APRIL 2015

Kreisel-Feier

10.04.2015


11000 Narzissen

blühen am Kreisel
Gemeinde feiert Abschluss der Neugestaltung mit vielen Bürgern


Am Kreisel an der Weißen Mühle in Estenfeld sind vor einigen Wochen 11000 Narzissenzwiebeln gesetzt worden. Die Frühblüher sind bereits zum Vorschein gekommen und leuchten in sattem Gelb, die anderen Blumen sind noch nicht aufgeblüht oder schlummern noch unter der Erde. Aber das wird sich bald ändern: Spätestens in zwei Wochen werden sie alle in voller Blüte stehen und den gesamten Kreisel in ein buntes Blumenmeer verwandeln.
In Vorfreude darauf hat die Gemeinde mit vielen Bürgern gefeiert. Etwa 100 Estenfelder waren bei herrlichem Frühlingswetter zum Kreisel gekommen. Für die Bewirtung sorgte der Pächter der Gaststätte „Weiße Mühle“, Norbert Schweizer, mit einem leckeren Mühlengulasch. Die Getränke wurden von der Feuerwehr ausgegeben.
Bürgermeisterin Rosi Schraud hatte bis zuletzt gehofft, dass die Narzissen bei der Feier schon ihre ganze Pracht entfalten – jedoch vergebens. An ihr habe es jedenfalls nicht gelegen, dass es mit dem Timing nicht ganz geklappt hat, scherzte sie. „Ich bin jeden Tag am Kreisel vorbeigekommen und habe sogar versucht, vorsichtig an den Blumen zu ziehen. Weil das nichts geholfen hat, habe ich sicherheitshalber mal nachgefragt, ob die Zwiebeln auch wirklich richtig herum reingesteckt worden sind.“
Die Neugestaltung war der Bürgermeisterin ein wichtiges Anliegen. Es handele sich bei dem Kreisel zwar nur um ein „Funktionsbauwerk“, sagte sie. Doch es könne nicht schaden, wenn ein solches Bauwerk ansprechend aussieht – gerade wenn es sich direkt am Ortseingang befindet. Der Kreisel sei für Estenfeld nun Willkommensgruß und Visitenkarte zugleich. „So wie sich eine Gemeinde beim ersten Eindruck präsentiert, so wird sie auch wahrgenommen.“
Die Idee zur Gestaltung hatte Bauhofleiter Jürgen Fottner. Er war es auch, der mit seinem gesamten Team die Umsetzung übernommen hat. Rund 15000 Euro wurden nach seinen Angaben am Kreisel „verbaut“. Das klingt nach viel Geld – ist es aber nicht, wenn man bedenkt, dass eine externe Firma für die gleiche Arbeit rund 35000 Euro verlangt hätte. Bürgermeisterin Schraud dankte Fottner deshalb für den Einsatz des Bauhofs, der sich nicht nur finanziell gelohnt habe.
Was am Kreisel neben den Blumen noch sofort ins Auge sticht, ist das Mühlrad. Es symbolisiert die Nähe zur Weißen Mühle, die früher eine Weißmehlmühle war und mit Wasser betrieben wurde. Gemeinderat Andreas Förster hat das hölzerne Rad beschafft. Die tiefer liegenden Bereiche des Kreisels haben eine Deckschicht mit Muschelkalkkies erhalten. Daran schließt sich ein schmaler Streifen mit Schiefersplitt an, den Abschluss bildet eine Muschelkalkmauer.
Nun blühen Narzissen ja nicht das ganze Jahr. Deshalb hat der Bauhof einen Streifen mit Blumen angesät, die genau dann „schlüpfen“, wenn die Narzissen abgeblüht sind. Bauhofleiter Fottner erklärte, die Narzissen könnten danach nicht gleich abgemäht werden. Die Zwiebeln müssten erst wieder Energie tanken, damit sie sich im kommenden Jahr erneut in ihrer ganzen Schönheit zeigen.
Fottner bedankte sich bei der Gemeinde für das in den Bauhof gesetzte Vertrauen, bei der Firma Konrad für die maschinelle Unterstützung, bei der Firma Arnheiter für das Natursteinmaterial und bei der Firma Verver, die die Blumenzwiebeln geliefert und gepflanzt hat.
Für die Firma Verver war Gabi Gilch gekommen, die dem Bauhof in den vergangenen Wochen immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Gilch versprach den Estenfeldern, dass die 11000 Narzissen in spätestens zwei Wochen in voller Blüte stünden. Sie appellierte an die Bürger, in dieser Zeit regelmäßig am Kreisel vorbeizuschauen und die Veränderungen dort mitzuerleben. Frei nach Loriot sagte sie: „Ein Leben ohne Blumenzwiebeln ist möglich, aber sinnlos.“


Im Bild: (oben, von links) Dritter Bürgermeister Gerhard Knorz, Zweiter Bürgermeister Joachim Sadler; (unten, von links) Bürgermeisterin Rosi Schraud, Gabi Gilch (Firma Verver) und Bauhofleiter Jürgen Fottner.

