Juni 2014

Weber-Altbrgermeister

03.06.2014


24 Jahre zum Wohl der Gemeinde

Michael Weber zum „Altbürgermeister“ ernannt — Konrad Hasch und Josef Ziegler aus dem Gemeinderat verabschiedet


24 Jahre hat sich Michael Weber für die Gemeinde Estenfeld eingesetzt. Von 1990 bis 1996 war er Gemeinderat, von 1996 bis 2002 Zweiter Bürgermeister und von 2002 bis zum 30. April 2014 Erster Bürgermeister. Als Zeichen des Dankes und in Würdigung der Verdienste, die er sich um seinen Heimatort erworben hat, verlieh ihm die Gemeinde den Titel „Altbürgermeister“.
Die Laudatio im Foyer der Weißen Mühle hielt die neue Bürgermeisterin Rosi Schraud. Sie sagte, Weber habe seine vielfältigen Aufgaben in all den Jahren in Ruhe und Bescheidenheit abgearbeitet. „Du bist kein Showman oder Blender, Du bist keiner der lauten und populistischen Töne. Dies wurde Dir manchmal auch als Nachteil ausgelegt, doch letztendlich zählt nur das Erreichte — und das ist sehr, sehr viel.“
Um den abendlichen Rahmen nicht zu sprengen, zählte Schraud nur einen Teil der Projekte auf, die im Laufe von Webers Amtszeit als Erster Bürgermeister verwirklicht wurden. 2003 konnte der Startschuss für die Eigenwasserversorgung nach 27 Jahren Fernwasser gegeben werden. Im Zuge der Städtebauförderung wurden der Brunnen in der Mühlgasse und die Kirchplatz-Gestaltung abgeschlossen. Das 1225-jährige Dorfjubiläum wurde 2004 gefeiert. 2005 wurde die gemeinsame Anbindung mit Kürnach an die B 19 freigegeben. Der Spatenstich für das Baugebiet „An den Linden“ erfolgte 2007. Ein Jahr später wurde der gemeindliche Grillplatz eröffnet. 2009 wurde auf dem Dach der Schulturnhalle eine Photovoltaikanlage installiert. Im gleichen Jahr bekam die Estenfelder Feuerwehr ihr neues Mehrzweckfahrzeug (MZF) und die äußere Renovierung der St.-Mauritius-Kirche wurde in Angriff genommen. Eine Neuerung auf dem Schulsektor gab es 2010 mit der Einführung des Mittelschulverbundes Estenfeld — Rimpar — Unterpleichfeld. Ebenfalls 2010 wurde der Bachrundweg Kürnach — Pleichach eingeweiht. 2011 wurde der Wasserspielplatz fertig, der Einkaufsbus eingeführt und die Breitbandversorgung ausgebaut. Das Seniorendienstleistungszentrum mit Tagespflege nahm 2012 seine Arbeit auf. Jenes Jahr stand ganz im Zeichen der „Mühlenwoche“, bei der das 450-jährige Bestehen der Weißen Mühle und der 25. Geburtstag der Mehrzweckhalle gefeiert wurden. Außerdem wurde die westliche Ortsrandstraße für den Verkehr geöffnet, sie ermöglichte den Startschuss für das aktuelle Baugebiet „Triebweg III“. 2012 fand auch der Spatenstich für das Gewerbegebiet an der A 7 statt. Die Kinderkrippe „Farbenklecks“ wurde 2013 eingeweiht. Wenig später folgten die Fertigstellung des Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshauses im Ortsteil Mühlhausen sowie der Abschluss der „Waldflurbereinigung II“.
Schraud bedankte sich bei ihrem Amtsvorgänger im Namen der ganzen Gemeinde für dessen geleistete Arbeit. Nicht viele Bürgermeister könnten auf eine solch reichhaltige Bilanz verweisen. Als Geschenk des gesamten Gemeinderats bekam Weber einen Gutschein für das Estenfelder Fahrradgeschäft Müller. Von dem Geld könne er sich unter anderem ein Navigationsgerät für sein Fahrrad kaufen, sagte Schraud.
Auf seinem politischen Weg wurde Michael Weber ein Stück auch von Konrad Hasch und Josef Ziegler begleitet. Beide sind im neuen Gemeinderat nicht mehr vertreten.
Konrad Hasch rückte 2012 für Erwin Belohlavek in den Gemeinderat nach, der aus Estenfeld weggezogen ist. Obwohl Hasch dem Gremium nur vergleichsweise kurze Zeit angehörte, habe er an der Entwicklung der Gemeinde „ganz beachtlich mitgewirkt“, sagte Bürgermeisterin Schraud. Besonders stellte sie seinen Einsatz für die Feuerwehr und das Rettungswesen heraus. Hasch sei bei der Anschaffung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs HLF 20 federführend beteiligt gewesen und habe hier sein Fachwissen eingebracht. Auch bei ihm bedankte sich Schraud für seine Arbeit zum Wohl der gesamten Gemeinde. Sie überreichte ihm eine Urkunde, ein Gemeindewappen und einen Bocksbeutel.
Josef Ziegler konnte aus beruflichen Gründen nicht an der Feierstunde in der Weißen Mühle teilnehmen. Er war 2013 als Nachfolger für den ausgeschiedenen Markus Schäfer als Gemeinderat vereidigt worden. Von Ziegler hat sich die Bürgermeisterin inzwischen persönlich verabschiedet.
Der Festakt wurde von drei Klarinettistinnen des Musikvereins Estenfeld mitgestaltet: Verena Bär, Anne Frankenberger und Johanna Sprinz.

