MÄRZ 2015

Theresa Günther

02.03.2015


Neue Mitarbeiterin im

Vorzimmer der Bürgermeisterin


Die Estenfelder Bürgermeisterin und Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Estenfeld, Rosi Schraud, hat eine neue Vorzimmerkraft: Theresa Günther. Die 26-Jährige kommt aus Würzburg und ist gelernte Kauffrau für Bürokommunikation. Im Moment absolviert sie noch eine Weiterbildung zur geprüften Wirtschaftsfachwirtin (IHK). In ihrer Freizeit geht Theresa Günther gerne joggen und verbringt außerdem viel Zeit mit Freunden. Bei ihrer Vorstellung in Estenfeld sagte sie, sie freue sich sehr auf ihr neues Aufgabengebiet und darauf, den einen oder anderen Bürger persönlich kennen zu lernen. Nadja Kess, die bisherige Sekretärin der Bürgermeisterin, wird der VG in einer anderen Position erhalten bleiben. Im Bild: (von links) Geschäftsleiterin Ulrike Lang, Theresa Günther, Rosi Schraud und Prosselsheims Bürgermeisterin Birgit Börger.

Michael Knoblach

02.03.2015


Neuer Mitarbeiter im Bauhof


Künftig verstärkt Michael Knoblach das Team im Bauhof der Gemeinde Estenfeld. Der 27-jährige gelernte Gas-Wasser-Installateur wird in nicht allzu ferner Zukunft das Aufgabengebiet des Wasserwarts übernehmen. Natürlich wird er auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel bei der Pflege der Grünflächen und bei der Kanalüberwachung, tätig sein. Im Bild: (von links) Bauhofleiter Jürgen Fottner, Michael Knoblach und Bürgermeisterin Rosi Schraud.

10.03.2015


Feuerwehrhaus: Pläne werden fortgeschrieben

Gemeinde beauftragt Architekturbüro Dold und Versbach


Die vorliegende Planung zum Neubau eines Feuerwehrhauses in Estenfeld wird vom Architekturbüro Dold und Versbach (Giebelstadt) weitergeführt. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig beschlossen. Mit einem Pauschalhonorar von 7500 Euro netto hatte das Büro das günstigste Angebot abgegeben.

Die Architekten, mit denen die Gemeinde beim Bau der Kinderkrippe sehr gute Erfahrungen gemacht hat, werden das neue Raumprogramm in die bestehenden Pläne einarbeiten. Außerdem werden sie eine detaillierte Kostenschätzung abgeben und eine Bauvoranfrage erstellen. Letztere dient dazu, noch offene Einzelfragen rechtsverbindlich zu klären, um dann den eigentlichen Bauantrag in Angriff zu nehmen.

Lisa Krein, die bei der Gemeinde für Bauprojekte verantwortlich ist, erklärte, es sei kein Problem, dass die „alte“ Planung von einem anderen Büro stammt – weder rechtlich noch praktisch. Das Konzept gehöre der Gemeinde und somit könne sie auch in vollem Umfang darüber verfügen.

In einem separaten Beschluss entschieden die Gemeinderäte ebenfalls einstimmig, einen Generalplaner für den Bau des Feuerwehrhauses zu beauftragen. Dieser soll alle Aktivitäten zwischen der Gemeinde als Bauherr, den weiteren Behörden und den ausführenden Unternehmen koordinieren.

Werbeanlage

10.03.2015


Juristischer Streit um Werbeanlage

Gemeinde legt Berufung gegen Gerichtsurteil ein


Die Gemeinde Estenfeld wird gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Würzburg Berufung einlegen. Es geht dabei um die Pläne einer Firma, die am Anwesen Würzburger Straße 33 eine elektronische Werbeanlage aufstellen möchte. Die Tafel soll 3,6 Meter breit und 2,6 Meter hoch sein. Die Plakate sollen permanent wechseln – auch bei Dunkelheit, denn die Anlage soll dann entsprechend angestrahlt werden. Im Juni 2014 hat der Bauausschuss des Gemeinderats den Antrag der Firma abgelehnt. Begründung: Die geplante Tafel widerspreche der Satzung der Gemeinde. Gegen diesen Beschluss hat die Firma geklagt – und im Februar 2015 vom Verwaltungsgericht Recht bekommen. Im Urteil heißt es, der Kläger habe einen Anspruch auf Genehmigung der Werbeanlage. Dieser Anspruch gründe sich vor allem auf § 34 des Baugesetzbuchs (BauGB), da „der Bereich um die Würzburger Straße 33 den Eindruck eines Gewerbegebietes (Tegut-Markt, Autowerkstätten auf beiden Straßenseiten) im Sinne eines faktischen Mischgebietes vermittelt“. Für einen „objektiven Betrachter“ trete das Wohnen dort nicht in den Vordergrund. Damit sei ein wesentliches Tatbestandsmerkmal der gemeindlichen Satzung nicht erfüllt, befand das Gericht. Die Satzung verbietet Werbeanlagen in Ortsbereichen, in denen überwiegend Wohnen stattfindet.

Weiter schreibt das Gericht in seiner Urteilsbegründung: „Die geplante Fremdwerbeanlage ist wie ein Gewerbebetrieb zu behandeln. Mischgebiete dienen nach § 6 BauNVO unter anderem der Unterbringung von Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich stören.“

Der Logik des Gerichts konnten die Gemeinderäte in ihrer Sitzung nicht folgen. Sie beschlossen daher einstimmig, in die Berufung zu gehen. Dabei setzen sie auf die Unterstützung des Würzburger Rechtsanwalts Martin Schaut.

Geschäftsleiterin Ulrike Lang wies zum Schluss noch darauf hin, dass die Berufung „keine aufschiebende Wirkung“ habe. Das bedeutet: Die Firma könnte die Werbeanlage bereits jetzt aufstellen. Ob sie das allerdings tatsächlich tun wird, erscheint fraglich. Denn sollte die Gemeinde im Berufungsverfahren Recht bekommen, müsste die Anlage wieder abgebaut werden.

Windrad

10.03.2015


Windpark-Pläne: Bürger haben das Wort

Gemeinderat stimmt Befragung zu – Widerspruch gegen Darstellung im Flächennutzungsplan


In Mühlhausen wird demnächst eine Bürgerbefragung stattfinden. Dabei sollen die Wahlberechtigten in dem Estenfelder Ortsteil darüber abstimmen können, wie sie zu dem geplanten Windpark zwischen Mühlhausen, Burggrumbach und Rupprechtshausen stehen. Den Antrag dazu hatte Gemeinderat Albin Wolz in der Sitzung gestellt – mit der Begründung, er wünsche sich ein „unabhängiges Votum“ der Mühlhäuser Bürger. Mit 11:5 Stimmen folgte die Mehrheit der Räte dem Antrag von Wolz. Wie genau die Befragung ablaufen soll und wann der Termin ist, steht noch nicht fest.

