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Kartausen-Diskussion

Aktuelles aus dem Gemeinderat


Kartause: Gemeinde macht

Eigentümern neues Angebot
Hinterer Teil des Areals soll 810000 Euro kosten — Abstimmung im Gemeinderat endete knapp

So viele Zuhörer hat es bei einer Gemeinderatssitzung wohl noch nie gegeben: Etwa 50 Bürger waren am Dienstagabend in den Sitzungssaal des Estenfelder Rathauses gekommen (im Bild). Ihr Interesse galt dem ersten Punkt auf der Tagesordnung, in dem es um die Zukunft der Kartause ging. Mit der knappen Mehrheit von 9:8 Stimmen entschied das Gremium, dass die Gemeinde auch den hinteren Teil der Kartause kaufen solle — und zwar zum Preis von 810000 Euro. Das Interesse sei den Eigentümern, der Familie Keller, spätestens bis zum 31. Mai mitzuteilen. Die genauen Modalitäten des Erwerbs müssten noch geklärt werden.
Den Antrag hatte die SPD-Fraktion gestellt. Ihr Sprecher Günther Grimm sagte, es sei „fünf vor zwölf“, da die Familie Keller auf ihrem Grundstück bereits „im großen Stile“ plane, wie sie auch jüngst beim Tag der offenen Tür demonstriert habe. Würde sie ihr Vorhaben — angedacht ist ein Reiterhof mit Stallungen und Ferienwohnungen — in die Tat umsetzen, ginge der Gemeinde „ein wichtiges geschichtsträchtiges Objekt in seiner Gesamtheit für immer verloren“. Der vordere Teil der Kartause, der sich seit dem Jahr 2001 im Besitz der Gemeinde befindet, wäre dann nach Ansicht der SPD „wertlos“ und nur noch bedingt nutzbar.
Grimm regte an, die Summe, die die Familie Keller in den jüngsten Verhandlungen gefordert und dabei als ihr „letztes Angebot“ bezeichnet habe, in zwei Raten zu bezahlen. Die erste Rate über 400000 Euro könnte noch in diesem Jahr über einen Nachtragshaushalt finanziert werden, die zweite Rate über 410000 Euro sollte man dann im Haushalt 2016 vorsehen. Für „viel Geld“ werde die Gemeinde auch viel bekommen, sagte Grimm. Der Gegenwert sei „auf jeden Fall vorhanden“.
Die Gefahr, dass das gesamte Kartausen-Areal „entwertet“ werde, wenn die Familie Keller ihre Pläne verwirklicht, sah auch die UWG. In diesem Fall ginge ein historisches Ensemble für immer verloren, obwohl dort so viel Schönes für die Estenfelder Bürger entstehen könnte, sagte Fraktionssprecher Jens Dietzsch. Er plädierte deshalb ebenfalls dafür, rasch zu handeln.
Auch die CSU möchte gerne mehr aus der Kartause machen — allerdings plädierte sie für ein überlegteres Vorgehen. Fraktionssprecher Albin Wolz warnte davor, dass die Gemeinde sich künftig viel schwerer bei Grundstücksverhandlungen tun werde, wenn die SPD mit ihrem Antrag Erfolg habe. Er forderte deshalb, den Tagesordnungspunkt nichtöffentlich zu behandeln, wie das bei derartigen Angelegenheiten üblich sei. Wolz übte Kritik am Zweiten Bürgermeister Joachim Sadler (SPD), der Bürgermeisterin Rosi Schraud (CSU) in der Zeit vor der Gemeinderatssitzung im Rathaus vertreten hatte. Am 4. Mai sei ein Schreiben des Landesamts für Denkmalpflege eingegangen, das Sadler eigentlich an alle Gemeinderäte hätte weiterleiten müssen — dies habe er jedoch nicht getan. In ihrer Stellungnahme erklärt die Behörde, dass sie die Pläne der Familie Keller überaus kritisch sehe. Sadler erwiderte, er habe das Schreiben zurückgehalten, weil er abwarten wollte, bis die Bürgermeisterin aus dem Urlaub zurück ist.
Noch deutlichere Worte als Wolz fand die Bürgermeisterin: Sie sagte, es wäre ein „fatales Signal“, wenn die Mehrheit des Gemeinderates der geforderten Kaufsumme zustimmen würde. Denn: „Wir unterwerfen uns damit einem Preisdiktat.“ Schraud erinnerte daran, dass die Gemeinde in der nächsten Zeit Flächen erwerben wolle, um das Gewerbegebiet zu erweitern. Zudem würden im Rahmen der Städtebauförderung auch im Altort Grundstücke benötigt. „Hier hätten wir künftig eine viel schlechtere Verhandlungsposition“, sagte sie.
Schrauds Forderung: Mit der Familie Keller sollten weitere Verhandlungen geführt werden — mit dem Ziel, dass sich Gemeinde und Eigentümer in finanzieller Hinsicht noch ein Stück aufeinander zubewegen. Im Landkreis Würzburg gebe es Gebäude mit vergleichbarer Bedeutung, die für einen weitaus geringeren Betrag veräußert worden seien. Als Beispiele nannte Schraud das Schloss Giebelstadt und den Wöllrieder Hof.
Die Bedenken hinsichtlich einer möglichen Bebauung der Kartause durch die Familie Keller teilte Schraud nicht im gleichen Ausmaß wie die Ratsmitglieder von SPD und UWG. Schraud erinnerte an das kritische Schreiben des Landesamts für Denkmalpflege und daran, dass eine Genehmigung durch das Landratsamt ebenfalls noch nicht vorliege. Für die Stallungen hätten die Kellers noch nicht einmal einen Bauantrag gestellt.
Nach einer fast eineinhalbstündigen, teils erbittert geführten Diskussion wurde abgestimmt. Die komplette SPD-Fraktion (6) stimmte für ihren eigenen Antrag, alle UWG-Räte (3) schlossen sich an — die CSU (8) votierte dagegen. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung entschieden die Räte, die Finanzierung in zwei Raten in den Jahren 2015 und 2016 zu stemmen.

