OKTOBER 2015

Sigrid Schmitt

01.10.2015


30. Dienstjubiläum

von Sigrid Schmitt


Sigrid Schmitt ist seit 30 Jahren im öffentlichen Dienst tätig — und dies gleichzeitig auch in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Estenfeld. Unter anderem arbeitet Schmitt im Bürgerbüro, sie ist verantwortlich für die Mitteilungsblätter aller drei VG-Gemeinden Estenfeld, Eisenheim und Prosselsheim und sie erledigt vor allem Sekretariatsaufgaben für Birgit Börger, die Bürgermeisterin von Prosselsheim. VG-Vorsitzende Rosi Schraud bedankte sich bei Sigrid Schmitt für deren langjähriges Engagement und Mitwirken. Als „echte Estenfelderin“ kenne sich Schmitt natürlich besonders gut in der Gemeinde aus. Schraud überreichte Schmitt eine Jubiläumsurkunde sowie einen Blumenstrauß als Dank und Anerkennung. Im Bild: (von links) Birgit Börger, Rosi Schraud, Sigrid Schmitt und Geschäftsleiterin Ulrike Lang.

Manfred Rüthlein

01.10.2015


Manfred Rüthlein: 25 Jahre öffentlicher Dienst


25 Jahre im öffentlichen Dienst — auf diese lange Zeit kann Manfred Rüthlein zurückblicken. Bevor er am 1. Oktober 2000 seine Tätigkeit im Personalbüro der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Estenfeld aufnahm, war er — nach seiner Ausbildung zum Verwaltungsfachmann — bei der Regierung von Unterfranken und bei der VG Kitzingen im Einsatz. Rosi Schraud, Vorsitzende der VG Estenfeld, sprach Manfred Rüthlein Dank und Anerkennung für dessen langjähriges Engagement und seinen persönlichen Einsatz in der öffentlichen Verwaltung aus. Sie überreichte ihm im Kreise der Kolleginnen und Kollegen eine Jubiläumsurkunde und einen Obstkorb. Im Bild: (von links) Prosselsheims Bürgermeisterin Birgit Börger, Manfred Rüthlein und Rosi Schraud.

Ehrung Schraud

06.10.2015


Kommunale Dankurkunde

für Bürgermeisterin Schraud


Für ihr langjähriges verdienstvolles Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung erhielt Estenfelds Bürgermeisterin Rosi Schraud die Kommunale Dankurkunde stellvertretend von Landrat Eberhard Nuß (rechts) überreicht. Schraud gehört seit 1996 dem Gemeinderat an, war seit 2002 Zweite Bürgermeisterin und ist seit 2014 Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Estenfeld. Für ihren Einsatz sprach ihr der bayerische Innenminister Joachim Herrmann Dank und Anerkennung aus. Zweiter Bürgermeister Joachim Sadler (links) gratulierte ebenfalls zu dieser Auszeichnung.

13.10.2015


Weitere Flüchtlinge nach Estenfeld?

Privatinitiative: Unternehmer plant zweite Unterkunft im Gewerbegebiet


Der Estenfelder Unternehmer Otto Laumer möchte auf seinem Grundstück in der Otto-Hahn-Straße eine weitere Unterkunft für Flüchtlinge schaffen - direkt gegenüber von der bereits bestehenden. Seinen Bauantrag erläuterte er in der Sitzung des Gemeinderats.

Demnach will Laumer ein zweigeschossiges Gebäude in Form von Raummodulen in Holzbauweise aufstellen lassen, in dem Platz für insgesamt maximal 34 Menschen sein soll. Das Landratsamt, mit dem Laumer bereits Gespräche geführt hat, rechnet derzeit mit einer Auslastung von 70 bis 80 Prozent. Laumer sagte, die Behörde habe ihm mitgeteilt, dass Zwei-Bett-Zimmer aktuell am dringendsten benötigt würden. Daher wolle er die Raummodule so konzipieren, dass es vor allem Doppelzimmer gibt. Pro Geschoss ist ein größerer Aufenthaltsraum geplant. Um die Flüchtlinge zu betreuen, will Laumer eine zusätzliche Kraft einstellen. Diese soll sich dann halb- oder ganztags um die Menschen kümmern.