Bei einem anderen Punkt in Sachen Windkraft herrschte unter den Gemeinderäten Einigkeit. Konkret geht es um eine Konzentrationsfläche für Windräder, die im rechtskräftigen Flächennutzungsplan für Mühlhausen ausgewiesen ist. Als der Plan Gültigkeit erlangte, waren solche Anlagen üblicherweise bis zu 100 Meter hoch. Die Windräder der heutigen Generation sind doppelt so groß, ihre Rotoren drehen sich also in einer Höhe von 200 Metern.

Unabhängig von diesem Wachstum genießen die einst ausgewiesenen Konzentrationsflächen Bestandsschutz. Im Falle von Mühlhausen bedeutet das: Auch 200 Meter hohe Windräder könnten gebaut werden – selbst nach Inkrafttreten der so genannten 10-H-Regelung, die der bayerische Landtag im November 2014 beschlossen hat. Demnach sollen Windräder in Zukunft weiter weg von Wohnsiedlungen gebaut werden als bisher – exakt zehn Mal die Höhe eines Windrades zum nächsten Haus. Ein Windrad mit einer Höhe von 200 Metern dürfte nach dieser Formel also nicht näher als zwei Kilometer an ein Wohnhaus heranrücken.

Um zu erreichen, dass die 10-H-Regelung auch im Bereich Mühlhausen greifen kann, fassten die Gemeinderäte jetzt einen einstimmigen Beschluss. Sie wollen der Darstellung im Flächennutzungsplan widersprechen, weil sie ihrer Auffassung nach überholt ist.

Vom Tisch ist das Thema Windräder für die Mühlhäuser dadurch aber noch nicht. Denn die Gemeinde Unterpleichfeld, zu der Burggrumbach und Rupprechtshausen gehören, könnte die Windräder auf ihrer Seite direkt an die Gemarkungsgrenze setzen – bei vorheriger Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans.

Geplant wird der Windpark von der Bürgerenergie Pleichach-Kürnach eG, der BayWa re. Wind GmbH und der Raiffeisenbank Estenfeld-Bergtheim eG. Sie haben bereits zahlreiche Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt, deren Flächen in dem fraglichen Gebiet liegen, und sich diese weitgehend gesichert. Gegner der Pläne haben die Bürgerinitiative Estenfeld/Mühlhausen gegründet, die sich dafür einsetzt, dass nördlich von Mühlhausen kein Windpark entsteht.

Zugang Weie Mhle

10.03.2015


Barrierefrei in die „Weiße Mühle“

Zugang für Gehbehinderte wird erleichtert


Der Innenhof der „Weißen Mühle“ und der leicht abschüssige Zugang dorthin sollen behindertenfreundlicher werden. Das gab Estenfelds Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Sitzung des Gemeinderats bekannt. Der Bauhof wird demnächst damit beginnen, einen Teil des Kopfsteinpflasters vor und hinter dem Torbogen zu entfernen. Stattdessen wird in der Mitte des Weges ein etwa 1,5 Meter breiter, ebener Streifen geschaffen, der von Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren und anderen Gehhilfen problemlos passiert werden kann. Darüber sind sowohl die Gaststätte als auch das Foyer der Mehrzweckhalle barrierefrei erreichbar. Farblich wird sich die „Spur“ kaum vom Grau der vorhandenen Pflastersteine unterscheiden. Die Denkmalpfleger, mit denen die Gemeinde bereits Gespräche geführt hat, haben gegen die geplante Maßnahme nichts einzuwenden.

10.03.2015


ILE: Gemeinden arbeiten gemeinsam


„Würzburger Norden“ heißt die Arbeitsgemeinschaft zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE), in der zahlreiche Gemeinden künftig verstärkt kooperieren wollen. Mit dabei sind Bergtheim, Estenfeld, Güntersleben, Hausen, Kürnach, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Rimpar und Unterpleichfeld. Der Estenfelder Gemeinderat hat in seiner Sitzung der Vereinbarung zur Bildung dieser Allianz zugestimmt. Zugleich erteilte er der Bürgermeisterin oder ihrem Vertreter die Befugnis, die Gemeinde im so genannten Lenkungsausschuss zu vertreten und dort die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

ILE bietet den Gemeinden insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung Unterstützung für interkommunale Zusammenarbeit, gemeindeübergreifend abgestimmte Innenentwicklung und ressortübergreifende Kooperation. Als Träger könnten die Gemeinden, begleitet vom Amt für Ländliche Entwicklung, gemeinsam Maßnahmen bei der Dorferneuerung, im Wegebau, bei der Flurneuordnung oder dem Tourismus auf den Weg bringen.

Mehrfamilienhuser

10.03.2015


Bauantrag für

Mehrfamilienhäuser zurückgezogen


In der Oberen Ritterstraße 14, auf dem Eckgrundstück an der Einmündung zur Seinsheimgasse, werden nun doch keine zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Bürgermeisterin Rosi Schraud gab in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass der Bauherr seinen Bauantrag wieder zurückgezogen habe. Das Gremium hatte den Antrag erst im vergangenen November genehmigt. In den beiden Häusern hätten insgesamt zwölf Wohnungen entstehen sollen.

Treppen Schuldurchgang

10.03.2015


Wassereinbruch an der Schule gestoppt


Der Estenfelder Bauhof hat die Treppen ausgebessert, die sich an beiden Seiten des Durchgangs von der Grund- zur Mittelschule befinden. Dort war Wasser ins Gebäudeinnere eingedrungen, das sich im Kellergang sammelte. Nun wurde der Schaden rasch und kostengünstig behoben. Von Gemeinderat Jens Dietzsch, der Lehrer an der Mittelschule ist, gab es in der Sitzung großes Lob für die Mitarbeiter des Bauhofs. Sie hätten ihre Sache „besser gemacht als manche Fachfirma“. Jürgen Fottner, der Leiter des Bauhofs, der bei der Sitzung anwesend war, hörte das natürlich sehr gerne.

10.03.2015


Soziale Stadt“: Estenfeld ist dabei


Mit einer sehr erfreulichen Nachricht wartete Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung auf: Die Gemeinde Estenfeld wurde in das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Mit Hilfe der entsprechenden Gelder möchte die Gemeinde nun möglichst rasch mit der Umsetzung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) beginnen. Zunächst soll aber ein geeigneter Planer gesucht werden.