Triebweg III

05.06.2014


So groß wie elf Fußballfelder
Baugebiet „Triebweg III“ ist fertig erschlossen und kann bebaut werden

Auf den Tag genau ein Jahr nach dem ersten Spatenstich wurde das Estenfelder Baugebiet „Triebweg III“ eingeweiht. Es umfasst 5,42 Hektar — das entspricht in etwa der Größe von elf Fußballfeldern. Von den 64 Baugrundstücken sind bereits 28 verkauft, 15 Kaufverträge sind in Vorbereitung — und die Anfragen reißen nicht ab. Bürgermeisterin Rosi Schraud wundert es nicht, dass das Interesse an den Bauplätzen so groß ist. „Das Baugebiet ist ein Sahnestückchen von Estenfeld, denn es befindet sich in reizvoller Lage direkt an einem Südhang“, sagte sie beim Festakt. Hinzu kämen das attraktive Lebensumfeld und die intakte Infrastruktur im Ort — mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Kinderkrippen, Schulen und einem großen Freizeitangebot der Vereine. Kurzum: „Wir bieten hier Wohnen in der Natur, ländlich und stadtnah zugleich.“ Da das Baugebiet jetzt fertig erschlossen ist, freut sich die Bürgermeisterin auf eine rege Bautätigkeit. Den Grundstückskäufern empfahl sie die örtlichen Handwerker für den Hausbau.
Die Bauplätze im Gebiet „Triebweg III“ sind zwischen 413 und 1064 Quadratmeter groß. Insgesamt machen sie eine Fläche von 3,75 Hektar aus. Hinzu kommen 1,04 Hektar an Straßen, Wegen und Parkplätzen sowie 0,63 Hektar an öffentlichen Grünflächen — das ergibt die besagten 5,42 Hektar.
Jede Kommune ist bei der Ausweisung eines neuen Baugebiets verpflichtet, für entsprechende Ersatz- und Ausgleichsflächen zugunsten von Natur und Landschaft zu sorgen. Das geschah auch in Estenfeld — teilweise im neuen Baugebiet selbst, vor allem aber im Bereich der Erdaushubdeponie.
Gerald Heigl vom Würzburger Ingenieurbüro Balling, das für die Planung verantwortlich war, stellte in seinem Grußwort die „sportliche Zeitschiene“ des Projekts heraus. Wie schnell es vom Aufstellungsbeschluss bis zur Erteilung des Baurechts gegangen sei, das sei schon eine „reife Leistung“ gewesen, lobte er. Gemeint waren damit die Estenfelder Gemeinderäte und die zuständigen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und des Landratsamts.
Auf eine Besonderheit bei der Erschließung des Baugebiets ging Heigl im Speziellen ein. So wurden alle Leitungen für Wasser, Gas und Strom im „Monosystem“ verlegt. Bei diesem Verfahren liegen sämtliche Anschlüsse in ein und demselben Graben. Der Boden muss also nicht mehr, wie früher üblich, für jede Leitung einzeln aufgebuddelt werden. Das spart Zeit — und Geld.
Heigl rechnete vor, dass am Triebweg 15000 Mannstunden Arbeitszeit investiert worden seien. Für alle, die dort beschäftigt waren, sei dies eine sehr angenehme Tätigkeit gewesen. Denn es habe in all den Monaten nur fünf Tage schlechtes Wetter gegeben. Das schönste Kompliment hob sich Heigl aber bis zum Schluss auf: Das Baugebiet in Estenfeld sei „das schönste in ganz Unterfranken“.
Gemeinsam mit Richard Kraus, Abteilungsleiter Tiefbau bei der Firma Glöckle, überreichte Heigl der Bürgermeisterin dann einen symbolischen Schlüssel aus Brötchenteig. Und auch Schraud hatte noch ein Geschenk parat — allerdings nicht für einen der beiden Herren, sondern für Michael Pahlke, den Leiter des Geschäftsbereichs Bauen und Umwelt am Landratsamt. Er hatte am Tag des Festaktes Geburtstag — und bekam deshalb eine Erdbeertorte.