14.04.2015


Geplante Werbeanlage: Gemeinde bleibt ihrer Linie treu


Im juristischen Streit um die geplante Werbeanlage auf dem Anwesen Würzburger Straße 33 rückt die Gemeinde Estenfeld nicht von ihrem Kurs ab. In seiner jüngsten Sitzung lehnte es der Gemeinderat einstimmig ab, im gewerblich geprägten Mischgebiet Werbeanlagen mit einer Größe von bis zu 4,5 Quadratmetern zuzulassen und die Satzung entsprechend zu ändern. Diesen Kompromissvorschlag hatte der juristische Beistand der Gemeinde, Rechtsanwalt Martin Schaut, angeregt. Seine Argumentation: Die Gemeinde hätte so bessere Karten, im Berufungsverfahren erfolgreich zu sein.
Zur Vorgeschichte: Der Bauausschuss des Gemeinderats hatte im Juni 2014 den Antrag einer Firma abgelehnt, die auf besagtem Anwesen eine 9,36 Quadratmeter große Werbeanlage aufstellen möchte. Sein Nein begründete das Gremium damit, dass die geplante Tafel der Satzung der Gemeinde widerspreche. Gegen diesen Beschluss hat die Firma geklagt – und im Februar 2015 vom Verwaltungsgericht Würzburg Recht bekommen. Die Gemeinde Estenfeld wiederum hat gegen dieses Urteil Berufung eingelegt.
Mit der Entscheidung, weiterhin generell keine Werbeanlagen in der Würzburger Straße zu genehmigen, geht der Gemeinderat natürlich ein gewisses Risiko ein. Denn sollte die Berufung scheitern, muss er hinnehmen, dass die Werbeanlage in der geplanten Größe aufgestellt wird - und nicht in abgespeckter Form. Andererseits wahrt die Gemeinde so ihre Chance, die Pläne doch noch komplett zu verhindern.

14.04.2015


Hoegner-Straße: Bebauungsplan wird geändert


Es ist nur eine Formalie, doch die ist dringend nötig: Um die Wilhelm-Hoegner-Straße zur alten B 19 hin zügig öffnen zu können, wird der Estenfelder Gemeinderat den rechtskräftigen Bebauungsplan aus dem Jahr 1993 ändern. Das hat das Gremium in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die neue Fassung sieht vor, den begrünten Bereich, der die beiden Straßen trennt, in den Plan zu integrieren. Eine solche Änderung war 1994 schon einmal vorgenommen worden – allerdings war der modifizierte Bebauungsplan nach einer Klage von Anwohnern von einem Gericht für nichtig erklärt worden. Die Begründung: Die Immissionsaspekte seien nicht ausreichend berücksichtigt worden. Damit der neuerliche Anlauf der Gemeinde nicht wieder nachträglich von der Justiz gekippt wird, soll nun ein Gutachten in Auftrag gegeben werden. Darin sollen die möglichen Auswirkungen (Verkehrslärm, Luftverunreinigung usw.) untersucht werden, mit denen die Anwohner durch die Öffnung der Wilhelm-Hoegner-Straße rechnen müssen. In seiner nächsten Sitzung am

19. Mai wird der Gemeinderat den Änderungsbeschluss treffen und die Planungs- bzw. Ingenieuraufträge vergeben. Um das Verfahren zu beschleunigen, soll geprüft werden, ob es in vereinfachter Form stattfinden kann.

Feuerwehr-BMW
14.04.2015

Gemeinde übernimmt Versicherung


Der Estenfelder Feuerwehr ist unentgeltlich ein 5er BMW überlassen worden, der künftig als Kommandowagen bei Einsätzen genutzt wird. Die Teilkaskoversicherung (ohne Selbstbeteiligung) dafür kostet etwa 110 Euro pro Jahr. Diesen Betrag wird die Gemeinde übernehmen, sie kommt damit einer Bitte der Feuerwehr nach. Allerdings wird sie nicht finanziell einspringen, sollten Reparaturkosten anfallen oder ein Ersatz für das Auto benötigt werden. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

