Juli 2014

Raser

15.07.2014


Polizei will Raser stoppen

In der Würzburger Straße in Estenfeld werden künftig regelmäßige Verkehrskontrollen stattfinden. Das hat Bürgermeisterin Rosi Schraud dem Gemeinderat in dessen Sitzung mitgeteilt. Den Anstoß dazu hatten Anwohner der stark befahrenen Straße gegeben. Sie hatten sich bei der Gemeinde über Raser und andere rücksichtslose Autofahrer — besonders in der Nacht — beschwert, genau wie über den Lkw-Verkehr. Daraufhin hat die Verwaltung das Polizeipräsidium Unterfranken angeschrieben. Dieses hat nun die Polizeiinspektion Würzburg-Land darum gebeten, die Situation in der Würzburger Straße zu überprüfen und eine „geeignete Verkehrsüberwachung“ durchzuführen.

Schrottplatz

15.07.2014


Wohnungen statt alte Autos

Noch stehen auf dem Grundstück ausrangierte Autos herum, doch das wird sich bald ändern: In der Würzburger Straße 34 (neben dem Autohaus Schlereth) entsteht bald ein großes Mehrfamilienhaus, in dem zwölf Wohneinheiten Platz finden sollen. Den entsprechenden Bauantrag hat der Estenfelder Gemeinderat in seiner Sitzung genehmigt. Um das Gebäude herum werden 22 Autostellplätze geschaffen, die ausschließlich von der Würzburger Straße aus erreichbar sein werden. Das Grundstück ist 1279 Quadratmeter groß, 418 Quadratmeter sollen verbaut werden. Der Bauwerber hat vor, noch eine gemeindeeigene Fläche von etwa 70 Quadratmetern dazuzukaufen. Es handelt sich dabei um die Böschung zwischen dem Baugrundstück und der Würzburger Straße. Im Jahr 1994 hatte der Gemeinderat für die Fläche bereits ein Wohnhaus samt Büro genehmigt, aus dem Vorhaben wurde dann jedoch nichts. Im Gegensatz zur damaligen Planung soll das jetzt vorgesehene Gebäude ein Flachdach bekommen, die Gesamthöhe fällt dadurch etwas niedriger aus.

Baugebiet Triebweg III

15.07.2014


Bebauungsplan am „Triebweg III“ wird nicht geändert

Beim Bauamt der Gemeinde Estenfeld gehen in letzter Zeit immer wieder Anfragen von Bauwerbern ein, die das neue Baugebiet „Triebweg III“ betreffen. Die Interessenten fordern häufig, die Verwaltung möge sie von den Festsetzungen des geltenden Bebauungsplans befreien. Ihr Ziel ist es, mehr Gestaltungsfreiheit beim Hausbau zu haben. Die Gemeinde hat zwei Möglichkeiten, wie sie am „Triebweg III“ weiter verfahren kann — entweder sie ändert den Bebauungsplan oder sie entscheidet von Fall zu Fall neu über eine mögliche Befreiung. In ihrer Sitzung favorisierten die Gemeinderäte letztere Variante. Ihr Argument: So würden sie die Gestaltungswünsche bei der Bebauung besser abwägen können.

15.07.2014


Parcours für junge Mountainbiker?

Mit einem sehr speziellen Wunsch sind mehrere Kinder Anfang Juni ins Estenfelder Rathaus gekommen: Sie hätten gerne, dass die Gemeinde Estenfeld einen Mountainbike-Parcours errichtet, damit sie dort trainieren können. Als sich der Gemeinderat mit ihrem Antrag beschäftigte, waren die Kinder in Begleitung von Eltern ebenfalls erschienen. So schnell wird aus der ersehnten Strecke jedoch nichts: Denn wenn die Gemeinde einen Parcours errichten und betreiben würde, müsste sie dort auch die volle Haftung übernehmen — und genau das hält sie für problematisch. Anders sähe es aus, wenn die verantwortlichen Erwachsenen, die hinter dem Mountainbike-Projekt stehen, sich selbst um Betrieb und Aufsicht kümmern. Deshalb empfahlen die Gemeinderäte ihnen, über eine Vereinsgründung nachzudenken. Wenn die Frage des Versicherungsschutzes geklärt ist, will sich der Sport- und Kulturausschuss intensiver mit der Idee beschäftigen. Gemeinsam mit dem möglichen neuen Verein könnte dann auch nach einem geeigneten Grundstück gesucht werden.

