September 2014

Konrad

01.09.2014


Abschied nach 43 Jahren in der Verwaltung
Herbert Konrad ging Ende August in den Ruhestand

Es war fast eine Punktlandung: Am 29. August feierte Herbert Konrad seinen 65. Geburtstag, zwei Tage später begann offiziell sein Ruhestand. Aus diesem Anlass wurde Konrad, der bei der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Estenfeld seit deren Gründung im Jahr 1978 beschäftigt war, von der Bürgermeisterin und VG-Vorsitzenden Rosi Schraud (rechts) und Geschäftsleiterin Ulrike Lang verabschiedet. Zu der kleinen Feier waren auch sämtliche anderen Mitarbeiter aus dem Rathaus gekommen.
Ursprünglich gehörten der VG nicht nur – so wie heute – die Gemeinden Estenfeld, Prosselsheim und Eisenheim an, sondern auch Kürnach. Von dort kam Konrad nach Estenfeld – und er blieb auch an seiner neuen Arbeitsstätte, als die Kürnacher die VG bereits 1980 wieder verließen, um eigenständig zu werden. Da Konrad vor seiner Zeit in Estenfeld bereits sieben Jahre bei der Gemeinde Kürnach beschäftigt war, konnte er 1996 sein 25. und 2011 sein 40. Dienstjubiläum feiern.
Bei seiner Verabschiedung lobte Bürgermeisterin Schraud den "Neu-Rentner" für sein jahrzehntelanges Engagement in Diensten der Verwaltung. Konrad habe sich im Laufe der Zeit ein immenses Fachwissen angeeignet und sich in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen eingebracht. Sein Rat sei auch im Kollegenkreis immer wieder gefragt gewesen, sagte Schraud.

Bernd Michel

03.09.2014


Neuer Hausmeister für die Mehrzweckhalle


Im Frühjahr nächsten Jahres wird Uli Weisensel (rechts), der Hausmeister der Mehrzweckhalle „Weiße Mühle“ in Estenfeld, in den wohl verdienten Ruhestand gehen. Seit 1987 ist der heute 62-Jährige für die Halle verantwortlich.
Viele Kinder, die dort Sport getrieben haben, sind mit ihm groß geworden — für sie war er einfach nur „der Uli“. Auch bei den Erwachsenen war Weisensel sehr beliebt, weil er sich durch große Hilfsbereitschaft auszeichnete. Egal, um welchen Verein oder um welche Veranstaltung es ging — Weisensels Einsatz ging immer über das übliche Maß hinaus.

Einen Nachfolger für ihn hat die Gemeinde bereits gefunden: Bernd Michel. Der 43-Jährige, der ebenfalls in Estenfeld lebt, ist seit dem 1. September im Dienst und wird von Weisensel in den nächsten Monaten eingearbeitet. Bevor Michel zur Gemeinde kam, war er für die Firma Konhäuser tätig. Im persönlichen Vorstellungsgespräch setzte er sich gegen drei Mitbewerber durch, die allesamt aus Estenfeld stammen.

Zum Einstand überreichte Bürgermeisterin Rosi Schraud dem neuen Hausmeister das passende „Handwerkszeug“. Denn wie heißt es so schön: Neue Besen kehren gut.

Kartause

06.09.2014


Patriarchenkreuz als Spitze

Freundeskreis der Kartause präsentierte neue Turmkugel


Der Freundeskreis der Kartause Estenfeld e. V. hat am Samstag seinen zweiten Sommerabend gefeiert. Bei dem Straßenfest, das dank des schönen Wetters sehr gut besucht war, wurde die neu geschaffene Turmkugel vorgestellt. Sie wird die alte ersetzen, die sich früher auf dem Dach des Wohnhauses befand, das auf dem Grundstück der ehemaligen Klosteranlage steht.

Bei einem heftigen Gewitter im August 2013 fiel das Kreuz der Turmkugel herunter. Weil eine Restaurierung keinen Sinn mehr ergab, beschloss der Verein, eine neue Kugel anfertigen zu lassen. Diese Aufgabe übernahmen der Estenfelder Spenglermeister Peter Walter und sein Kollege Volker Stark. Dem Original getreu fertigten die beiden den Nachbau aus Kupfer.

