AUGUST 2015

Störche Estenfeld

02./03.08.2015


Über 60 Störche

machten Rast in Estenfeld


Ein für Estenfeld wohl einmaliges Naturschauspiel war am Sonntag, 2., und Montag, 3. August, im Altort zu beobachten: Über 60 Störche hatten sich auf zahlreichen Dächern versammelt, die meisten auf der alten und neuen St.-Mauritius-Kirche (im Bild). Das Spektakel verfolgten Hunderte Schaulustige. Die Vögel waren am Sonntag gegen 20 Uhr „gelandet“ und blieben über Nacht in Estenfeld, ehe sie gemeinsam gen Süden weiterzogen.

Vogelschützer haben herausgefunden, woher die ungewöhnlichen Gäste gekommen sind. Es handelt sich um Störche, die Mitte Juli in Schweden freigesetzt wurden – insgesamt waren es 65. Von Schweden flogen sie zunächst nach Dänemark. Am Samstag, 1. August, gegen 10 Uhr machten sich die Störche dann auf die weite Reise und überflogen mehr als die Hälfte von Deutschland, bis sie tags darauf am Abend in Estenfeld eine Rast einlegten. Am Montag gegen 9.30 Uhr hoben sie wieder ab in Richtung Lengfelder Seen. Gegen Abend wurden sie aber nochmals gesehen, wie sie über Estenfeld kreisten. Danach sind die Vögel weitergeflogen, um gemeinsam die Alpen zu überqueren.

Dass die Herkunft und die Route der Störche bekannt geworden sind, ist auch dem Einsatz von Hermann und Marga Heinickel zu verdanken. Das Ehepaar hat nach der Ankunft der Störche in Estenfeld Fotos von ihnen gemacht. Darunter waren auch Detailaufnahmen, die zeigten, dass die Vögel beringt sind. Ihre Bilder schickten die Heinickels unter anderen an den Landesbund für Vogelschutz (LBV). Hier wurden offenbar alle Hebel in Bewegung gesetzt, um anhand der lesbaren Ringnummern herauszufinden, woher die Störche stammen – mit Erfolg.

Am Dienstag, 4. August, klingelte bei den Heinickels das Telefon. Am Apparat war Gert Dahms, ein Mann, der im Raum Stade (Niedersachsen) und darüber hinaus als „Storchenvater“ bekannt ist. Mehr als 2500 Jungstörche wurden von ihm beringt. Dahms folgt den Tieren bis heute in ihre Winterquartiere nach Südfrankreich und Spanien, um Ringe abzulesen und das veränderte Zugverhalten und das Erschließen neuer Nahrungsquellen zu erforschen. Dahms erzählte den Heinickels von der Vorgeschichte der „Estenfelder Störche“ und lobte die beiden, sie hätten durch ihre tollen Fotos einen großen wissenschaftlichen Beitrag geleistet.

Ferienspielplatz

03.-14.08.2015


Ferienspielplatz:

