NOVEMBER 2015

Seidenspinner

02.11.2015


Johannes Seidenspinner

wird neuer VG-Geschäftsleiter


Johannes Seidenspinner (Mitte), der designierte Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Estenfeld, ist bereits an seiner neuen Wirkungsstätte tätig. Mit der noch amtierenden Geschäftsleiterin Ulrike Lang (2. von rechts) ist so ein reibungsloser Übergang möglich.

Seidenspinner wurde im Jahr 1981 in Marktheidenfeld geboren. Aufgewachsen und wohnhaft ist er in Esselbach im Landkreis Main-Spessart.

Von September 1997 an war Seidenspinner in der VG Marktheidenfeld beschäftigt, die neun Mitgliedsgemeinden hat. Dort absolvierte er seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und Verwaltungsfachwirt. Ferner bildete er sich in einem dreijährigen Abendstudium weiter zum Betriebswirt (VWA) und anschließend durch ein berufsbegleitendes internationales Studium zum Bachelor of Business Administration. Zuletzt war Seidenspinner bei der VG Marktheidenfeld Sachgebietsleiter für öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie verantwortlich für das Standesamt und das Einwohnermeldeamt. Es folgten weitere Berufserfahrungen als Geschäftsleiter und Kämmerer der VG Schwanfeld sowie Reit im Winkl. Seidenspinner blickt außerdem auf eine zweijährige Kommunalberatertätigkeit zurück, die unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Gemeindetag stattfand.

Rosi Schraud (rechts), die Vorsitzende der VG Estenfeld, begrüßte Johannes Seidenspinner zusammen mit den VG-Bürgermeisterkollegen Birgit Börger (Prosselsheim, links) und Andreas Hoßmann (Eisenheim, 2. von links) im Kreise der Mitarbeiter der VG und wünschte eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

09.11.2015


Kartause: Kaufvertrag ist unterschrieben


Es ist offiziell: Ab dem 1. Juli 2016 gehört auch der hintere Teil des Kartausen-Areals der Gemeinde Estenfeld. Beim Notar in Würzburg wurde der Kaufvertrag von der Eigentümer-Familie Keller und Bürgermeisterin Rosi Schraud unterschrieben. Über die weiteren Vertragsmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Der vordere Teil der Kartause befindet sich schon seit dem Jahr 2001 im Besitz der Gemeinde Estenfeld.

Urnengräber

10.11.2015


Eine Fläche

speziell für Urnengräber

Gemeinde reagiert auf den

Trend bei Bestattungen


Die Zahl der Urnenbestattungen nimmt immer weiter zu: In Estenfeld fanden in diesem Jahr bislang 35 Beerdigungen statt — 18 Verstorbene wurden in traditionellen Erdgräbern beigesetzt, 17 in Urnen. Um auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zu reagieren, wird die Gemeinde Estenfeld auf dem neuen Friedhof am Elsweg eine Fläche speziell für Urnengräber anlegen. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig (16:0) beschlossen.

Auch was die Gestaltung angeht, waren sich die Gemeinderäte einig: Um einen Findling in der Mitte werden 36 Urnenplätze gruppiert. Für jeden einzelnen Platz ist eine Grabplatte aus Naturstein vorgesehen, in die der Name und die Lebensdaten des Verstorbenen eingraviert werden können. Die Fläche soll unterhalb des steinernen Friedhofskreuzes entstehen. Ein Weg ermöglicht es den Friedhofsbesuchern, barrierefrei zu den Urnengräbern zu gelangen, also ohne Treppen steigen zu müssen. Um die Bepflanzung und Pflege der Fläche wird sich die Gemeinde kümmern.

Vor ihrer Entscheidung hatten sich die Gemeinderäte auf Fotos mehrere Modelle angesehen, die zur Gestaltung der Fläche in Frage kamen. Die Bilder waren allesamt auf Friedhöfen in der näheren Umgebung entstanden. Der Favorit kristallisierte sich sehr schnell heraus. Eine Urnenwand gefiel keinem so recht — sie hätte aus topografischen Gründen im Bereich der Gebäude am Haupteingang errichtet werden müssen.