Die neue Kugel wird nun noch vergoldet und dann spätestens Ende Oktober auf dem Dach montiert. Stumme Zeitzeugen sollen hoch oben an den Austausch der Kugel erinnern, darunter eine aktuelle Tageszeitung, ein Mitteilungsblatt der Gemeinde, ein Satz Euro-Münzen, die Vereinssatzung und ein Zettel mit den Namen der Spender.


Der Freundeskreis sammelt für die neue Turmkugel noch Spenden.

Die Bankverbindungen lauten:


Raiffeisenbank Estenfeld-Bergtheim eG
IBAN: DE26 7906 3060 0000 0261 23
BIC: GENODEF1EFD


Sparkasse Mainfranken Würzburg
IBAN: DE04 7905 0000 0047 3492 61
BIC: BYLADEM1SWU


Das Sommerfest fand übrigens in einem Jubiläumsjahr statt. Die Kartause Estenfeld wurde 1364 das erste Mal urkundlich erwähnt – die Gründung der Niederlassung der Mönche jährt sich also zum 650. Mal. An die Unabhängigkeit der Mönche von Kirche und Staat erinnert das Patriarchenkreuz auf der Turmkugel. Es ist auch auf der alten und neuen St.-Mauritius-Kirche sowie auf dem Eichelein noch heute präsent.


Im Bild: von links Max Breunig (Beisitzer), Thomas Pfeuffer (Schriftführer), Dr. Michael Baumann (Beisitzer), Altbürgermeister Heinz Bär (Beisitzer), Bürgermeisterin Rosi Schraud, Dr. Amerilda Magerl (Beisitzerin), Joachim Iwanowitsch (1. Vorsitzender), Benedikt Koch (Prior Schmal), Gerhard Koch (2. Vorsitzender) und Matthias Wolz (Schatzmeister).


Weitere Infos gibt es auf der Homepage www.freundeskreis-kartause.de

Rosen

08.09.2014


Rosen rund um das Trafohäuschen

Obst- und Gartenbauverein verschönert Grünfläche


Die Grünfläche, auf der das Trafohäuschen am Kreisel an der „Weißen Mühle“ steht, sieht jetzt etwas einladender aus. Mitglieder des Estenfelder Obst- und Gartenbauvereins (OGV) haben dort zwölf Rosensträucher gepflanzt. Dabei handelt es sich um Englische Rosen und Historische Rosen. Sie wurden rings um das Häuschen gesetzt und blühen in den schönsten Farben: von Weiß bis Dunkelrot. Unterstützung bekam der OGV dabei von Michael Hornung von der örtlichen Baum- und Rosenschule. Die rund 500 Euro, die für den Kauf der Rosensträucher und die Erdarbeiten anfielen, hat die Gemeinde aufgebracht. „Wir unterstützen Vorschläge, die zur Verschönerung unseres Ortes beitragen, sehr gerne“, sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud. Im Bild: hinten (von links) Matthias Wolz, Norbert Jäcklein, Michael Hornung, Willi Schuhmann und Rosi Schraud sowie vorne die 1. Vorsitzende des OGV, Amerilda Magerl (links), und die 2. Vorsitzende Birgit Wolz.

Mauer Maidbronner Straße

09.09.2014


Sanierung oder

Abriss und Neuaufbau?

Gemeinderat vertagt Entscheidung über Mauer in der Maidbronner Straße


Akut einsturzgefährdet ist sie zwar nicht, aber ihr Alter ist ihr deutlich anzusehen: die Natursteinmauer in der Maidbronner Straße, die auf Höhe der Anwesen mit den Hausnummern 7, 7a, 9 und 11 steht. In seiner Sitzung hat sich der Estenfelder Gemeinderat Gedanken darüber gemacht, ob eine Sanierung oder ein Abriss mit anschließendem Neuaufbau sinnvoller ist. Eine endgültige Entscheidung hat das Gremium noch nicht getroffen.

Die Gemeinde hatte bei zwei Firmen angefragt, was eine Sanierung der etwa 50 Jahre alten Mauer kosten würde. Die Angebote lagen bei 6200 und 6800 Euro. Allerdings machten die Fachleute zugleich deutlich, dass eine Instandsetzung nicht wirtschaftlich sei. Spätestens in fünf Jahren müsse die Mauer wieder ausgebessert werden, prophezeiten sie. Daher schlugen sie vor, die Mauer abzureißen und danach neu aufzubauen.

