FEBRUAR 2016

Tagespflege

01.02.2016


Zurück in gewohnter Umgebung
Senioren-Tagespflege wurde wiedereröffnet


Für einen großen Schrecken hat kurz vor Weihnachten der Wasserrohrbruch in der Tagespflege der Caritas-Sozialstation St. Gregor in Estenfeld gesorgt. Wegen des Schadens musste das Gebäude in der Lengfelder Straße vorübergehend geschlossen werden. Nun hat die Einrichtung ihren Betrieb wieder aufgenommen. Das sofortige Reagieren des Teams der Tagespflege und der Mitarbeiter vom Gemeindebauhof habe einen schlimmeren Schaden verhindert, sagt Bürgermeisterin Rosi Schraud. Die schnelle und reibungslose Abwicklung der Reparaturarbeiten sei der professionellen Koordination von Lisa Krein vom Bauamt sowie den ausführenden Firmen zu verdanken. „Sie haben die Notwendigkeit der schnellen Wiedereröffnung erkannt und alles daran gesetzt, den angepeilten Termin zu verwirklichen“, lobt Schraud.

Ein großes Dankeschön für deren überdurchschnittliches Engagement spricht Schraud folgenden Firmen aus:
- Sprint Sanierungs GmbH, Würzburg - Entkernung und Gebäudetrocknung
- Rüttger Raumaustattungs-GmbH, Iphofen - Bodenbelagsarbeiten
- Klaus Mainberger GmbH, Estenfeld - Trockenbau- und Malerarbeiten
- Konhäuser GmbH, Estenfeld - Innenausbau
- Elektro-Pfeuffer, Würzburg - Elektroinstallation
- Titan Gebäudereinigung GmbH, Würzburg - Baufeinreinigung
- Fliesen-Baumeister, Rimpar - Fliesenarbeiten
- Zinnhobel GmbH, Gerbrunn - Fenster- und Türanlagen

Ebenso bedankt sich die Bürgermeisterin beim Vorstand und bei den Mitarbeitern der Sozialstation. Die Unterbringung der betreuten Senioren in anderen Häusern sei schnell und unkompliziert verlaufen. Die meisten von ihnen wurden auf Einrichtungen in Kürnach und Rimpar verteilt. Ein Fahrdienst brachte sie täglich dorthin. Auch das Personal wechselte mit, damit die Betreuten ihre vertrauten Bezugspersonen nicht verlieren. Ganz besonders dankt Schraud daher den Gästen der Tagespflege und deren Angehörigen für ihr entgegengebrachtes Verständnis in dieser Situation. „Ich freue mich sehr, dass sie nun wieder ihre gewohnte Umgebung und Betreuung genießen können“, sagt Schraud.

Strafzettel

16.02.2016


Falschparker müssen

mit Strafen rechnen

Gemeinde lässt ruhenden

Verkehr überwachen


Die Zeiten, in denen das „wilde Parken“ in Estenfeld ungeahndet blieb, sind vorbei. Die Gemeinde wird den ruhenden Verkehr im Ort künftig regelmäßig überwachen lassen. Diese Arbeit übernimmt für sie die K&B Kommunale Dienstleistungsgesellschaft mbH (Mühldorf am Inn), ein Unternehmen, das bereits für viele Kommunen derartige Kontrollen durchführt und sich selbst als Marktführer in diesem Bereich bezeichnet. Den Auftrag vergab der Gemeinderat in seiner Sitzung mit 16:1 Stimmen.

Vereinbart wurde, dass die Firma zunächst zehn Stunden pro Monat in Estenfeld präsent ist, auch an Sonn- oder Feiertagen. Wann genau und in welchen Straßen, das legt die Gemeinde nach interner Absprache fest. Sie hat gegenüber der Firma das Weisungsrecht. Die Kontrollzeiten werden von Woche zu Woche variieren – so soll verhindert werden, dass sich die Falschparker allzu sicher fühlen können.

Bevor die Überwachung offiziell eingeführt wird, werden die Bürger informiert. Vorerst werden bei Verstößen nur Handzettel an die Windschutzscheibe gesteckt, auf denen darauf aufmerksam gemacht wird, dass man seinen Wagen hier nicht abstellen dürfe. Strafzettel gibt es in der Anfangsphase noch keine.