Hamster

15.07.2014


Feldhamster-Umsiedlung: Entwicklungsziel erfüllt
Nagetiere fühlen sich in ihrem neuen Lebensraum sehr wohl

Früher kamen die Feldhamster in der Landschaft relativ häufig vor — heute ist das ganz anders: Die kleinen Nager sind in ihrem Bestand stark bedroht und deshalb per Gesetz streng geschützt. Eine EU-Richtlinie regelt, dass die Lebensräume der Tiere nicht zerstört werden dürfen. An und für sich eine gute Sache — doch manche Kommunen stellt das vor große Probleme. Ein Beispiel ist das Gewerbegebiet von Estenfeld an der A 7. Bevor dort gebaut werden durfte, mussten erst die im Erdreich lebenden Hamster gefangen und dann auf geeignete Ausgleichsflächen umgesiedelt werden.
Die Gemeinde Estenfeld war damit aber noch nicht von ihren Pflichten entbunden. Sie musste den Nachweis erbringen, dass sich die Tiere in ihrem neuen Lebensraum auch wohl fühlen und gut entwickeln. Zu diesem Zweck hatte sie das Würzburger Planungsbüro Fabion beauftragt, die Population auf der Umsiedlungsfläche zu untersuchen — „Feldhamster-Monitoring“ nennt sich diese Maßnahme. In der Sitzung des Gemeinderats stellte Projektleiterin Carola Rein die wichtigsten Ergebnisse vor — und sie hatte eine erfreuliche Nachricht zu überbringen: „Das Entwicklungsziel ist erfüllt.“
Um den Nagern ideale Lebensbedingungen zu ermöglichen, wurde auf der Ausgleichsfläche im vergangenen Jahr die so genannte „feldhamsterfördernde Bewirtschaftung“ eingeführt. Das bedeutet: Die Landwirte ließen mehrere Meter breite Getreidestreifen unbeerntet stehen. Dies bot Nahrung und Deckung, bis sich die Feldhamster im Oktober für den Winterschlaf unter die Erde zurückzogen. Erst danach wurden die Streifen umgebrochen. Die Folge dieser Vorgehensweise: „Wir haben dort bereits nach dem ersten Jahr eine sehr hohe Bestandsdichte“, sagte Rein.
Durch den „Umzug“ der Feldhamster ist die Gemeinde jedoch nicht davor gefeit, dass sich andere Artgenossen wieder auf Flächen ansiedeln, die bald bebaut werden sollen. Sollte das der Fall sein, wäre ein abermaliger Eingriff erforderlich, erklärte die Projektleiterin. Sie werde die Baufelder weiter beobachten und — wenn nötig — Ende August eine neuerliche Umsiedlung durchführen.

Kinderkrippe

15.07.2014


Gemeinderäte spendeten für Kinderkrippe

Wenn ihre Sitzungen vorüber sind, sitzen die Gemeinderäte hin und wieder in Estenfelder Gaststätten beisammen, um auch einmal über andere Dinge zu reden als immer nur über Politik. Bei diesen Runden kam nach und nach etwas Geld zusammen, das kürzlich an die Kinderkrippe „Farbenklecks“ gespendet wurde. Von den 110 Euro haben die Erzieherinnen Spielzeuglaster und -bagger gekauft, mit denen die Kleinen eine Menge Spaß haben. Ganz schnell wird der Sandkasten so zur Abenteuer-Baustelle. In einem Brief hat sich die Kinderkrippe jetzt ganz herzlich bei den Gemeinderäten für die Spende bedankt.

15.07.2014


Lebensmittelmarkt: Nächste Anfrage, nächste Absage

Die letzte Anfrage ist erst wenige Wochen her — nun hat sich das nächste Unternehmen an die Gemeinde Estenfeld gewandt und sein Interesse angemeldet, im Ort einen Nahversorgungsmarkt zu errichten. Bürgermeisterin Rosi Schraud unterrichtete die Gemeinderäte darüber in der Sitzung. Deren Meinung dazu hat sich in dieser kurzen Zeit nicht geändert: Estenfeld ist ausreichend versorgt und braucht nicht noch einen Lebensmittelladen.