Erschwerend kam hinzu: Das Aufstellen einer Urnenwand wäre deutlich teurer gewesen. Pro Urnenplatz rechnete die Gemeinde hier mit Kosten zwischen 650 und 950 Euro. Für die nun beschlossene Urnengrabfläche müssen dagegen lediglich etwa 150 Euro pro Urnenplatz aufgewendet werden. Bei 36 Urnenplätzen kommen auf die Gemeinde also Herstellungskosten von ungefähr 5400 Euro zu.

Wald

10.11.2015


Wald wird sich wandeln

Gemeinde lässt klimatolerante Baumarten pflanzen — Forstbetriebsplan genehmigt


Schon heute lässt sich sagen: Der Klimawandel wird gravierende Auswirkungen auf die Wälder und die Forstwirtschaft haben. Damit die Folgen nicht so massiv sind, ist es wichtig, frühzeitig mit einer Umgestaltung der Wälder zu beginnen — so wie es im Estenfelder Gemeindewald geschehen wird. Das Einpflanzen von klimatoleranten Baumarten sei die wichtigste Aufgabe der nächsten Jahre, sagten Elfi Raunecker und Michael Hahn vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Würzburg), als sie in der Gemeinderatssitzung den Forstbetriebsplan für das Jahr 2016 vorstellten. Der Plan wurde einstimmig (16:0) genehmigt.

Zu den Bäumen, die auch einen Rekordsommer wie in diesem Jahr gut wegstecken können, gehören zum Beispiel Buchen, Weißtannen oder Esskastanien. Sie und andere hitzeresistente Arten sollen dem Waldbestand „untergemischt“ werden, erklärten Raunecker und Hahn. Den Eichen — mit einem Anteil von 48 Prozent immer noch die führende Baumart im Estenfelder Wald — macht eine längere Trockenperiode ebenfalls nicht allzu viel aus. Auch Edelbäume (23 Prozent) wie die Esche lieben die Wärme. Anders ist das etwa bei Fichten — sie fühlen sich in heißen und trockenen Gebieten überhaupt nicht wohl.

Was der Gemeinde beim anstehenden Waldumbau sehr entgegenkommt: Neueinpflanzungen können staatlich gefördert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Auflagen während einer Bindefrist von fünf Jahren eingehalten werden. Ein Beispiel: Damit die jungen Bäume nicht vom Wild angefressen oder gar kaputtgebissen werden, sollen Zäune drumherum errichtet werden. Das ist zwar erst mal kostenintensiver, sichert aber langfristig den Bestand — und somit auch die Förderung.

Westumgehung

10.11.2015


Vorfahrt auf der Westumgehung


Die Verkehrsführung an der Kreuzung Westumgehung/Würzburger Straße wird demnächst geändert. Probehalber wird eine abknickende Vorfahrt eingeführt, die Fahrzeuge auf der Westumgehung sind dann bevorrechtigt. Mit der Mehrheit von 10:6 Stimmen beschloss der Estenfelder Gemeinderat in seiner Sitzung, die beiden Straßen entsprechend markieren und Schilder anbringen zu lassen. Insgesamt kostet dies rund 8000 Euro. Die Regelung soll zunächst nur zeitlich begrenzt gelten. Ob sie sich bewährt hat, will der Gemeinderat nach der „Testphase“ entscheiden.

10.11.2015


Flüchtlingshilfe statt Weihnachtsessen


Der Estenfelder Gemeinderat wird in diesem Jahr auf sein traditionelles Weihnachtsessen verzichten. Das gab Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Sitzung bekannt. Das Geld solle stattdessen den Flüchtlingen zugutekommen, die derzeit in Estenfeld untergebracht sind. Angesichts der aktuellen Situation halte es der gesamte Gemeinderat für geboten, an all jene zu denken, denen es nicht so gut gehe, sagte Schraud.

Laster Konrad-Adenauer-Straße

10.11.2015


Kein Limit für Laster


In der Konrad-Adenauer-Straße wird die Gewichtsbegrenzung für Lastwagen, die dort früher einmal galt, nicht wieder eingeführt. Eine Rückkehr zur alten Regelung lehnte der Estenfelder Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig (16:0) ab. Anwohner hatten gefordert, die Gemeinde sollte das zulässige Maximalgewicht wieder auf 7,5 Tonnen beschränken. Jeder Laster, der schwerer ist, sollte nach ihren Vorstellungen nicht mehr auf der Konrad-Adenauer-Straße fahren dürfen. Von einem solchen Limit hielten die Gemeinderäte unter anderem deshalb nichts, weil auch in der Wilhelm-Barth-Straße — der anderen Straße, die in den Altort führt — keine Obergrenze für Lastwagen gelte. Konsequenterweise müsste man eine Beschränkung dann auch dort einführen.