Was nicht möglich sein wird, ist eine Kontrolle „auf Zuruf“, erklärte Manfred Berghofer, Geschäftsführer von K&B, den Gemeinderäten. Das bedeutet: Ärgert man sich über einen Falschparker, kann nicht auf die Schnelle jemand vorbeikommen, um diesem ein „Knöllchen“ zu verpassen. Der Gemeinde sind die Stellen, an denen die meisten Verkehrssünder stehen, aber wohl bekannt. Darüber wird sie die Firma bei einer Ortsbegehung vorab informieren.

Die Verwaltungsaufgaben bei der Verkehrsüberwachung werden von Bergtheim aus übernommen. Die Verwaltungsgemeinschaft Bergtheim hat dort die Dienststelle „Verkehrsüberwachung Pleichach“ eingerichtet, der die Gemeinden Bergtheim und Unterpleichfeld angegliedert sind. In einer Zweckvereinbarung soll der Anschluss Estenfelds geregelt werden.

Eigentlich wollte der Gemeinderat in seiner Sitzung auch über eine Überwachung des fließenden Verkehrs entscheiden. Doch Martin Bischof, Geschäftsführer der Gesellschaft für kommunale Verkehrssicherheit mbH (GKVS, Zirndorf), konnte aus Krankheitsgründen nicht kommen. Somit wird das Gremium in der nächsten Sitzung beraten, ob innerorts auch Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.

Haushalt 2016

16.02.2016


Investitionen

ohne neue Schulden

Gemeinderat verabschiedet

Haushalt 2016 einstimmig


Der Gemeinde Estenfeld stehen große Investitionen bevor – da ist es gut zu wissen, dass sich die finanzielle Situation in den vergangenen Jahren merklich entspannt hat. Die Schulden, die 2013 bei fast zwölf Millionen Euro lagen, betragen heute nur noch 4,3 Millionen Euro. Eine erfreuliche Entwicklung, die vor allem auf den erfolgreichen Verkauf der Grundstücke im Baugebiet „Triebweg III“ und im Gewerbegebiet an der A 7 zurückzuführen ist.

Auch im Haushalt 2016 wird der Konsolidierungskurs fortgesetzt. Zum Jahresende wird der Schuldenstand voraussichtlich auf 3,9 Millionen Euro sinken. Rechnet man diese Summe auf die Bürger um, kommt man auf eine Pro-Kopf-Verschuldung von 778 Euro. Das ist nur knapp höher als der Landesdurchschnitt von 764 Euro – die Richtung stimmt.

Die solide Finanzlage zeigt sich auch daran, dass die Gemeinde im Jahr 2016 keine neuen Kredite aufnehmen muss. Das ist umso bemerkenswerter, da im Vermögenshaushalt Investitionen in Höhe von stattlichen 5,8 Millionen Euro vorgesehen sind. Die dicksten Brocken sind das neue Feuerwehrgerätehaus, der Kauf des Wirtschaftshofs der Kartause, der Erwerb weiterer Gewerbeflächen und die Breitbandförderung. Insgesamt hat der Haushalt ein Volumen von 17,1 Millionen Euro – das entspricht exakt dem Umfang des vergangenen Jahres. Auf den Verwaltungshaushalt, in dem die laufenden Einnahmen und Ausgaben für ständige Aufgaben der Gemeinde veranschlagt werden, entfallen 11,3 Millionen Euro.

Im Zahlenwerk, das Kämmerer Frank Fiebig in der Gemeinderatssitzung vorstellte, stechen einige Summen hervor. Dazu gehören die Gewerbesteuer-Einnahmen, die mit dem Rekordergebnis von rund drei Millionen Euro beträchtliche Höhen erreicht haben. Auch der Gemeindeanteil der Einkommensteuer ist gewachsen: von unter zwei Millionen Euro im Rechnungsjahr 2010 auf jetzt 2,8 Millionen Euro.