Kreisel Weiße Mühle

10.03.2015


Neu gestalteter Kreisverkehr: Feier am 10. April


Am Kreisverkehr an der „Weißen Mühle“ wird am Freitag, 10. April, um 14 Uhr der Abschluss der Neugestaltung gefeiert. Diesen Termin gab Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Gemeinderatssitzung bekannt. Bis dahin sollen auf der Fläche, in deren Mitte ein Mühlrad aufgestellt wurde, Frühlingsblumen in leuchtenden Farben erblühen. Die Tulpenzwiebeln wurden von einer Firma gesteckt. Der Bauhof hat den Rasen angesät. Für die Bewirtung bei dem kleinen Festakt sorgt der Pächter der Gaststätte „Weiße Mühle“, Norbert Schweizer, die Getränke werden von der Feuerwehr ausgegeben.

Einwohnerstatistik

17./19.03.2015


Estenfeld wächst und wächst
Zahl der Einwohner nimmt kontinuierlich zu


Estenfeld ist eine attraktive Gemeinde — ländlich idyllisch gelegen, aber doch stadtnah. Zum Wohnen ist der Ort vor allem für junge Familien ideal. Der Blick auf die aktuelle Einwohnerstatistik zeigt, dass immer mehr Menschen diese Vorzüge zu schätzen wissen. In den vergangenen Jahren ist die Einwohnerzahl kontinuierlich gestiegen: von 4877 Bürgern (2010) auf 5203 (2014). Bei dieser Zahl sind die Personen eingerechnet, für die Estenfeld der Nebenwohnsitz ist.
Präsentiert wurde die Statistik bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen von Bürgermeisterin Rosi Schraud. Wie sie weiter informierte, wurden im vergangenen Jahr 34 Kinder geboren, die jetzt in Estenfeld aufwachsen. 45 Menschen sind im gleichen Zeitraum gestorben. Für Mühlhausen wurden zwei Geburten verzeichnet, Todesfälle gab es dort keine. Die Zahl der Hochzeiten ist im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt relativ konstant geblieben: 20 Paare wurden 2014 getraut.
Was die Altersstruktur angeht, sprach die Bürgermeisterin von einer „sehr gesunden Mischung“. 44 Prozent der Bürger sind jünger als 41 Jahre, 56 Prozent sind älter (siehe Grafik). Schraud sagte, sie wünsche sich, dass die Verteilung so bleibt, damit die Betreuungseinrichtungen in der Gemeinde auch weiter gut ausgelastet sind.
Die Kinderkrippe „Farbenklecks“ ist die Einrichtung für die jüngsten Estenfelder. Sie wird derzeit von 41 Kleinkindern besucht (bei 56 verfügbaren Plätzen). Im Kindergarten St. Michael sind 82 Mädchen und Jungen, im Kindergarten St. Elisabeth sind es 50. In die Grundschule gehen 153 Kinder, 58 nutzen das Angebot der Mittagsbetreuung. 112 Schüler werden in der Mittelschule unterrichtet. In der Tagespflege werden momentan 40 Menschen betreut, eine stationäre Pflege nehmen 47 Personen in Anspruch.

Baukran Triebweg

17./19.03.2015


„Triebweg III“: 49 von 64 Bauplätzen verkauft


Die Bauplätze im Baugebiet „Triebweg III“ gehen sehr gut weg. Von den insgesamt 64 Grundstücken sind derzeit 49 verkauft. Die übrigen 15 sind teilweise mehrfach reserviert. Bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud, für Bauwillige lohne es sich dennoch, sich bei der Gemeindeverwaltung auf eine Liste setzen zu lassen. Es könne schließlich vorkommen, dass ein Interessent doch noch einen Rückzieher macht.

Dusche

17./19.03.2015


Preise für Wasser und Kanal unverändert


Die Wassergebühren in Estenfeld bleiben im Jahr 2015 konstant. Bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud, der Kubikmeter koste unverändert 2,85 Euro. Im nächsten Jahr müssten die Gebühren aber neu kalkuliert werden, kündigte sie an. Denn schon jetzt sei beim Bezugspreis eine Steigerung um drei Cent zu verzeichnen.
Auch bei den Kanalgebühren bewegt sich in diesem Jahr nichts – und so wie es derzeit aussieht, werden die Bürger auch 2016 nicht mehr Geld aufwenden müssen. Für Schmutzwasser zahlt man weiterhin 1,28 Euro pro Kubikmeter, für Niederschlagwasser sind es 0,25 Euro pro Kubikmeter. Im Kanalnetz stünden notwendige Sanierungen an, erklärte Schraud. Hierfür seien aber Rücklagen gebildet worden. 

Gemeindebücherei

17./19.03.2015


Vom Dach- ins Erdgeschoss
Gemeindebücherei zieht in den Pfingstferien um


Die Estenfelder Gemeindebücherei wird in den Pfingstferien umziehen – allerdings nur innerhalb des Gebäudes in der Friedrich-Ebert-Straße 6, in dem sie bereits jetzt untergebracht ist. Künftig wird sie nicht mehr unter dem Dach zu finden sein, sondern in den Räumen im Erdgeschoss, in denen sich früher die Tagespflege befand. Dort ist mehr Platz für die ausleihbaren Bücher und Medien. Außerdem muss sich niemand mehr Gedanken wegen der Statik machen.
Bürgermeisterin Rosi Schraud nutzte diese Ankündigung bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen dazu, um für die Bücherei zu werben. Ein Besuch dort lohne sich, da das Angebot stets aktuell und breit gefächert sei und jeder etwas nach seinem Geschmack finden könne. Zugleich lobte Schraud die Arbeit von Bibliotheksleiterin Christine Wolz und ihrem ehrenamtlichen Team. Insgesamt waren die sieben Frauen im vergangenen Jahr 283 Stunden für die Bücherei im Einsatz.
Durch den Umzug der Bücherei wird im Dachgeschoss Platz frei. Ideen, wie man diese Räume nutzen könnte, gibt es bereits. So könnten Vereine, die kein eigenes Domizil haben, dort zum Beispiel ihre Vorstandssitzungen halten.

Parkverbot

17./19.03.2015


Zu wenig Platz zum Parken


Die Zahl der Autos hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen – eine Entwicklung, die auch vor Estenfeld nicht Halt gemacht hat. Wer keine eigene Garage und keinen Parkplatz vor dem Haus hat, der tut sich oft schwer, eine geeignete Fläche zum Abstellen zu finden. Die Konsequenz: Oft stehen Fahrzeuge ausgerechnet dort, wo es ohnehin schon eng zugeht. Ein Patentrezept, wie man dieses Problem schnell und einfach lösen kann, gebe es leider nicht, sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen. Zwar könnte man zusätzliche Verbotsschilder aufstellen oder Zickzack-Linien aufzeichnen, allerdings bedürfe es dann auch entsprechender Sanktionierungsmöglichkeiten. Schraud kündigte an, dass sich der Gemeinderat bald mit der Parkplatzsituation in Estenfeld auseinandersetzen werde.