Spielgert

10.06.2014


Spielgerät wird im nächsten Frühjahr aufgestellt


Das Risiko, dass sich Kinder verletzen, war der Gemeinde einfach zu groß — deshalb hat sie das alte Spielgerät am Spielplatz „Höllberg“ (im Neubaugebiet am Triebweg) vor Kurzem abmontieren lassen. Da der Spielplatz bei Kindern sehr beliebt ist, wird zügig ein Ersatz beschafft. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung, das Gerät „Sandwerk“ (im Bild) der Firma Spielplatzgeräte Maier (Altenmarkt an der Alz) zu kaufen, das etwas mehr als 9000 Euro kostet. Es wird zwar sofort bestellt, aber erst im nächsten Frühjahr aufgebaut. Aus gutem Grund: Die Lieferung eines derartigen Geräts dauert recht lange, vor Mitte/Ende September ist nicht damit zu rechnen. Würde das Gerät im Herbst oder Winter aufgestellt, würde es wohl kaum genutzt, dafür aber gleich den widrigen Witterungsverhältnissen ausgesetzt.

10.06.2014


Gemeinderäte überprüfen Straßenzustand


Die Mitglieder des Gemeinderats wollen sich künftig regelmäßig ein Bild vom Zustand der Straßen in Estenfeld machen. In ihrer Sitzung folgten sie damit einem Vorschlag von Bauhofleiter Jürgen Fottner. Dieser hatte angeregt, die Räte sollten regelmäßige Begehungen durchführen und aus ihren Ergebnissen einen Bericht erstellen. Daraus könnte man dann ableiten, an welchen Stellen die Gemeinde zuerst tätig werden müsse. Durch punktuelle Sanierungen könne man teure Komplettsanierungen vermeiden, sagte Fottner. Sein Zeitplan, zweimal im Monat zu gehen und das drei Jahre lang, erschien den Gemeinderäten dann aber doch etwas zu ehrgeizig. Sie wollen die Begehungen nun vorerst einmal im Monat machen.

