DEZEMBER 2016

Kartausen-Spende

02.12.2016


Raiffeisenbank spendet

für Kartausentor


Das Kartausentor ist eines der prägenden Wahrzeichen von Estenfeld. Doch die Jahre haben an dem Torbogen ihre Spuren hinterlassen, der Sandstein wird immer brüchiger. Die Raiffeisenbank Estenfeld-Bergtheim hat daher beschlossen, die Sanierung der Fassade zu unterstützen. Aus dem Zweckertrag des Gewinnsparens hat sie 5000 Euro an die Gemeinde gespendet. Den symbolischen Scheck übergaben der ehemalige Vorstand Erwin Pfeuffer (links), der im Herbst nach 40 Jahren bei der Raiffeisenbank in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, und Vorstand Edgar Bauer an Bürgermeisterin Rosi Schraud. Bauer sagte, der Bank sei das soziale Engagement sehr wichtig – und dazu gehöre es auch, den Erhalt von historischen Gebäuden zu fördern. Den Anstoß, diesmal das Kartausentor zu berücksichtigen, hat Pfeuffer gegeben, der in Estenfeld lebt. Er möchte die Spende als „Anschubfinanzierung“ verstanden wissen. Wie teuer die Sanierung des steinernen Torbogens wird, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Im nächsten Frühjahr werden Fachleute im Beisein des Restaurationsexperten und früheren Dombaumeisters Dr. Michael Hauck die Anlage in Augenschein nehmen.

13.12.2016


Antriebe sind ihr Antrieb

hofer eds“ will Entwicklungszentrum nach Estenfeld verlegen


Im Estenfelder Gewerbegebiet wird sich im Jahr 2018 ein neues Unternehmen ansiedeln: „hofer electric drive systems“, kurz „hofer eds“. Die Mitarbeiter, die meisten davon hochqualifizierte Ingenieure, sind auf die Entwicklung von elektrischen Antriebssystemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge spezialisiert. Zu den Kunden gehören Automobilhersteller und Zulieferer aus ganz Europa, aber auch aus China und den USA. Geschäftsführer war mehrere Jahre der in Estenfeld lebende Dr. Heinz Schäfer, heute teilen sich Dr. Marco Falco und Volker Hartmann diese Aufgabe.

Hartmann war nun in der Sitzung des Estenfelder Gemeinderats zu Gast, um das Unternehmen vorzustellen. Noch befinde sich der Firmensitz in der Sedanstraße in Würzburg, sagte er — doch weil dort „die Wachstumsgrenze erreicht“ sei, werde der Standort gewechselt. Die Entscheidung für Estenfeld, das Hartmann für seine gute Infrastrukturanbindung pries, sei auch als klares Bekenntnis zur Region Würzburg zu verstehen. „Wir haben ein zusammengewachsenes Team, das wir auch hier halten wollen“, betonte Hartmann.

Angefangen hat „hofer eds“ am 1. August 2008 mit elf Mitarbeitern, inzwischen sind es 42. Das Entwicklungszentrum, das in Estenfeld schräg gegenüber von Porsche entsteht, wird nach den Worten Hartmanns auf 75 Beschäftigte ausgelegt sein. Den Flächenbedarf für das Gebäude bezifferte Hartmann auf 5000 bis 6000 Quadratmeter — mit der Option auf eine spätere Erweiterung. Das Grundstück hat das Unternehmen bereits gekauft. Sobald die weitere Finanzierung „in trockenen Tüchern“ sei, werde mit der Ausschreibung begonnen — und danach werde gebaut.

Die Erfolge, die „hofer eds“ verbucht, können sich wahrlich sehen lassen: So sind die Umsätze von 5,5 Millionen Euro im Jahr 2015 auf über zehn Millionen Euro in diesem Jahr gestiegen — und die Tendenz zeigt laut Hartmann weiter nach oben.

13.12.2016


Gemeinde will archäologische Funde nicht ganz aus der Hand geben


Bei der weiteren Erschließung des Gewerbegebiets an der A 7 kamen auf Estenfelder Gemarkung wieder allerlei archäologische Funde zum Vorschein. Dazu gehörten zum Beispiel Keramikscherben und Teile von Steinwerkzeugen. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat die Gemeinde als Eigentümer gebeten, die Funde der Archäologischen Staatssammlung München zu schenken. So wären eine sachgerechte Restaurierung und Verwahrung sowie eine wissenschaftliche Bearbeitung einfacher möglich. In ihrer Sitzung waren die Estenfelder Gemeinderäte damit einverstanden, die Funde den Forschern zu überlassen. Allerdings wollen sie weiter Zugriff auf die Stücke haben, um diese bei einer möglichen Ausstellung zeigen zu können.

Letzte Änderung: 22.12.2016 23:07 Uhr