14.04.2015

Kürnacher Gewerbegebiet: Estenfeld schreibt Verkehrssicherheit groß


Die Gemeinde Kürnach will auf ihrer Gemarkung weitere Gewerbebetriebe ansiedeln. Zu diesem Zweck hat der dortige Gemeinderat kürzlich die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet "Wachtelberg III – Teilfläche West 2 (Unterer Kellermann)" beschlossen. Dieses befindet sich direkt an der Gemarkungsgrenze zu Estenfeld. Nun müssen nach und nach die Träger öffentlicher Belange beteiligt werden, einer davon ist die Gemeinde Estenfeld. In seiner jüngsten Sitzung nahm der Estenfelder Gemeinderat die Kürnacher Pläne zur Kenntnis. Zugleich gab er noch eine wichtige Anregung: Bei der Anbindung des Gewerbegebiets müsse unbedingt auf die Verkehrssicherheit und auf eine gute Einsehbarkeit geachtet werden - nicht dass es beim Abbiegen zu Unfällen kommt.

Feldhamster

14.04.2015


„Feldhamster-Monitoring“ geht weiter


Das Würzburger Planungsbüro Fabion wird das „Feldhamster-Monitoring“ auf Estenfelder Gemarkung fortführen. In seiner jüngsten Sitzung vergab der Gemeinderat den Folgeauftrag für rund 4730 Euro. Die geschützten Tiere lebten einst dort, wo sich jetzt das Gewerbegebiet an der A 7 befindet. Bevor mit dem Bau begonnen werden durfte, mussten gemäß einer EU-Richtlinie erst die Hamster gefangen und dann auf geeignete Ausgleichsflächen umgesiedelt werden. Außerdem muss nun regelmäßig kontrolliert werden, ob es den Tieren in ihrem neuen Lebensraum gut geht – und dazu braucht es das „Monitoring“.

14.04.2015

Neuer Schlepper für den Bauhof


Im nächsten Winter wird der Estenfelder Bauhof einen neuen Schlepper einsetzen: einen Fendt 313 Vario Allrad inklusive Streumaschine, Schneepflug und Containerpritsche. Alles in allem kostet dies 146000 Euro – „ein unschlagbarer Preis“, findet Bauhofleiter Jürgen Fottner. Der Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung der Anschaffung zu, da dafür ohnehin Geld im laufenden Haushalt eingestellt war. Der alte Schlepper ist bereits 33 Jahre alt, eine Reparatur wäre unwirtschaftlich.

Bank Senioren
14.04.2015

Senioren wünschen
nähere Ruhebank


Ein Anliegen, das Bewohner des Estenfelder Seniorenzentrums ihr gegenüber geäußert hatten, trug Gemeinderätin Ulrike Roth in der jüngsten Sitzung des Gremiums vor. Die Senioren hatten gefragt, ob die Gemeinde auf Höhe des Wasserspielplatzes eine Ruhebank aufstellen könnte. Die bestehende Bank am Schützenhaus sei recht weit entfernt, zu der Bank am Feuchtbiotop sei wegen der störenden Wurzeln nur schwer zu gelangen.

Bach Seniorenzentrum
14.04.2015

Steile Stelle am

Bach birgt Gefahr


Auf dem schmalen Pfad, der vom Estenfelder Seniorenzentrum zum Sängerheim führt, gibt es eine Stelle, die den älteren Menschen Sorgen macht. Zweiter Bürgermeister Joachim Sadler brachte dies in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vor. Er sagte, es gehe dort relativ steil zum Bach hinunter. Sollte ein älterer Mensch hier stürzen, könnte das im Extremfall schlimme Folgen haben. Der anwesende Bauhofleiter Jürgen Fottner wurde deshalb darum gebeten, sich die Situation dort einmal anzusehen und dann zu entscheiden, was zu tun sei.