Solarzellen und Kirche

10.06.2014


Ein energieneutrales Estenfeld
Gemeinde will Einsparpotenziale ausschöpfen

Die Gemeinde Estenfeld hat eine Vorreiterrolle bei der Energiewende übernommen. Sie will „energieneutral“ werden — das heißt, sie sucht nach Wegen, um selbst so viel Energie zu erzeugen, wie sie verbraucht. Um das zu erreichen und um Einsparmöglichkeiten zu ermitteln, wird derzeit ein Energiekonzept erarbeitet. Als eine von 14 Kommunen in Unterfranken erhält Estenfeld dafür eine Förderung vom Amt für Ländliche Entwicklung. In der Gemeinderatssitzung stellte Andrea Henneberger vom Ingenieurbüro Roos Geo Consult (Würzburg) den gegenwärtigen Stand des Projekts vor. Am Anfang stand demnach die Erfassung der energetischen Infrastruktur im Ort. Das Erfreuliche: 71 Prozent der Bürger nutzen bereits regenerative Energieträger. Allerdings ist das Potenzial bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Ein Beispiel: Im gesamten Dorf stehen noch etwa 100000 Quadratmeter an Dachflächen zur Verfügung, die für Solaranlagen nutzbar wären. Die Hälfte der Flächen befindet sich auf privaten Wohngebäuden. Mit der Energie, die dadurch erzeugbar wäre, könnten rund 2000 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden, rechnete Henneberger vor.
Auch bei den gemeindeeigenen Gebäuden sieht Henneberger noch jede Menge Spielraum zum Sparen. Insgesamt wurden in den Jahren 2012/13 etwa 413000 Kilowattstunden (kWh) Strom und 1,08 Millionen kWh Gas verbraucht. Spitzenreiter sind die Schule, das Rathaus und die Weiße Mühle. Hier könne man vieles zum Besseren wenden, sagte Henneberger.
Als nächsten Schritt im straffen Zeitplan will das Büro die Energieverbräuche der Haushalte und Gewerbebetriebe erfragen. Diese sollen dann — zusammen mit den bereits erfassten Ergebnissen — dazu hergenommen werden, eine Energiesparpotenzial-Analyse für den ganzen Ort zu erstellen. Sobald das Konzept fertig entwickelt ist, soll es vorgestellt werden. Es dient als Planungshilfe, ist jedoch nicht zwingend für die Haushalte. Der Gemeinderat will bis spätestens Oktober darüber entscheiden.
Erst danach geht es an die Detailplanung. Energiemanagerin Stefanie Thomuscheit vom Amt für Ländliche Entwicklung riet den Gemeinderäten aber, in jedem Fall ein griffiges Konzept zu verabschieden. Es sollten konkrete Handlungsoptionen dargestellt werden, „damit klar ist, wie es für die Gemeinde weitergeht“.

Kiga St. Michael Estenfeld

10.06.2014


Besserer Brandschutz im Kindergarten

Im Estenfelder Kindergarten St. Michael soll der Brandschutz verbessert werden. Deshalb hat sich der Trägerverein an die Gemeinde gewandt — mit der Bitte, sich an den Gesamtkosten von 36860 Euro zu beteiligen. Auch die Diözese Würzburg ist zu einem Zuschuss bereit — allerdings nur, wenn die Gemeinde zwei Drittel der Gesamtkosten übernimmt. So war das vor einigen Jahren grundsätzlich vereinbart worden. In ihrer Sitzung stimmten die Gemeinderäte für eine Beteiligung in dieser Höhe. Somit trägt die Gemeinde nun 66,66 Prozent, die Diözese 20 Prozent und der Trägerverein 13,34 Prozent.

Verkehrsschild

10.06.2014


Kein weiterer Nahversorger in Estenfeld

Schon der „alte“ Gemeinderat hatte etwas dagegen, der „neue“ sah es in seiner Sitzung genauso: Am Kreisverkehr am Ostring in Richtung Kürnach wird es keinen Nahversorgungsmarkt geben. Die Firma Kutter (Memmingen), die der Bauherr des Projekts sein wollte, hatte am 21. Mai eine erneute Anfrage an die Gemeinde Estenfeld gerichtet. Dabei hatte sie wohl darauf spekuliert, dass der neu gewählte Gemeinderat den Plänen offener gegenüberstehen würde. Doch dem war nicht so: Erstens sehen die Räte das Dorf ausreichend versorgt, zweitens wollen sie die innerörtliche Versorgung durch die Ansiedlung eines weiteren Anbieters nicht gefährden.

