JANUAR 2015

Neujahrsempfang-Gruppenfoto

04.01.2015


Ein Ort voller großartiger Menschen

Neujahrsempfang: Gemeinde ehrte Bürger für besondere Leistungen


Jahr für Jahr ehrt die Gemeinde Estenfeld bei ihrem Neujahrsempfang Bürgerinnen und Bürger, die Herausragendes geleistet haben. „Wir dürfen sehr stolz darauf sein, wie viele großartige Menschen in unserem Ort leben, die solch tolle Leistungen erbringen“, sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud, als sie zum ersten Mal in ihrer Amtszeit diese gemeindlichen Auszeichnungen vornahm. Unterstützt wurde sie dabei von ihren Stellvertretern Joachim Sadler und Gerhard Knorz.


Zu den Geehrten gehörten diesmal:


Bereich Beruf / Wettbewerb:

Fabian Streit

Er lag bei der Prüfung zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) - Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen - bayernweit im ersten Zehntel der erfolgreichen Teilnehmer. Konkret landete er auf Platz 34 von 337 Prüflingen. Seine großartige Leistung wurde auch von Regierungsvizepräsident Dr. Andreas Metschke gewürdigt. Die Ausbildung gliedert sich in insgesamt 21 Monate Fachstudium in vier Abschnitten an der „Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern“ in Hof. Dazu kommen für die Anwärter insgesamt 15 Monate Berufspraktikum in ebenfalls vier Abschnitten an einem Landratsamt und der Regierung.


Altbürgermeister Michael Weber

Für ihn gab es im Oktober eine hohe Auszeichnung: die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze. Damit würdigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann das langjährige Engagement Webers im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung. Die Medaille und die dazugehörige Urkunde bekam Weber im Fürstensaal der Würzburger Residenz von Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer ausgehändigt. In seiner Laudatio betonte Beinhofer damals, dass Webers Wirken stets von einer ruhigen und sachlichen Handlungsweise geprägt gewesen sei. Er habe immer Wert auf ein gutes Miteinander im Gemeinderat und eine parteiübergreifende, faire Zusammenarbeit gelegt.


Raphael Schönweitz

Gemeinsam mit drei anderen jungen Tüftlern hat er einen Notfallrucksack entwickelt, der als Mittel gegen Infektionskrankheiten in Entwicklungsländern eingesetzt werden kann. Der Rucksack wurde in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen und Ärzten des Missionsärztlichen Instituts so konzipiert, dass er den Bedingungen vor Ort standhalten kann. Schönweitz hatte sich bereits als Jugendlicher in der KJG Estenfeld engagiert. Durch die KJG Würzburg kam er nach Tansania, wo er beobachtete, dass es an sauberem Wasser mangelt, um zum Beispiel Operationsbestecke zu desinfizieren. Seine ganz persönliche „Entwicklungsmission“ begann. Inzwischen lebt Schönweitz in Kassel, gute Kontakte in seine Heimat hat er aber weiterhin.


Nicole Titze und Georg Titze

Nicole Titze erreichte mit ihrem Team bei der jährlichen Prüfung der Intercoiffure, einer internationalen Vereinigung der erfolgreichen Friseurelite, fünf Sterne, also 100 Prozent der geprüften Kriterien. Es war bereits das zweite Mal, dass der Salon Titze diese hohe Auszeichnung errang. Doch die Titzes denken nicht nur an das eigene Wohl, sondern engagieren sich auch für Kollegen, die Hilfe bedürfen, etwa nach der großen Donau-Flut. Die Intercoiffure Bayern organisierte eine Spendenaktion, um unbürokratische Soforthilfe zu leisten. Georg Titze und ein weiterer Kollege konnten so einer Friseurin in Passau eine Spende zum Lindern der ersten Not überbringen.


Bereich Sport:

Tennisclub „Weiße Mühle“ Estenfeld, Damen 50, Bezirksklasse 1

Zum Team gehören Eva-Maria Otte (Mannschaftsführerin), Dr. Christine Krichenbauer, Heidi Schliemann, Nahid Carls, Sabine Ross, Ingrid Kümmert, Hildegard Hirt und Inge Göb. Durch vier klare Siege und ein Unentschieden am letzten Spieltag sicherten sie sich die Meisterschaft in der Bezirksklasse 1 und somit den Aufstieg in die Bezirksliga.