So schön das für die Gemeinde ist – es gibt auch eine Kehrseite: Die Finanzkraft Estenfelds hat zur Folge, dass eine höhere Kreisumlage an den Landkreis Würzburg abgeführt werden muss. Diese ist um 430000 Euro auf nunmehr zwei Millionen Euro gestiegen. Außerdem fallen die Schlüsselzuweisungen vom Staat geringer aus, sie sinken von 561000 Euro auf 217000 Euro. Unter dem Strich werden im Haushaltsjahr 2016 in der Folge „nur“ etwa 548000 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt transferiert, das ist etwa eine Million Euro weniger als im Vorjahr.

Nachdem die drei Fraktionssprecher Albin Wolz (CSU), Günther Grimm (SPD) und Jens Dietzsch (UWG) ihre Stellungnahmen abgegeben hatten, wurde abgestimmt. Das Ergebnis: Mit 17:0 Stimmen wurde der Haushalt 2016 in der vorgelegten Form genehmigt.


Den kompletten Erläuterungsbericht zum Haushaltsplan der Gemeinde lesen Sie hier.

Die Stellungnahmen der einzelnen Fraktionen finden Sie unter folgenden Links:

- CSU

- SPD

- UWG

16.02.2016


Feuerwehrhaus: Baubeginn rückt näher


Die Generalplanung zum Bau des neuen Feuerwehrhauses in Estenfeld geht auf die Zielgerade. In seiner Sitzung beauftragte der Gemeinderat das Architekturbüro Dold + Versbach (Giebelstadt) einstimmig (17:0) mit den Arbeiten der Leistungsphasen 5 bis 8. Vereinbart wurde dafür ein Pauschalhonorar von 261800 Euro brutto.

Wenige Tage zuvor hatte die Gemeinde eine erfreuliche Nachricht erhalten: Die Regierung von Unterfranken erteilte ihr für den Neubau des Feuerwehrhauses die vorzeitige Baufreigabe – eine Entscheidung, die förderrechtlich bedeutsam ist. Nach den derzeit geltenden Richtlinien wird die Zuwendung 314000 Euro betragen. Die Gesamtkosten für das Gebäude, das rechts neben dem Tegut-Markt entsteht, belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro.

Dies ist ein Beispielbild und kann ersetzt werden.

16.02.2016


Gemeinde bestätigt Kommandant Zürn


Seit dem 1. Februar hat die Freiwillige Feuerwehr Mühlhausen einen neuen Ersten Kommandanten: Michael Zürn. Er löste Otto Füller ab, der dieses Amt fast 30 Jahre lang innehatte. In seiner Sitzung bestätigte der Estenfelder Gemeinderat einstimmig (17:0) die Wahl Zürns – unter der Voraussetzung, dass dieser im Laufe des nächsten Jahres einen Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“ erfolgreich absolviert. Zweiter Kommandant der Mühlhäuser Wehr bleibt Jürgen Heinrich. Die Amtszeit der beiden dauert sechs Jahre. Im Bild: Bürgermeisterin Rosi Schraud und Kommandant Michael Zürn.

Dies ist ein Beispielbild und kann ersetzt werden.

16.02.2016


Vergabekriterien für Baugebiet „Kies IV“ festgelegt


16 Bauplätze gibt es im Mühlhäuser Baugebiet „Kies IV“, das Interesse daran ist groß. In der Gemeinderatssitzung gab Bürgermeisterin Rosi Schraud die Vergabekriterien bekannt, die das Gremium in seiner Januar-Sitzung beschlossen hat. Als Erstes kommen Interessenten aus Mühlhausen zum Zug, dann Estenfelder und erst dann Bürger aus allen anderen Orten. Familien mit Kindern werden bevorzugt. Wer einen Bauplatz reserviert hat und auf der „Rangliste“ ganz oben steht, der muss sich bis Ende Mai entschieden haben, ob er diesen kaufen will. Ansonsten kommen die folgenden Bewerber an die Reihe. Käufer eines Grundstücks müssen ihr Haus innerhalb von sieben Jahren errichtet haben.

16.02.2016


Estenfeld ist jetzt ein „5000er-Dorf“


Die magische Marke ist geknackt: Die Gemeinde Estenfeld hat inzwischen mehr als 5000 Einwohner. Zum 30. Juni 2015 lebten insgesamt 5018 Menschen in Estenfeld und dem Ortsteil Mühlhausen. Die Tendenz sei weiter steigend, sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Sitzung des Gemeinderats.