Der Bauantrag von Laumer kam für die Gemeinderäte sehr kurzfristig. Sie hatten keine Gelegenheit, vor ihrer Sitzung Einsicht in die Planungsunterlagen zu nehmen und sich näher mit dem Bauvorhaben zu beschäftigen. Daher verlegten sie ihre Beratungen vom öffentlichen in den nichtöffentlichen Teil. Darin diskutierten sie ausführlich über das Projekt und kamen zu dem Ergebnis, eine Entscheidung fürs Erste zu vertagen.

Mehrere Gemeinderäte äußerten Bedenken, weil die an sich lobenswerte Privatinitiative noch zu wenig durchdacht sei. Die Betreuung und Beaufsichtigung der Flüchtlinge müsse klar geregelt sein - so wie dies bei der Familie Sendner in den Räumen gegenüber der Fall sei. Außerdem wurde es kritisch gesehen, dass die geplanten Zwei-Bett-Zimmer sehr klein seien, während in der benachbarten Unterkunft teilweise große Familienräume existieren. Die Gemeinderäte baten daher darum, dass Laumer sein Konzept nachbessern und dann erneut vorlegen solle.

Grundschule

13.10.2015


Gebundener Ganztagszug

an der Grundschule?

Gemeinderat befürwortet Einführung zum Schuljahr 2016/17 — Jetzt haben die Eltern das Wort


Die Estenfelder Grundschule plant, mit Beginn des Schuljahres 2016/17 einen gebundenen Ganztagszug einzurichten. Die Unterstützung der Gemeinde ist der Schule dabei sicher: In seiner Sitzung stimmte der Gemeinderat dem von Rektor Christoph-Rupert Schneider vorgestellten Konzept einstimmig (17:0) zu. Schneider erklärte, die Schüler würden enorm von der zusätzlichen Zeit in der Ganztagsklasse profitieren. Der rhythmisierte Tagesablauf mit einem abwechslungsreichen Lernumfeld würde viel Raum für die individuelle Förderung der Schüler bieten.

In einer Ganztagsklasse haben die Kinder von Montag bis Donnerstag immer bis 16 Uhr Unterricht. Die Teilnahme daran ist Pflicht. Schriftliche Hausaufgaben bekommen sie an diesen vier Tagen keine auf. Der Freitag ist ein „normaler“ Schultag, der Unterricht endet hier mittags. Über das Wochenende gibt es - entsprechend der Regelklasse - schriftliche Hausaufgaben.

Weil die Kinder einer Ganztagsklasse insgesamt deutlich länger in der Schule sind, gilt es, ihnen auch immer wieder Erholungsphasen zu gönnen. So wechseln über den Tag Pflichtstunden mit Übungsstunden, Essens- und Lernzeiten sowie Freizeitaktivitäten. Die Ganztagsschüler haben die gleiche Anzahl von Pflichtunterrichtsstunden wie die Schüler der Regelklassen, jedoch ergänzt um zusätzliche Lehrerstunden.

Geht ein Kind in eine Ganztagsklasse, müssen die Eltern lediglich für die Kosten des Mittagessens aufkommen. Diese belaufen sich auf ungefähr 3 Euro pro Mahlzeit. Hochgerechnet auf das gesamte Schuljahr sind also etwa 500 Euro zu bezahlen, schätzte Schulleiter Schneider. Das Essen wird üblicherweise von einem Cateringservice geliefert.

Um den zusätzlichen Betreuungsaufwand stemmen zu können, benötigen die Schulen natürlich Unterstützung - finanziell wie personell. Nach den Worten Schneiders weist der Freistaat Bayern einer Schule je Ganztagsklasse zwölf zusätzliche Lehrerwochenstunden pro Schuljahr zu. Ferner gibt es vom Ministerium 1100 Euro pro Jahr und Klasse. Der Sachaufwandsträger, die Gemeinde Estenfeld, verpflichtet sich, 5000 Euro pro Jahr und Klasse aufzubringen. Für die Ersteinrichtung einer 1. Jahrgangsstufe - so wie in Estenfeld geplant - werden zusätzlich einmalige 4500 Euro vom Freistaat Bayern dazugegeben.