TSG-Handballabteilung, weibliche D-Jugend 2013/14

Die Mannschaft besteht aus Letizia Schraud, Antonia Reisinger, Emelie Reisinger, Kathrin Wagner, Judith Erbar, Maja Reichert, Christine Burlein, Lara-Sophie Dürr, Shanna Ringelmann, Lisa Sauer, Elina Full, Lena Dutz, Alina Müller, Emely Paul, Sophie Kelbert und Lisa-Marie Wehrle. Trainerin ist Jutta Reichert. Die jungen Handballerinnen wurden mit 24:0 Punkten – zwölf Siegen in zwölf Spielen – Meister der Bezirksliga Nord und stehen mittlerweile an der Spitze der C-Jugend-Bezirksoberliga.


TSG Estenfeld, Rhönrad-Abteilung, Mini-Bambini-Mannschaft

Sie sind kleine Sportler, die Großes geleistet haben: In der Gesamtrunde um den Otto-Faber-Gedächtnispokal erturnten sie sich den zweiten Platz. Bei diesem Wettbewerb gibt es drei Wettkämpfe, am Ende wird das Gesamtergebnis ermittelt. Alle vier Turnerinnen zeigten eine fehlerfreie Kür. Zur Mannschaft gehören Johanna Bischof, Celine Heil, Alexandra Keller und Leni Namyslo (mit den Trainerinnen Bettina Prochaska und Anja Suchanek).


TSG Estenfeld, Rhönrad-Abteilung, Schülermannschaft

Die Schülermannschaft erturnte sich im gleichen Wettkampf den herausragenden ersten Platz. Bis zum dritten Wettkampf in Aschaffenburg war es sehr knapp, doch zum Schluss zeigte die TSG exzellente Leistungen und holte sich den Pokal. Das Team: Celina Bartholme, Sarah Schneider, Anna-Lena Ackermann, Kim Wössner und Anika Kohlenberger (Trainerinnen: Kerstin Hauck und Kathrin Schuhmann).


Kim Wössner, TSG Estenfeld, Rhönrad-Abteilung

Im Juli fanden die bayerischen Meisterschaften in München statt. Die Rhönrad-Abteilung der TSG Estenfeld trat mit acht Turnerinnen dort an. Kim Wössner (Trainerin: Kathrin Schuhmann) turnte eine perfekte, fehlerfreie Kür und wurde verdient bayerische Meisterin in ihrer Altersklasse.


TSG Estenfeld, 1. Fußballmannschaft

Die Mannschaft sicherte sich den ersten Platz in der A-Klasse Würzburg 1 und somit den Aufstieg in die Kreisklasse. Mit 14 Punkten Vorsprung aus 26 Spielen holte sie den Titel. Das Torverhältnis lautete 104:27 Tore, pro Spiel wurden also vier Tore erzielt. Die Fußballer waren die beste Heim-, Auswärts-, Vorrunden- und Rückrunden-Mannschaft und - darauf können sie besonders stolz sein - sie waren mit großem Abstand die fairste Mannschaft der Liga mit den wenigsten gelben Karten, keiner gelb-roten und keiner roten Karte. Das Team: Sebastian Niedermeyer, Fabian Hippacher, Marco Burkert, Stefan Pröstler, Sven Burkard, Chrissi Essers, Christof Hornung, Peter Heil, Thomas Scheller, André Breunig, Julien Bobineau, Christof Schraud, Christoph Conrad, Marvin Ehrenfels, Maxl Troll, Patrick Schraud, Dirk Schmatloch, Kevin Hatcher, Fabian Sabitzer, Sebastian Mergler, Fabian Streit, Ali Ertüfekci, Adrian Ziegler, Adam Fernes, Markus Hauptmann, Christopher Magosch, Simon Schmolke, Bastian Wolz und Harald Hippacher (Trainer: Joachim Deckert, Harald Hippacher; Torwarttrainer: Adam Fernes).