Was die Gemeinderäte an dieser Alternative stört, ist der Preis. Bauhofleiter Jürgen Fottner rechnete vor, es würde rund 40000 Euro kosten, die 40 Meter lange Mauer inklusive aller Pfeiler wieder zu errichten. Hinzu kämen noch etwa 5000 Euro, um die dahinter verlaufende Zufahrtsstraße zu den Wohnhäusern an das Niveau der Mauer anzugleichen. Die Firmen rieten zu der „großen Lösung“, weil so die Mauer hinten abgedichtet werden und kein Wasser mehr eindringen kann.

Der Gemeinderat vertagte die Entscheidung. Vor einem finalen Beschluss soll erst noch einmal eine weitere Fachfirma befragt werden — und zwar eine, die sich speziell mit Fugensanierungen auskennt.

Zaun-Unfall

09.09.2014


Nach Unfall: Gemeinde

zieht Polizei zu Rate


Ein Autofahrer hat am 20. August gegen 14 Uhr den hölzernen Zaun an einem Grundstück an der Ecke Lengfelder Straße/Wilhelm-Hoegner-Straße in Estenfeld beschädigt — direkt gegenüber vom Seniorenzentrum. Schuld daran war mit großer Wahrscheinlichkeit überhöhte Geschwindigkeit.
Der Fahrer des roten BMW war laut Polizei von der Westumgehung gekommen und offenbar immer noch deutlich zu schnell, als er im Kreisel die Ausfahrt zur Lengfelder Straße nahm. Danach verlor er die Kontrolle über seinen Wagen und fuhr gegen den Bretterzaun. Der Mann beging Unfallflucht.
Weil bei dem Aufprall das vordere Nummernschild des Autos abgefallen war, konnte der Halter rasch von der Polizei ausfindig gemacht werden. Dieser gab gegenüber den Beamten an, der Wagen sei ihm gestohlen worden. Die Ermittlungen der Polizei laufen noch.
Die Gemeinde nimmt diesen Vorfall zum Anlass, die dort geltenden Verkehrsregeln noch einmal von der Polizei überprüfen zu lassen. Zwar ist bei dem Unfall am 20. August niemand verletzt worden — aber in diesem Bereich sind viele ältere Menschen unterwegs, genau wie Schüler, die zum Sport in die Mehrzweckhalle wollen.
In ihrer Sitzung waren sich die Gemeinderäte einig, dass es eine sinnvolle Entscheidung gewesen sei, das absolute Halteverbot nur auf der Häuserseite anzuordnen. Auf der Seite des Seniorenzentrums dürfen Fahrzeuge parken. Hätten die Autofahrer komplett freie Bahn, würden sie wohl schneller fahren, vermuteten die Ratsmitglieder.

09.09.2014


Gemeinde ändert Werbeanlagen-Satzung


Die Gemeinde hat ihre Satzung über besondere Anforderungen an Werbeanlagen nachgebessert. Den entsprechenden Beschluss hat der Gemeinderat in seiner Sitzung gefasst. Das Landratsamt hatte zuvor darauf hingewiesen, dass sich die alte Satzung auf das gesamte Gemeindegebiet beziehe. Das sei jedoch unzulässig — sie müsse sich auf die „regelungsbedürftigen Bereiche“ im Ort beschränken.

Anlass der Überprüfung durch das Landratsamt war eine Entscheidung des Bauausschusses aus dem Juni 2014. Das Gremium hatte damals den Antrag einer Firma abgelehnt, die am Anwesen Würzburger Straße 33 eine elektronische Werbeanlage aufstellen wollte. Bei seiner Entscheidung hatte der Ausschuss darauf hingewiesen, dass die geplante Tafel der geltenden Satzung der Gemeinde widerspreche.

Die Satzung wurde nun rückwirkend zum 23. Mai 2007 geändert — dem Tag, an dem sie erlassen worden war. Die neuen Beschränkungen gelten für die Würzburger Straße, den gesamten Altort und die Kartause.

09.09.2014


Estenfeld schließt sich ILE-Verbund an


Die Gemeinde Estenfeld hat beschlossen, dem Verbund Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) im nördlichen Landkreis Würzburg beizutreten. ILE bietet den Gemeinden insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung Unterstützung für interkommunale Zusammenarbeit, gemeindeübergreifend abgestimmte Innenentwicklung und ressortübergreifende Kooperation. Als Träger könnten die Gemeinden, begleitet vom Amt für Ländliche Entwicklung, gemeinsam Maßnahmen bei der Dorferneuerung, im Wegebau, bei der Flurneuordnung oder dem Tourismus auf den Weg bringen.