Um eine Ganztagsklasse einzuführen, werden mindestens 13 Kinder benötigt, erklärte Schneider. Je nach Anmeldezahlen wäre auch eine jahrgangsgemischte Ganztagsklasse

(1. und 2. Klasse) denkbar. Es müsse aber neben einer Ganztagsklasse immer auch eine Regelklasse geben, um den Eltern die Wahl zu ermöglichen, stellte Schneider klar. Eine Klassenmehrung wird vom Ministerium nicht akzeptiert. Das bedeutet, dass wegen des Ganztagszugs nicht mehr Klassen gebildet werden dürfen, als ohne dieses Angebot eingerichtet würden. Jedes Schuljahr können die Eltern neu entscheiden, ob ihr Kind die Ganztagsklasse oder die Regelklasse besuchen soll.

Wie geht es jetzt in Estenfeld weiter? Nach dem positiven Echo im Gemeinderat wird eine Bedarfsumfrage durchgeführt. Daran sollen die Eltern der jetzigen Vorschulkinder sowie aller Grundschüler teilnehmen. Sollten genügend Eltern die Einführung des Ganztagszugs befürworten, wird die Gemeinde einen entsprechenden Antrag bei der Regierung einreichen. Diesem fügt die Grundschule ihr pädagogisches Konzept bei. Anmeldeschluss für das kommende Schuljahr ist Mitte März 2016. Eine endgültige Entscheidung über die Einführung, die das Kultusministerium trifft, ist laut Rektor Schneider nicht vor Mai oder Juni zu erwarten.

Wenn der Ganztagszug von staatlicher Seite genehmigt werden sollte, dann wird es einen Elternabend geben, bei dem die Grundschule das Konzept noch einmal in aller Ausführlichkeit erläutert. Bei dieser Gelegenheit wird auch der Kindergarten sein Konzept der Mittagsbetreuung vorstellen, die derzeit 65 von 152 Kindern der Grundschule mitnutzen. „Wir wollen dem Kindergarten auf keinen Fall in die Parade fahren, sondern vielmehr die beiden unterschiedlichen Konzepte darstellen“, machte Schneider deutlich.

Der Estenfelder Schulleiter ist geübt, was die Einführung eines Ganztagszugs angeht. An der „Grundschule am Mönchsturm“ in Hammelburg, an der er vor seinem Wechsel nach Estenfeld als Konrektor tätig war, hat er bereits ein solches Ganztagskonzept mit erarbeitet und auch Schüler einer Ganztagsklasse unterrichtet. Die Erfahrungen, die er gemacht hat, waren durchweg positiv: „Die Kinder sind um 16 Uhr fröhlich nach Hause gegangen“, sagte Schneider.

13.10.2015


Brückenneubau: Bund will Fläche von Gemeinde kaufen


Auf Antrag der Autobahndirektion Nordbayern führt die Regierung von Unterfranken derzeit ein Planfeststellungsverfahren durch, in dem es um den Neubau der Talbrücke Pleichach geht, die Teil der Autobahn A 7 (Fulda - Würzburg) ist. Die alte Brücke muss weichen, weil sie erhebliche Schäden aufweist. Da das Bauwerk größer werden soll, braucht der Bund als Bauherr Flächen - sowohl gänzlich zum Kauf als auch vorübergehend für die Arbeiten.

Die Gemeinde Estenfeld ist direkt von den Plänen betroffen, weil unter anderen Grundstücke auf Mühlhäuser Gemarkung beansprucht werden. Außerdem will der Bund eine gemeindeeigene Fläche in Richtung Maidbronn erwerben. Problematisch ist das, weil diese als Ausgleichsfläche für die Erweiterung des Gewerbegebiets im rechtskräftigen Bebauungsplan „Im kalten Tal“ bereits ausgewiesen ist.

In seiner Sitzung nahm der Estenfelder Gemeinderat offiziell und einstimmig (17:0) Stellung zum Brückenprojekt. Das Gremium legt Wert darauf, ein Beweissicherungsverfahren durchzuführen. Dadurch soll dokumentiert werden, in welchem Zustand die Straßen und Wege sind, die bei den Arbeiten genutzt werden. Sollten die beteiligten Baufirmen Schäden verursachen, würde sich die Gemeinde leichter bei Regressansprüchen tun. Für die Fläche, die an den Bund veräußert werden soll, fordert die Gemeinde einen adäquaten Ersatz. Und schließlich verlangt sie Lärmschutzmaßnahmen, damit die Bürger von Mühlhausen nicht mehr unter dem hohen Verkehrsaufkommen auf der A 7 leiden müssen.