Stefan Groß, Skatverein

Diverse Male hat er sich in den vergangenen Jahren für die bayerische Meisterschaft qualifiziert. 2014 war der Skatspieler vom 1. Skatverein Marktbreit besonders erfolgreich. So qualifizierte er sich als Viertplatzierter der mainfränkischen Meisterschaft für die bayerische Meisterschaft. Dort erreichte er den vierten Platz, wodurch ihm der Sprung zur deutschen Meisterschaft gelang. Groß nahm an der deutschen Tandem-Skatmeisterschaft in Bonn teil und erreichte den 174. Platz bei 292 Teilnehmern.


Blutspenden:

Die Ehrungen für das Bayerische Rote Kreuz nahm Michael Gilles vor. Für 25-maliges Blutspenden wurden Heike Fischer und Anja Kuhn ausgezeichnet. Übrigens: Zu den vier Blutspendeterminen in Estenfeld kamen 310 Spender, davon 16 Erstspender.


Vereinsmitgliedschaften:

Ruth Motschmann

Mit 18 Jahren erwarb sie den ersten Übungsleiterschein und leitete fortan das Mädchenturnen (1.-4. Klasse). Zusammen mit ihrer Mutter Margaretha übernahm sie schon bald das Geräteturnen der Mädchen, das sie später alleine weiterführte. Von 1996 bis 2014 leitete Motschmann das Eltern-Kind-Turnen und das Kleinkind-Turnen. Vertretungsweise gab sie ihre Erfahrungen auch beim Breitensport für Mädchen und Jungen weiter. Daneben war sie etwa 20 Jahre verantwortliche Leiterin der Turnabteilung, parallel dazu gehörte sie zehn Jahre dem Gesamt-TSG-Vorstand an. Insgesamt war sie 32 Jahre für Verein und Abteilung aktiv.


Horst Schug

2014 wurde er mit der zweithöchsten Auszeichnung geehrt, die ein Fastnachter bekommen kann: dem Verdienstorden des Bundes Deutscher Karneval in „Gold“. Vor 40 Jahren gründete Schug mit Gleichgesinnten die Faschingsgilde KAB St. Josef Grombühl. Von 1989 bis 2008 war er als Gildepräsident erfolgreich für die Gesellschaft tätig, danach wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt. In dieser Funktion mischt Schug noch heute gehörig im Fasching mit. 1994 wurde er mit dem „Till von Franken“, der höchsten Auszeichnung des Fastnacht-Verbands Franken, geehrt. 2009 bekam er das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten.


Ehrenamtliche außerhalb der Vereine:

Marga und Hermann Heinickel

20 Jahre, nachdem der Estenfelder Jubiläumsstein in der Wilhelm-Barth-Straße, gegenüber der St.-Mauritius-Kirche, seinen Platz fand, wurde er vom Ehepaar Heinickel restauriert. Wegen des starken Belages waren bei dieser dritten – für die Gemeinde wieder kostenlosen – Erneuerung zunächst Zweifel aufgekommen, ob sie erfolgreich sein würde. Aber wie zu erkennen ist, lohnten der Einsatz von umweltfreundlichen Reinigungsmitteln und das kräftige Bürsten. Schrift und Konturen wurden durch Farbe verdeutlicht, was dem Siegel wieder Kontrast und Leben einhauchte. Der Grund, weshalb sich die Kunstfreunde immer wieder um den Stein kümmern, liegt darin, dass sie den Findling in wochenlanger ehrenamtlicher Arbeit, fast allein, für die 1150-Jahr-Feier 1994 schufen. Am 29. Mai 1994 fand die feierliche Enthüllung durch den damaligen Staatsminister Thomas Goppel statt.


Vereinsjubiläen:

15 Jahre Agenda 21

Drei Arbeitsgruppen (AG) sind seit der Gründung im Jahr 1999 in der Gemeinde aktiv: die AG Verkehr und Wirtschaft, die AG Energie, Umwelt, Landwirtschaft und die AG Soziales, Familie und Jugend. Zahlreiche erfolgreiche Projekte wurden dort entwickelt, zum Beispiel das 1. Estenfelder Energieforum, der Bildband „Kleinode in Dorf und Flur von Estenfeld und Mühlhausen“ sowie die Einrichtung des Einkaufsbusses. Die Ehrung nahm der Agenda-Beauftragte Bernhard Strümper entgegen.