Mittelschule

20.-24.04.2015


Die Mittelschule wird bunt
Kunstwoche: Schüler zeigten sich überaus kreativ


An der Mittelschule Kürnachtal in Estenfeld fand die Kunstwoche statt. An allen Tagen führten die einzelnen Klassen unterschiedliche Projekte aus. Die Schüler der sechsten Klasse bemalten anhand der Technik des Dot Paintings mit viel Geduld und Konzentration alte hölzerne Schulstühle, die beim anschließenden Schulfest versteigert wurden. Die siebte Klasse fertigte Pausenspiele wie beispielsweise eine große Torwand, die nun in den Pausen genutzt werden kann. Im Anfertigen von eigenen Medikamentenschachteln waren die Schüler der achten Klasse zusammen mit Herrn Böhme sehr kreativ. Frei gestalteten sie die Beschreibung der Beipackzettel und die Anwendungen dieser Medikamente. Eine tolle Atmosphäre spürte man im Werkraum, denn dort fertigten die beiden neunten Klassen unter Anleitung von der „Estenfelder Kunstfreundin“ Frau Hofmann Acrylkunstwerke an. Diese sind nun dauerhaft in der Schulaula zu bewundern. Des Weiteren wurden Hände eingegipst und von Schüler/innen der neunten Klassen künstlerisch bemalt. Die zehnte Klasse gestaltete farbenfrohe Kunstwerke, die nun den Zaun am Pausenhof verschönern und für alle vorbeigehenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ein Blickfang geworden sind. Einzelne Schüler der sechsten und siebten Klasse konnten unter der professionellen Anleitung von Familie Heinickel Glaswindspiele für einen der großen Bäume des Schulhofes kreieren. Die Bänke und Sockelumrandungen des Pausenhofes (im Bild) sowie der Eingangsbereich wurden zudem von technisch versierten Schüler/innen eindrucksvoll geschmückt und neu gestaltet und die Beete neu bepflanzt. Rektor Matthias Schranner bedankte sich bei der Gemeinde Estenfeld und bei den Mitarbeitern des Bauhofs für die finanzielle und ideelle Unterstützung.


Bilder von der Kunstwoche sehen Sie auf der Facebook-Seite der Gemeinde: www.facebook.com/estenfeld

Gedenktafel

22.04.2015


Gedenktafel erinnert

an Grundsteinlegung
Auftakt zum Jubiläum

der alten St.-Mauritius-Kirche


Es war ein geschichtsträchtiges Datum für Estenfeld: Am 22. April war es auf den Tag genau 400 Jahre her, dass der Grundstein zum Bau der alten St.-Mauritius-Kirche gelegt wurde. Zum Auftakt dieses Jubiläums fand in der Kirche ein Gottesdienst statt, der von den Pfarrern Joachim Bayer und Matthias Karwath gemeinsam zelebriert wurde.
Im Anschluss wurde an der Außenfassade der Kirche eine Gedenktafel enthüllt. Sie wurde vom ehemaligen Landtagsabgeordneten und Estenfelder Ehrenbürger Christian Will gestiftet und von Bildhauer Helmut Grimm (Kleinrinderfeld) geschaffen. Auf der Tafel sind symbolisch dargestellt der alte Kirchturm, das Wappen von Julius Echter, der im Zuge der Reformation den Neubau der Kirche angeordnet hat, und der Prior der Kartause als Vogteiherr. Daneben ist folgende Aufschrift zu lesen: „400 Jahre Grundsteinlegung – 22. April – 1615-2015“. Die Tafel wurde aus Udelfanger Sandstein gefertigt, der aus der Gegend um Trier stammt. Bildhauer Grimm hat etwa drei Wochen daran gearbeitet.
Bürgermeisterin Rosi Schraud hatte anlässlich des Kirchen-Jubiläums in der Estenfelder Dorfchronik geblättert. Wie darin zu lesen ist, war der Neubau seinerzeit notwendig, weil die bisherige Kirche zu klein geworden war. Viele Gläubige, vor allem Männer und Jugendliche, fanden drinnen keinen Platz mehr und trieben sich stattdessen auf dem Friedhof herum statt dem Gottesdienst beizuwohnen. Für den Bau einer größeren Kirche gab es auch einen Gemeinderatsbeschluss, der am 11. Januar 1615 gefasst wurde. „Das Zusammenwirken weltlicher und geistlicher Dorfherren war also schon zur damaligen Zeit segensreich für unsere Gemeinde“, sagte Schraud in ihrer Rede.
Als dann am 22. April 1615 der Grundstein für die Kirche gelegt wurde, wurde das mit der ganzen Gemeinde gefeiert. Wie es in der Chronik heißt, gab es für die Verantwortlichen aus dem Rathaus zwei Eimer und vier Maß Wein, die geladenen und fremden Gäste bekamen 13 Maß. „Die Kind und das Weibervolk“ erhielten 16 Maß, dazu noch Brezen. Außerdem wurden für die Jugend vier Gulden, drei Pfund und sechs Pfennig an Geld ausgeworfen.
400 Jahre später gab es vor der Kirche auch wieder einen Umtrunk mit Gebäck – ja sogar goldene Taler wurden verteilt, allerdings waren diese aus Schokolade. Um die Bewirtung der Gäste kümmerte sich der Pfarrgemeinderat.


Unser Bild entstand bei der Enthüllung der Gedenktafel. Von links: Stifter Christian Will, Pfarrer Joachim Bayer, Bürgermeisterin Rosi Schraud und Bildhauer Helmut Grimm.


Letzte Änderung: 03.08.2015 21:31 Uhr