Friedhof 1

13.10.2015


Friedhofsgebühren werden erhöht

Ab 2016 sind auch Steinplatten und Einfassungen erlaubt


Nicht immer können die Gräber auf den Friedhöfen von Estenfeld und Mühlhausen so gepflegt werden, wie dies vorgeschrieben ist. Die Gründe sind meist die gleichen: Entweder sind die Angehörigen der Verstorbenen sehr alt und tun sich schwer, sich um ein Grab zu kümmern. Oder die nächsten Verwandten wohnen weit weg. Für solche Fälle hat die Gemeinde jetzt ihre Friedhofssatzung geändert: Mit Beginn des Jahres 2016 ist es erlaubt, ein Grab mit einer Einfassung zu versehen oder vollständig mit einer Steinplatte zu bedecken. Bislang waren Grabeinfassungen zwar geduldet, aber nicht offiziell gestattet. Steinplatten durften bisher maximal ein Drittel der gesamten Grabfläche bedecken. Die Satzungsänderung wurde in der Gemeinderatssitzung einstimmig (17:0) beschlossen.

Ebenfalls einig war sich der Gemeinderat, die Friedhofsgebühren um etwa zehn Prozent zu erhöhen. Nötig wird dies, weil die Bestattungsunternehmen, die die Dienste auf den gemeindlichen Friedhöfen erledigen, im nächsten Jahr ihre Preise anheben. Ab 2016 kostet ein Einzelgrab bei einem Benutzungsrecht von 25 Jahren 550 Euro (22 Euro pro Jahr), ein Doppelgrab 900 Euro (36 Euro pro Jahr) und ein Urnengrab 450 Euro (18 Euro pro Jahr). Auch die Gebühren für die Benutzung des Leichenhauses, für die Grabherstellung, für die Bestattung und für die Genehmigung des Grabmals steigen moderat an.

Friedhof 2

13.10.2015


Urnengräber ohne

Pflegeaufwand angeregt


Auf den Friedhöfen der Gemeinde Estenfeld könnten schon bald Urnengrabstätten errichtet werden, die keinen Pflegeaufwand verursachen. Über den entsprechenden Antrag, den Gemeinderätin Ulrike Roth stellte, soll in einer der nächsten Sitzungen des Gremiums entschieden werden. Roth hatte zu Anschauungszwecken Fotos mitgebracht, die sie auf anderen Friedhöfen von solchen Urnengräbern gemacht hatte. Es handelte sich dabei um reine Urnengrabfelder, -stelen und -wände. Diese haben keine Pflanzbeete - anders als die Urnengräber, die derzeit auf den Estenfelder Friedhöfen zu finden sind.

Mauer Grünewaldstraße

13.10.2015


Mauer in der Grünewaldstraße

wird neu gebaut


Die gemeindeeigene Mauer, die sich am Ende der Grünewaldstraße in Estenfeld befindet, wird eingerissen und neu aufgebaut. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung beschlossen (16:1). Nötig wird die Erneuerung, weil die Mauer Schäden an der Garage des rechts gelegenen Nachbargrundstücks verursacht. In das Mauerwerk dringt immer wieder Wasser ein. Gerade im Winter, wenn es Frost gibt, drückt die Mauer durch ihr Dehnungsverhalten auf die Garage. Ein Neubau ist nach Ansicht von Bauhofleiter Jürgen Fottner das Klügste. Eine regelmäßige Sanierung würde auf Dauer mehr kosten. Außerdem seien keine nachträglichen Dehnungsschnitte möglich, ohne dass die Mauer an Stabilität verliert. Das Angebot über rund 12600 Euro brutto, das die Firma Schmitt (Bergtheim) gemacht hat, erscheint Fottner relativ günstig. Es beinhaltet Abriss und Neubau der Mauer, die hinten abgedichtet werden soll, damit kein Wasser mehr eindringen kann. Die Maßnahme wird ins nächste Haushaltsjahr verlegt - so viel Zeit hat die Gemeinde noch, denn einsturzgefährdet ist die Garage laut Fottner keineswegs.