So heiß wie im Dschungel
120 Kinder erlebten zwei

abenteuerliche Wochen


Um mit so extremen Temperaturen wie in diesem Sommer fertig zu werden, gab es nur ein Mittel: Wasser, viel Wasser. Wie gut, dass die Kinder des Estenfelder Ferienspielplatzes gleich an drei Quellen saßen: Zum Feuchtbiotop und zum Wasserspielplatz waren es jeweils nur ein paar Meter — und dann hatte auch noch der gemeindliche Bauhof einen Schlauch verlegt, der mehrmals am Tag für eine spritzige Abkühlung sorgte.
Ohne die permanenten Erfrischungen zwischendurch wäre es schwer gewesen, das Programm so durchzuziehen, sagte Kathrin Schuhmann, die Leiterin des Ferienspielplatzes. Sie trug die Hauptverantwortung für die rund 120 Kinder, die zwei Wochen lang eine abenteuerliche Zeit auf dem Gelände nahe der Weißen Mühle erlebten — nicht ganz so viele wie im vergangenen Jahr.
„Dschungel“ lautete diesmal das Motto — passend dazu gab es zahlreiche Workshops, aber natürlich wurde auch diesmal wieder das Hüttendorf aus Holz gebaut. Acht Behausungen wurden gefertigt, für jede gab es zwei statt nur einen Betreuer — das war neu in diesem Jahr und sollte dazu beitragen, dass die Kinder noch besser beaufsichtigt werden konnten.
Die Betreuer waren Christian Dietz, Fabio Grieco, Nicole Kern, Basti Krieger, Maxi Krüger, Sophie Reitzenstein, Nina Schleichert, Christof Schraud, Timo Staudt, Lukas Streit, Celine Uebelacker, Jonas Walter, Joshua Weberbauer, Julian Wolz, Lukas Wolz und Sarah Wößner.
Gehämmert, gemalt und gebastelt wurde vor allem am Vormittag. Denn je später der Tag, umso heißer brannte die Sonne vom Himmel — und besonders viel Schatten gab es am Nachmittag nicht auf dem Platz. Manche Eltern holten ihre Kinder deshalb früher ab oder ließen sie nach dem Mittagessen gar nicht erst wieder hinunter auf den Spielplatz. Die eineinhalbstündige Mittagsbetreuung, die im Vorjahr neu eingeführt worden war, wurde dennoch gut angenommen. Zwischen zehn und 18 Kinder wurden täglich im ehemaligen Jugendzentrum beaufsichtigt, um sie kümmerte sich Elisa Kern.
Ernsthafte Zwischenfälle gab es beim Ferienspielplatz nicht. Ab und zu flossen zwar ein paar Tränchen, wenn eine Wespe zugestochen hatte oder wenn der Hammer statt auf den Nagel auf den Finger geschlagen wurde. Die im „Hauptquartier“, einem bunt bemalten Bauwagen, bereit liegenden Telefonnummern von Estenfelder Ärzten wurden aber trotzdem nie gebraucht.
Beim großen Abschlussfest am Hüttendorf machten die Estenfelder Malteser Hamburger für alle, bevor es gut gestärkt auf zur lang ersehnten Nachtwanderung ging. Danach wurde in den selbst gebauten Hütten übernachtet. Mit einem gemeinsamen Frühstück, zu dem auch alle Eltern eingeladen waren, ging der Ferienspielplatz tags darauf zu Ende.


Viele Bilder vom Estenfelder Ferienspielplatz gibt es auf unserer Facebook-Seite zu sehen: www.facebook.com/estenfeld

Kies IV

11.08.2015


In Mühlhausen entstehen neue Häuser

Kostenschätzung für Erschließung des Baugebiets „Kies IV“ genehmigt


Der Estenfelder Ortsteil Mühlhausen wird bald weiter wachsen: In seiner Sitzung brachte der Gemeinderat die Erschließung des Baugebiets „Kies IV“ auf den Weg. Dazu genehmigte er die Kostenschätzungen des Ingenieurbüros Horn, die Christian Horn zuvor vorgestellt hatte. Nach dessen Berechnungen wird die Gemeinde für die Erschließung etwa 480000 Euro brutto zahlen müssen. Dazu kommen noch 200000 Euro brutto für den Bau einer Druckerhöhungsanlage, die in der Nähe des Friedhofs entstehen könnte. Die Anlage ist nötig, um das Wasser durch das Leitungsnetz in die Hochzone zu pumpen, zu der die neu entstehenden Häuser im Baugebiet „Kies IV“ gehören werden. Ingenieur Horn empfahl die Erstellung einer Ringleitung, dadurch werde sowohl Versorgungs- als auch Löschwassersicherheit garantiert. Außerdem riet Horn zum Bau eines Entlastungskanals, der von der Kreuzung Rimparer Straße/Dr.-Fritz-Wilhelm-Straße hinunter zum Dorfgemeinschaftshaus führen soll. Über diesen Kanal kann das Mischwasser abgeleitet werden, das von den Grundstücken im oberen Ortsbereich kommt. Der Kanal in der Hauptstraße, durch den die Wassermengen derzeit fließen, sei an seiner Kapazitätsgrenze angelangt, sagte Horn. Noch mehr Wasser aus dem Neubaugebiet zu befördern, dafür sei der Kanal nicht ausgelegt. Der Grund und Boden im Baugebiet „Kies IV“, für das es bereits einen rechtskräftigen Bebauungsplan gibt, gehört der Gemeinde Estenfeld. Ihr liegen bereits fünf bis sechs Bauvoranfragen vor – und das, ohne dass bisher für das Baugebiet geworben wurde. Wie viel der Quadratmeter in Mühlhausen kosten wird, steht noch nicht fest. Zuvor wird erst eine Kalkulation durchgeführt. Die Abstimmung im Gemeinderat fand in zwei Schritten statt: Zunächst ging es um den Vorschlag für die Grundstücksaufteilung, mit dem alle Räte einverstanden waren (12:0). Als dann die Genehmigung der Kostenschätzung anstand, votierte Rainer Galm aus Mühlhausen dagegen (11:1).