Geld

10.06.2014


Wie viel Geld bekommen die Bürgermeister?

In der Sitzung des Estenfelder Gemeinderats informierte Bürgermeisterin Rosi Schraud das Gremium über die Höhe ihrer Besoldung und Aufwandsentschädigung. Demnach ist sie in Besoldungsgruppe A15 / Endstufe (5830,78 Euro brutto) eingruppiert. Die Dienstaufwandsentschädigung beträgt seit 1. Mai 400 Euro monatlich, hinzu kommt eine Fahrtkostenpauschale von 250 Euro monatlich. Die Entschädigung für den Zweiten Bürgermeister Joachim Sadler wurde auf 322,09 Euro pro Monat festgesetzt. Dritter Bürgermeister Gerhard Knorz bekommt 186,58 Euro monatliche Entschädigung. Wenn Sadler oder Knorz für die Bürgermeisterin einspringen, bekommen sie für jeden Tag ihrer Vertretung ab dem ersten Tag eine Entschädigung in Höhe von einem Dreißigstel der Vergütung gemäß dem Kommunalen Wahlbeamtengesetz für Bürgermeister auf Zeit nach der Besoldungsgruppe A14 / Endstufe (5164,46 Euro brutto). Das entspricht 172,15 Euro pro Tag.

Kanaldeckel

10.06.2014


Kanaldeckel werden repariert

Etwa 30 Kanaldeckel bereiten dem Bauhof der Gemeinde Sorgen. Der Grund: Sie liegen entweder zu hoch bzw. zu tief oder sind stark beschädigt. In der Sitzung des Gemeinderats sagte Bauhofleiter Jürgen Fottner, die Mitarbeiter des Bauhofs seien derzeit voll ausgelastet und könnten daher die Mängel nicht so schnell beseitigen wie nötig. Daher beschloss der Gemeinderat, eine externe Firma mit der Erledigung zu beauftragen. Das Ganze wird ungefähr 11000 Euro brutto kosten.

Mittelschule Estenfeld

10.06.2014


Neue Heizungspumpe für die Schule

Die zehn Jahre alte Heizungspumpe in der Estenfelder Schule wird ausgetauscht. In seiner Sitzung beschloss der Gemeinderat, ein Angebot der Firma Benak (Rimpar) über rund 2750 Euro brutto anzunehmen. Zuletzt hatte die alte Pumpe, die aufgrund der sommerlichen Temperaturen längst abgestellt ist, immer wieder Kurzschlüsse in der Hauptstromversorgung ausgelöst. Dadurch kann es zu massiven Schäden an teuren Geräten wie Whiteboards, PC und Großkopierern oder gar zu Kabelbränden kommen. Der Austausch der Pumpe wird im Zuge der Toilettensanierung in den Sommerferien vorgenommen.

Fiat

10.06.2014


Fiat hat seinen Dienst getan

15 Jahre alt ist der Fiat-Kastenwagen, der in Diensten des Estenfelder Bauhofs steht. Es sei höchste Zeit, ein neues Fahrzeug anzuschaffen, sagte Bauhofleiter Jürgen Fottner in der Sitzung des Gemeinderats. Er legte den Räten ein Angebot vor, was der Kauf eines VW Caddy kosten würde: Mit entsprechender Ausstattung wären es etwa 19500 Euro. Alternativ gäbe es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug zu leasen. Dass ein Nachfolge-Auto her muss, darüber waren sich die Gemeinderäte einig. Allerdings baten sie Fottner, noch andere Angebote auf Leasing-Basis einzuholen. Das wirtschaftlich günstigste Fahrzeug wird dann genommen.