13.10.2015


Straßen und Kanal für „Kies IV“


Der günstigste Anbieter hat den Zuschlag bekommen: Die August Ullrich GmbH (Elfershausen) wird im Mühlhäuser Baugebiet „Kies IV“ die Straßen und den Entlastungskanal bauen. Den entsprechenden Auftrag vergab der Estenfelder Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig (17:0). Die Gemeinde hatte sechs in Frage kommende Unternehmen kontaktiert, fünf lagen preislich teilweise deutlich über dem Angebot der Firma Ullrich. Der Bau der Druckerhöhungsanlage wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschrieben.

IT Verbandsschule

19.10.2015


„So geht Mittelschule 2.0“

Lob für IT-Ausstattung der Verbandsschule Kürnachtal


Zu einem Vororttermin trafen sich die Bürgermeister des Schulverbands Kürnachtal, Rosi Schraud (Estenfeld), Birgit Börger (Prosselsheim) und Thomas Eberth (Kürnach), um sich ein Bild über die informationstechnische Ausstattung der Mittelschule zu machen. Die Gemeinden stellen seit Jahren entsprechende Mittel in den Schulverbandshaushalt ein, um die Mittelschule gut für die Zukunft zu rüsten. Sie nehmen damit ihre besondere Verantwortung gerade im Bereich der fortschreitenden Technisierung wahr und bieten ein optimales Lehr- und Lernumfeld. Dies dient der Stärkung des Schulstandortes und der Mittelschule in Gänze.

Rektor Matthias Schranner und Systembetreuer Jens Dietzsch erläuterten den Gästen die technischen Details. Zurzeit verfügt die Mittelschule über zwei Computerräume mit je 16 Arbeitsplätzen. Das bedeutet, dass auf vier Schüler ein PC kommt, was eine recht gute Relation darstellt. Noch in diesem Kalenderjahr wird auch der zweite Raum modernisiert und auf „thin clients“ umgestellt, die besser in die vernetzte Computeranlage der Schule passen als die etwas in die Jahre gekommenen Desktop-Geräte.

Beide Räume werden aber so intensiv genutzt durch Fachunterricht in Wirtschaft, Technik oder Sozialem sowie Informatik, Buchführung, Tastschreiben oder Arbeit/Wirtschaft/Technik, dass sie häufig parallel belegt sind. Um die Kapazität der Schulanlage weiter zu erhöhen, wurde kurz vor den Sommerferien ein WLAN-Netz eingerichtet, das das gesamte Schulgelände einschließlich Turnhalle und Außenanlage abdeckt. So können jetzt auch im Sportunterricht Lehrvideos eingesetzt werden oder kann Unterricht im „Grünen Klassenzimmer“ stattfinden.

Über WLAN-Komponenten werden jetzt viele Endgeräte mit dem Schulnetzwerk verbunden, was digital gestütztes Lernen jederzeit und an jedem Ort ermöglicht. Eine aufwändige Verkabelung der einzelnen Endgeräte wurde überflüssig, was zu einer Kostensenkung führte. In dieselbe Richtung geht der Trend, dass Schüler in Zukunft vermehrt eigene Geräte mit in den Unterricht bringen werden, in Fachkreisen BYOD (Bring your own device) genannt.

Doch auch die Sicherheit war ein Thema. Auf kritische Fragen der Bürgermeister erklärte Systembetreuer Dietzsch, dass das neue WLAN-Netz durch eine besondere technische Auslegung nur eine äußerst geringe Sendestrahlung habe, die weit unter der des Mobilfunks liege. Auch der Zugang zum Netz werde für jeden Schüler individuell passwortgeschützt und eine entsprechende Benutzerordnung sei in Arbeit.

Das erklärte Ziel sowohl der Bundes- als auch der bayerischen Landesregierung sind mehr öffentliche WLAN-Netze. Auch die Schule ist ein öffentlicher Raum, der sich nicht nur der technischen Entwicklung anpassen sollte. Die Rektoren der Grund- und Mittelschule, Christoph-Rupert Schneider und Matthias Schranner, sind sich mit dem Klassenlehrer und Systembetreuer Jens Dietzsch einig, dass die Schule eine Vorreiterrolle übernehmen müsse, da sie einen wichtigen Bildungsauftrag zu erfüllen habe: die Steigerung der Medienkompetenz.