09.09.2014


700 Euro Zuschuss für neues Geschirr


Um das Dorfgemeinschaftshaus besser nutzen zu können, hat der Verein Dorfgemeinschaft Mühlhausen e. V. Besteck und Weingläser im Wert von rund 3400 Euro gekauft. Aus der Vereinskasse konnte dieser Betrag allerdings nicht komplett gedeckt werden. Daher haben einige Vereinsmitglieder einen „großzügigen Vorschuss“ geleistet, schrieb Vorsitzender Herbert Müller an die Gemeinde Estenfeld. Gleichzeitig bat er darum, dass die Gemeinde die Anschaffung mit einem Zuschuss unterstützt. Der Gemeinderat kam Müllers Anliegen in der Sitzung nach: Es gibt die üblichen 20 Prozent, aufgerundet macht das 700 Euro.

VW Caddy

13.09.2014


Ein Caddy in Orange

Der Estenfelder Bauhof hat seit der vergangenen Woche ein neues Fahrzeug: einen VW Caddy 1,6 TDI mit 55 kW (75 PS) und Schaltgetriebe. Der orangefarbene Kastenwagen wurde geleast. Die monatliche Rate liegt bei 271,50 Euro, der Vertrag hat eine Laufzeit von 36 Monaten. Nach Ablauf der drei Jahre hat der VW einen Restwert von rund 12000 Euro, dann wird ihn die Gemeinde kaufen. Das Auto ersetzt den alten Fiat, der 15 Jahre auf dem Buckel hat und entsprechend schlecht dasteht. Noch ist der Fiat zugelassen, aber seine Tage sind gezählt. Im Januar 2015 läuft der TÜV ab, dann steht der „Scheidungstermin“ an, scherzt Bauhofleiter Jürgen Fottner (im Bild). Sollte der Fiat schon vorher seinen Geist aufgeben, wird er nicht mehr repariert.

Estenfeld Verein(t)

14.09.2014


Mit vereinten Kräften
Viele Hundert Menschen kamen zum Tag der Vereine

Ein lebendiges Dorf mit einem intakten Vereinsleben — das ist Estenfeld. Der Sonntag hat das einmal mehr eindrucksvoll bewiesen. Unter dem Motto „Estenfeld Verein(t)“ stellten sich fast alle Vereine und Institutionen aus der ganzen Gemeinde vor. Auf den Straßen zwischen dem Rathaus und dem evangelischen Gemeindezentrum gab es allerlei informative und spielerische Angebote, mit denen die Vereine auf sich und ihre Arbeit aufmerksam machten. Viele Hundert Menschen kamen — und obwohl der Himmel immer wieder bewölkt war, blieb es den ganzen Tag trocken. Den wohl größten Zulauf hatte die Schauübung der Feuerwehr. Dabei wurde gezeigt, wie eine verletzte junge Frau aus einem Unfallauto befreit wird. Die Übung hatte noch gar nicht richtig begonnen, da mussten die Malteser wegen eines reellen Notfalls ausrücken — der beste Beweis dafür, dass Rettungskräfte 24 Stunden am Tag einsatzbereit sein müssen.


Die schönsten Bilder vom Tag der Vereine gibt es auf der Facebook-Seite der Gemeinde zu sehen: www.facebook.com/estenfeld

Beachvolleyballfeld

15.09.2014


Neue Saison, neues Feld

Beachvolleyballplatz am Triebweg

wird größer, schöner und schattiger


Alle, die gerne Beachvolleyball spielen, können sich freuen: Der Bauhof der Gemeinde Estenfeld wird in dieser Woche mit der Neugestaltung des Platzes am Triebweg beginnen. Voraussichtlich vier Wochen werden die Arbeiten dauern, die sich die Gemeinde rund 20000 Euro kosten lässt. Da die Saison vorbei ist, wird das Feld in diesem Jahr nicht mehr offiziell freigegeben — aber sobald es das Wetter im nächsten Frühjahr zulässt, wird es so weit sein.

Der Platz wird größer als bisher: Inklusive Auslauf und Sicherheitsumrandung wird er die Maße von 28 x 19 Metern haben. Das reine Spielfeld umfasst 18 x 9 Meter. Zum Triebweg und zum nebenan liegenden Bolzplatz hin werden Naturtribünen errichtet. Hierzu werden Erdhügel aufgeschüttet, die dann genau wie fast die gesamte Fläche um das Feld neu begrünt werden. Als Schattenspender werden ringsum Bäume gepflanzt.