Geschwindigkeitsmessanlage

17./19.03.2015


Tempomessung: Mehr als

die Hälfte der Autos zu schnell


Im vergangenen November wurde auf Höhe des Seniorenzentrums in der Lengfelder Straße in Estenfeld für zehn Tage eine Geschwindigkeitsmessanlage aufgestellt. In dieser Zeit wurde allen Fahrern angezeigt, wie schnell sie unterwegs sind und ob sie sich an das vorgeschriebene Tempo halten. Direkt bestraft wurde zwar niemand – allerdings ergab die Auswertung der Daten, dass an dieser Stelle eigentlich eine regelmäßige Verkehrsüberwachung stattfinden müsste. 6012 Fahrzeuge wurden kontrolliert, mehr als die Hälfte war schneller als die erlaubten 30 Stundenkilometer. Bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen appellierte Bürgermeisterin Rosi Schraud daher an die Autofahrer, innerorts den Fuß vom Gas zu nehmen.

Feuerwehreinsatz

17./19.03.2015


Feuerwehren: ein Garant für die Sicherheit


Die Estenfelder Feuerwehr hatte im vergangenen Jahr wieder eine Menge zu tun. Insgesamt waren die freiwilligen Helfer 78-mal im Einsatz. 51-mal mussten sie dabei technische Hilfe leisten, 13-mal brannte es. Hinzu kamen fünf Sicherheitswachen und sieben sonstige Tätigkeiten. Zweimal handelte es sich um einen Fehlalarm. Alles zusammengenommen, waren die Feuerwehrleute 536 Stunden im Einsatz. Davon entfielen 150 Stunden auf die Führungskräfte und 486 auf die Ehrenamtlichen. Aktive hat die Estenfelder Wehr aktuell 57, davon sind 52 Männer und fünf Frauen. Es gibt vier Jugendanwärter.
In Mühlhausen erlebt die Feuerwehr seit dem Bau des neuen Gerätehauses einen regelrechten Boom. Denn die Jugendlichen sind personell fast so stark wie die erwachsenen Aktiven. Bei den „Großen“ leisten 19 Leute Dienst (15 Männer, vier Frauen), beim Nachwuchs verfügen die Mühlhäuser über 18 Anwärter (neun Jungen, neun Mädchen). Im vergangenen Jahr führte die Wehr zwölf Übungen durch, hinzu kamen acht sonstige Tätigkeiten. Insgesamt war das Personal 401 Stunden im Einsatz. 323 Stunden bewältigten die Ehrenamtlichen, 78 Stunden die Feuerwehrführung.
Bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen dankte Bürgermeisterin Rosi Schraud beiden Wehren für ihren herausragenden Einsatz.


Das Bild entstand am 11.03.2015 bei einem Autobrand auf der A 7. Es wurde uns von Konrad Hasch zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Malteser

17./19.03.2015


Auf die Malteser war und ist Verlass


Wenn sie im vergangenen Jahr gebraucht wurden, war auf sie Verlass: die Estenfelder Malteser. 165-mal mussten sie als „Helfer vor Ort“ ausrücken – vorwiegend innerhalb von Estenfeld, aber auch auf die B 19 oder auf die Autobahn. Bei Hausnotrufen wurden sie 31-mal benötigt. Sanitätsdienste wurden 21 verzeichnet, zum Beispiel bei der „Bladdnbardi“, bei der Prunksitzung oder bei Seniorennachmittagen. Hinzu kamen unzählige Stunden, um den Menschen in Litauen Hilfe zu leisten. Bürgermeisterin Rosi Schraud sagte bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen, es sei großartig, dass es Menschen gibt, die sich ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit stellen.

Porsche Zentrum

17./19.03.2015


Begehrte Gewerbeflächen

in Estenfeld


Das Gewerbegebiet an der A 7 entwickelt sich prächtig. Wie Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen bekannt gab, seien sämtliche Flächen im ersten Abschnitt vergeben und teilweise sogar bereits bebaut. Das Porsche Zentrum (im Bild) feierte kürzlich offiziell Eröffnung, das Haas-Gesundheitszentrum folgt am 2. Mai. Die weiteren „Neuzugänge“ sind die Baumaschinen-Firma Schlüter, das Rechenzentrum von Edeka Nordbayern, der Jungunternehmer Holger Metzger sowie der Internetgroßhandel Meder. Es wird wohl nicht allzu lange dauern, dann werden sich weitere Betriebe in Estenfeld ansiedeln. Denn die Erschließung des nächsten Abschnitts im Gewerbegebiet wird schon bald beginnen.

Mehrzweckhalle

17./19.03.2015


Die To-do-Liste der Gemeinde
Welche Projekte bald verwirklicht werden sollen


Was die Gemeinde in diesem Jahr in Angriff nehmen möchte, erläuterte Bürgermeisterin Rosi Schraud bei den Bürgerversammlungen in Estenfeld und Mühlhausen.

Hier sind die wichtigsten Projekte.
- Feuerwehrhaus-Neubau: Er soll auf einem gemeindeeigenen Grundstück in der Nähe des Tegut-Marktes entstehen. Architekten schreiben derzeit die vorliegenden Pläne fort, dabei arbeiten sie das neue Raumprogramm mit ein.
- Sanierung der Schulen: Sowohl die Grund- als auch die Mittelschule müssen dringend modernisiert werden. In energetischer Hinsicht sind beide Gebäude längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit.
- Mehrzweckhalle (im Bild): Die Beleuchtung der Halle muss ausgetauscht werden, da bereits mehrere Lampen ausgefallen sind. Das wird nicht ganz billig, da es aus Altersgründen keine Ersatzmöglichkeiten mehr gibt. Außerdem strebt die Gemeinde eine Transponder-Lösung für die Türen zur Halle und zu den Umkleidekabinen an. Vereine oder Gruppen, die in der Halle trainieren, könnten dann selbstständig zu den von ihnen gebuchten Zeiten auf- und zuschließen und wären nicht mehr auf den Hausmeister angewiesen.
- Breitbandförderung: Das Internet soll in Estenfeld und Mühlhausen mit staatlicher Finanzhilfe schneller werden als ohnehin schon. So soll die Gesamtgemeinde für Bauwillige und als Wirtschaftsstandort noch interessanter werden.
- Baugebiet „Kies IV“ in Mühlhausen: Es umfasst 15 Grundstücke, die allesamt von der Gemeinde erworben wurden. Nach dem Verkauf an Bauwillige sollen hier möglichst bald die ersten Häuser entstehen, damit der Ort weiter wächst.
- Mühlenhof: Der Innenhof der „Weißen Mühle“ und der leicht abschüssige Zugang dorthin sollen behindertenfreundlicher werden. Dazu wird der Bauhof einen Teil des Kopfsteinpflasters entfernen und stattdessen einen etwa 1,5 Meter breiten, ebenen Streifen schaffen, der von Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren und anderen Gehhilfen problemlos passiert werden kann. Darüber sind sowohl die Gaststätte als auch das Foyer der Mehrzweckhalle barrierefrei erreichbar.
- Umbau des Rathauses: Das Gebäude, in dem die Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld residiert, ist in Teilen sanierungsbedürftig. Das betrifft die Leitungen für das Abwasser genauso wie die für die Elektrik.

