeinderatssitzung einstimmig (16:0) entlastet. Damit ist dieses Haushaltsjahr nun offiziell abgeschlossen. Zuvor hatte Johannes Streit, der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, den Bericht der Prüfer vorgestellt. Die beiden markantesten Zahlen: Im Verwaltungshaushalt gab es Überschreitungen von rund

770 000 Euro, im Vermögenshaushalt lag die Gemeinde etwa 450 000 Euro über dem Ansatz. Günther Grimm wies darauf hin, dass dies „viel Geld“ sei und hinterfragte vor allem manche „kleinere“ Aufwendung. Im Zweifelsfall müsste man eben auch einmal auf etwas verzichten, sagte Grimm.

12.07.2016


ILEK schafft klare Zukunftsperspektiven


Die Gemeinden im Würzburger Norden haben viel vor: Miteinander wollen sie dafür sorgen, dass die Region als Lebens-, Arbeits-, Freizeit- und Naturraum weiterentwickelt wird. Um dies zu erreichen, wollen sie Kräfte bündeln und neue Ideen umsetzen. Als Leitfaden dazu dient das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK), an dem sich insgesamt 300 Bürger beteiligt haben. Etwa zwei Drittel der von ihnen erdachten 122 Projekte sollen in den nächsten fünf Jahren verwirklicht werden. In seiner Juli-Sitzung hat der Estenfelder Gemeinderat dieses umfangreiche Strategiepapier genehmigt (16:0). Ebenfalls einstimmig befürwortete das Gremium die Gründung eines Vereins, der Organisationsplattform und Projektträger zugleich sein soll. Mit der Umsetzung soll ein Fachbüro betraut werden.

12.07.2016


Grundstück wird über Gemeindekanal entwässert


Auf einem Grundstück schräg seitlich von der Zimmerei Förster soll ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage gebaut werden. Die Adresse: Wilhelm-Barth-Straße 14b. Für den Gemeinderat sind solche Beschlüsse eigentlich Routineangelegenheiten. Doch in diesem Fall lagen die Dinge etwas anders, denn die Entwässerung des Grundstücks soll über den Gemeindeparkplatz erfolgen. Der Gemeinderat genehmigte das Bauvorhaben in seiner Sitzung – allerdings nur unter besonderen Bedingungen. So muss die Antragstellerin Renate Förster eine einmalige Entschädigungszahlung in üblicher Höhe an die Gemeinde entrichten. Die Kosten für das Aufgraben des Parkplatzes zum Anschluss des Hauses an den gemeindlichen Kanal muss sie ebenfalls tragen. Auch wenn später einmal Reparaturen an der Leitung notwendig werden, muss die Bauherrin dies finanzieren. Beim Vertragsabschluss wird sich die Gemeinde des Weiteren die Grunddienstbarkeit für das Leitungsrecht eintragen lassen. Das bedeutet: Sollten irgendwann neue Leitungen verlegt werden müssen, hätte die Gemeinde das Anrecht, über das fremde Grundstück zu verfügen. Der Beschluss fiel einmütig (15:0). Gemeinderat Andreas Förster durfte wegen familiärer Verbindungen nicht mitstimmen.

12.07.2016


Jordan zieht ins Estenfelder Gewerbegebiet


Prominenter Neuzugang für das Estenfelder Gewerbegebiet: Die Firma Jordan (Bodenbeläge und Türen) wird in der Otto-Hahn-Straße eine Lagerhalle mit angegliedertem Verwaltungsgebäude errichten. Der Gemeinderat genehmigte das Bauvorhaben in seiner Sitzung einstimmig (16:0). Derzeit befindet sich die Jordan-Niederlassung für den Raum Würzburg im Stadtgebiet – dort wo sich früher die Firma Glas-Keil befand.

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12.07.2016


Kommen die Tischtennisplatten wieder?


Auf dem Spielplatz an der Apotheke und auf dem oberen Spielplatz in der Wilhelm-Hoegner-Straße gab es früher jeweils eine Tischtennisplatte. Weil sie beschädigt waren und man darauf nicht mehr gut spielen konnte, wurden sie abgebaut. Neue Platten wurden nicht aufgestellt. Genau dies forderte Gemeinderat Johannes Streit in der Sitzung. Zumindest auf einem der beiden Spielplätze sollte wieder eine Platte errichtet werden, sagte er. Die Gemeindeverwaltung will sich nun erkundigen, wie viel eine Platte kostet.

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12.07.2016


Engstelle hinter Edeka birgt Gefahr


Die hintere Ausfahrt am Edeka-Markt (zur Unteren Straße hin) ist nicht ganz ungefährlich. An dieser unübersichtlichen Stelle fahren nicht nur Autos hinaus, dort sind auch Fußgänger unterwegs. In der Gemeinderatssitzung äußerte Johannes Pietschmann einen Wunsch: Der Bauausschuss sollte sich die Ausfahrt einmal anschauen und dann darüber entscheiden, ob dort ein Spiegel oder ein Schild „Vorsicht Fußgänger!“ sinnvoll wäre. So ließe sich das Risiko verringern, dass sich ein Unfall ereignet.

12.07.2016


Unangenehmer Geruch aus dem Kanal


Im Zuge der Erschließung des Neubaugebiets im Ortsteil Mühlhausen wurde ein Entlastungskanal gebaut. Dieser führt von der Kreuzung Rimparer Straße/Dr.-Fritz-Wilhelm-Straße hinunter zum Dorfgemeinschaftshaus. Anwohner klagen nun darüber, dass aus dem Kanal teilweise penetranter Geruch komme. Gemeinderätin Verena Füller gab in der Sitzung eine Bitte von Mühlhäuser Bürgern weiter, die fordern, den Kanal noch einmal zu überprüfen und dann entsprechende Nachbesserungen vorzunehmen.

Letzte Änderung: 12.08.2016 22:10 Uhr