Sobald der alte Sand — es sind etwa 230 Kubikmeter — abgetragen ist, bekommt der Platz einen völlig neuen Unterbau. Es wird eine Grube ausgehoben, unter der eine Drainageanlage entsteht — das gab es bislang nicht. Sie soll gewährleisten, dass der Platz nach einem Regenguss nicht so lange nass ist und das Wasser schnell im Erdreich versickern kann. Weiterer Vorteil der Drainage: Wenn der Sand bei lang anhaltender Hitze zu trocken ist, kann man ihn auch einmal guten Gewissens wässern.

Das Gelände erhält einen Wasseranschluss. Dadurch wird übrigens auch die Errichtung einer Fußwaschanlage möglich, die auf Knopfdruck für einige Sekunden Wasser fließen lässt. Künftig muss also niemand mehr nach dem Spielen mit sandigen Füßen in seine Schuhe steigen. Wobei: So unangenehm anfühlen wird sich der Sand zwischen den Zehen gar nicht, denn der Platz wird mit rund 320 Kubikmetern zertifiziertem Beachvolleyball-Sand aufgefüllt — und der ist natürlich viel feiner als der alte Bausand.

Für Gruppen, die richtig professionell spielen wollen, liegt in einer Kiste ein Liniensatz bereit. Den Schlüssel dazu gibt es auf Kaution bei der Gemeinde. Ideal ist das zum Beispiel für den Schulunterricht oder bei einem Beachvolleyball-Turnier. In der Kiste sollen dann auch Rechen, Wasserschlauch und andere Utensilien zur Pflege des Platzes aufbewahrt werden. Das Netz wird in der warmen Jahreszeit dagegen immer draußen sein.

Kunstrasenplatz

20.09.2014


Fußball spielen wie auf Waldboden
Neuer Kunstrasenplatz der TSG Estenfeld wurde eingeweiht

Fußball ist die schönste Nebensache der Welt – und wenn man einen so tollen Kunstrasenplatz hat wie die TSG Estenfeld, macht das Spielen gleich noch mehr Spaß. Am Samstag wurde das neue Feld im Rahmen des Herbstfestes gesegnet und offiziell eingeweiht. Mit dem Abschluss der Sanierung sind die umfangreichen Arbeiten des Vereins beendet, die im Jahr 2009 begonnen haben. Seither sind „auf der Höh“ auch ein Jugendplatz sowie neue Umkleiden und Duschen entstanden.
Der neue Kunstrasen hat gegenüber dem früheren Belag mehrere Vorteile. Der wichtigste: Es ist für die Fußballer viel angenehmer, darauf zu spielen. Auf dem leicht federnden Untergrund läuft man praktisch wie auf Waldboden. Das belastet die Gelenke nicht so stark. Wer einmal hinfällt, verletzt sich nicht mehr so leicht wie früher. Denn auf dem Gummigranulat rollt man ab und wird nicht jäh gebremst wie auf dem alten Feld. Dadurch sinkt das Risiko von Schürfwunden oder noch schmerzhafteren Blessuren.
Aus der Gummischicht ragt der eigentliche „Rasen“ heraus, bestehend aus unzähligen aufrecht stehenden Fasern. Sie sorgen dafür, dass der Ball absolut kontrolliert rollt – egal, bei welcher Witterung. Wenn jetzt also ein Pass nicht ankommt, lag es bestimmt nicht am Platz. Das Spielfeld, das dank der Flutlichtanlage auch bei Dunkelheit genutzt werden kann, braucht nicht viel Pflege: Lediglich einmal pro Woche muss der Untergrund „gekämmt“ werden. So verteilen sich die Gummikörner wieder gleichmäßig.
Der Kunstrasenplatz hat zusammen mit der Zaunanlage und den Pflegeutensilien etwa 190000 Euro gekostet – das ist eine schöne Stange Geld. Dass die TSG das Projekt dennoch verwirklichen konnte, ist nicht zuletzt der Hartnäckigkeit ihres Vorsitzenden Rudolf Krieger zu verdanken. Er hatte es – auch dank der Unterstützung der Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib und Manfred Ländner – geschafft, Zuschüsse vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) zu bekommen. Die Förderzusage war dem Verband deshalb so schwierig abzuringen, weil das Grundstück, auf dem sich der Kunstrasenplatz befindet, der Gemeinde Estenfeld gehört. Der Verein hat es lediglich gepachtet – für einen solchen Fall gibt es normalerweise keine finanzielle Unterstützung vom Verband. Nach eineinhalb Jahren Hin und Her konnte Krieger aber doch eine Summe in Höhe von 30000 Euro aushandeln. Hinzu kamen 20 Prozent Kostenbeteiligung von der Gemeinde sowie die Sachspenden und Werbeeinnahmen von über 70 Sponsoring-Partnern. Ihnen allen sagte Krieger bei der Einweihung des Platzes herzlichen Dank.
Anerkennende Worte fand der TSG-Vorsitzende besonders für die Bauunternehmen Riepl und Höhn sowie für das Autohaus Konrad. Sie hatten dem Verein unbürokratische Hilfe geleistet und mit der Bereitstellung von Maschinen und Arbeitskräften sehr geholfen. Bei Bauleiter Jan Ruoff von der Firma Polytan aus Burgheim (Oberbayern) bedankte sich Krieger ebenfalls: „Ihr habt uns einen tollen Platz gebaut!“
Zu guter Letzt lobte Krieger „eine Handvoll guter TSG-Geister“, die ihn bei der Sanierung des Kunstrasenplatzes außergewöhnlich engagiert unterstützt hatten: Jürgen Baumeister, Roland Schlereth, Karl Krebs, Erich Großmann, Peter Uhl und Michael Strauß. Sie haben in Eigenleistung etwa 200 Arbeitsstunden aufgewendet – vom Abbau des alten Ballfangzauns bis zum Tag der Einweihung des Spielfeldes. „Ihr habt dem Verein mit eurem Einsatz eine Menge Geld gespart“, sagte Krieger.
Der Spielmannszug unter der Leitung von Günther Grimm, der selbst viele Jahre TSG-Vorsitzender war, sorgte beim Festakt für die musikalische Umrahmung. Den kirchlichen Segen spendeten die Pfarrer Frank Hofmann-Kasang und Joachim Bayer.