10.06.2014


Bei Bedarf auf Experten setzen

Um bei künftigen Baumaßnahmen qualifizierte Planer an der Seite zu haben, will die Gemeinde bei Bedarf mit drei Büros zusammenarbeiten. Für den Bereich Architektur kann das Büro dold + versbach aus Giebelstadt, für die Tragwerksplanung das Büro Krafft + Franz aus Würzburg und für die technische Gebäudeausrüstung das Büro Walter Sattes aus Seinsheim herangezogen werden. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung so beschlossen.
Bauamtsmitarbeiterin Lisa Krein sagte, einige Maßnahmen der vergangenen Monate (z. B. AWO-Heim/Weiße Mühle/Toilettensanierung in der Grundschule) hätten deutlich gemacht, dass es auch beim Hochbau von Vorteil sei, wenn man als Gemeinde Experten zu Rate ziehen könne. Daher hatte Krein bei Büros, mit denen sich die Zusammenarbeit bewährt hat, nach den Stundensätzen solcher Planer gefragt. Die Angebote seien „angemessen und nachvollziehbar“, sagte sie.
Wann so eine Leistung tatsächlich in Anspruch genommen wird, entscheidet der Gemeinderat im Einzelfall. Eine Verpflichtung, mit einem dieser Büros auch bei größeren Maßnahmen zusammenzuarbeiten, entsteht der Gemeinde nicht.

10.06.2014


Bäume und Spielplätze sollen digital erfasst werden


Die Gemeinde will ihrer Sicherungspflicht bei Bäumen und Spielplätzen künftig noch besser nachkommen. Zu diesem Zweck wird sie ihr Geographisches Informationssystem (GIS) um zwei Module erweitern. Kosten: jeweils 1000 Euro brutto. Mit den Modulen kann ein Verzeichnis angelegt werden, in dem sämtliche Bäume und Spielplätze im Ort sowie ihr Zustand digital erfasst sind.
Wer die Daten aufnimmt, ist noch nicht geklärt. Die Kosten für die Registrierung und Überprüfung von 2000 Einzelbäumen lägen bei schätzungsweise 15000 bis 20000 Euro brutto, für die Kontrolle von zehn Spielgeräten würden 3000 bis 5000 Euro brutto fällig. Derzeit werden mit dem GIS-Programm die digitale Flurkarte der Gemeinde sowie Lage und Zustand der Kanäle und Wasserleitungen dargestellt.

10.06.2014

Mehr Sicherheit bei Kanalarbeiten


Die neuen Unfallverhütungsvorschriften schreiben vor, dass bei Kanalarbeiten eine Personensicherung zwingend notwendig ist. Dafür benötigt der Bauhof der Gemeinde Estenfeld einen Rollendreibaum, der von einem Kollegen außerhalb des Kanals bedient und überwacht wird. Das Einsteigen eines zweiten Monteurs ist nicht erlaubt. Die Gemeinderäte waren sich in ihrer Sitzung einig, dass hier rasches Handeln geboten sei. Deshalb beauftragten sie die Verwaltung, sich um entsprechende Angebote zu kümmern. Zu rechnen ist mit Kosten in Höhe von etwa 3500 Euro.

10.06.2014

Neue Abflüsse für Regenüberlaufbecken


Die vier Regenüberlaufbecken der Gemeinde bekommen noch im Laufe des Monats Juni neue Drosselabflüsse. Der Gemeinderat vergab dafür in seiner Sitzung zwei Aufträge: Die Firma UFT tauscht die Anschlüsse an den Becken „Brühl“ und „Eichelein“ aus (für 3867,50 Euro brutto), die Firma APA ist für die Arbeiten an den Becken „Am Triebweg“ und „Weiße Mühle“ zuständig (für 2145,33 Euro brutto).