30 Jahre Musikverein Estenfeld

Ruth Beifuß, die Vorsitzende des Musikvereins, hatte darum gebeten, die Auszeichnung für den Verein stellvertretend an Sahra King zu überreichen. King ist schon seit mehr als 20 Jahren beim Musikverein, sie ist eine ausgezeichnete und vielseitige Musikerin und zurzeit als Beisitzerin im Vorstand aktiv.

Vor 30 Jahren hatte sich eine Handvoll Musikliebhaber zu einem Verein zusammengeschlossen, der heute aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken ist. Es gibt kaum ein öffentliches Ereignis, das er nicht mit seiner Musik eindrucksvoll begleitet oder gestaltet – so wie natürlich auch den Neujahrsempfang.


50 Jahre AWO Estenfeld

Seit einem halben Jahrhundert praktiziert der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Solidarität am Nächsten und wirkt an der Lösung sozialer Aufgaben mit. Mit seinen engagierten Mitgliedern hat er einen maßgeblichen Beitrag zu einer überaus erfreulichen Bilanz geleistet, was viele erfolgreich durchgeführte Veranstaltungen, wie beispielsweise die regelmäßigen Seniorennachmittage, beweisen. Die Auszeichnung der Gemeinde Estenfeld wurde an den AWO-Ortsvorsitzenden Werner Köhler übergeben.


85 Jahre Katholischer Deutscher Frauenbund

Vor 85 Jahren waren Frauen in ihren Entscheidungen noch weitgehend von ihren Männern abhängig. In dieser für Frauen schwierigen Situation gründeten damals 70 Estenfelderinnen den Zweigverein Estenfeld des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB). Den Mitgliedern war es ein Anliegen, den Frauen Wissen zu vermitteln, Hilfestellung in allen Fragen des täglichen Lebens zu geben, die Diaspora zu unterstützen und Exerzitien anzubieten. Seither trifft man im KDFB Frauen, die bereit sind, in Gesellschaft und Politik Verantwortung zu übernehmen. Zur Übergabe der Auszeichnung war die Vorsitzende des Frauenbundes, Silvia Fischer, nach vorne gekommen.


Foto: Klaus Habermann

Neujahrsempfang-Sadler

04.01.2015


„Tugenden in die Tat umsetzen“


Die Begrüßung beim Neujahrsempfang der Gemeinde Estenfeld übernahm der Zweite Bürgermeister Joachim Sadler. Dem Jahr 2014 ließ er zunächst noch „eine kleine Extrawürdigung“ zuteilwerden — und da fiel ihm, der selbst viele Jahre aktiver Fußballer war, natürlich als Erstes mal der Weltmeistertitel der deutschen Mannschaft ein. Doch auch auf die großen politischen Herausforderungen im Lande ging Sadler ein. Stellvertretend nannte er die immensen Flüchtlingsströme, die im neuen Jahr auch und gerade den Gemeinden einiges an Engagement, in welcher Form auch immer, abverlangen werden. „Hier wird unsere Solidarität für Menschen in Not äußerst wichtig und unerlässlich sein“, sagte Sadler. Zum Abschluss seiner kurzen Ansprache zitierte der Zweite Bürgermeister aus Hape Kerkelings Biografie „Der Junge muss an die frische Luft“. Dem Buch voran stellt Kerkeling ein Gedicht von Shri Babaji Haidakhan, einem weisen Meister aus dem Himalaya. Darin heißt es unter anderem: „Alle Vollkommenheit und Tugend Gottes sind in Dir verborgen — offenbare sie.“ Sadler wünschte allen Gästen, dass sie ihre Tugenden im Jahr 2015 in die Tat umsetzen können.