Flurbereinigung Mühlhausen

26.02.2016


Größer, effektiver, lebenswerter
Flurbereinigungsverfahren

„Mühlhausen 2“ nach über

34 Jahren abgeschlossen


Es war eine große Herausforderung für einen kleinen Ort: Nach über 34 Jahren ist das Flurbereinigungsverfahren „Mühlhausen 2“ offiziell beendet. Ein freudiger Anlass, den Bürgermeisterin Rosi Schraud, ihre beiden Vorgänger Altbürgermeister Heinz Bär und Altbürgermeister Michael Weber, Eva Kiesekamp vom Amt für ländliche Entwicklung und die langjährigen Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft im Dorfgemeinschaftshaus gemeinsam feierten.
Beschlossen wurde das Verfahren im November 1981. Die Verlegung der B 19 zwischen Würzburg und Werneck sowie der Kreisstraße WÜ 8 zwischen Estenfeld und Maidbronn wurde damals zum Anlass genommen, die gesamten Flächen in und um Mühlhausen neu zu ordnen. Die vielen kleinen Grundstücke, die es in Folge der „fränkischen Realteilung“ gab, wurden zu größeren und damit effektiver nutzbareren zusammengefasst. Insgesamt waren 250 Eigentümer mit 603 Hektar beteiligt.
Parallel zur Flurbereinigung wurde die Dorferneuerung vorangetrieben. „Das Ziel war es, den ganz speziellen Charme von Mühlhausen zu erhalten“, sagte Bürgermeisterin Schraud. Dabei wurde nicht nur bereits Bestehendes erhalten, sondern auch Neues geschaffen — und das mit Unterstützung fast der gesamten Bevölkerung.
Das Verfahren hätte eigentlich bereits 2008 abgeschlossen werden können. Doch dann kam noch das Dorfgemeinschaftshaus hinzu, in dessen hinterem Teil sich das Feuerwehrhaus befindet. In einer beispiellosen Gemeinschaftsleistung wendeten die Mühlhäuser rund 6000 Arbeitsstunden auf, um das Gebäude zu errichten. Seit seiner Fertigstellung ist es Dreh- und Angelpunkt — ein Ort, der das Leben in Mühlhausen noch lebenswerter macht.
Vier Bürgermeister haben sich mit dem Flurbereinigungsverfahren beschäftigt. Begonnen wurde es unter der Führung von Ignaz Schneider, fortgeführt von Heinz Bär und Michael Weber, abgeschlossen von Rosi Schraud. Auch in der Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft haben sich mehrere Mitglieder mit dem Projekt befasst. Zum Abschluss der Feier wurden diese geehrt — für 14 Jahre Otmar Heinrich und Oswald Troll; für 19 Jahre Berthold Schneider, Karl-Heinz Troll, Stefan Heinrich, Hermann Scheller, Peter Heinrich und Reinhold Öchsner; für 33 Jahre Edgar Schneider, Totnan Heil, Otto Füller und Werner Roth.


Flurbereinigung und Dorferneuerung in Zahlen:
Alte Schmiede, Erwerb und Umbau (1987 — 1989): 73 000 Euro;
Buswartehäuschen, Sanierung Milchhäuschen, Sanierung Friedhofsmauer mit Kirchenvorplatz und Brunnen (1988 — 1995): 60 000 Euro;
Gestaltung äußerer und innerer Ringweg (1987 — 1992): 124 700 Euro;
Neugestaltung Kreuzung bei früherer Gaststätte Heil (2003 — 2005): 50 000 Euro;
Neubau Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus (2008 — 2014): 80 000 Euro;
Gesamtausgaben Dorf-, Flur- und Landzwischenerwerb: 3,4 Millionen Euro — Anteil Gemeinde: 844 000 Euro;
Zuschüsse Flurbereinigung und Dorferneuerung gesamt: 1,9 Millionen Euro;

Eigenleistung der beteiligten Grundeigentümer: 702 000 Euro

Letzte Änderung: 03.03.2016 21:59 Uhr