Foto: Lukas Will
Promi-Spiel

20.09.2014


Gemeinderäte vs.

„Vorwärts Helga“:

Remis zur Premiere

Es war ein würdiges Eröffnungsspiel: Bei der Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes traten eine Gemeinderatsauswahl und das TSG-Hobby-Frauenteam „Vorwärts Helga“ gegeneinander an. Die Partie endete mit einem leistungsgerechten 1:1. Zweiter Bürgermeister Joachim Sadler brachte die Mannschaft des Gemeinderats in Führung, Karin Victorya erzielte den Ausgleichstreffer.
Das Spiel, das 2 x 15 Minuten dauerte, wurde auf dem Kleinfeld ausgetragen. Weil in der Gemeinderatsauswahl alle außer Ulrike Roth Männer waren, hatten beide Teams vor dem Anpfiff eine Absprache getroffen: Die TSG-Frauen durften sieben Feldspielerinnen und ihre Torhüterin aufs Feld schicken, die Gemeinderäte nur fünf Spieler plus Torwart.
Schiedsrichter der Begegnung war Felix Leis. Er hatte mit der fairen Partie wenig Mühe. Nur ganz zum Schluss musste er einmal durchgreifen: als Joachim Sadler plötzlich den Ball in die Hände nahm und damit über den Platz rannte. Dem Jung-Schiri blieb keine andere Wahl, als Sadler die rote Karte zu zeigen. Doch genau das war auch der Sinn von Sadlers Spaß-Aktion – denn keine Farbe könnte besser zum SPD-Ortsvorsitzenden passen als Rot.

Die Mannschaften
Gemeinderatsauswahl: Johannes Streit, Ulrike Roth, Jens Dietzsch, Johannes Pietschmann, Rainer Galm, Albin Wolz und Joachim Sadler.
„Vorwärts Helga“: Monika Bernhard, Denise Montedoro, Silke Kimmel, Susanne Schlicker, Asija Burger, Antje Schuhmann, Petra Hörner, Eva Grötzbach, Kerstin Keupp und Karin Victorya.


Foto: Lukas Will


Noch mehr Fotos von der Einweihung zeigen wir Ihnen auf unserer gemeindeeigenen Facebook-Seite www.facebook.com/estenfeld.


Letzte Änderung: 08.10.2014 14:10 Uhr