Foto: Klaus Habermann

Neujahrsempfang-Schraud

04.01.2015


„Dringend Notwendiges, kein Luxus“

Die wichtigsten Projekte der nahen Zukunft


Es gibt eine ganze Reihe von Projekten, die die Gemeinde Estenfeld im neuen Jahr angehen möchte. Um „Luxus“ handelt es sich dabei keinesfalls, stellte Bürgermeisterin Rosi Schraud beim Neujahrsempfang klar, sondern um „das dringend Notwendige“. Dazu zählen zum Beispiel die Erneuerung von Straßen und Kanälen, die energetische Sanierung der Grund- und Mittelschule, eine „Frischzellenkur“ für die Mehrzweckhalle sowie die künftige Unterbringung der Feuerwehr. Eine „zukunftsentscheidende Maßnahme“, so Schraud, sei die Erarbeitung eines städtebaulichen Gestaltungskonzeptes gemeinsam mit den Bürgern. Mit dem Blick auf das große Ganze sagte Schraud: „Entwicklung werden wir weiterhin brauchen. Sie ist unverzichtbar, und zwar nicht um der Veränderung selbst willen, sondern um unstrittig Bewährtes zu erhalten und um zu Recht lieb gewonnenen und wertvollen Bestand weiterhin zu sichern, zu ergänzen oder zu optimieren.“


Foto: Klaus Habermann

04.01.2015


Höchstes Lob für alle Ehrenamtlichen


„Politik kann nur die richtigen Entscheidungen treffen, wenn Bürgerinnen und Bürger diesen Entscheidungsprozess unterstützen und begleiten.“ - Mit diesem Appell wandte sich Bürgermeisterin Rosi Schraud beim Neujahrsempfang der Gemeinde an die Bevölkerung. Nur wenn sich alle an der Entwicklung Estenfelds beteiligen, werde die positive Entwicklung des Ortes weiterhin so gut gelingen, sagte Schraud.

Als schönes Beispiel, was bürgerschaftliches Engagement bedeute und ermöglichen könne, nannte die Bürgermeisterin den „Tag der Vereine“, der im September stattfand. Lob fand sie auch für den steten Einsatz der Feuerwehr und des Malteser-Hilfsdienstes, für die Bereitschaft der Einkaufsbus-Fahrer, durch deren Einsatz die Mobilität vieler Bürger unterstützt werde, und für das kreative Wirken des Obst- und Gartenbauvereins, der durch seine Anpflanzungen den ganzen Ort verschönere. Ihnen, aber auch allen anderen, die sich ehrenamtlich in der Gemeinde einbringen, sagte Schraud ihren herzlichsten Dank.

04.01.2015


Höhere Geburtenrate im September?


Kurz nach Büroschluss, kurz bevor die Geschäfte im Ort zumachten, legte am 30. Dezember ein Stromausfall fast ganz Estenfeld lahm. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde erinnerte Bürgermeisterin Rosi Schraud an den Vorfall, der sie selbst genau wie alle anderen Bürger völlig unerwartet getroffen hatte. Die meisten Estenfelder hätten das Beste aus der Situation gemacht, sagte Schraud. Den Mitarbeitern der Mainfranken Netze GmbH (Würzburg) dankte sie dafür, dass das Problem nach nur einer Stunde wieder behoben war. Aber — und jetzt zitierte Schraud schmunzelnd manch einen Estenfelder: „Wenn der Stromausfall etwas länger angedauert hätte, hätten wir im September eine gestiegene Geburtenrate zu verzeichnen gehabt.“

04.01.2015


Im Einsatz für die Demokratie


Den Neujahrsempfang nahm Bürgermeisterin Rosi Schraud zum Anlass, um ihren Stellvertretern Joachim Sadler und Gerhard Knorz sowie dem gesamten neu gewählten Gemeinderat für die „konstruktive Zusammenarbeit“ zu danken. Das gute Miteinander habe „uns über manch kniffliges und strittiges Problem hinweggetragen“. Schraud wies darauf hin, mit welch großem persönlichem Zeitaufwand und Termindruck alle Gemeinderäte ihr Ehrenamt ausüben — neben ihrer Berufs- und zum Teil auch Vereinstätigkeit. Jeder Gemeinderat, jede Gemeinderätin bringe seine bzw. ihre Fachkompetenz ein, bereite sich auf die jeweilige Sitzung durch Studieren der Fakten in den Unterlagen, durch Erörtern der Sachlage in den Fraktionen und durch Einholen von Informationen vor, um im intensiven Abwägungsprozess die richtige Entscheidung für die Gesamtgemeinde zu treffen. Für den „wertvollen Einsatz für unsere Demokratie und vor allem für unsere Gemeinde“ sprach Schraud allen Gemeinderäten Respekt und Anerkennung aus.