Flüchtlingsfest

27.11.2015


Ein Fest für Flüchtlinge
Mitarbeiter der Luftbilddatenbank

luden in die Weiße Mühle ein


Eine große Freude passend zur Adventszeit hat die „Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH“ den Flüchtlingen bereitet, die derzeit in Estenfeld untergebracht sind. Mit Unterstützung der Gemeinde wurde ein Fest in der Mehrzweckhalle der Weißen Mühle ausgerichtet. Insgesamt nahmen daran etwa 60 Menschen aus verschiedenen Nationen teil, darunter viele Kinder. Besonders den Kleinen wird die Veranstaltung sicher noch lange in schöner Erinnerung bleiben.

Die Initiative ging von den Mitarbeitern der Luftbilddatenbank aus, die ihren Hauptsitz in Estenfeld hat. Gemeinsam sammelten sie die stolze Summe von 1500 Euro. Die Firma selbst spendete 2500 Euro. Insgesamt standen also 4000 Euro zur Verfügung. Die Hälfte des Geldes wurde für das Fest in Estenfeld verwendet. 1000 Euro kommen der Sant'Egidio-Stiftung (Würzburg) zugute, die sich für notleidende Menschen einsetzt. Den gleichen Betrag erhält eine Einrichtung, die sich speziell um Asylbewerber kümmert und nur geringe Verwaltungskosten hat.
Bei dem Fest stand der Spaß ganz klar im Vordergrund. Ein Clown trat auf, es wurde musiziert und für die Kleinen gab es Geschenkpäckchen. Zwischendurch wurde es jedoch auch einmal ernst: Ein Mann aus Syrien erzählte seine Geschichte – warum er sich entschloss, seine Heimat zu verlassen, wie strapaziös der weite Weg bis nach Deutschland war und wie er sich seine Zukunft vorstellt.
Firmengründer Dr. Hans-Georg Carls sagte, er sei der Gemeinde und speziell Bürgermeisterin Rosi Schraud sehr dankbar für ihr Entgegenkommen. So wurde der Firma die Mehrzweckhalle kostenfrei zur Verfügung gestellt. Gleiches galt für den Bürgerbus, mit dem ehrenamtliche Fahrer die Flüchtlinge von der Unterkunft in der Otto-Hahn-Straße zur Weißen Mühle brachten – und nach der Veranstaltung wieder zurück. Der gesamte Gemeinderat und alle Helfer, die in die Flüchtlingsarbeit in Estenfeld involviert sind, waren ebenfalls eingeladen. Die Verpflegung hatten die Mitarbeiter der Luftbilddatenbank selbst besorgt und zubereitet. Die gesamte Organisation des Festes lag in den Händen von Mitarbeiterin Susanne Rohrer.

Die „Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH“ beschäftigt zurzeit 15 festangestellte Mitarbeiter und zusätzlich etwa zehn wissenschaftliche Hilfskräfte aus dem Geographischen Institut der Universität Würzburg. Das Büro befindet sich aktuell noch in der St.-Mauritius-Straße in Estenfeld – die Planungen für einen Neubau im Estenfelder Industriegebiet sind aber bereits in vollem Gange. Die Firma beschäftigt sich vor allem mit der Erstellung von Gutachten zur Kampfmittelsituation auf Bundesliegenschaften (Autobahnen, Bahnstrecken, ehemaligen militärischen Einrichtungen) und größeren privaten Firmengrundstücken in der gesamten Bundesrepublik. In Österreich besteht eine selbstständige GmbH mit Firmensitz in Wien. Gegründet wurde die Alt-Firma „Luftbilddatenbank“ im Jahre 1987 in Würzburg, daraus gingen die heutige Firma und das Unternehmen in Wien hervor.


Mehr Bilder unter www.facebook.com/estenfeld

Letzte Änderung: 12.01.2016 13:24 Uhr