Weiße Mühle

Jazz-Frühschoppen und Mühlenhoffest


Am Sonntag, 14. Juni, findet in der Weißen Mühle ein Jazz-Frühschoppen statt. Genießen Sie im schönen Gastgarten Livemusik der Jazzinitiative Würzburg von 10 bis 12 Uhr. Danach bleibt der Mühlengasthof selbstverständlich geöffnet.

Das Mühlenteam freut sich außerdem, zum großen Mühlenhoffest am Freitag, 31. Juli, ab 16 Uhr einzuladen. Wieder gibt es Livemusik, diesmal mit den Bands Francis Unique und Wolfsons.

Für das kulinarische Wohl ist an beiden Veranstaltungen gesorgt.

Betriebsausflug der

Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld


Am Mittwoch, 3. Juni, findet der Betriebsausflug der Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld statt.

An diesem Tag bleibt das Rathaus geschlossen.

Der Bauhof ist bei Notfällen über den Bereitschaftsdienst, Telefon 0175/8715968, erreichbar.

Am Freitag, 5. Juni, ist das Rathaus ebenfalls geschlossen.


Einwohnermeldeamt geschlossen


Es wird darauf hingewiesen, dass das

Einwohnermeldeamt im Rathaus am Mittwoch,
10. Juni
, wegen einer Fortbildung geschlossen ist.

Wir bitten um Beachtung

und danken für Ihr Verständnis!

Ferienspielplatz 2015


Der Ferienspielplatz in Estenfeld findet in diesem Jahr an folgenden Tagen statt:


Montag, 3. August, bis Freitag, 7. August,

und von

Montag, 10. August, bis Freitag, 14. August.


Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren sind herzlich willkommen!


Den Elternbrief zum diesjährigen Ferienspielplatz finden Sie hier.

Notebook



Schnelles Internet - Markterkundung


Die Gemeinde Estenfeld hat die aktuelle Versorgung mit Breitbanddiensten im Download und Upload anhand öffentlich zugänglicher Quellen erfasst und ein vorläufiges Ausbaugebiet festgelegt, in dem Bedarf für den Ausbau eines Netzes der nächsten Generation (NGA-Netze) besteht.


Wie sich die Breitbandversorgung in Estenfeld und Mühlhausen derzeit darstellt, sehen Sie auf dem Lageplan und der tabellarischen Übersicht.


Bevor Fördermittel eingesetzt werden können, hat die Gemeinde Estenfeld gemäß Nr. 4.3 BbR zu ermitteln, ob private Investoren einen eigenwirtschaftlichen flächendeckenden Ausbau eines NGA-Netzes im vorläufigen Ausbaugebiet vorsehen. Erst wenn dies nicht der Fall ist, kann die Gemeinde ein Auswahlverfahren zur Bestimmung eines dann geförderten Anbieters durchführen.


Alles Wissenswerte zum Markterkundungsverfahren finden Sie hier.


Informationen zum Breitbandausbau erhalten Sie bei Ulrike Lang, Tel.: (09305) 888-21, E-Mail: u.lang@vgem-estenfeld.bayern.de

 

 

 

Letzte Änderung: 22.05.2015 19:32 Uhr

Grußwort

Schraud-Grußwort


Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste!

Herzlich willkommen in der Gemeinde Estenfeld - schön, dass Sie sich für unseren Ort interessieren!


Rosalinde Schraud
1. Bürgermeisterin


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