Auch jüngere Altersgruppen sind schon oft und viel mobil im Netz unterwegs. Laut der aktuellen „Kids-Verbraucher-Analyse“ besitzen bereits 57 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen ein Smartphone. Das sind in Deutschland 1,5 Millionen Kinder, die potenziell die Möglichkeit haben, mobil ins Internet zu gehen. Experten sprechen schon von „Mobile Natives“ — Menschen, die ganz selbstverständlich mit der Möglichkeit der mobilen Internetnutzung aufwachsen. Die Schule muss auf diesen Umstand reagieren, zumal es am bewussten, verantwortungsvollen Umgang der Kinder mit dem Internet oft hapert.

Aus diesem Grund hat die Grundschule bereits einen Klassensatz Tablets (Apple iPads) angeschafft. Die Mittelschule wird demnächst mit eigenen Geräten folgen. Diese können dann leicht über das neue WLAN-Netz in den Unterricht integriert werden. Diese Technik wird beispielsweise zur Realisierung der Arbeiten im Rahmen des „Erasmus plus“-Projekts bereits benötigt, wenn die Schüler mit ihren Partnerschulen in Finnland, Dänemark, Italien und Spanien gemeinsam an einem Projekt zum Thema „Wasser“ arbeiten werden.

Da alle Klassenzimmer schon seit mehreren Jahren über internetfähige Computer und interaktive Whiteboards verfügen, dürfte die IT-Ausstattung der Schule im Umkreis Würzburgs führend sein. Dank der Investition des Schulverbands ist der Schulstandort Estenfeld bestens für die digitale Zukunft aufgestellt. „So geht Mittelschule 2.0“, betonten die Bürgermeister Schraud, Börger und Eberth mit einem Lob an die Schule.

Gemeindebücherei

25.10.2015


Größer, heller

und besser erreichbar
Gemeindebücherei wurde

nach Umzug offiziell eingeweiht


Die Estenfelder Gemeindebücherei ist vor Kurzem umgezogen. Zwar ist sie in dem Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße 6 geblieben – sie befindet sich nun jedoch nicht mehr unter dem Dach, sondern im Erdgeschoss. Wie viel so ein Stockwerkswechsel ausmachen kann, wie viel heller und größer die neuen Räume sind, davon konnten sich die Estenfelder jetzt überzeugen. Bei der offiziellen Einweihung sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud, eine eigene Bücherei sei für jede Kommune von großem Wert – gerade dann, wenn sie, wie in Estenfeld, so attraktiv und angenehm zu erreichen sei. Schraud warb dafür, häufiger mal in der Bücherei vorbeizukommen und sich dort gute Bücher auszuleihen. „Ein Buch stellt eine rettende Insel dar, wenn die sich täglich wandelnde Datenflut uns zu überschwemmen droht“, sagte sie. Was die Bürgermeisterin sonst noch mit einem Buch verbindet, verriet sie, indem sie die Initialen B – U – C – H entschlüsselte: Bildung – Unterhaltung – Charakter – Humor. Allen, die beim Umzug der Bücherei mitgeholfen haben, sprach Schraud ein Dankeschön im Namen der Gemeinde aus. Ihr Stellvertreter Gerhard Knorz überreichte der Büchereileiterin Christine Wolz einen Blumenstrauß.

Was aus den Räumen im Obergeschoss wird, steht bereits fest: Sie werden Vereinen und Verbänden zur Verfügung stehen, die kein eigenes Heim haben. Außerdem können dort Sitzungen der Gemeinderatsfraktionen stattfinden. Der Platz wird ebenfalls genutzt, um Schränke aufzustellen, in denen Vereine ihre Fahnen unterbringen können.
Büchereileiterin Wolz dankte der Gemeinde für die stete Unterstützung und sagte, sie freue sich sehr, dass die Bücherei nun genug Platz habe, um Bücher und Medien gut und übersichtlich zu präsentieren. Auch sie lobte alle, die den Umzug möglich gemacht haben, für deren Einsatz. In einer echten Gemeinschaftsleistung wurden in eineinhalb Tagen etwa 4500 Bücher sowie viele Hörbücher, CDs und Zeitschriften vom Dach- ins Erdgeschoss transportiert, Regale wurden ab- und wieder aufgebaut. Doch die Mühen hätten sich gelohnt, sagte Wolz. Sie wies darauf hin, dass es nun auch einen eigenen Raum zum gemütlichen Lesen und für künftige Vorlesestunden gibt.
Bei Führungen konnten sich die Besucher in den neuen Räumen umsehen und sie erfuhren, welche Leseangebote wo zu finden sind. Es gab einen Bücherflohmarkt und speziell für die kleinen Gäste ein Bücherei-Quiz und Vorlesungen mit dem Kamishibai-Erzähltheater. Dabei wurden mit Hilfe einer Mini-Bühne und speziellen Bildkarten Geschichten vorgetragen. Für die Großen las Buchautorin Kathrin Hotowetz aus ihren mystischen Harz-Krimis mit dem Titel „Im Schatten der Hexen“.