Wilhelm-Hoegner-Straße

17.03.2015


Aus der Bürgerversammlung:

Die wichtigsten Antworten auf

die Bürgerfragen in Estenfeld


- Eine Entscheidung, wie die Würzburger Straße vom Durchgangsverkehr entlastet werden soll, ist noch nicht gefallen. Zuvor wird ein Vor-Ort-Termin mit der Polizei stattfinden. Danach wird der Gemeinderat nochmals über das Thema beraten und dabei auch den Agenda 21-Arbeitskreis einbeziehen.
- Die Öffnung der Wilhelm-Hoegner-Straße (im Bild) zur alten B 19 hin ist nach wie vor ein Thema. Die Gemeinde wartet derzeit noch auf das endgültige Ergebnis eines Schallgutachtens. Zwar wurde eine solche Untersuchung bereits durchgeführt, dabei wurde allerdings die Würzburger Straße nicht berücksichtigt.
- Die Gemeinde wird sich Gedanken machen, wie und in welchem Umfang die Treppen im Neubaugebiet am Triebweg im kommenden Winter geräumt und gestreut werden. Im vergangenen Winter wurden nicht alle Wege bei Schnee und Eis berücksichtigt. Dort stellte der Bauhof Absperrungen auf – als Warnhinweis und aus versicherungstechnischen Gründen. Dieses Vorgehen hatte bei einigen Anwohnern für Unmut gesorgt.
- Auf die Vernunft der Autofahrer setzt die Gemeinde in der Oberen Ritterstraße. Diese wird von manchen als Rennstrecke missbraucht, außerdem wird dort wild geparkt. Besonders heikel ist es auf Höhe des Döner-Ladens, wo es auch so schon extrem eng zugeht. Eine direkte Handhabe, um gegen Raser und Falschparker vorzugehen, hat die Gemeinde nicht.
- Nach wie vor hat die Gemeinde ein Interesse daran, auch den hinteren Teil der Kartause zu erwerben. Allerdings konnte sie sich mit den Besitzern noch nicht auf einen Preis einigen. Die Gemeinde hat konkrete Vorstellungen, was die Entwicklung des Kartausenareals angeht. Deshalb wurde auch der Bauantrag zur Errichtung von drei Ferienwohnungen im ehemaligen Klostergarten nicht genehmigt. Bereits im Jahr 2012 war seitens der Denkmalpflege eine Bebauung des historischen Gartenbereichs abgelehnt worden.
- Das Trinkwasser in Estenfeld ist relativ hart. Für den Menschen ist das keinesfalls schädlich. Dennoch sucht die Wassergewinnung Würzburg-Estenfeld (WWE) nach Mitteln und Wegen, wie das Wasser weicher werden könnte.

Bürgerbus

17.03.2015


Einkaufsbus: Fahrer gesucht


Für den Einkaufsbus, der immer dienstags und freitags in Estenfeld und Mühlhausen (im Bild die Haltestelle in der Höfersgasse) unterwegs ist, werden noch Fahrer gesucht. Bei der Bürgerversammlung in Estenfeld meldete sich Berthold Hepf, einer der aktuellen Fahrer, zu Wort. Er rief seine Mitbürger zum Mitmachen auf und machte es ihnen auch gleich schmackhaft: „Wir sind wirklich eine klasse Clique.“

Wer Einkaufsbus-Fahrer werden möchte, kann sich beim Agenda 21-Beauftragten Bernhard Strümper, Tel.: (09305) 228, melden.
Der Einkaufsbus ist in erster Linie für Bürger gedacht, die nicht mobil oder nicht mehr so gut zu Fuß sind. Ihnen soll so der Gang zum Einkaufen, zu Ärzten, zur Apotheke oder zu den Bushaltestellen der Linie 43 erleichtert werden. Prinzipiell kann aber natürlich jeder das kostenlose Angebot nutzen.

Brunnen Mühlhausen

19.03.2015


Aus der Bürgerversammlung:

Die wichtigsten Antworten auf

die Bürgerfragen in Mühlhausen


- In Mühlhausen wird demnächst eine Bürgerbefragung stattfinden. Dabei sollen die Wahlberechtigten darüber abstimmen können, wie sie zu dem geplanten Windpark zwischen Mühlhausen, Burggrumbach und Rupprechtshausen stehen. Die Befragung wird so ähnlich ablaufen wie ein Bürgerentscheid. Das Wahllokal wird an diesem Tag aber nur ein paar Stunden geöffnet sein – und nicht von morgens bis abends. Der genaue Termin steht noch nicht fest, er wird aber rechtzeitig bekannt gegeben. Dazu werden alle wahlberechtigten Mühlhäuser von der Gemeinde angeschrieben. Ein Votum per Briefwahl wird nicht möglich sein.
- An der B 19 wird es keinen größeren Lärmschutzwall geben. Nach einer Aussage des Staatlichen Bauamts sind die Immissionswerte durch den Straßenverkehr zu niedrig und der Abstand zur Wohnbebauung zu groß, um hier weitergehende Maßnahmen zu ergreifen.
- Immer wieder verirren sich Lkw-Fahrer nach Mühlhausen, weil sie das Sackgassenschild am Ortseingang übersehen. Das kommt besonders dann vor, wenn auf der Autobahn ein längerer Stau ist. Die Gemeinde will prüfen, wie sie dem Problem Herr werden kann. Ob das Sackgassenschild prominenter platziert oder ein Zusatzschild “Keine Wendemöglichkeit für Lkw” aufgestellt wird, ist noch offen.
- Im Brunnen am alten Rathaus (im Bild) soll schon bald wieder Wasser fließen, allerdings nur in der wärmeren Jahreszeit. Im Winter wird er vorübergehend stillgelegt. Denn durch die Kälte könnten die Leitungen so beschädigt werden, dass der Brunnen unbrauchbar wird.
- Auf dem Spielplatz sind im Frühling vermehrt Erdhummeln zu beobachten. Die geschützten Insekten stellen für spielende Kinder eine Gefahr dar. Mit der Naturschutzbehörde soll nun geklärt werden, ob eine Umsiedlung der Tiere möglich ist. Ist dies nicht der Fall, könnte ein Warnhinweis am Spielplatzeingang angebracht werden. Da das Hummel-Problem nur etwa acht Wochen besteht, würde das Schild aber nicht dauerhaft hängen. Es müssten sich dann Mühlhäuser bereit erklären, das Anbringen und Entfernen zu übernehmen.
- Weitaus gefährlicher als die Hummeln sind für Kinder aber manche Autofahrer, die viel zu schnell am Spielplatz vorbeifahren. Im Ort gilt Tempo 30, doch das scheint sie nicht weiter zu stören. Die Gemeinde will sich darum bemühen, eine Geschwindigkeitsmessanlage installieren zu lassen – in der Hoffnung, dass die Autofahrer aufgrund der digitalen Anzeige etwas langsamer machen. In der Ortsdurchfahrt von Maidbronn zum Beispiel hat sich eine solche Anlage bewährt.
- Das Trinkwasser in Mühlhausen kann völlig unbedenklich getrunken werden. Da es aus Brunnen gefördert wird, die nur etwa 30 Meter tief sind, wird es zur Sicherheit gechlort. Daher kann zuweilen ein leichter Chlorgeruch aus dem Wasserhahn kommen. Das Wasser schmeckt aber nicht nach Chlor, da sich das Gas verflüchtigt.
- Über eine bessere Beleuchtung des Weges von der Bushaltestelle an der B 19 in den Ort wird sich der Gemeinderat demnächst Gedanken machen. Der Landkreis sieht sich dort nicht unter Zugzwang, da es sich um eine Kreisstraße handelt und diese nicht beleuchtet werden müssen. Finanziell wäre also die Gemeinde gefordert. Sollte sie dort etwas unternehmen, würde sie wohl einige Straßenlaternen aufstellen – und nicht etwa Taschenlampen verteilen, wie ein Bürger spaßeshalber vorschlug.

Haushalt 2015

23.03.2015


Weiter auf Konsolidierungskurs
Gemeinderat verabschiedet

Haushalt 2015 einstimmig


Die Gemeinde Estenfeld bleibt finanziell weiter auf Konsolidierungskurs. Im Haushalt für 2015 ist ein Schuldenabbau von 2,8 Millionen Euro vorgesehen. Der Schuldenstand wird damit Ende des Jahres voraussichtlich noch 3,9 Millionen Euro betragen – das sind fast acht Millionen Euro weniger als noch vor zwei Jahren.
Die hohe Verschuldung von 2013 hing damit zusammen, dass die Gemeinde damals Flächen für das Baugebiet „Triebweg III“ und das Gewerbegebiet an der A 7 aufgekauft und erschlossen hat. Eben jene Grundstücke hat die Gemeinde inzwischen an Häuslebauer und Firmen verkauft – und deshalb sieht ihre finanzielle Situation nun wieder viel besser aus.
Für die Estenfelder Bürger hat diese überaus positive Entwicklung natürlich auch Auswirkungen. Die Pro-Kopf-Verschuldung, die vor zwei Jahren noch 2441 Euro betrug, wird zum Ende dieses Jahres bei nur noch 809 Euro liegen. Das ist zwar immer noch höher als der Landesdurchschnitt von 689 Euro, aber die Tendenz zeigt eindeutig in die richtige Richtung.
Das nächste Erfreuliche: Um die anstehenden Vorhaben und Aufgaben zu finanzieren, muss die Gemeinde keine neuen Kredite aufnehmen. Dies ist möglich, weil es im vorherigen Jahr hohe Ausgabenreste gab, die in die Rücklagen geflossen sind. Von dort wurden sie heuer als Stärkungsmittel in den Haushalt eingebracht.
Der Gesamthaushalt hat 2015 ein Volumen von 17,1 Millionen Euro. Dabei entfallen auf den Verwaltungshaushalt 11,2 Millionen Euro und auf den Vermögenshaushalt 5,9 Millionen Euro. Zur Erklärung: Im Verwaltungshaushalt werden die laufenden Einnahmen und Ausgaben für ständige Aufgaben der Gemeinde veranschlagt. Aus dem Vermögenshaushalt werden Investitionen getätigt.
Der Überschuss des Verwaltungshaushaltes wird dem Vermögenshaushalt zugeführt, um Projekte aus eigener Finanzkraft stemmen zu können. Im Falle von Estenfeld werden hier 1,5 Millionen Euro “transferiert”.
Das gesamte Zahlenwerk wurde den Gemeinderäten in einer Sondersitzung von Kämmerer Frank Fiebig erläutert. Nachdem die drei Fraktionssprecher Albin Wolz (CSU), Günther Grimm (SPD) und Jens Dietzsch (UWG) ihre Stellungnahmen dazu abgegeben hatten, wurde abgestimmt. Das Ergebnis: Mit 16:0 Stimmen wurde der Haushalt 2015 in der vorgelegten Form genehmigt.

Den kompletten Erläuterungsbericht zum Haushaltsplan der Gemeinde lesen Sie hier.

Die Stellungnahmen der einzelnen Fraktionen finden Sie unter folgenden Links:

- CSU

- SPD

- UWG

Kartausentor

23.03.2015


Kartause: Gemeinde lässt Wertgutachten erstellen


Das Interesse der Gemeinde, auch den hinteren Teil der Kartause zu erwerben, ist ungebrochen. Allerdings konnte sie sich mit den Besitzern noch nicht auf einen Kaufpreis einigen. Um Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen zu bringen, soll nun der Gutachterausschuss des Landratsamts Würzburg ein Wertgutachten erstellen. Dieses soll eine belastbare Zahl liefern, was der fragliche Teil der Kartause wert ist. Den Antrag hatte die CSU-Fraktion in einer Sondersitzung des Gemeinderats zum Haushalt gestellt, der Beschluss dazu fiel einstimmig (16:0).
Die CSU-Fraktion beantragte ebenfalls, mittels eines Nachtragshaushalts den Kauf des Wirtschaftshofs der Kartause durchzuführen - für den Fall, dass man sich bereits in diesem Jahr mit den Besitzern einigen sollte.
Die SPD-Fraktion hatte den Antrag gestellt, eine erste Rate von 400000 Euro in den Finanzplan 2016 aufzunehmen. Begründung: Die Gemeinde könne auf diesem Weg ein Zeichen setzen und unterstreichen, dass sie es mit ihrem Kaufinteresse weiter ernst meine.
Die Mehrheit der Räte lehnte den Antrag ab. Ihre Argumentation: Es sei sinnvoller, zunächst einmal das Ergebnis des Wertgutachtens abzuwarten, bevor mit irgendwelchen Zahlen hantiert werde, die wieder Raum für Spekulationen bieten und falsch verstanden werden könnten. Die Abstimmung endete denkbar knapp – mit 7:9 Stimmen.