04.01.2015


Gemeinde nimmt Asylsuchende auf

Ehrenamtliche sollen Hilfeleistungen koordinieren — Bürgerliches Engagement ist gefragt


Die Gemeinde Estenfeld hat vor Kurzem etwa zehn Asylsuchende aufgenommen — allesamt Menschen, die vor Not und Elend in ihrer vom Krieg zerschundenen Heimat geflohen sind. Zurzeit sind sie im ehemaligen Gebäude der Firma Caravan Rudolph in der Otto-Hahn-Straße untergebracht. Dort sollen bis zu 30 Personen aufgenommen werden können.

Beim Neujahrsempfang sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud, die Gemeinde wolle gemeinsam mit den Verbänden einen ehrenamtlichen Helferkreis formieren, der sämtliche Hilfeleistungen koordiniert. Wer in diesem Team mitwirken möchte, kann sich bei der Bürgermeisterin melden, entweder telefonisch unter (09305) 888-22 oder per E-Mail: buergermeister@vgem-estenfeld.bayern.de.

Schraud bat zugleich aber auch darum, dass die Estenfelder nicht eigenmächtig aktiv werden. Niemand sollte Kleidersäcke oder sonstige gut gemeinte Spenden vor dem Anwesen im Gewerbegebiet abstellen. Jegliche Unterstützung werde zentral über den Helferkreis abgewickelt. Nach Absprache mit dem Landratsamt appellierte Schraud auch an die Bürger, vom Betreten des Grundstücks oder von Besuchen Abstand zu nehmen. Es handele sich hier um ein Privatgrundstück — und die Privatsphäre der dort lebenden Menschen sei zu respektieren.

Neujahrsempfang-Spende

04.01.2015


1000 Euro für die

Estenfelder Senioren


Zum Abschluss des Neujahrsempfangs hatte Bürgermeisterin Rosi Schraud noch eine besonders schöne Aufgabe zu erledigen. Sie übergab eine Spende der Sparkasse Mainfranken Würzburg in Höhe von 1000 Euro für Seniorenangelegenheiten in der Gemeinde. Das Geld war Schraud bei der Eröffnung der neuen Geschäftsräume der Sparkasse in Estenfeld überreicht worden. Über die Spende freuten sich beim Neujahrsempfang Bernd Schütt und Margot Krieger vom Freundeskreis des Seniorenzentrums, Ingrid Lamprecht von der Tagespflege, Werner Köhler von der AWO und Prof. Dr. Peter Pospiech von der katholischen Kirche.


Foto: Klaus Habermann


Viele weitere Bilder vom Neujahrsempfang der Gemeinde gibt es auf unserer Facebook-Seite: www.facebook.com/estenfeld

Hausmülldeponie Lageplan

13.01.2015


Keine Gefahr durch frühere Hausmülldeponie
Experten haben Fläche oberhalb der „Weißen Mühle“ untersucht


Genau lässt es sich nicht mehr feststellen, wie lange die Fläche oberhalb der „Weißen Mühle“ als Hausmülldeponie genutzt wurde. Spätestens in den 1960er Jahren, wahrscheinlich aber schon weit früher hat die Gemeinde Estenfeld dort mit Ablagerungen begonnen. Vorwiegend Hausmüll, aber auch Bauschutt landete dort, fernab von dicht besiedeltem Gebiet. Bis zum