Planstraße

15.07.2014


Feinschicht für die Straße zum Saunagarten

Auf der so genannten „Planstraße C“, die vom Estenfelder Gewerbegebiet an der A 7 zum Saunagarten führt, wird eine Asphaltdeckschicht aufgebracht. Insgesamt geht es dabei um eine Fläche von etwa 2250 Quadratmetern. Bürgermeisterin Rosi Schraud sagte in der Sitzung des Gemeinderats, das Ingenieurbüro Auktor habe die Kosten dafür errechnet. Demnach müsste die Gemeinde Estenfeld ungefähr 29000 Euro brutto bezahlen. Die Gemeinderäte stimmten zu, da es laut Fachleuten am wirtschaftlichsten ist, die Arbeiten sofort zu erledigen.

Schild Mühlhausen

15.07.2014


Mit dem Kleinbus zum Kindergarten und zurück

Die Firma Burlein wird die Kindergartenkinder aus Mühlhausen auch im kommenden Kindergartenjahr 2014/15 täglich mit einem Kleinbus nach Estenfeld bringen und dort später wieder abholen. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat den Auftrag an das Unternehmen vergeben. Im nächsten Jahr werden nach Angaben des Kindergartens St. Elisabeth vier Kinder aus Mühlhausen in Estenfeld betreut. Ihr Transport wird genauso viel kosten wie bisher: 28 Euro netto pro Fahrtag mit Hin- und Rückfahrt. Das Angebot gilt allerdings nur während der Schulzeit. In den Ferien müssen sich die Eltern selbst um den Transfer kümmern, weil die Fahrerin mit ihrem Kleinbus dann nicht zur Verfügung steht.

Historische Funde

15.07.2014


Archäologische Funde: Gemeinde stimmt Schenkung zu

Bei der Erschließung des Gewerbegebiets an der A 7 wurden umfangreiche Siedlungskomplexe aus der Jungsteinzeit entdeckt. Der Großteil der archäologischen Funde (Keramikscherben, Tierknochen, Teile von Steinwerkzeugen usw.) hat jedoch keinen oder nur einen sehr geringen materiellen Wert. Insgesamt kamen 501 Stücke zusammen, die auf 23 Lagerboxen verteilt wurden. Um alles wissenschaftlich untersuchen und — wo es sinnvoll erscheint — sachgerecht restaurieren zu können, hat das Bayerische Amt für Denkmalpflege die Gemeinde Estenfeld als Eigentümerin gebeten, die Funde dem Freistaat Bayern zu schenken. Diesen Wunsch gab Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Sitzung an die Gemeinderäte weiter. Es herrschte Einigkeit, das komplette „Sammelsurium“ der Archäologischen Staatssammlung München zu überlassen.

Autobahnschild

15.07.2014


Werbeturm an der Autobahn abgelehnt

An der A 7 wird auf Estenfelder Gemarkung kein Autobahn-Werbeturm entstehen. Ein Unternehmen hatte sich kürzlich an die Gemeinde gewandt und mitgeteilt, dass es nach einem geeigneten Grundstück suche, auf dem es diesen Turm errichten kann. Die Gemeinderäte waren sich in ihrer Sitzung einig, dass eine solche Form der Werbung nicht in das Landschaftsbild passe — auch nicht an der Autobahn. Daher wurde die Anfrage einstimmig abgelehnt.