Schulsanierung

23.03.2015


Schulsanierung:

Haushaltsansatz wird nicht erhöht


Die Grund- und die Mittelschule in Estenfeld müssen dringend energetisch saniert werden – daran lassen die Gemeinderäte keinen Zweifel. Dass deshalb aber der Haushaltsansatz noch im Jahr 2015 von 100000 auf 200000 Euro aufgestockt werden muss, erschien der Mehrheit der Räte nicht notwendig. In der Sondersitzung zum Haushalt hatte die SPD-Fraktion die Erhöhung beantragt, sie wollte diese mit den erwarteten Gewerbesteuer-Mehreinnahmen finanzieren.
Die Abstimmung über den Antrag endete mit 6:10. Die SPD-Gemeinderäte votierten geschlossen dafür, CSU und UWG waren dagegen. Ihrer Auffassung nach genügen die 100000 Euro im laufenden Haushalt, da in diesem Jahr wohl ohnehin keine größeren Maßnahmen in den Schulen begonnen werden können. Schließlich wurde bislang nicht einmal ein Planer beauftragt, da die mögliche Bezuschussung seitens der Regierung noch geprüft wird. Dafür soll nun im kommenden Jahr mehr Geld für die Sanierung der beiden Gebäude aufgewendet werden.

23.03.2015


1,6 Millionen Euro für Feuerwehrhaus eingeplant


Um den Neubau des Feuerwehrhauses zu finanzieren, hält die Gemeinde insgesamt 1,6 Millionen Euro bereit. Im Haushalt 2015 ist eine Summe von 800000 Euro eingestellt, der gleiche Betrag ist für 2016 geplant. Diese Zahlen wurden in der Haushaltssondersitzung des Gemeinderats genannt.
Wie teuer das Gebäude tatsächlich wird, ist noch nicht klar. Derzeit führt ein Architekturbüro die alten Planungen weiter und arbeitet dabei auch das neue Raumprogramm ein, das unter Berücksichtigung der dringendsten Anliegen der Feuerwehr erstellt wurde. Erst danach wird es eine detaillierte Kostenschätzung geben.

Das neue Feuerwehrhaus wird auf einem gemeindeeigenen Grundstück in der Nähe des Tegut-Marktes gebaut.

Kleintierzüchter
23.03.2015

Gemeinde unterstützt Kleintierzüchter


Mit maximal 10000 Euro wird die Gemeinde die Kleintierzüchter bei der Sanierung ihres Vereinsheims unterstützen. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sondersitzung zum Haushalt einstimmig. Die Kleintierzüchter haben bislang noch keine Zuschüsse von der Gemeinde beantragt und erhalten. Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist und die endgültigen Baukosten feststehen, müssen die Kleintierzüchter die Rechnungen bei der Gemeinde vorlegen. Nach dem Umbau soll übrigens auch der Gaststättenbetrieb wieder aufleben.

Schnelleres Internet

25.03.2015


Internet: Estenfeld

drückt aufs Tempo

Breitbandausbau macht

das Netz zukunftsfähig


Die Menschen in Estenfeld und Mühlhausen können sich freuen: Das Internet wird bald noch schneller — und zwar flächendeckend. Möglich macht dies der Breitbandausbau, von dem annähernd alle Haushalte in der Gemeinde gleichermaßen profitieren. Das neue Netz wird so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen problemlos gleichzeitig funktionieren.

Wie wichtig der zukunftsweisende Schritt für Estenfeld ist, betonten Bürgermeisterin Rosi Schraud und Geschäftsleiterin Ulrike Lang bei einem informellen Gespräch im Rathaus. „Die Ansprüche der Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Deshalb freue ich mich, dass Estenfeld vom Breitbandausbau profitiert“, sagte Schraud. Die Gemeinde bleibe so als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv.
Was Estenfeld bei der Investition in die moderne Infrastruktur finanziell sehr entgegenkommt: Der Freistaat Bayern fördert den Breitbandausbau mit 80 Prozent. Der gemeindliche Anteil liegt somit bei rund 200000 Euro. Die Kosten für das schnellere Netz sind zur Hälfte in den Haushalten 2015 und 2016 eingestellt. Zum Förderbereich gehören in erster Linie das Gewerbegebiet an der A 7 und das Baugebiet am Triebweg.
Doch nicht nur die Gemeinde, auch die Deutsche Telekom investiert kräftig in Estenfeld. Mit Eigenmitteln, also ohne kommunale Selbstbeteiligung, wird das Unternehmen einen Breitbandausbau außerhalb des Fördergebietes durchführen. Rund 1100 Haushalte könnten davon spätestens ab Ende 2016 etwas haben — sofern sie die neuen Anschlüsse der Telekom buchen wollen.
Beim Ausbau setzt die Telekom die neueste Technik ein. Dadurch wird Estenfeld in Teilen Vectoring-fähig. „Vectoring ist ein Datenturbo auf dem Kupferkabel“, erklärt Projektleiter Klaus Markert. Dadurch verdoppelt sich das maximale DSL-Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Hochladen vervierfacht sich das Tempo sogar auf bis zu 40 MBit/s. „Das ist besonders wichtig, weil die Menschen immer mehr Fotos, Videos und Musik über das Netz austauschen“, sagt Markert.
Damit die Daten in Estenfeld in Zukunft noch schneller fließen, wird die Telekom mehrere Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegen und elf Multifunktionsgehäuse aufstellen. Glasfaser ist das zurzeit schnellste Übertragungsmedium der Welt. Die Daten können sich hier mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Im Multifunktionsgehäuse — einem großen, grauen Kasten, der meist am Straßenrand steht — werden die Daten auf das bestehende Kupferkabel übertragen, das in die Wohnung des Internetnutzers führt. Damit das Signal auf dem Kupferkabel nicht an Geschwindigkeit verliert, wird Vectoring eingesetzt. Eine spezielle Kanalkodierung, die Störungen auf den Kupferkabeln reduziert, sorgt dafür, dass die Übertragungsrate deutlich gesteigert werden kann. Bauliche Maßnahmen am Haus oder in der Wohnung des Kunden sind nicht nötig.


Wer sich für einen der neuen Anschlüsse interessiert, der kann sich über die kostenlose Hotline (0800) 330 3000 oder auf www.telekom.de/netzausbau über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife informieren und vorab registrieren lassen.