11.08.2015


Feuerwehrhaus: Architekt musste „nachbessern“


Die Chancen stehen gut, dass für den geplanten Neubau des Estenfelder Feuerwehrhauses bald die offizielle Baugenehmigung vorliegt. In der Gemeinderatssitzung stellte Martin Dold vom Architekturbüro Dold + Versbach (Giebelstadt) die aktualisierte Planung vor. Sie wurde auf Basis des Konzepts erstellt, das in der Juni-Sitzung genehmigt worden war. Da das Landratsamt Würzburg und die Regierung von Unterfranken der Gemeinde aber noch bestimmte Vorgaben gemacht haben, musste Architekt Dold „nachbessern“. Trotzdem sind die geschätzten Kosten für das Gebäude, das rechts neben dem Tegut-Markt entstehen soll, nahezu gleich geblieben: etwa 1,69 Millionen Euro brutto. Die Arbeiten an den Außenanlagen, die Baunebenkosten und die eventuelle Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach sind dabei nicht eingerechnet. Die Gemeinde hofft weiter auf möglichst hohe Zuschüsse. Die förderfähigen Kosten liegen bei 314000 Euro für die fünf vorgesehenen Fahrzeugstellplätze und bei 19800 Euro für die Schlauchpflegeanlage. Da der Gemeinderat die modifizierte Planung und die Kostenschätzung des Architekten jeweils einstimmig (12:0) genehmigte, wird die Verwaltung nun zügig den Zuwendungsantrag ausarbeiten und bei der Regierung vorlegen.

Schulsanierung

11.08.2015


Geplante Schulsanierung:

Bestandsanalyse macht den Anfang


Die Grund- und Mittelschule sowie die angegliederte Turnhalle sind in energetischer Hinsicht in einem sehr schlechten Zustand und daher dringend sanierungsbedürftig. Der Gemeinde Estenfeld ist dies bewusst, weshalb sie im Juli ein Planerteam zu einem Ortstermin und einer anschließenden Besprechung im Rathaus eingeladen hatte. Über das Ergebnis wurde in der Gemeinderatssitzung informiert. Demnach einigten sich die Teilnehmer der Runde darauf, zunächst eine komplette Bestandsanalyse zu erstellen. Sie soll in fünf Abschnitte gegliedert werden: Turnhalle mit Flur zur Grundschule (Abschnitt I), Grundschule (Abschnitt II), Übergang Grundschule/Mittelschule (Abschnitt III), Mittelschule mit Treppenhaus (Abschnitt IV) und Freiflächen (Abschnitt V). Mit der Bewertung der Bausubstanz soll Anfang September begonnen werden. Dann ist der Hausmeister Werner Wolz aus dem Urlaub zurück, seine Anwesenheit ist bei den Begehungen zwingend erforderlich.

Kinderkrippe Pavillons

11.08.2015


Kinderkrippe: Pavillons und

Segel für besseren Sonnenschutz


Gerade im Sommer, wenn es besonders heiß ist, ist es wichtig, dass kleine Kinder ausreichend vor der Sonneneinstrahlung geschützt werden. Das gilt auch für den Außenbereich der Estenfelder Kinderkrippe, die im Jahr 2013 eröffnet wurde. Ursprünglich hatte der Kindergartenverein vorgeschlagen, ein elektrisch betriebenes Sonnensegel (Größe: acht mal acht Meter) zu installieren. Doch weil die Kosten von rund 17000 Euro zu hoch erschienen und es obendrein sicherheitstechnische Bedenken gab, wurde dies verworfen. Stattdessen wurden Holzpavillons aufgestellt, die sich seither bei den Kleinsten im Ort größter Beliebtheit erfreuen. Inklusive der Fundamente kosteten die Pavillons etwa 6920 Euro. Diese Summe genehmigte der Gemeinderat in seiner Sitzung nachträglich (12:0). Ebenfalls einstimmig bewilligt wurde die Anschaffung und Befestigung einer Segelbespannung im Wert von maximal 1600 Euro.