5. Januar 1976 ging das so, dann wurde der Betrieb des Müllplatzes eingestellt.
Längst sind Gras und Bäume über das Gelände gewachsen, das mit rund 60000 Kubikmetern Erde verfüllt wurde. Doch der Unrat, der dort einst seine „letzte Ruhestätte“ fand, schlummert teilweise immer noch im Boden. Niemand wusste in all den Jahren, ob davon eine Gefahr für Mensch, Tier und Natur ausgeht. Jetzt ist das anders: Das Ingenieurbüro Roos Geo Consult (Kitzingen) hat den rund 18000 Quadratmeter großen Bereich im Auftrag der Gemeinde genauestens untersucht und festgestellt, dass von dort kein nennenswertes Risiko ausgeht. Dies gaben Ulrich Roos und Projektleiter Christian Breit in der Sitzung des Estenfelder Gemeinderats bekannt.
In Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt wurde zunächst die orientierende Untersuchung vorgenommen. Dabei wurden mehrere Meter tiefe Baggerschürfe angelegt. Das bedeutet, es wurden Gruben gebuddelt, um die Erde genauer in Augenschein zu nehmen. Außerdem wurden vier Rammkernsondierungen durchgeführt. Hier wurden Rohre tiefer in die Erde gebohrt, um Bodenproben entnehmen und später analysieren zu können. Das Resultat: Der Stufe-1-Wert in Bezug auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) wurde überschritten.
Daraufhin haben die Experten gemeinsam mit der Firma Brunnen & Bohren (Haßfurt) vor Ort mit einer Detailuntersuchung begonnen, bei der weitere Rammkernsondierungen stattfanden, zusätzliche Baggerschürfe erstellt und auch noch zwei Kernbohrungen vorgenommen wurden. Zusätzlich wurden drei Grundwassermessstellen mit einer Tiefe von bis zu 30 Metern errichtet und eine Oberflächenmischprobe gemacht. Das Ergebnis der orientierenden Erkundung bezüglich der PAK wurde bei alldem zwar bestätigt – doch die Geologen konnten nun noch zwei weitaus wichtigere Erkenntnisse gewinnen. So lag keine Grundwasserverunreinigung vor (das Wasser dort wird nicht ins Netz eingespeist!). Und: Wenn das Gras auf der Wiese gemäht und dann später an Tiere verfüttert wird, ist das unbedenklich.
Etwas mehr als 80000 Euro hat die Untersuchung der früheren Hausmülldeponie gekostet. Die Gemeinde Estenfeld trägt davon einen Eigenanteil von rund 50000 Euro. Diese Summe orientiert sich am Mittelwert des Steueraufkommens der vergangenen Jahre. Der Rest der Kosten wird staatlich bezuschusst. Möglich ist dies dank eines Förderprogramms zur Altlastenbekämpfung, das vom bayerischen Umweltministerium und von der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern (GAB) abgewickelt wird.


Unser Bild zeigt die Lage des Untersuchungsgebiets (in Violett).

13.01.2015


Von Schwanfeld nach Estenfeld
Sonderfall Püssensheim: Gemeinde stimmt für Umsprengelung


Im Jahr 1971, als der kleine Ort Püssensheim noch selbstständig war, wurden die Schüler der Klassen 5 bis 9 der damaligen Volksschule Schwanfeld zugeordnet. Inzwischen ist Püssensheim ein Ortsteil von Prosselsheim - doch während die Prosselsheimer Kinder längst in die Mittelschule Kürnachtal in Estenfeld gehen, müssten die aus Püssensheim eigentlich immer noch nach Schwanfeld. Wegen der besseren Busverbindung besuchen die Püssensheimer zwar schon heute die Estenfelder Schule — aber nur inoffiziell als eine Art „Gastschulverhältnis“.
An dieser sehr speziellen Konstellation möchte die Gemeinde Prosselsheim etwas ändern. Sie hat deshalb bei der Regierung von Unterfranken eine so genannte Umsprengelung beantragt. Ihr Wunsch: Püssensheim sollte vom Schulsprengel des Mittelschulverbundes „Bergrheinfeld — Werneck — Schwanfeld“, dem die heutige Mittelschule Schwanfeld angegliedert ist, in den Mittelschulverbund „Markward von Grumbach“ wechseln, dem die Mittelschule Kürnachtal angehört.
Weil Estenfeld direkt betroffen ist, musste der Gemeinderat in seiner Sitzung über den Antrag aus Prosselsheim abstimmen. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Alle Räte plädierten für die Umsprengelung, also für den offiziellen Wechsel der Püssensheimer Kinder nach Estenfeld. Die klare Position Estenfelds hat natürlich einen gewissen Einfluss, doch die Entscheidung über die schulische Zukunft der Püssensheimer Kinder liegt letztlich bei der Regierung.

 

Letzte Änderung: 27.01.2015 14:37 Uhr