Im Bild: (von links) Klaus Markert (Deutsche Telekom), Bürgermeisterin Rosi Schraud, Geschäftsleiterin Ulrike Lang und Dr. Joachim Först (Berater der Gemeinde beim Förderverfahren)

Abschied Uli

27.03.2015


Die Weiße Mühle

lag ihm am Herzen
Hausmeister Uli Weisensel geht

nach 28 Jahren in den Ruhestand


Gewohnt hat er in der Weißen Mühle nicht, aber so etwas wie ein zweites Zuhause war sie schon für ihn: Uli Weisensel, der 28 Jahre Hausmeister der Mehrzweckhalle war, ist Ende März offiziell in den Ruhestand gegangen. Aus diesem Anlass haben sich die Gemeinde Estenfeld, bei der er beschäftigt war, sowie Vereine und Schulen feierlich von ihm verabschiedet. Der 63-Jährige, der nie viel Aufhebens um seine Person gemacht hat, genoss bei diesem „Ehrenabend“ sichtlich, wie viel Herzlichkeit ihm von allen Seiten entgegengebracht wurde. Bürgermeisterin Rosi Schraud sagte, Uli Weisensel habe seine Aufgabe nicht nur als Arbeit gesehen, sondern als Berufung. „Du warst mit Leib und Seele für die Mehrzweckhalle und für die Menschen, die hier aus- und eingegangen sind, da.“ Für alle Probleme habe er eine Lösung gewusst, lobte ihn die Bürgermeisterin. „Du hast die Anlage aber nicht nur verwaltet, sondern mit Geduld, Können und Weitsicht immer nach Verbesserungen getrachtet. Ich kenne keine andere Halle im Landkreis, die nach so vielen Jahren in einem so guten Zustand ist“, sagte Schraud.
Als Dankeschön für sein gewissenhaftes und zuverlässiges Wirken überreichte die Bürgermeisterin Uli Weisensel ein Bild von der Mehrzweckhalle auf Leinwand. Von Künstler Max Breunig stammt das Bild von der Weißen Mühle, wie sie früher einmal ausgesehen hat. Dazu gab es zum Nachsingen noch einen Liedtext, der von Erwin Hauck und August Rost zum 15-jährigen Bestehen der Mehrzweckhalle verfasst worden war. Uli Weisensels Frau Sigrid bekam einen Frühlingsblumenstrauß.
Die TSG Estenfeld war bei der Verabschiedung sehr gut vertreten. Vom Gesamtverein, für den Vorsitzender Rudolf Krieger und Finanzvorstand Ursula Schröder gekommen waren, gab es ein Geschenk, das sich das Modellsport-Team (MST) ausgedacht hatte: einen ferngesteuerten Wettbewerbs-Tourenwagen im Maßstab 1:10, der es auf eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 110 km/h bringt. So kann Uli Weisensel seinem großen Hobby auch weiterhin nach Herzenslust frönen. Obendrein übergab ihm das MST noch eine hölzerne Ruhebank und eine Karosserie.
Die Handball-Mädels hatten ein großes Banner mit der Aufschrift „Danke, Uli!“ angefertigt. Außerdem klatschten alle Teammitglieder persönlich mit Uli Weisensel, einem ihrer größten Fans, ab. Von den Basketballern, die er ebenfalls immer unterstützt hat, gab es eine Fotocollage und eine „Uli-Karikatur“. Die Fußball-Jugend hatte einen Geschenkkorb mitgebracht. Die Rhönrad-Mädels (im Bild) führten für Uli Weisensel ein Schauturnen auf seine Lieblingsmusik auf und überreichten ebenfalls ein Präsent.
Einen ebenfalls sehr sehenswerten Auftritt legte Jana Kowalyk, das Tanzmariechen der Estenfelder Karnevalsgesellschaft (EKG), hin. Dazu gab es für Uli Weisensel noch ein Sweatshirt mit der Aufschrift „I love EKG“.
Doch es ging nicht nur sportlich zu, sondern auch musikalisch. Die Schulband der Mittelschule hatte das Lied „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller umgetextet, die Badminton-Mannschaft sang zur Melodie von „Schöner fremder Mann“, im Original von Connie Francis. Der Musikverein war ebenfalls mit von der Partie, er spielte drei Stücke.
Ebenfalls etwas sehr Originelles hatten sich Marga und Hermann Heinickel ausgedacht, denen Uli Weisensel vor allem bei den Ausstellungen der Kunstfreunde immer sehr behilflich gewesen war. Sie hatten ein Glasbild dabei, das in Glasfusing-Technik (Glasverschmelzung) entstanden ist. Darauf sind die Weiße Mühle und die Mehrzweckhalle zu sehen, davor die Kürnach, darin ein Fisch (Sternzeichen von Uli Weisensel) und aus dem Gebüsch schaut ein Steinbock (Sternzeichen seiner Frau Sigrid) hervor und erwartet ihn. Marga Heinickel hatte außerdem einen Blumenstrauß gezeichnet und ein Gedicht für Uli Weisensel verfasst.
Von den Judo-Mattenfüchsen gab es gleich zwei Geschenke: einen Gutschein für einen Sonntagsbrunch auf der Steinburg und einen Essensgutschein für das griechische Restaurant am Hubland, das zu Uli Weisensels Lieblingslokalen gehört.
Auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) reihte sich in die Schar der Gäste ein. Doch anders als alle anderen Vereinsvertreter wollte AWO-Vorsitzender Werner Köhler Uli Weisensel nicht verabschieden, sondern begrüßen: Er lud ihn zum nächsten Seniorennachmittag ein. Schmackhaft machte er ihm dies mit einem prall gefüllten Präsentkorb.
Uli Weisensel freute sich sehr über die vielen Vorführungen, Reden, Geschenke und Glückwünsche. Er dankte der Gemeinde Estenfeld, der Grund- und Mittelschule, den Vereinen und Freizeitsportlern, die ihm diese schöne Verabschiedung bereitet hatten. „Ich war sehr gerne der Hausmeister meiner Weißen Mühle. Besonders lagen mir alle Kinder und Jugendlichen am Herzen. Es war mir immer wichtig, dass sie gerne und ohne Angst zu mir kamen“, sagte er und wünschte sich, dass alle dem neuen Hausmeister Bernd Michel dasselbe Vertrauen entgegenbringen. „Danke für 28 schöne Jahre!“


Viele weitere Bilder von Uli Weisensels Verabschiedung gibt es auf der Facebook-Seite der Gemeinde: www.facebook.com/estenfeld

Letzte Änderung: 13.08.2015 23:05 Uhr