11.08.2015


Straßensanierung im Dünnbettverfahren

Gemeinde lässt fünf Abschnitte mit neuer Methode ausbessern


Eine neue und kostengünstige Methode zur Sanierung von Straßen stellte Bauhofleiter Jürgen Fottner in der Sitzung des Estenfelder Gemeinderats vor: das Dünnbettverfahren. Dabei wird eine wenige Zentimeter dicke Schicht aus Asphalt und Splitt flächig über den beschädigten Straßenabschnitt verteilt und anschließend verfestigt. Es wird also nicht, wie sonst bei Flickarbeiten üblich, Schlagloch für Schlagloch mit Bitumen verfüllt. Sind die Schäden repariert, lässt sich die Nutzungsdauer der Straße „um sechs bis zehn Jahre ziehen“, sagte Fottner. Klar sei allerdings auch, dass das Verfahren nur auf solchen Straßen angewandt werden kann, deren Vollausbau noch nicht nötig ist.

In Estenfeld gibt es derzeit fünf Abschnitte, die für diese Methode in Frage kommen:

- Obere Ritterstraße (von der Einmündung Würzburger Straße bis zur Bäckerei Rösner)

- Untere Ritterstraße (von der Bäckerei Rösner bis zur Kreuzung Lengfelder Straße)

- Würzburger Straße (an der Einmündung zur Konrad-Adenauer-Straße)

- Würzburger Straße (im Bereich der Ampel)

- Röntgenstraße (beginnend auf Höhe des Autohauses Konrad)

Bauhofleiter Fottner legte dem Gemeinderat die Angebote von vier Firmen vor, die sich auf die Ausschreibung hin gemeldet hatten. Das Gremium entschied sich einstimmig (12:0) für das günstigste. Es kam von der Firma Kutter Spezialstraßenbau (Hanau) und liegt bei rund 87200 Euro brutto für die genannten fünf Straßen. Die finanziellen Mittel dafür sind im Haushalt 2015 eingestellt.

11.08.2015


Kamera untersucht Kanalnetz


In regelmäßigen Abständen muss die Gemeinde die Kanäle in Estenfeld und Mühlhausen überprüfen lassen. Das geschieht mithilfe einer Kamera, die durch das Leitungsnetz fährt und so eventuelle Schäden feststellen soll. In seiner Sitzung vergab der Gemeinderat den Auftrag einstimmig (12:0) an die Firma Helmut Ebner (Grafenrheinfeld). Sie hatte sich mit einem Angebot in Höhe von rund 62000 Euro brutto gegen zwei weitere Bieter durchgesetzt. Die Untersuchung umfasst etwa ein Drittel des Gemeindegebiets.

Beachsand

11.08.2015


Sand am Beachvolleyballplatz

hat sehr gute Qualität


Es hat Beschwerden gegeben, dass der Sand auf dem Estenfelder Beachvolleyballplatz angeblich von schlechter Qualität sei. Behauptet wurde, er sei so grobkörnig und scharf, dass man sich auf dem Spielfeld die Füße verletzten würde. Nachdem Bauhofleiter Jürgen Fottner von diesen Äußerungen gehört hatte, wandte er sich an den Deutschen Beachvolleyball-Verband, wie er in der Sitzung des Gemeinderats erzählte. Von den Materialprüfern des Verbands ließ er sich nochmals bestätigen, dass der Sand, der auf dem Estenfelder Platz verteilt wurde, erst im vergangenen Jahr zertifiziert worden war. Das war Fottner jedoch noch nicht genug: Er ließ sich von der Lieferfirma Weiss (Goldbach) eine Probe von dem zertifizierten Sand zuschicken und verglich ihn zur Sicherheit mit dem Estenfelder Sand. Das Ergebnis: Es ließ sich kein Unterschied feststellen. Fottner sagte, die Firma Weiss habe ihm versichert, dieser Sand sei „einer der besten in ihrem Portfolio“.

Letzte Änderung: 13.09.2015 20:48 Uhr