10.06.2014


Aufkleber wieder besser lesbar


Alle Fahrzeuge des gemeindlichen Bauhofs bekommen eine neue, wetterfeste Folienbeschriftung. Den Zuschlag erteilte der Gemeinderat in seiner Sitzung der Firma Jörg Ambrosius (Gemünden), die dies für 418,29 Euro brutto erledigt. Damit ist sie mehr als doppelt so günstig wie der zweite Anbieter. Bauhofleiter Jürgen Fottner sagte, die alten Aufkleber seien ausgerissen oder verblasst und somit nur noch schlecht lesbar. Dabei sei die Beschriftung ein „Aushängeschild“ für die Gemeinde und den Bauhof.

Malteser-Auto

22.06.2014


Neuzugang vom Nürburgring
Malteser stellen modernen Rettungswagen in Dienst

Woher der neue Rettungswagen der Estenfelder Malteser stammt, ist an einer Stelle gut zu erkennen: An der rechten Hecktüre befindet sich ein Aufkleber, der den Nürburgring zeigt. Auf der berühmten Rennstrecke war der weiße Mercedes-Benz Sprinter häufig im Einsatz. Er gehörte den Maltesern in Hasborn, einem kleinen Ort in der Eifel. Eines Tages mussten die Hasborner sich jedoch eingestehen, dass sie den Dienst am Nürburgring mit ihrem Personal nicht mehr leisten können. Ihr Fahrzeug, Baujahr 2006, wurde von den Maltesern in Wittlich übernommen — wo es jedoch hauptsächlich in der Garage stand. Der Zufall wollte es, dass Christiane Witkovsky von den Estenfelder Maltesern bei einem Führungskräfte-Seminar in Ehreshoven (Nordrhein-Westfalen) mit einem Kollegen aus Wittlich ins Gespräch kam. Er erzählte ihr von dem überzähligen Fahrzeug und weckte damit Witkovskys Interesse.
Die Estenfelder waren nämlich auf der Suche nach einem Nachfolger für ihren alten Mercedes-Benz T 1, der schon 25 Jahre alt und 260000 Kilometer gefahren war. „Ihn noch einmal in Schuss zu bringen, wäre einfach zu teuer gewesen“, sagt Malteser-Ortsbeauftragter Klaus Will. So fragte der Ortsverband bei der Gemeinde Estenfeld an, ob sie sich an den rund 10000 Euro beteiligen würde, die der Wagen aus Wittlich kosten sollte. Die Gemeinde, damals noch unter Führung von Bürgermeister Michael Weber, sagte zu — und zur großen Freude der Malteser wollte sie nicht nur einen Teil der Kosten übernehmen, sondern die komplette Summe.
Nachdem Pfarrer Matthias Karwath das Fahrzeug nun nach dem sonntäglichen Gottesdienst gesegnet hatte, bedankte sich Will bei der Gemeinde noch einmal herzlich für die großzügige Unterstützung.
Der moderne Rettungswagen hat etwa 80000 Kilometer auf dem Zähler stehen — das ist extrem wenig für ein acht Jahre altes Auto. Will hofft daher, dass der Neuzugang den Maltesern die nächsten 20 Jahre erhalten bleibt. Der Sprinter wird Einsätze der Helfer vor Ort (HvO) und der Schnelleinsatzgruppe (SEG) fahren. Der Estenfelder Ortsverband hat in seinem Fuhrpark somit zwei Rettungswagen, einen Vier-Tragen-Krankentransportwagen, einen Kleinbus und einen Lastwagen.
Die Tage des alten Rettungswagens sind aber auch nach all den Jahren noch nicht gezählt. Beim jüngsten Hilfstransport der Estenfelder Malteser nach Litauen, dem bereits 33., wurde der Mercedes als „Überraschungsgeschenk“ mitgenommen und am 19. Mai übergeben. Seither tut er in der Hauptstadt Vilnius gute Dienste. „Damit ist er der erste Malteser-Rettungswagen in ganz Litauen“, sagt Will.