Kirchen-Montage

15.07.2014


Gemeinde trägt Baulast für Kirchen
Gutachten schafft Klarheit — Sachverhalt beim

Pfarrhaus wird genauer geprüft

Es hat fast eineinhalb Jahre gedauert, bis Dr. Johannes Mierau das von der Gemeinde Estenfeld in Auftrag gegebene Gutachten fertig hatte — doch dafür hatte der Rechtsanwalt gute Gründe. Um herauszufinden, wie es sich mit der Baulast für die alte und die neue St.-Mauritius-Kirche verhält, musste Mierau viel Zeit in Archiven verbringen und unzählige Akten wälzen. „Historisch sehr interessant“ sei das gewesen, sagte der Würzburger Jurist, als er in der Sitzung des Gemeinderats die Ergebnisse seiner Nachforschungen zusammenfasste.
Das Wichtigste: Bei beiden Kirchen kommt die Gemeinde aus ihrer Baulastverpflichtung nicht heraus. Im Grundbuch für das Grundstück, auf dem die alte Kirche steht, ist die Gemeinde als Eigentümerin eingetragen. Die Baulast könnte sie nur loswerden, wenn sie das Grundstück verkaufen würde.
Der zweite Fall ist ebenfalls eindeutig: In den 1920er Jahren hat sich die Gemeinde schriftlich bereit erklärt, auch für die neue Kirche die Baulastverpflichtung zu übernehmen. Was für die alte Kirche galt, sollte bei der neuen genauso sein.
Beim Pfarrhaus verhält es sich etwas anders: Die Gemeinde hat zwar 1952 beschlossen, die Baulast zu tragen — allerdings gibt es keinen Grundbucheintrag, der die Übernahme auf ewige Zeit festschreibt. Da der aktuelle Gemeinderat dadurch eine Chance sieht, sich von der finanziellen Verpflichtung für das Pfarrhaus zu befreien, bat er Rechtsanwalt Mierau darum, den Sachverhalt näher zu überprüfen. Der Wunsch nach einer abschließenden Rechtsklärung wurde jedoch nicht vom gesamten Gremium unterstützt: Es gab vier Gegenstimmen.

15.07.2014


Weiße Mühle: Stromabsicherung wird erhöht

Die Gastro-Küche der Weißen Mühle wurde kürzlich mit einem neuen Herdblock ausgestattet. Dadurch wird es nötig, die Stromabsicherung auf 300 Ampere zu erhöhen. In seiner Sitzung hat der Estenfelder Gemeinderat daher beschlossen, ein Angebot der Mainfranken Netze GmbH (MFN) über rund 100 Euro brutto anzunehmen. Durch die höhere Absicherung wird auch verhindert, dass es bei einem Parallelbetrieb von Restaurant und Mehrzweckhalle zu einer Überlastung im Stromnetz kommt.

Kürnach

15.07.2014


Lebensader der Landschaft
Kürnach soll als natürlicher Raum erhalten werden

18 Kilometer lang ist die Kürnach. Sie entspringt am Schwarzen Brunn auf Kürnacher Gemarkung und fließt dann, gespeist durch zahlreiche kleine Zuflüsse, durch Kürnach und Estenfeld bis nach Würzburg. Dort vereint sie sich mit der Pleichach, die schließlich in den Main mündet.
Den Gemeinden Estenfeld und Kürnach ist es wichtig, „ihren“ Bach als natürlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu erhalten. Außerdem sollen sich entlang des Gewässers auch in Zukunft alle Menschen wohl fühlen, die dort gerne spazieren gehen, wandern, joggen oder Rad fahren. Deshalb hatten beide Kommunen vor zwei Jahren einen Antrag gestellt, um Fördergelder für ein Gewässerentwicklungskonzept zu bekommen. Der positive Bescheid ging im Herbst 2012 ein, daraufhin wurde das Würzburger Umweltbüro Fabion beauftragt, das Konzept zu erstellen.
In der Sitzung des Estenfelder Gemeinderats präsentierte Carola Rein, Mitarbeiterin des Büros, nun ein 21-seitiges Dokument zur Kürnach. Die darin enthaltenen Ergebnisse seien nicht bindend, aber die „fachliche Basis für weitere Maßnahmen“, sagte sie. Zugleich sei das Konzept die Voraussetzung für eine optimale finanzielle Förderung und es diene dazu, die Europäische Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen.
Aus gewässerökologischer Sicht hat die Kürnach „zentrale Defizite“, erklärte Rein. Der Bach sei größtenteils begradigt oder verlaufe unterirdisch, es mangele an auetypischen Biotopen und an mehreren Stellen gerate das Fließgewässer durch Aufstauungen ins Stocken. Es sei daher geboten, die Uferverbauung zu reduzieren, den Bach an manchen Stellen aufzuweiten und wieder mehr Eigendynamik zuzulassen. Der Bach brauche Raum, um sich zu entfalten — nur so könne er die „Lebensader der Landschaft“ sein, sagte Rein.
Die Kopfweiden, die entlang des Baches stehen, müssen laut der Expertin besser gepflegt werden. Dafür sollten Gehölze, die dort wild gewachsen sind, schleunigst entfernt werden. Gleiches gelte für Ablagerungen, die leider immer wieder zu finden seien.
Hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten bestehen nach den Worten Reins im Bereich zwischen der Weißen Mühle und dem Lengfelder See sowie am Nägeleinsbach. So heißt der kleine Bach, der an der Brücke vor der Weißen Mühle in die Kürnach fließt.