Die Bücherei hat an folgenden Tagen und zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag von 16.30 bis 18 Uhr, Donnerstag von 15.30 bis 17 Uhr und Samstag von 10 bis 11.30 Uhr. Seit dem Herbst besteht zusätzlich alle 14 Tage am Dienstag von 19.30 bis 20.30 Uhr die Möglichkeit zur Ausleihe.

Straßensanierung

27.10.2015


Neue Methode zur Straßensanierung
Dünnbettverfahren verlängert

die Nutzungsdauer


In der vergangenen Woche hat die Firma Kutter Spezialstraßenbau (Hanau) damit begonnen, die Obere und die Untere Ritterstraße in Estenfeld zu sanieren. Sie wendet dafür eine neue Methode an, wie sie so in der Gemeinde noch nicht praktiziert wurde: das Dünnbettverfahren.
Dabei wird eine wenige Zentimeter dicke Schicht aus Asphalt und Splitt flächig über den beschädigten Straßenabschnitt verteilt und anschließend verfestigt. Es wird also nicht, wie sonst bei Flickarbeiten üblich, Schlagloch für Schlagloch mit Bitumen verfüllt. Sind die Schäden repariert, lässt sich die Nutzungsdauer der Straße um sechs bis zehn Jahre ziehen.
Neben den beiden Straßen im Altort kommt das Verfahren auch in der Würzburger Straße (an der Einmündung zur Konrad-Adenauer-Straße sowie im Bereich der Ampel) und in der Röntgenstraße (beginnend auf Höhe des Autohauses Konrad) zum Einsatz.
Diese Art der Oberflächenerneuerung ist nur möglich, wenn verschiedene Voraussetzungen gegeben sind: Zum einen müssen die Versorgungsleitungen (Kanal und Wasser) in Ordnung sein, zum anderen muss der Untergrund tragfähig sein. Beides war in den genannten Straßen gegeben — und so kann man die Oberfläche reparieren, bevor noch mehr Schaden entsteht.
Aus diesem Grund ist die Maßnahme auch als Reparatur zu sehen, für die keine Anliegerbeiträge erhoben werden — und nicht als Vollausbau, bei dem die Anwohner bezahlen müssen.

Wegen der Arbeiten wurden in der Oberen und der Unteren Ritterstraße zahlreiche Parkverbotsschilder aufgestellt. Zu den angegebenen Zeiten darf niemand dort sein Auto abstellen — sonst muss der Verkehrssünder damit rechnen, dass das Fahrzeug abgeschleppt wird. Die Busse fahren vorerst weiter wie bisher. Erst wenn die Deckschicht aufgetragen wird, ist eine kurzzeitige Totalsperrung von ein bis zwei Stunden nötig — und damit auch eine Umleitung der Busse. Das wird aber so schnell nicht der Fall sein, da zuerst die Schieberkappen und Kanaldeckel auf Höhe gesetzt werden.

Klaus Wolz

30.10.2015


Forstwirt Klaus Wolz

seit 30 Jahren bei der Gemeinde


In diesem Jahr feiert Klaus Wolz (Mitte) sein 30. Dienstjubiläum bei der Gemeinde Estenfeld. Wolz ist gelernter Maschinenschlosser und war bis zum Wechsel zur Gemeinde bei der Firma Reinfurt beschäftigt. 1990 legte er die Prüfung zum Forstwirt ab. 1997/98 qualifizierte er sich zum Fachwirt für Naturschutz und Landschaftspflege weiter. Seine langjährige Erfahrung und sein breites Fachwissen zeichnen Wolz aus. Bürgermeisterin Rosi Schraud (rechts) überreichte dem Jubilar eine Dankurkunde der Gemeinde und einen Präsentkorb. Mit im Bild: Bauhofleiter Jürgen Fottner (links).

Letzte Änderung: 12.01.2016 13:15 Uhr