Kreisverkehr

27.06.2014


Der Verkehr läuft rund
Neuer Kreisel erschließt Gewerbeflächen von Estenfeld und Kürnach

Estenfeld und Kürnach wird ja immer eine gewisse Rivalität nachgesagt. Das mag bis zu einem gewissen Grad stimmen, aber die beiden Nachbargemeinden können auch sehr gut miteinander. Aktuellstes Beispiel: der interkommunale Kreisverkehr, der die Gewerbeflächen an der B 19 und der A 7 erschließt. Jetzt wurde er im Beisein zahlreicher Bürger offiziell freigegeben. „Der Verkehr läuft rund, wenn er durch einen Kreisel geleitet wird“, sagte Estenfelds Bürgermeisterin Rosi Schraud. Mit diesem Wortspiel unterstrich sie, dass beide Gemeinden die gewählte Erschließungsvariante für die richtige halten. Ein Kreisel entspreche dem, „was wir von einer modernen Verkehrsführung erwarten“. Er erhalte den Verkehrsfluss und sorge gleichzeitig für Sicherheit.
365000 Euro haben die Planung und der Bau des Kreisverkehrs gekostet. 53,49 Prozent davon hat die Gemeinde Estenfeld finanziert, die restlichen 46,51 Prozent haben die Kürnacher übernommen. „An diesen Zahlen wird deutlich, dass es ein hartes Ringen um jedes Zehntelprozent war“, sagte Schraud. Nichtsdestotrotz habe man in guter und konstruktiver Zusammenarbeit eine Lösung gefunden, die Vorteile für beide Kommunen bringe.
Jeweils zwölf Hektar an neuen Gewerbeflächen sind auf beiden Seiten hinzugekommen. Auf Estenfelder Gemarkung haben sich bereits die High-Tech-Firma eResearch Technology (ERT) und der Autobauer Porsche angesiedelt. Weitere Unternehmen werden folgen und dafür sorgen, dass sich das interkommunale Gewerbegebiet „zu einem wichtigen Industrie- und Dienstleistungsstandort entwickelt“, freute sich Schraud.
Ihr Kürnacher Amtskollege Thomas Eberth stellte ebenfalls die Bedeutung des Gewerbegebiets heraus. Es sei „ein weiterer Meilenstein in der Entwicklungsachse Würzburg/Schweinfurt“. Eberth sagte, mit der Übergabe gehe ein intensiver Arbeitsprozess zu Ende. Um dies zu verdeutlichen, zeichnete er den langen Weg vom Grundsatzbeschluss bis zur Gegenwart nach. Damals, im Jahr 2000, konnte niemand erahnen, wie kompliziert die Umsetzung sein würde. Spuren einer bandkeramischen Siedlung aus der Jungsteinzeit wurden gefunden, geschützte Feldhamster mussten umgesiedelt werden. Jetzt aber sei man am Ziel, sagte Eberth zufrieden und er zitierte den Schweizer Theologen Walter Ludin: „Endet die Reise, beginnt das Angekommensein.“
In Sachen Pathos setzte der frühere Kürnacher Bürgermeister und jetzige Landtagsabgeordnete Manfred Ländner noch eins drauf: In seiner amüsanten Rede sprach er von einem „Kreisel der Zuneigung und Liebe zwischen Estenfeld und Kürnach“. Ein Raunen in den Reihen der Zuhörer war die Folge — doch so schelmisch wie Ländner grinste, hatte er nichts anderes erwartet.
Die Lacher auf seiner Seite hatte auch Heinz Joachim Rehbein vom Ingenieurbüro Auktor, das den Kreisverkehr geplant und verwirklicht hat. Rehbein hatte eine interessante Rechnung aufgestellt: Der Kreisel hat einen Umfang von 120 Metern. Wenn man ihn also 38-mal umrundet, kommt man auf 4560 Meter — und das ist genau so lang wie die Formel-1-Rennstrecke am Hockenheimring.
Zum Abschluss dankte Estenfelds Bürgermeisterin Schraud den Feuerwehren aus Estenfeld und Kürnach für die Bewirtung, den Bauhofmitarbeitern aus Estenfeld und Kürnach für die Vorbereitung und dem Musikverein Estenfeld für die musikalische Gestaltung.

Letzte Änderung: 08.09.2014 20:49 Uhr