15.07.2014


Glücklicher Neubürger denkt ans Gemeinwohl


Solche Neubürger hat die Gemeinde Estenfeld besonders gerne: Weil er sich über die unproblematische Abwicklung beim Bau seines Hauses so gefreut hat, hat ein Mann sich jetzt auf ungewöhnliche Weise erkenntlich gezeigt. Er spendete den Zuschuss, den die Gemeinde ihm für eine Zisterne gewährt hatte, für einen gemeinnützigen Zweck. Bürgermeisterin Rosi Schraud bedankte sich in der Sitzung des Gemeinderats nochmals dafür und kündigte an, dass das Geld für eine Ruhebank oder Ruheliege verwendet werde.

15.07.2014


Neuer Anhänger für die „Siebener“


„Das Unterstützungskommando des Vermessungsamtes“ - so nannte Albin Wolz die Estenfelder Feldgeschworenen in der Gemeinderatssitzung mit einem Augenzwinkern. Der CSU-Fraktionssprecher trug an seine Ratskollegen ein Anliegen der „Siebener“ heran, die für ihre Arbeit in der Estenfelder Flur einen neuen Kfz-Anhänger mit Hochplane brauchen. Der Gemeinderat sah die Notwendigkeit der Anschaffung und sicherte zu, den Anhänger vom Typ Stema Opti zu finanzieren. Kosten: 599 Euro brutto.

Bauplatz

15.07.2014


Wohngebiet ohne Bebauungsplan
Gemeinde zieht Experten zu Rate

Das Vorhaben ist nicht neu: Auf dem Grundstück an der Ecke Konrad-Adenauer-Straße/St.-Bruno-Straße möchte ein Bauherr zwei Dreifamilienhäuser errichten. Das Grundstück gehörte früher einem Mann, der inzwischen ins Estenfelder Seniorenzentrum gezogen ist. Das alte Haus, in dem er einst wohnte, wurde vor Kurzem abgerissen. Noch wurde mit dem Neubau nicht begonnen — aber nach seiner Fertigstellung würde der Gebäudekomplex aufgrund seiner Größe das Erscheinungsbild im Eingangsbereich der St.-Bruno-Straße deutlich verändern.
Weil es für das betroffene Wohngebiet keinen Bebauungsplan gibt, haben sich Anlieger an die Gemeinde Estenfeld gewandt. Ihre Bitte: Die Gemeinderäte sollten Rahmenbedingungen schaffen, die eine derartige Bebauung künftig verhindern. Denn weil die meisten Grundstücke in dem Wohngebiet ähnlich groß sind wie das an der Ecke Konrad-Adenauer-Straße/St.-Bruno-Straße, könnten bei einem Abriss der alten Häuser praktisch überall deutlich größere „Nachfolger“ entstehen. Das würde die Wohnqualität der Nachbarn mindern.
So verständlich der Wunsch der Anlieger ist — der Gemeinderat kann nicht so einfach darüber entscheiden. Denn er muss auch auf die Rechtsansprüche der Eigentümer achten. Die Erben von Grundstücken könnten schließlich auch ein Interesse daran haben, eine möglichst große Bebauung zuzulassen. Deshalb entschied der Gemeinderat in seiner Sitzung, einen Experten in Sachen Baurecht und einen Städtebauplaner zu Rate zu ziehen. Diese sollen klären, wie in dem Wohngebiet weiter verfahren wird.

15.07.2014


Neuer Öltank: 2000 Euro Zuschuss für Sänger


Weil die alte Heizöltankanlage in diesem Jahr kaputt gegangen ist, hat die Sängervereinigung Estenfeld im Sängerheim eine neue eingebaut. Diese ist auf dem modernsten Stand der Technik. Da die Sänger viele Arbeiten (Verlegen der Fliesen, Verputzen, Streichen, Elektroinstallation) selbst erledigt haben, konnten sie eine Menge Geld sparen. Für Leistungen, die externe Leute erbracht haben, wurden insgesamt etwa 8300 Euro fällig. In einem Schreiben baten die Sänger die Gemeinde Estenfeld darum, den Austausch der Anlage zu bezuschussen. In der Sitzung des Gemeinderats fanden sie Gehör: 2000 Euro werden von der Gemeinde dazugegeben.

Spielplatz

24.07.2014


Erholung an der Estenfelder Copacabana
Wasserspielplatz in der Nähe des Jesuitensees wurde neu gestaltet

Die Umgestaltung des Wasserspielplatzes war noch gar nicht beendet, da hatten Kinder im Sand schon die erste Burg gebaut. Jürgen Fottner, der Leiter des Estenfelder Bauhofs, der bei den Verschönerungsarbeiten die treibende Kraft war, sah es mit Freude. Er bat seine Kollegen deshalb darum, auf das kleine Kunstwerk aufzupassen und es in jedem Fall stehen zu lassen. „Wir haben das ja vor allem für die Kinder gemacht. Da ist es natürlich schön, wenn der Platz gleich so gut angenommen wird“, sagt Fottner, als er zusammen mit Bürgermeisterin Rosi Schraud das Ergebnis der ganzen Mühen begutachtet. Das Gelände am Jesuitensee sieht tatsächlich schöner aus als früher. Die Wasserfläche wurde zwar um etwa ein Drittel verkleinert, dafür ist aber am Ufer ein richtiger Strand dazugekommen. Der Bauhofleiter hat deshalb auch schon einen originellen Namen für den Platz gefunden: die „Estenfelder Copacabana“.
Dort, wo jetzt Kinder nach Herzenslust buddeln können, befand sich früher Wasser. Deshalb mussten die Bauhofmitarbeiter zunächst einmal den verschlammten Boden ausbaggern. Als der entfernt war, wurde neue Erde aufgetragen und dann kam Sand obendrauf. Insgesamt 75 Tonnen wurden so verteilt, dass die Auflage nun etwa 50 Zentimeter hoch ist. „Da müssen die Kinder schon ordentlich graben, um den Grund zu erreichen“, sagt Fottner.
Auch wenn die Wasserfläche deutlich schmäler ist — breit genug, um darin zu planschen oder zu waten, ist sie allemal. Das Entscheidende aber ist: Der engere Wasserlauf sorgt für eine höhere Fließgeschwindigkeit und einen schnelleren Wasseraustausch. Dadurch wird es fortan nicht mehr so schnell geschehen, dass sich ein unschöner Algenteppich ausbreitet. „Völlig zu verhindern ist der Algenbewuchs aber nicht“, macht Fottner deutlich. Deshalb werden er und seine Mitarbeiter regelmäßig nachsehen, wie es um das idyllische Fleckchen unweit der Weißen Mühle bestellt ist — und gegebenenfalls reagieren.
So gut es ist, wenn alles fließt — zu wenig Wasser sollte der Spielplatz nicht führen. „Ist der Wasserstand zu niedrig, begünstigt dies das Aufheizen“, erklärt Fottner. Um das zu verhindern, wurde das Stauwehr etwas verbreitert. Es besteht jetzt nicht mehr nur aus Holzpfählen, sondern es kam noch eine Reihe mit Steinen hinzu und dazwischen eine Tonschicht. Das bewirkt, dass das gesamte Konstrukt weniger durchlässig ist.
Wer sich am Wasserspielplatz mal eine Zeit lang im Schatten aufhalten möchte, findet unter dem dortigen Sonnensegel künftig mehr Sitzgelegenheiten. Zu den drei Steinquadern gesellen sich jetzt drei Baumstämme, auf denen mehrere Leute nebeneinander Platz finden.
Bei ihrer Stippvisite ist Bürgermeisterin Schraud von dem neu gestalteten Wasserspielplatz sehr angetan. Ausdrücklich lobt sie Bauhofleiter Fottner und seine Mitarbeiter für ihren Einsatz — und für die Bereitschaft, dafür zu sorgen, dass das Gelände auch so schön bleibt. Nun wünscht sie sich, dass möglichst viele Kinder oder gleich ganze Familien den Weg dorthin finden: „Schöne Tage gibt es in diesem Jahr hoffentlich noch genug.“

Letzte Änderung: 08.09.2014 20:52 Uhr